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Juri
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Stormi
sleeping.gif
Juri
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Giovanni
Zitat(Juri @ 03 May 2012, 05:27)
Dass viele Politiker ihre Doktorarbeiten abgeschrieben haben, ist offenbar normal und mittlerweile so interessant wie ein chinesischer Reissack. Aber bei einer Bundesministerin für Bildung und Forschung hätte es eine neue Dimension. Mal schauen, was rauskommt...
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In dem Fall ist es auch interessant, dass solche Sachen unter ihrer Herrschaft rauskommen... ist sie die Maulwürfin in der Abschreiberclique, die nun -weil sie zu weit gegangen ist- ans Messer geliefert werden soll?
Juri
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lovehina
Aber ihr Restaurant darf skie doch behalten oder?
http://www.shavans.com.au/
JanLo
Ich hab das so verstanden, das "Abschreiben" nicht das Problem war und das Gang und Gäbe in diesem Wissenschaftsbereich ist um Doktortitel zu "produzieren". Lediglich das fehlen von Zitatnachweisen - und damit das aneignen fremden Inhalts - ist problematisch.
Fuchs
ich bin vielmehr verwundert über den fakt, dass ihre promotionsschrift auch ihre abschlussarbeit war. wie kann man denn direkt promovieren? dazu in erzw/phil/theo? das war mir nicht bekannt... blink.gif
Padex
das mit dem "jetzt steht sie ohne Berufsabschluss da" habe ich auch noch nicht ganz verstanden? Super-Gescheit und ohne Diplom/Magister gleich zum Doktor? Wie war das denn zeitlich? Ich meine so'ne Promotionsschrift brauch doch auch ein zwei Jahre Minimum?
JanLo
Zitat(Fuchs @ 06 Feb 2013, 17:17)
ich bin vielmehr verwundert über den fakt, dass ihre promotionsschrift auch ihre abschlussarbeit war. wie kann man denn direkt promovieren? dazu in erzw/phil/theo? das war mir nicht bekannt...  blink.gif
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Zitat
An manchen geisteswissenschaftlichen Fakultäten konnten früher im Haupt- und in den Nebenfächern hervorragende Studenten ohne vorheriges Abschlussexamen ausnahmsweise, nach zweifacher Professorenbegutachtung, zur Promotion zugelassen werden. Diese sogenannte „einzügige“ Promotion ist nicht mehr möglich. Auch die „grundständige“ Promotion, bei der vom Studienbeginn an nur die Promotion als Abschluss angestrebt wird, ist an den meisten deutschen Universitäten spätestens um 1990 für die große Mehrheit der Fächer abgeschafft worden.

Quelle

Zitat
Sie beendete ihr Studium 1980 unmittelbar mit einer Promotion (in Form einer grundständigen Promotion[1] zum Dr. phil.) bei Gerhard Wehle in Erziehungswissenschaften an der Universität Düsseldorf.

Quelle
die_dan
Da war sie so 25, oder?
simpson
und diese zwei Professoren haben nicht gemerkt, dass die hervorragende studentin nicht ordentlich zitiert hat?! meine fresse.. blink.gif
die_dan
Kann man irgendwo herausfinden wie die Ministerin mit 25 so aussah?
JanLo
Zitat(simpson @ 06 Feb 2013, 20:33)
und diese zwei Professoren haben nicht gemerkt, dass die hervorragende studentin nicht ordentlich zitiert hat?! meine fresse.. blink.gif
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Naja, nach grobem Drüberscrollen scheint keins der gefundenen Plagiate eine ganze Seite zu füllen. Bei 325 Seiten und dem damaligen fehlen automatischer Überprüfungsmöglichkeiten wundert mich das nicht. Zumal da echt viele Quellen plagiiert wurden und sehr viel ebend nicht "abgeschrieben" wurde sondern lediglich die Quellenangabe fehlt. Wer Zeit hat kann sich ja selbst mal ein Bild machen: http://de.scribd.com/doc/112202821/plagiat...chavan-20121104
Fuchs
also ganz ehrlich, das wissenschaftliche arbeiten ist eines der größten teilbereiche eines geisteswissenschaftlichen studiums. schludern mit quellenangaben is ein no go und sollte vor allem nicht mehr in der abschlussarbeit passieren...
die_dan
Hat man vor 33 Jahren diese Arbeiten noch mit Schreibmaschine geschrieben?
Sigurd
Hmm... g.gif

bei den Geisterwissenschaften hab ich keinen Plan, aber die technischen Studiengänge hatten schon Rechner zur Verfügung, solang man Rechenzeit bekam. Mein Dad schrieb seine DA anfang der 80er nachts auf den Großrechnern der TU Braunschweig mit einem LaTeX-ähnlichen System.
Doomsn
Nette Info, aber ich vermute da war er vielleicht einer von hundert, für die das a) möglich und b) praktisch war. Nachdem ein Großteil der Arbeitschreibenden es auch heute noch nicht schafft, LaTeX zu bedienen, war das damals vermutlich sogar noch signifikanter. smile.gif
Euronymus
Zitat(Sigurd @ 07 Feb 2013, 18:22)
Hmm... g.gif

bei den Geisterwissenschaften hab ich keinen Plan, aber die technischen Studiengänge hatten schon Rechner zur Verfügung, solang man Rechenzeit bekam. Mein Dad schrieb seine DA anfang der 80er nachts auf den Großrechnern der TU Braunschweig mit einem LaTeX-ähnlichen System.
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Hab meinen Vater auch mal gefragt. Der lebte in der Steinzeit und hat seine Arbeit daher "mit Papier und Bleistift" geschrieben. Oma hat dann Korrektur gelesen. Danach wurde das ganze in einem Schreibbüro auf Transparentapier getippt und auf fotochemischem Wege vervielfältigt. Das war aber am Ende dieser technischen Ära. Ex-Cheffe, der 1986 sein Kram zu Papier brachte, hat einen 8-bit-Rechner und Word-Star verwendet. Die Exemplare wurden dann auf nem normalen Drucker (so ein brutal lauter Typenraddrucker pinch.gif ) gedruckt. Fast so wie heute. cool.gif
Padex
Schreibmaschine war auf jeden eine Möglichkeit! smile.gif
onkelroman
bild kann nicht angezeigt werden teacher_alt.gif
Padex
die isst doch da eine Birne! smile.gif
Euronymus
Zitat(Ozzy Osbourne)
One guinness a day keeps the doctor away.

beer.gif
Padex
Jetzt ist sie zurückgetreten... Frau Ohne Dr. und Abschluss Schwavan
Julschn
NA als Abschluss wirdse ja och n Diplom ham
Giovanni
Zitat(Julschn @ 09 Feb 2013, 15:21)
NA als Abschluss wirdse ja och n Diplom ham
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Nö, nich zwangsläufig. Bis in die 70iger war es stellenweise(?) möglich direkt zu promovieren.
Julschn
na sie hat ja immernoch n ganzn arsch voll ehrendoktortitel biggrin.gif
Sigurd
Zitat(Doomsn @ 07 Feb 2013, 19:25)
Nachdem ein Großteil der Arbeitschreibenden es auch heute noch nicht schafft, LaTeX zu bedienen, war das damals vermutlich sogar noch signifikanter. smile.gif
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Würde ich nicht sagen wollen.
Die Motivation, sich mit den Dingen durchdringend beschäftigen zu wollen war erheblich größer als heutzutage wo man alles Mögliche am Rechner in den Arsch geblasen bekommt und die allgemeine Nutzerschaft somit der Verzweiflung ausgesetzt ist, wenn mal was nich am Schnürchen läuft.