eXma » Diskutieren » Dies und das
Startseite - Veranstaltungen - Mitglieder - Suche
Vollständige Version anzeigen: Wohngeldantrag
DasKaddi
Hat hier irgendwer Erfahrungen mit dem Wohngeldantrag bzw. Antrag auf Mietzuschuss???

Irgendwie is das ziemlich schwierig da was auszufüllen als Mitglied einer Wohngemeinschaft...würde ich allein ne Wohnung haben, könnte ich den ganzen Quatsch ja noch verstehen, aber so weiß ich nich, was ich da wo ankreuzen soll, was richtig und was falsch is... wacko.gif

Gebe ich die gesamte Miete der Wohnung an oder nur meinen Teil? Kompliziert, weil ich keine Angaben zu meiner qm-Zahl machen kann, sondern nur zur ganzen Wohnung...
Und hat die Leute in der Wohngeldstelle zu interessieren, was meine Mitbewohner für ein Einkommen haben bzw. muss ich überhaupt irgendwelche Informationen über meine MBs geben? huh.gif
Wir sind ja zu dritt Hauptmieter, aber das checken die beim Amt sicher wieder nich... yeahrite.gif

Versteht irgendwer mein Problem...?
sodi
kann dir zwar net wirklich weiterhelfen...aber normalerweise musst du die gesamtmiete angeben und die wird dann einfach durch die anzahl der bewohner geteilt. da spielt dein eigentlich gezahlter mietanteil keine rolle.

das einkommen deiner mb´s spielt auch keine rolle, da ihr sicherlich in keinem engerem verwandtschaftsverhältnis seid oder "eheähnliche" beziehung führt und deshalb keine "bedarfsgemeinschaft" bildet
borisking
Also soweit ich weiß kann man als Student gar kein Wohngeld beantragen. Das wäre dann nur mit Kind möglich, aber soo gut kenn ich mich da auch nicht aus.
Auf der Seite -> http://www.studis-online.de/StudInfo/wohngeld.php ist das aber ganz gut erklärt.

Viel Erfolg bei dem Kampf gegen die Bürokratie lol.gif
DasKaddi
Zitat(borisking @ 20 May 2006, 11:31)
Also soweit ich weiß kann man als Student gar kein Wohngeld beantragen.
*




Was das betrifft, hab ich schon Infos eingeholt...mit BaföG-Ablehnungsbescheid kann man ebenfalls Wohngeld beantragen, muss aber eben gut begründen. Ist auch auf der von dir angegebenen Seite zu finden:
Zitat
Es kommt nur in Frage, wenn man keine sog. Transferleistungen (z.B. ALG II, Sozialhilfe) erhält und auch keinerlei BAföG-Anspruch mehr besteht.



Mir gehts jetzt hauptsächlich darum, den Antrag richtig auszufüllen...die Tanten bei der Wohngeldstelle sind nur so arg beschäftigt und halten sich gerne zurück. rolleyes.gif
aMy
sodi's Infos sind eweng falsch.

Du gibts an, wieviel du tatsächlich an Miete bezahlst. Am besten du setzt mit deinen Mitbeowhnern n Schreiben auf, wer wieviel an Miete bezahlt und lässt sie das unterschreiben.
Deine qm musste schon ausrechnen.
Das gibste dann ab und sagst dazu, dass du in einer WG wohnst. Dann geben sie dir neue Formulare die du ausfüllen darfst. Da sind dann so Fragen drinne, zu wieviel % du die restlichen Räume der Wohnung nutzt. Den Flur/WC/Bad... also zBsp. zu 1/3 wenn du noch 2 Mitbewohner hast....

Das ihr zu 3. Hauptmieter seid, macht nix.

Ne gute Begründung bei BaföG-Ablehnung ist zB, dass du dein Vordiplom noch nicht hast. Es ist keine gute Begründung, dass deine Eltern genug verdienen um dich durch zu bringen.#

Achja, die unfreundlichen Damen vom Amt werden alles versuchen, damit du kein Geld bekommst. Eine meinte mal zu mir "Wenn ich das entscheiden könnte, würden Sie von mir kein Pfennig Wohngeld bekommen." Ihre Begründung: Das ich seit 3 Jahren nicht mehr zu Hause wohne & selber für mein Geld arbeiten gehe, ist ja keine wirkliche Begründung, dass ich mich vollständig vom Haushalt meiner Eltern gelöst habe lol.gif
Achja, so ne Fragen musste auch beantworten:
Welche Gründe gibt es für die gemeinsame Wohnraumnutzung?
Wie werden Einnahmen verwaltet (gemeinsam, getrennt, teilweise gemeinsam)? - Immer getrennt ankreuzen!!!
Sind sie der Auffassung, dass sie sich vollständig vom Haushalt ihrer Eltern gelöst haben?
Wovon bestreiten sie ihren Lebensunterhalt?

