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Vollständige Version anzeigen: Rezension: Danny Wallace "Ja"
Subkulturaner
Danny Wallace "Ja" - Die Geschichte eines Mannes, der nicht mehr Nein sagen wollte

von myrmikonos




<div style="float:left;margin:0px 10px 10px 0px;padding:10px;border:4px solid #F2F2F2;background:white;">bild kann nicht angezeigt werden<br />Danny Wallace "Ja"</div>Ja und Nein: zwei mächtige Worte, für die es im lateinischen Sprachgebrauch keine klare Entsprechung gibt, gelten heutzutage als die stärksten Ausdrücke, um die eigene Entschlussfassung zu formulieren. Was aber passiert, wenn man einfach zu jeder Frage, zu jeder Möglichkeit und auf jedes Angebot ein „Ja“ sagt?
Danny Wallace wagt das Experiment und begibt sich auf dem Pfad entlang ungeplanter und grundsätzlich nicht vorhersehbarer Ereignisse. In seinem autobiografischen Buch „Danny Wallace – Die Geschichte eines Mannes, der nicht mehr Nein sagen wollte“, beschreibt Danny mit Hilfe seiner Tagesbuchaufzeichnungen, ein halbes Jahr Experiment, das sich zu einem wirren Lebenspfad entwickelt. Der Ausgangspunkt seines Abenteuers und den entsprechenden Impuls gibt ihm ein fremder Mann mit einem einfachen Ratschlag. Nach einem Moment der Erleuchtung ändert sich für Danny schlagartig sein Leben. Aus einem phlegmatischen Langweiler mit der Tendenz zum Cocooning , einem typischen Stubenhocker, wird mit der ersten Minute des Experimentes ein weltoffener Kosmopolit. Plötzlich geht Danny mit seinen Freunden wieder in die Pubs seiner Heimatstadt London, trifft sich sogar wieder mit seiner Exfreundin, besucht Parties, die er sonst meidet. Der neue Begleiter „Ja“ übernimmt die Entscheidungen und Danny nutzt jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, um „Ja“ zu sagen. Die engsten Freunde Ian und Wag sind besorgt, können jedoch die absurde Verflechtung der folgenreichen Ereignisse nicht aufhalten. Die „Jas“ bringen den neu geborenen Yes Man nach Amsterdam, Stonehenge, Edinburgh, Südwales, Barcelona, Singapur und Australien leiten. Danny eröffnet sich eine neue Welt voller Möglichkeiten. Er sammelt Erfahrungen und Wissen, lernt Menschen kennen und gewinnt sehr leicht neue Freunde. Diese Unbefangenheit und Leichtigkeit erfährt der Leser auch über den Schreibstil und Sprache.
Eine rasante Story mit teilweise sehr erheiternden Wendungen. Der Übersetzer Jörn Ingwersen hat scheinbar jede Pointe getroffen und der Stil ist erfrischend lebendig. Mit etwas Abstand zur Hauptfigur gewinnt man Freude an der Entwicklung der fast überzeugenden, da sehr ungewöhnlichen Story und den wundersamen Begebenheiten.
Dem Autor gelingt auf eindrucksvolle Weise die Magie des Wortes „Ja“ zu ergründen. Also: Öfter Ja sagen!

Originaltitel: The Yes Man
Originalverlag: Ebury Press
Aus dem Englischen von Jörn Ingwersen

Dt. Erstausgabe
Taschenbuch, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-46240-7
Goldmann - Verlag
absalom
Hummm, saugut geschriebene Rezi, myrmikonos. Zumindest behaupte ich das in Unkenntnis des Buches - und zumindest macht mich die Rezi neugierig.

Ich soll also JA sagen. JA zur (unerträglichen?) Leichtigkeit des Seins, JA zum Leben und den Menschen, JA zu allem.

