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Petition gegen GEMA Gebührenerhöhung

"Internetpiraten" schuld an 600% Erhöhung?
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post 01 Jul 2009, 23:29
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Diplom
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Punkte: 1882
seit: 17.03.2009

Kam grad per Email rein, tu ich man hin hier:

"Liebe Freunde,
ich bin ja keiner, der wegen jedem Hamsterhusten säckeweise Bittbriefe
an den Bundespräsidenten schickt. Jedoch ist mir bei der GEMA
aufgefallen, daß da einiges nicht gerade optimal abläuft. Insbesondere
bei Livekonzerten gibts immer wieder sehr emotionale Diskussionen
zwischen Musikern und Veranstaltern. Das find ich eigentlich sehr
schade, da beide Seiten wichtige Bestandteile des Kulturbetriebs sind.
Deswegen....

....braucht das Musik-Universum mal Eure Hilfe.

Wie Ihr wisst, hängt Wohl und Wehe der kleinen lokalen Musikszene davon
ab, bei Veranstaltungen Gewinn zu machen, d.h., die Kosten überschaubar
zu halten. Ein großer Kostenfaktor sind die GEMA-Gebühren. Nun ist die
GEMA prinzipiell eine sehr sinnreiche Einrichtung, allerdings sind die
derzeitigen Abrechnungs- und Verteilungsmethoden sehr zum Nachteil von
uns "Kleinen" (Veranstaltern wie Urhebern). Das liegt daran, dass nur
die "Großen" im Vorstand sitzen.

Nun ist es so, dass die Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von
Tonträgern seit einigen Jahren massiv eingebrochen sind. Die GEMA kriegt
das natürlich auch zu spüren und setzt nun auf den einzigen
Musik-Sektor, in dem überhaupt noch Geld zu verdienen ist, nämlich die
Live-Musik. Vielleicht habt ihr in den vergangenen Monaten mitbekommen,
dass die

GEMA beabsichtigt, ihre Gebühren um 600% zu erhöhen (das ist kein
Witz!!! nachzulesen u.a. unter:
http://www.handelsblatt.com/technologie/_...nt-mehr;2136841
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,604491,00.html

Die Begründung dafür lautet sinngemäß, dass die Internet-Piraterie
Schuld an der Misere ist.

In Wirklichkeit ist es so, dass die Abrechnungsmethoden der GEMA
jahrzehntelang gut funktioniert haben, aber für das neue
Internet-Zeitalter nicht zeitgemäß sind.

Deshalb haben einige Menschen eine Petition beim deutschen Bundestag
eingereicht, auf dass dieser die Abrechnungsmethode der GEMA überprüfe..

Der Text der Petition fordert den Bundestag dazu auf, zu beschließen,
dass "das Handeln der GEMA auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz,
Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird und eine umfassende
Reformierung der GEMA in Hinblick auf die Berechnungsgrundlagen für
Kleinveranstalter, die Tantiemenberechung für die GEMA-Mitglieder,
Vereinfachung der Geschäftsbedingungen, Transparenz und Änderung der
Inkasso-Modalitäten vorgenommen wird."

Es wäre nun nett, wenn Ihr diese Petition ebenfalls unterzeichnen
würdet. (Das geht online.)

Bitte opfert diese drei Minuten für unsere Sache!

Sollte es die GEMA schaffen, diese (oder auch nur eine ähnliche)
Gebührenerhöhung durchzusetzen, könnt ihr euch ausmalen, wer in
Deutschland künftig überhaupt noch Live-Musik veranstalten wird.


Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?...s;petition=4517


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wer braucht schon liebe, wenn man dinge mit käse überbacken kann


"Ihren Ansatz halte ich für interessant, aber irrelevant"


HäMa war hier!!!
Bernd auch...
aeon auch

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post 01 Jul 2009, 23:51
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tanzendes kind
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Punkte: 1089
seit: 11.01.2005

Auch das Dresdner Kulturmagazin hat sich in der aktuellen Ausgabe unter dem Motto "Eine Welle der Club-Havarien" mit dem Thema auseinandergesetzt...

Zitat
So wurden etwa die strengen Auflagen der Bauaufsicht der Galerie Disko zum Verhängnis. Selbst wer als Clubbetreiber brav die hygienischen und baurechtlichen Au. agen erfüllt, kann noch immer durch die GEMA, der inzwischen berüchtigten Gesellschaft zur Wahrung der Autorenrechte von Künstlern und Produzenten, in den Ruin getrieben werden. Deren Gebühren sind parallel zu den sinkenden Einnahmen aus den Tonträgererlösen permanent gestiegen. Nun, nach der Ankündigung der GEMA, die Veranstaltungsgebühren, die nach Größe des Raumes und nach Höhe des Eintrittsgeldes berechnet werden, drastisch zu erhöhen, ist für viele Veranstalter die Schmerzgrenze erreicht. Fürs erste fein raus ist, wer seine Party gar nicht erst anmeldet, sollte man meinen. Doch illegale Partys sind keine Lösung des Problems und üben zusätzlichen Druck auf reguläre Clubs und Veranstalter aus. Immerhin versuchen nun viele Betroffene auf rechtlichem Wege gegen die GEMA vorzugehen. So soll eine Petition gegen deren bedrückende Gebührenpraxis in den Bundestag eingebracht werden. Unter https://epetitionen.bundestag.de/index.php?...s;petition=4517 kann man die Aktion noch bis zum 17. Juli unterstützen.
*




Quelle: http://www.dresdner.nu/inhalt/


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du bist so schön, weil du lachst!