Letztere ist eine verzwickte Frage. Schreibst du, dass es deine Eltern Geld geben, sagt dir die Dame vom Amt, dass sie es weiterhin machen können und auch für die Miete.
Als Student verdient man bei Nebenjobs allerdings auch selten soviel, dass es für Miete und Lebensunterhalt reicht.

Desweitern musst du durch Kontoauszüge deine Mietzahlungen und den Eingang von Unterhaltsleistungen usw. nachweisen.

Viel Spaß auf dem Wohngeldamt! smile.gif
babyG
mal an aufruf an euch.. wer bekommt denn wohngeld bezahlt?? hätte da echt mal einige fragen wie euer antrag aussah.. per pm mal melden wäre toll yes.gif
tuesday
Na das würde mich auch mal interessieren... stehe auch vor dem Problem und hab eigentlich auch immer das "Glück" kein Geld vom Staat zu bekommen...
cello
Hi, also ich hab mal Wohngeld bekommen und ist wirklich ziemlich kompliziert/aufwändig. Am Besten die unklaren Sachen freilassen und das Zeug mit zum Amt nehmen und mit dem Bearbeiter durchgehen (hat ein Kumpel so gemacht). Weiß nicht, ob ich das Einkommen meiner Mitbewohner angegeben habe-ich glaub nicht. Es geht einfach darum, dass du nachweisen kannst, das "Jeder-Für-Sich"- lebt. Deswegen muss man auch das Inventar usw. ziemlich genau angeben. Viel Erfolg.
loqo
[suche]wohngeldempfänger
sozialhilfesatz
nach dem bafög ...

mit freundlichsten grüßen ihre persönliche suchmaschine shifty.gif
pow
amy hat recht. das davor ist falsch. allein wgeld zu bekommen ist nicht so schwer, als wg geht es vielleicht, ich habe es aufgeben als ich mit meinem freund zusammengezogen bin, weil ich kein bock hatte wegen evtl. 30 euro meine und seine Lebensgeschichte offen zu legen und das aller halben jahre, weil du den antrag nicht einfach verlängern kannst sondern du mußt alles imme und immer wieder abgeben!
cello
Zitat(pow @ 20 May 2006, 14:43)
amy hat recht. das davor ist falsch. allein wgeld zu bekommen ist nicht so schwer, als wg geht es vielleicht, ich habe es aufgeben als ich mit meinem freund zusammengezogen bin, weil ich kein bock hatte wegen evtl. 30 euro meine und seine Lebensgeschichte offen zu legen und das aller halben jahre, weil du den antrag nicht einfach verlängern kannst sondern du mußt alles imme und immer wieder abgeben!
*



dito
DasKaddi
Aaaaah, dankööö, vor allem @aMy...

Das hört sich nach nem ziemlichen Arbeits- und Zeitaufwand an, und denn alle 6 Monate neu...nich so toll, aber wenn die Chance besteht, Geld zu kriegen, werd ich mir die Mühe machen... wink.gif

Find es ne Schande, dass unsereiner manchmal gar nich richtig darüber aufgeklärt wird, was für Leistungen vom Staat einem als Student zustehen können... rolleyes.gif Und dann halten die ihr Geld auch noch so arg zusammen...naja...
loqo
naja is doch überall so (und auch vernünftig?), das sozialamt bindet dir auch nicht unter die nase, dass es 'gardinengeld' gibt lol.gif

wie hoch sind denn die zuschüsse beim wohngeld? sind die sätze wie beim bafög?
aMy
Beim zuständigen Bundesministerium und bei den Studentenwerken gibts auch noch Info's für Studierende die Wohngeld benötigen.
Irgendwo war da auch mal eine Tabelle, mit der man sich ungefähr ausrechnen konnte was man bekommt.
DasKaddi
Ich war gestern da, und klar, ich wurde ein bisschen angemault... rolleyes.gif
Mir wurde ernsthaft ans Herz gelegt, ich könnte gerichtlich gegen meine Eltern vorgehen, wenn die mir nicht ausreichend Geld/ Unterhalt zahlen...hallo, gehts noch? Wenn meine Eltern genug Geld hätten, würde ich garantiert nich beim Sozialamt sitzen...

