eXma » Diskutieren » Clubleben
Startseite - Veranstaltungen - Mitglieder - Suche
Vollständige Version anzeigen: Kleine Geschichte des Weihnachtsmann...
Fuchs
„In die Säcke, fertig, los!“ – aber Plastik ist verboten!
Kleine Geschichte des Weihnachtsmannsackhüpfstaffelmarathons

Schonmal über den Weihnachtsmann nachgedacht? Der rotbekuttete Weißbärtige kann doch eigentlich nicht das ganze Jahr streng und ernst sein – niemand kann das. Sicher ist er außerhalb der stressigen Zeit im Dezember ein lustiger, trinkfester Alter, der sich fit hält und das ganze Jahr für den Arbeitsmarathon im Winter trainiert.

Es ist Sommer und es ist heiß. Wir schreiben das Jahr 1988 und die DJs des Clubs Bärenzwinger sitzen zusammen und planen das restliche vereinskulturelle Jahr. Dass es genau so um den Weihnachtsmann steht, weiß man im Club an der Elbe. Und in der Weihnachtszeit möchte man es dem Alten dieses Jahr gleichtun…


[attachmentid=10623]

Der erste Weihnachtsmannsackhüpfstaffelmarathon – offizielle Abkürzung WSHSM - findet also im Dezember 1988 statt. Zwölf Mannschaften aus Dresden, Görlitz und Weimar sind am Start, jede zählt 10 Hüpfer und jede hat eine Strecke von ca. 1000 m zurückzulegen als der Ruf „In die Säcke, fertig, los!“ ertönt.

Ein Team des DDR-Fernsehens der Sendung "Außenseiter Spitzenreiter" ist auch vor Ort und nimmt das ungewöhnliche Spektakel auf. Aber – wen wundert’s? – die Ausstrahlung wird verboten. Und zwar vom Vorsitzenden des Deutschen Turn- und Sportbundes. Ein Team der Ruderer des SC Einheit Dresden war gestartet und hatten auch das erste Hüpfen gewonnen. „Wir können doch unsere Spitzensportler nicht zu Weihnachtsmännern machen lassen“ musste als Begründung für das Verbot reichen.

[attachmentid=10622]

Nichtsdestotrotz ist der WSHSM seitdem zu einer festen und wohl einer der schillerndsten Veranstaltungen des Dresdner Studentenclublebens geworden. Und er hat alles was zu einem solch riesigen Sporterlebnis gehört: Jubelnde Sieger, enttäuschte Verlierer, mitfiebernde Fans, zusammenfassend gesagt, vor allen Dingen aber eines: Emotionen.
Die Jury ist streng! Grund für Disqualifikationen ist in häufigen Fällen ein Mangel an Doping, denn es darf nicht unter 2,0 Promille gehüpft werden. Wird bei der Qualifikation, dem Bierwetttrinken geschummelt, dann gilt das als Betrug. Da werden auch mal Siege aberkannt. Das erfolgsverwöhnte Team der Neustadt verlor 1993 seinen Titel an den Zittauer Faschingsclub. Man bekam jedoch ein Fass Bier zum Übungssaufen geschenkt.
Auch andere Regelwidrigkeiten kommen oft vor, z.B. werden Hüpfer häufig von zwei Betreuern ein paar Meter getragen.

Die Resonanz wird mit Jahr zu Jahr größer: Mitte der 90er Jahre mussten die Teilnehmer ob ihrer großen Anzahl durch ein Weihnachtsmannsackhüpfstaffelmarathonpolepositionbierwettaustrinken in zwei Startfelder aufgeteilt werden. Vielerorts wird das Hüpfen bekannt und Teams reisen extra zu den „Spielen“ an. Auch das Publikum wird immer üppiger, denn neben den extra angereisten Zuschauern bleiben natürlich auch Passanten stehen.
Mit den Jahren werden auch die Kostüme variantenreicher und phantasievoller. Mittlerweile kann man inzwischen öfter blaue WeihnachtsmännInnen oder Kariertbezipfelmützte hüpfen sehen.

Zum 10. Jubiläum des WSHSM, im Jahr 1997 hüpfen 422 Nikoläuse die Marathonstrecke von 42,195 km von Königsstein nach Dresden. Legendär!

[attachmentid=10621]

Das Extremsport-Event findet dieses Jahr am ersten Dezemberwochenende statt. Das mittlerweile auch traditionell gewordene "Sack Tuning", dieses Jahr mit der Ska-Band Yellow Cap, findet am 1. Dezember im KNM statt.
Hüpfen oder Zuschauen kann man dann am Samstag, gestartet wird 14:00 Uhr am Kulturpalast.
Der Veranstalter Bärenzwinger e.V. rechnet dieses Jahr mit 20 bis 25 Mann- und Frauschaften. Anmelden (http://www.baerenzwinger.de/aktuelles/sh/sh_formular.php) könnt ihr euch noch. Seid euch jedoch der großen Herausforderung (verrutschende Bärte, vereiste Strecke, zuviel Bier) bewusst. Auf jeden Fall sollte man es sich nicht – und wenn nur als Zuschauer – entgehen lassen.

[attachmentid=10624]

Fragt man den Chef des Vereins Jens Eichler nach seinen Zukunftsplänen bezüglich des WSHSM antwortet er: „Lasst euch überraschen – im nächsten Jahr findet das 20. statt.“
Wir sind gespannt!
Fuchs
Aus aktuellem Anlass biggrin.gif

absalom
sacksport.de/2008/08/13/xxi-weihnachtsmannsackhupfstaffelmarathon-2008/
...inkl. einer Verlautbarung, wer dieses Jahr favorisierter Gegner der "Fiesen Fressen" ist.

#a
onkelroman
..die hängematte nonono.gif
aushamm
Sehr nette Aktion, wo meldet man sich für diese Aktion und nächste Aktionen an?