JA, mal sehen, sage ich da oft.

jabaddon
NEO.POP
...sag JA zu einem pervers großem fernseher, sag ja zu waschmaschinen, autos, cdplayern und elektrischen dosenöffnern, sag JA zu gesundheit, niedrigen cholesterienspiegel und zahnzusatzversicherungen ....

biggrin.gif
Socres
trainspotting?
simpson
JA!
aber wieso myrmi abadingdong? subkulturaner hats verbrochen..
Subkulturaner
ne hat er nich, myrmi wars, subklturaner hats nur reingestellt
simpson
hab ich mich verraten... habs net aufmerksam genug gelesen.. blush.gif
lusch3
klingt interessant...jawoll!
simpson
würd mich ja fast im original reizen.. happy.gif
myrmikonos
Probiert es einfach aus und sagt mal einen ganzen Tag "Ja". biggrin.gif
Ein besseres Rezept gegen lange Weile und Truebseligkeit gibt es auch nach meiner persoehnlichen Einschaetzung nicht.

Zur Rezension: Fuchs hat mich gebaendigt und den Text mit viel Feingefuehl auf Lesefreundlichkeit editiert. Danke!
und Calypso : ich sag immer wieder mal ja!
~
gruß
onkelroman
wow klingt cool! schöne rezension! das will ich lesen! *



* gibts ein besseres urteil?
onkelroman
ich hab grad noch n büchergutschein über 50 euro gefunden. gibts das ding im haus des buches? wenn ja dann kauf ich mir das!
myrmikonos
JA!
Eigentlich kannst du das Buch auch gar nicht uebersehen. Außerdem schaut unser exma- CHRIS fast wie Danny Wallace aus.
Ganz im Gegenteil dazu Jack Black, der von Warner Bros. die Hauptrolle zur Verfilmung des Buches zugesprochen bekam. dannywallace.com - warner bros. verfilmt "Yes Man".
Nellü
huhu myrmi...die rezi is so genial geschrieben *daumen* smile.gif

ich will ich will ich will...nein ich möchte es auch lesen..JAAAA

toll..aber eine sache noch...mir sagt man immer ich soll auch ma nein sagen können und jez dieses buch..uiuiui ^^

kussi blumi smile.gif heart.gif hug.gif heart.gif
onkelroman
oaaar scheisse hier! ich hab mir das "ja" buch neulich gekauft und will grad ma endlich anfangen zu lesen.. ich schlag das ding also auf und hab schon nach den ersten beiden sätzen keinen bock mehr. grund: der erste satz geht über die ersten drei (kein witz!) seiten, der zweite noch länger. ich zitiere mal.. das buch beginnt genau folgendermaßen:

Zitat
der schweizer und seine lebensgefährtin waren gerade bei dem realitätsvermittler moritz aufgetreten, als ich diesem zum ersten mal die symptome meiner gefühls- und geisteserkrankung nicht nur anzudeuten und schließlich als eine wissenschaft klarzumachen versuchte, sondern dem moritz, dem mir zu diesem zeitpunkt wahrscheinlich tatsächlich am nächsten stehenden menschen urplötzlich auf die rüchsichtsloseste weise die nicht nur angekränkelte, sondern schon zur gänze von krankheit verunstaltete innenseite meiner ihm bis dahin ja nur von der ihn nicht weiter irritierenden und also in keinster weise beunruhigend berührenden oberfläche her bekannten existenz nach aussen zu stülpen ins moritzsche haus gekommen war und ihn allein durch die unvermittelte brutalität meines experiments erschrecken und entsetzen musste, (.....)


und so geht das seitenweise ohne einen punkt. enttäuscht werfe ich das mistding also in die ecke und will grad meinem ärger luft machen, da stelle ich fest, dass der autor nicht danny wallace sondern thomas bernhard heisst. kann dieser blöde penner sein buch vielleicht nicht grad auch "ja" nennen? und kann das vielleicht nicht auch noch das einzige buch mit diesem titel sein, was im haus des buches erhältlich ist? mann ey!

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