Jedenfalls hab ich noch zwei zusätzliche Formulare bekommen zum Ausfüllen, weil ich 1. Student bin und 2. in einer WG wohne.
Die Nachweise und Unterlagen, die ich alle abgeben muss, sind ziemlich umfangreich:
+ Studienbescheinigung
+ BaföG-Ablehnungsbescheid
+ Mietvertrag
+ Nebenkostenabrechnung
+ Stromrechnung
+ Nachweise über bezahlte Rechnungen
+ Kopien von Kontoauszügen (zum Überblick über meinen Finanzhaushalt)
+ Nachweis über Kindergeldbezug meiner Eltern
+ Nachweis, dass ich oder meine Familie nirgendwo anders Wohngeld bezieht in Deutschland
+ Nachweise über jegliche Einkünfte, die ich habe, egal welcher Art yeahrite.gif

Is nen ordentliches Gerenne...dafür, dass ich das alle 6Monate neu beantragen muss... huh.gif
wombat1st
Zitat(DasKaddi @ 02 Jun 2006, 14:15)
Ich war gestern da, und klar, ich wurde ein bisschen angemault... rolleyes.gif
Mir wurde ernsthaft ans Herz gelegt, ich könnte gerichtlich gegen meine Eltern vorgehen, wenn die mir nicht ausreichend Geld/ Unterhalt zahlen...hallo, gehts noch? Wenn meine Eltern genug Geld hätten, würde ich garantiert nich beim Sozialamt sitzen...

*


das ist totaler quatsch, da du auch wohngeldanspruch hast (bzw. nur dann) wenn deine eltern dir ausreichend unterhalt zahlen. du mußt den sozialhilferegelsatz erfüllen, sonst bekommst du kein wohngeld.
aMy
Zitat(DasKaddi @ 02 Jun 2006, 14:15)
Die Nachweise und Unterlagen, die ich alle abgeben muss, sind ziemlich umfangreich:
+ Studienbescheinigung
+ BaföG-Ablehnungsbescheid
+ Mietvertrag
+ Nebenkostenabrechnung
+ Stromrechnung
+ Nachweise über bezahlte Rechnungen
+ Kopien von Kontoauszügen (zum Überblick über meinen Finanzhaushalt)
+ Nachweis über Kindergeldbezug meiner Eltern
+ Nachweis, dass ich oder meine Familie nirgendwo anders Wohngeld bezieht in Deutschland
+ Nachweise über jegliche Einkünfte, die ich habe, egal welcher Art yeahrite.gif
*



troest.gif

Ohje, soviel musste ich GottseiDank nicht abgeben. Meine Kontoauszüge zum Nachweis der bezahlten Rechnungen habe ich teilweise geschwärzt. Hat zwar eine rumgemault, aber Wohngeld gabs trotzdem.
Stromrechnung + Nebenkostenabrechnung musste ich gar nicht abgeben. Wieso auch? Bekommt man doch nichts wieder/kein Geld für. (Oder??)
Quickley
Hallo,

also ich muss nochmal fragen...den Wohngeldantrag gibt man beim Sozialamt ab? Oder beim Einwohnermeldeamt? Weil ich da mal sowas gelesen habe.

Gruß

Quickley
aMy
Entweder im Bürgerbüro (ist aber nicht zu empfehlen, die beraten teilweise falsch) oder beim Sozialamt Bereich Wohngeld... das ist Nähe Polandplatz auf der Schandauerstraße.

DasKaddi, hast du Wohngeld bekommen?
Quickley
vielen Danke aMy, werde morgen gleich mal nach der Uni beim Sozialamt anklopfen wink.gif
DasKaddi
Zitat(aMy @ 23 Oct 2006, 22:13)
DasKaddi, hast du Wohngeld bekommen?
*




Hab nix bekommen...Begründung von Seiten des Sozialamtes war, dass ich mich nicht ausreichend vom Haushalt meiner Eltern gelöst hätte, weil sie ja laut den Kontoauszügen und sonstigen Nachweisen für mich aufkommen...
Total sinnlos, weil meine Eltern ja schließlich für mich Miete und alles bezahlt haben, weil es gar nicht anders ging, auch wenn se dadurch selbst weniger hatten (Wer lässt denn schon sein Kind "verhungern" und obdachlos werden?! noexpression.gif )...ich mein, das war doch der Grund, weshalb ich Wohngeld beantragt hab, also irgendwie sind die da alle bissel beschränkt.

Nu hab ich nen guten Nebenjob, die Miete bekomm ich damit locker rein im Monat, da brauch ich mir um son Mist nich mehr allzuviele Sorgen machen... wink.gif
No Name
Zitat(Quickley @ 23 Oct 2006, 20:32)
Hallo,

also ich muss nochmal fragen...den Wohngeldantrag gibt man beim Sozialamt ab? Oder beim Einwohnermeldeamt? Weil ich da mal sowas gelesen habe.

