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Vollständige Version anzeigen: Romeo&Julia Premiere
Katze
"Romeo und Julia verlieben sich, aber ihre Familien sind verfeindet und was immer die beiden tun: Nach kurzem Glück endet es böse und sie sterben – wenngleich durch Zufall. Tragisch scheitern sie, als sie versuchen, mit ihrer Liebe alle Grenzen und Konventionen in einer Welt voller Vorurteile und Verhaltensmuster zu überwinden. Erst im Tod werden die Liebenden vereint und ihre Familien versöhnt. Die einmalige, leidenschaftliche und traurige Geschichte der Liebenden von Verona, in der die enge Nachbarschaft von Liebe und Tod stets gegenwärtig ist, wird wohl reizvoll und aktuell bleiben, denn sie hat bis heute, an Schönheit und Romantik nichts eingebüßt."

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Romeo und Julia als Rockmusical – mit einer eigenen Fassung des Shakespeare-Klassikers feierte das Theater Wechselbad am vergangenen Freitag Premiere.

Die alte Tragödie um das wohl bekannteste Liebespaar der Welt wurde hier erfrischend spritzig als Musical inszeniert.

Der Löbauer Komponist Michael Fuchs, der bereits an vielen Inszenierungen an Dresdner Theaterbühnen mitgewirkt hat, hat zu Textstellen aus dem Stück und Shakespeare-Sonetten 15 Songs komponiert, die dem an sich ja bekannten Stück einen neuen Dreh verleihen und es zu einem sehr kurzweiligen Hörelebnis machen, das Spaß macht.
Mit Spaß sind auch die Schauspieler dabei, welche die zum Teil humoristisch abgewandelten und modernisierten Dialoge sehr überzeugend und mit offenkundiger Freude am Spiel zum Besten geben. Obgleich einige der ursprünglichen Figuren sozusagen wegrationalisiert wurden –die Inszenierung kommt mit nur sechs Schauspielern aus- und der Text entsprechend angepasst wurde, bleibt das Stück doch sehr nah am Originaltext und auch ohne Vorkenntnis verstehbar und entwickelt gleichzeitig eine ganz eigene Dynamik. So ist zum Beispiel der Geistliche Bruder Lorenzo Weib, Wein und Gesang sehr zugetan und mutet in seinen Versuchen, Frieden zwischen den verfeindeten Familien Capulet und Montague zu stiften, schon fast cholerisch an, was für einige Belustigung im Publikum sorgte. So auch seine vergeblichen Annäherungsversuche bei dem als Rotkäppchen verkleideten und Cocktails mixenden Mercutio und seine heimliche Liebschaft mit Julias –von Rita Schrem sehr emanzipiert und scharfzüngig interpretierten- Amme, mit der er sich am Ende des Stückes auf ebenfalls sehr moderne und amüsante Weise aus der Affäre zieht. Insgesamt ein unterhaltsames und kurzweiliges Stück, das durch schöne Bilder, atmosphärische Musik und einen guten Schuss Humor besticht.

Mit Kai Hüsgen, Victoria Valo, Christian Mock, Dominik Schiefner, Rita Schrem und Hans-Georg Pachmann
Regie: Ulrich Schwarz, Musikalische Einstudierung: Hans-Richard Ludewig, Ausstattung: Ella Späte, Choreografie und Kampfszenen: Katrin Klewitz
Musik: Michael Fuchs
onkelroman
jo.. überraschend unterhaltsam, die ganze angelegenheit. ..für mich zumidest lol.gif

bühne ist gut gemacht, der schauplatz wechselt - durch das reine umstellen der immer gleichen requisiten - mehrmals und auch noch gut nachvollziehbar.. die gschichte ist bekanntermaßen spannend und gut erzählt, und die schauspieler sind sehr sympathisch. schönes ding.
Katze
Zitat(onkelroman @ 22 Sep 2007, 19:04)
jo.. überraschend unterhaltsam, die ganze angelegenheit.  ..für mich zumidest lol.gif

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ICH fands die meiste Zeit auch unterhaltsam yes.gif