Gruß

Quickley
*



Wies der Zufall so will sind die Sozialämter meist mit den Einwohnermeldeämtern in einem Gebäude. Cool. Junghansstraße 2 ist Sozialamt Abteilung Wohnen. und Lübeckerstr. 121 ist Rathaus Cotta dort gibts Sozialamt Abteilung Soziales.
simpson
also müsste ich rein theoretisch jetzt nochmal bafög beantragen um an den negativen bescheid zu bekommen, der nicht durch meine reichen eltern verursacht wird? wacko.gif
loco
wenn deine eltern zu 'reich' sind, dann bekommst du vom bafögamt einen bescheid, dass du bafög in höhe von 0 euro bekommst und das ist etwas anderes als ne ablehnung von bafög..

beim 0-bescheid gibts kein wohngeld
ob man bei einer ablehnung einen bekommt weiß ich nich, alles ziemlich wirr, vorallem bei wgs biggrin.gif
Chris
Als Kind von "mittelständischen" Eltern hast du im deutschen Staat echt verloren.
wombat1st
blablabla...

du brauchst eine ablehnung dem grunde nach...

@simpson

richtig, du mußt einen bafög antrag stellen. solange iwe du studierst wirst du aber dem grunde nach keinen bafög anspruch mehr haben und deinen negativbescheid bekommen.
Lars
Habe es durch, habe Ablehnungsbescheit vom Bafögamt.
Wohngeldantrag wurde auch abgelehnt, ich könnte ja noch bei meinen Eltern wohnen, obwohl ich seit 2005 hier in DD meinen Hauptwohnsitz habe und ich glaube, nicht mehr unter 25 Jahre bin. smile.gif
Aber egal dann muss man halt in diesem Staat anderen die Arbeit wegnehmen, so funktioniert es auch. smile.gif
SHARK
Möchte mal wissen was das mit Deutschland zu tun hat?! Studentendasein weltweit hatte schon immer was mit drei Komponenten zu tun - Goldener Löffel im Arsch, Leben am Existenzminimum oder Studieren mit "Neben"-Job.
-------------------------------------------------------------------
Desweiteren, wenn nicht soviel rumgetrickst würde (Schwärzen von Kontoauszügen - lol.gif - logisch wenn dann meist ungünstig für den Antragsteller entschieden wir), dann wäre dieser ganze Behördenkokulores viel einfacher

-------------------------------------------------------------------
bei einem negativen Bafögbescheid ist desweiteren davon auszugehen, dass man entweder ausreichende Unterstützung von den Eltern bekommen könnte, zu sehr Rumgebummelt hat (eignes Verschulden) oder ein Grenzfall ist

Grenzfälle bekomme Wohngeld


Wer denkt, dass er unfair behandet wurde - in Widerspruch gehen - bei Ablehnung Widerspruch --> Sozialgericht (dann sollte man sich aber wirklich sicher sein)


----------------------------------------------------------------------
letztendlich darf man nicht schlechter gestellt sein als eine SGB II - Bedarfsgemeinschaft

-----------------------------------------------------------------------
das einige SGB II - Bedarfsgemeinschaften besser leben hat wiederum nichts mit der Theorie zu tun (weil meistens Punkt 2 zuzuordnen)
Chris
Die perfide Situation in Deutschland ist, dass diejenigen, die aus armen Elternhaus kommen, per se mehr haben, als diejenigen, die aus der "unteren" Mittelschicht stammen (also Eltern nicht nur mit Billigjobs, eventuell eigenes Haus/Eigentumswohnung, am besten 10 Euro über dem Höchstverdienst für Bafög).
SHARK
ISt zwar schon verdammt lange her, aber was hat denn ein Eigenheim mit Bafög zu tun? Ich hoffe jetzt nicht, dass es um Kreditabzahlung geht. Das ist ja wohl ein Ding, was jeder für sich selbst zu tragen hat.
wechselstrom
Zitat(SHARK @ 29 Nov 2007, 18:35)
ISt zwar schon verdammt lange her, aber was hat denn ein Eigenheim mit Bafög zu tun? Ich hoffe jetzt nicht, dass es um Kreditabzahlung geht. Das ist ja wohl ein Ding, was jeder für sich selbst zu tragen hat.
*


Naja... das finde ich nicht... es wird pauschal das Einkommen der Eltern zugrunde gelegt aber nicht weiter berücksichtigt, welche Lasten die Eltern zu tragen haben.
Kriegt nun das Kind kein Bafög müssen sich die Eltern mehr einschränken.
Nimm mal den Fall, die Eltern bauten vor 15 Jahre ein Haus auf Kredit und müssen das nun noch immer fleißig abzahlen. In der Zwischenzeit ist ihr Kind mit dem Abi fertig und es stellt sich heraus, dass das Kind gerne studieren möchte (sollte, müsste etc.). Das war vor 15 Jahren, als das Kind noch in die Windeln gekackt hat nicht absehbar. Heute ist das Problem da, die Eltern müssen den Kredit weiterzahlen und das Kind braucht auch viel mehr Geld, als damals als es noch zu Hause lebte und zur Schule ging.
Man kann nicht verlangen, dass die Eltern nun ihr Haus verkaufen und in ne kleinere Wohnung ziehen. Ebenso ist es mies, wenn das Kind nen Vollstudienkredit aufnehmen müsste, damit es studieren kann, denn dann wird es extrem den Bafög-Empfängern benachteiligt.
Irgendwann kommt doch der Zeitpunkt an dem man mal unabhängig von den Eltern sein will/muss und wieso tritt bei manchen dieser Zeitpunkt schon nach der Lehre mit 18 ein und bei anderen erst mit 25 nach dem Studium ?
Letzlich wollen wir doch alle Studenten haben und sind uns einig, dass unser Land viele Studenten braucht.
Ich will meinen Eltern nicht mehr auf der Tasche liegen, ich würde viel lieber dem Staat auf der Tasche liegen (und meinen kleinen Teil dann irgendwann zurück zahlen)... geht aber nicht... hätt ich bloss eine Lehre gemacht und mich mit 19 arbeitslos gemeldet... dann hätte ich heute in etwa das gleiche... VOrlesungen besuchen könnte ich trotzdem...
Chris
In Bezug auf die Eltern und den Staat ist das System sehr wohl gerecht. Warum sollte man für jemanden mitzahlen, der eigentlich genügend Geld hat, aber es schon zum Fenster herausgeschmissen hat.

In Bezug auf den Studenten ist das System natürlich ungerecht. Eigentlich müsste jeder Student elternunabhängiges Bafög bekommen, wenn er es wollen würde. Eventuell halt mit der Einschränkung, dass bei Eltern, die "reich genug" sind, das volle Bafög zurück gezahlt werden muss, und es keine obere Grenze gibt, wie es jetzt der Fall ist.
simpson
danke wechselstrom..
zählt das kindergeld mit zum einkommen der eltern beim bafögantrag? glaub nicht oder?

schön dass dieser blöde höchstsatz aber sämtichen anderen rechnungen zugrunde gelegt wird pinch.gif
SHARK
In meiner persönlichen Sicht sehe ich einiges anders, manches ist für mich auch leider unlogisch. Werde mal Deinen Text bissl auseinander klamüsern.

Zitat
Naja... das finde ich nicht... es wird pauschal das Einkommen der Eltern zugrunde gelegt aber nicht weiter berücksichtigt, welche Lasten die Eltern zu tragen haben.


Letztendlich hat jeder Lasten zu tragen. Die Last in einem Arbeiterschließfach zu wohnen, noch nie im Urlaub gewesen zu sein bzw. nur fürs [Achtung Portion Derb mit Ironie] "Fressen, Ficken, Schlafen, Glotze gucken und Rackern zu leben", ist auch 'ne Last.

Zitat
Kriegt nun das Kind kein Bafög müssen sich die Eltern mehr einschränken.
Klingt blöd, ist aber so: "Dafür sind Eltern da!" Meine Großeltern brachten Lasten für meine Eltern auf, meine Eltern für mich und ich werd's für meine Kinder tun. Sicherlich wurden die Kinder früher eher "flügge", dass liegt aber eher an einer veränderten Gesellschaft einhergehend mit gestiegenem Wohlstand (natürlich im Durchschnitt gesehen).

Zitat
Nimm mal den Fall, die Eltern bauten vor 15 Jahre ein Haus auf Kredit und müssen das nun noch immer fleißig abzahlen.

Als ehemaliges DDR-Bürgerlein sehe ich für mich ganz persönlich ein eigenes Heim immernoch als "Luxusgut" an. Wenn man es nicht gerade vererbt bekommt, dann hat man sich halt irgendwann mal entschieden, ein Teil seines Kapitals in ein Haus zu stecken. Im Fall einer Finanzierung sogar auf Pump. Um mal ein Beispiel zu nehmen, wie quer Menschen zu diesem Fakt von der Gefühlswelt her stehen (auch in meiner Sicht der Dinge - muß nicht geteilt werden): Kauft sich jemand ein viel zu teures Auto auf Pump und kommt dann in die Schuldenfalle - sagt jeder offen, tja überschätzt, muß es verkaufen, Hilfe - "Gehts noch?". Gerät jemand mit einem Haus in finanzielle Not oder von mir aus auch Sorgen: Haben doch soviel reingesteckt, das ist doch ihr Heim, das kann man doch nicht wegnehmen, da muß man doch helfen.

Beides hat aber eines gemeinsam - nur der Besitzer profitiert und partizipiert an den Annehmlichkeiten eines Eigenheims.

Zitat
In der Zwischenzeit ist ihr Kind mit dem Abi fertig und es stellt sich heraus, dass das Kind gerne studieren möchte (sollte, müsste etc.). Das war vor 15 Jahren, als das Kind noch in die Windeln gekackt hat nicht absehbar. Heute ist das Problem da, die Eltern müssen den Kredit weiterzahlen und das Kind braucht auch viel mehr Geld, als damals als es noch zu Hause lebte und zur Schule ging.
Man kann nicht verlangen, dass die Eltern nun ihr Haus verkaufen und in ne kleinere Wohnung ziehen. Ebenso ist es mies, wenn das Kind nen Vollstudienkredit aufnehmen müsste, damit es studieren kann, denn dann wird es extrem den Bafög-Empfängern benachteiligt.


Eltern mit Wohnung müssen doch auch sehen, wie sie ihrem Kind Bildung finanzieren.
Sollen sich jetzt alle ein Haus finanzieren, bloß damit die Welt gerecht ist? Sorry, zur Hausplanung, besser gesagt zur Planung der Finanzierung gehört auch die Einbeziehung der möglichen Fälle Arbeitslosigkeit, Schulbildung der Kinder und halt die tragischen Sachen, wie etwaiges vorzeitiges Ableben eines Partners bzw. schwere Krankheit.

Zitat
Irgendwann kommt doch der Zeitpunkt an dem man mal unabhängig von den Eltern sein will/muss und wieso tritt bei manchen dieser Zeitpunkt schon nach der Lehre mit 18 ein und bei anderen erst mit 25 nach dem Studium ?


Erster Teil des Satzes ist vollkommen richtig, insgesamt so aber nicht ganz richtig. Findet ein junger Mensch unter 25 nach der Lehre keine Arbeit oder hat nur kurz gearbeit, dann gibt es auch verdammt viele Fälle bei denen die Eltern wieder einspringen müssen (Verhinderung dieses Falles ist zwar möglich, passiert aber komischerweise ziemlich selten - genau wie beim Wohngeld).

Zitat
Letzlich wollen wir doch alle Studenten haben und sind uns einig, dass unser Land viele Studenten braucht.

Studenten ja, aber nicht Studenten aller Fachrichtungen. Um's geschickter zu formulieren, man muß es einfach feststellen, in einigen Fachrichtungen gibt es viel mehr Absolventen als Stellen (ist aber ein Thema für sich - würde den Rahmen sprengen).
Um noch härter zu werden, vielleicht auch keine Studenten bei denen absehbar ist, dass sie das Ziel nicht erreichen. Hart, weiß ich, aber in simpler Ansicht ist das so.

Zitat
Ich will meinen Eltern nicht mehr auf der Tasche liegen, ich würde viel lieber dem Staat auf der Tasche liegen (und meinen kleinen Teil dann irgendwann zurück zahlen)


Gott, das stört mich teils in diesem Forum am meisten! Deine Eltern sind der Staat, Du bist der Staat, Dein Banknachbar ist der Staat, der x-beliebige Rentner ist der Staat, der gemeine Punk ist der Staat (auch wenn ers nicht will) und Faschos sind leider Gottes auch der Staat.

Aus kurzfristiger Sicht liegt man vielleicht erstmal anderen (auch der Staat) auf der Tasche, in letzter Konsequenz bescheißt man damit aber auch sich selbst (ebenfalls der Staat).

Habe mal eine lustige Anekdote gelesen, was wohl passieren würde, wenn wirklich jeder aufhören würde das Finanzamt zu bescheißen oder den letzten Cent bei der Steuer rauszuholen. Endtheorie war - es gäbe kaum noch Steuern.

Zitat
... geht aber nicht... hätt ich bloss eine Lehre gemacht und mich mit 19 arbeitslos gemeldet... dann hätte ich heute in etwa das gleiche... VOrlesungen besuchen könnte ich trotzdem...


Klingt irgendwie als wenn Arbeitslosigkeit was Tolles wäre. Das es nicht zwangsläufig so ist, dass man mit fertiger Lehre extrem gefördert wird, habe ich ja oben schon beschrieben.
Wenn dem so wäre, gäbe es keine ledigen NLE unter 25 ohne Bezug von Leistungen.
Lars
Hallo mal ne Frage, wer kennt sich denn mit Wohngeld etwas aus.

Ich bin Student, habe seit 2005 meinen Hauptwohnsitz in Dresden.
Nun habe ich einmal Wohngeld beantragt und einen Ablehnungsbescheid bekommen.

Als Grund wird sich hierbei auf den § 18 Nr. 3 des WoGG bezogen, wo es heisst:

"für Wohnraum, der von Personen während der Zeit benutzt wird, in der sie vom
Familienhaushalt vorübergehend abwesend sind..."

Nun wohne ich aber schon seit 2004 in Dresden, habe auch kein Zimmer mehr bei meinen Eltern, da sich diese eine kleiner Wohnung zugelegt haben.

Kann mir da jemand zwecks Widerspruch weiterhelfen?!

Danke
Stormi
Mir haben die das selbe gesagt. Auf Nachfrage meinte die Sachbearbeiterin, dass es unerheblich sei, wie lange man schon in DD wohnt und ob man ein Zimmer bei den Eltern hat. Vielmehr sei wichtig, dass man ein eigenes Einkommen hat und eine abgeschlossene Ausbildung, genau wie natürlich ein eigener Haushalt. Dass das natürlich total bekloppt ist wusste ich damals schon, wollte dann aber nicht wegen drölf Euro Wohngeld tonnenweise Papier rumschicken. Falls du dem Grunde nach noch bafögberechtigt bist, kriegst du sowieso kein Wohngeld. "Dem Grunde nach berechtigt" heißt hier NICHT, dass du Bafög bekommst, sondern, dass du berechtigt bist, einen Antrag zu stellen. Ein sog. Nullbescheid heißt NICHT, dass du nicht mehr dem Grunde nach bafögberechtigt bist. Viel Erfolg.
Lars
Achso Bafög bekomme ich auch nicht mehr.
Dafür habe ich einen Ablehnungsbescheit und wie ist es denn bei dem Einkommen, verdiene bis zu 400 euro im Monat.
Stormi
Hast du einen Bescheid über 0 Euro Förderung oder darüber, dass du nicht mehr Förderungsberechtigt bist bekommen?
wombat1st
Zitat(Stormi @ 04 Jul 2008, 18:08)
dass man ein eigenes Einkommen hat und eine abgeschlossene Ausbildung,
*


hier reicht eine oder-verknüpfung. wenn du ein angemessenes einkommen hast (am besten ist es natürlich, wenn du dich komplett selber finanzierst) oder eine abgeschlossene ausbildung hast, dann bekommst du wohngeld. ersteres ist ein ermessensspielraum des sachbearbeiters. ob 400eu ausreichen oder nicht, habe ich aber ehrlich gesagt keine ahnung.
Luzifer
Zitat(sodi @ 20 May 2006, 11:26)
kann dir zwar net wirklich weiterhelfen...aber normalerweise musst du die gesamtmiete angeben und die wird dann einfach durch die anzahl der bewohner geteilt. da spielt dein eigentlich gezahlter mietanteil keine rolle.

das einkommen deiner mb´s spielt auch keine rolle, da ihr sicherlich in keinem engerem verwandtschaftsverhältnis seid oder "eheähnliche" beziehung führt und deshalb keine "bedarfsgemeinschaft" bildet
*


tja sodi - so ähnlich hab ich mir das auch gedacht, aber eigentlich haste schon mit Deinem zweiten Absatz dem ersten den Wind aus den Segeln genommen, denn - und das weiss ich, weil ich mit der Arge zu tun hatte und mir genau das ne Tante am Teflon ma erklärt hat - wenn Du in ner WG wohnst, zahlst Du nur Miete für ein Zimmer, das heisst, Du blechst nicht für ne Wohnung komplett, also gilt auch nicht die Gesamtmiete.
Du musst halt angeben, wie hoch die Gesamtmiete ist und wie hoch Dein Anteil bzw. wie groß Dein Zimmer ist/wie groß die gesamte Wohnung bzw. die anderen Zimmer.
Mit anderen Worten ausschlaggebend für den Mietzuschuss, der ja nach gewissen Sätzen geregelt ist, gilt, auch wenn man in einer WG wohnt, nicht der Satz für 2-,3-,4- oder Mehr-Personenhaushalte, sondern nur der Satz für 1-Personen-Haushalt. Das mit den Mehr-Personenhaushalten bezieht sich darauf, dass man mit anderen die komplette Wohnung teilt, also z.B. bei Pärchen oder wenn man eine Familie hat, aber nicht bei einem Zimmer (in einer WG).
Der Höchstwert für Miete ist bei 1-Personenhaushalten höher und staffelt sich, je mehr Leute im Haushalt wohnen, nach unten ab.
Die Gesamtmiete und den Eigenanteil muss man nur angeben, damit das Amt einen Vergleich machen kann, bzw. bewerten kann, ob Du Anspruch hast auf die jeweilige Wohnfläche oder ob Du mit weniger auskommen müsstest, um Wohngeld zu kriegen, aber das ist eher sekundär; primär gehts um den eigenen Mietanteil und wenn der nicht zu hoch ist, stehen die Chancen auch dann nich schlecht, wenn man n paar qm mehr hat, als die anderen in der WG.

Zitat(Lars @ 04 Jul 2008, 18:44)
Achso Bafög bekomme ich auch nicht mehr.
Dafür habe ich einen Ablehnungsbescheit und wie ist es denn bei dem Einkommen, verdiene bis zu 400 euro im Monat.
*


bei bis zu 400€ is man steuerfrei und kann Hartz4 beziehen (wenn man nich wie ich grade n "stinkreicher" Bausparer is und damit diejährlichen Gesamt-Freibeträge überreizt); also is wohl davon auszugehen, dass Du Wohngeld beantragen kannst, denn immerhin ist das bei Hartz4 schon mit inbegriffen, also wirste das auch ohne Hartz4 kriegen können.

@Womme: Bisse doof? Angemessen heisst wohl nich, Du brauchst n Mindestverdienst, um staatliche Unterstützung zu kriegen oder? Heisst ja wohl eher, Du gehst arbeiten und kriegst dafür n angemessenen Scheisslohn und weil das so is, kriegste dann auf Antrag Wohngeld. Wennde keine Arbeit hast und demnach unangemessen verdienst, weil von nix kommt nix, krisse Hartz4, wo Wohngeld schon mit drin is, Du aber kein Wohngeld mehr zurätzlich beantragen kannst und wo Du spätestens nach nem halben Jahr verstärkt Spass mit Menschen zu tun kriegen wirst, die dann von Dir verlangen, etwas zu tun, was sie selber nicht tun, obwohl sie immer von sich behaupten etwas zu tun, obwohl sie eher das genaue Gegenteil von dem tun, von dem sie behaupten es zu tun, z.B.: Sie [hat es geschafft, meine Akte zu finden, ich sitze neben ihr, sie schlägt die Akte auf] zu mir: "Was ist das denn für ein Formular?" Ich: "Weiss ich nich, das is nich von mir" Sie: "Achso, ja dann leg ich das mal zur Seite", was mir dann auch verständlich machte, warum ich nach nem halben Jahr auf Kohle meines Erstantrags wartend zu hören kriegte, dass sie (nochmal) meine Exmatrikulationsbescheinigung bräuchten ("Die is aber nicht in Ihrer Akte").
Jeder muss in diesem Staat arbeiten. Wenn Du also möchtest, dass sich solche Menschen mit Dir über Deine Zukunft unterhalten, Du aber evtl. gar nicht - und vor allem nicht so bald in Zukunft - arbeiten willst, dann kannst Du sicherlich ohne Bedenken, ohne angemessenes Einkommen leben und Hartz4 beziehen und wirst definitiv in interessanten Zeiten leben. Meine Empfehlung in einem solchen Fall: Geh lieber arbeiten und wähle den Stumpfsinn vor dem Wahnsinn; zugegeben, wenn Du den Stumpfsinn wählst, kannst Du auch noch Hartz4 beziehen, sofern Du nicht über diese schwachsinnigen Freibeträge kommst und sie werden Dich in Ruhe lassen, weil sie dann nicht gesetzlich gezwungen sind, das zu tun, was sie eigentlich nicht tun können, weil Du schon etwas tust. Egal. Jedenfalls ist angemessen wohl nur, Du gehse arbeite, Du krisse Geld und Du nix Bonze mit Lohns, das unangemessen hochs für Wonngelt. So einfach isse das. Und Womme, bitte, ja? Ich hielt Dich immer intelligent. Hasse gesoffen oder was?

@Shark: ich stimme wohl mit den meisten Deiner Punkte überein, auch damit, dass man sich bei der Hypothek für sein Eigenheim vorher überlegen muss, ob man unverhütet rumfickt und hinterher wegen zu hohem Einkommen für seine Erzeugnisse blechen muss. Trotzdem muss ich feststellen, dass Deine ganze Familie sehr lasterhaft zu sein scheint, auch wenn das einzige Laster, das ich bei Dir finden kann, darin besteht, dass Du zuviel Spiegel liest und den Wortlaut dieses vom Sportteil lokaler Zeitungen beeinflusste Käseblatt adaptierst: Das Wort "partizipieren" gibt es nicht, genauso wenig wie das Wort "zelebrieren". Genauso gut könntest Du Zerebrat sagen, um nicht Gott sagen zu müssen. Der Spiegel wird zusammen mit Funkuhr, Bild der Frau, TVmedia und Gala gedruckt. Das sollte Dir zu Denken geben.