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post 02 Jul 2009, 00:22
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schräger Vogel
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Punkte: 8135
seit: 09.12.2003

gleich mal unterzeichnet...


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post 02 Jul 2009, 07:51
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Im Grunde spricht ja nichts dagegen, wenn die GEMA eine ordentliche Gebühr auf die Konzerte erhebt.

Find ich lustig, dass gerade von den großen Veranstaltern da ordentlich Front gemacht wird. Die GEMA-"Ungerechtigkeiten" treffen ja eher kleine Veranstalter, wo keine 5000 Mann kommen, die keine 45 Euro Eintritt zahlen.


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bonum agere et bonum edere,
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post 02 Jul 2009, 08:12
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Mellow Fellow
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seit: 07.07.2006

fefe hat vor ein paar tagen auch darüber berichtet. Als Konzertbesucher bekommt man ja von den GEMA-Methoden so gut wie nichts mit. Erfahrungsberichte wie dieser lassen mich dann aber stark an der Gleichverteilung zweifeln:

Zitat
Da ich selbst bei meinen Auftritten überwiegend eigene Lieder singe, müsste ich mindestens die Hälfte dessen, was eingezahlt wird für meine Konzerte, abzüglich Bearbeitungsgebühren, zurückerstattet bekommen. Bei Gema-Gebühren von über 65.000 Euro, die die Gema in den Jahren 2004 bis 2007 allein für meine Konzerte berechnet hat, wären das mindestens 27.000 Euro gewesen - eine einfache Rechnung. Davon bekommen habe ich aber nur rund 5.000 Euro, was auf einem besonderen Verrechnungsschlüssel und den Ausschüttungsrichtlinien der Gema beruht.


Hab die Petition unterschrieben. Allerdings seh ich nach dem "Scheitern" der Stoppschildpetition die Chance auf Erfolg eher gering no.gif


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post 02 Jul 2009, 09:32
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Exmatrikulator
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Punkte: 2083
seit: 17.08.2006

Wieso ist die Stoppschild-Petition "gescheitert? Eine Petition hat keinen Einfluss auf die aktuelle Gesetzgebung, bzw. auf in Schwebe befindliche Gesetze.


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post 02 Jul 2009, 09:45
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Diplom
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Punkte: 1882
seit: 17.03.2009

Status der Stoppschild-Petition:

Zitat
Aktuelle Informationen zur Petition "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten"

Auch wenn das Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen, gegen das Sie sich mit Ihrer Mitzeichnung bzw. Ihrem Forenbeitrag gewandt haben, jetzt in der 3. Lesung verabschiedet wurde, ist damit das Petitionsverfahren keineswegs automatisch beendet.

Zunächst bleibt rückblickend festzuhalten, dass der ursprüngliche Gesetzentwurf verändert wurde. Wir gehen davon aus, dass hierzu auch die Unterstützer dieser Petition mit ihren Unterschriften und wichtigen Anregungen im Diskussionsforum beigetragen haben.

Der Petitionsausschuss sieht seine Aufgabe unter anderem auch darin, verabschiedete Gesetze auf Anregung der Bürgerinnen und Bürger kritisch zu überprüfen und - wo nötig - Verbesserungen vorzuschlagen.

Deshalb bietet die weitere Behandlung der Petition in der 17. Wahlperiode - unter anderem die öffentliche Beratung gemäß Ziffer 8.4 (4) der Verfahrensgrundsätze, bei der die Petentin Rederecht hat - Gelegenheit, eine erste Würdigung des Gesetzes vorzunehmen und gegebenenfalls Veränderungen anzuregen, die dann auch in eine abschließende Empfehlung des Petitionsausschusses einfließen könnten.

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

Quelle
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post 02 Jul 2009, 09:57
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Automatix
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Punkte: 5196
seit: 09.11.2005

Das lustige ist...

als Veranstalter muss man lediglich Gebühren an die GEMA abführen, wenn die Musiker, die auftreten, bzw. der Musik die gespielt wird, Mitglied der GEMA sind.


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Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
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post 02 Jul 2009, 10:26
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Mellow Fellow
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Punkte: 484
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Zitat(stabilo @ 02 Jul 2009, 10:32)
Wieso ist die Stoppschild-Petition "gescheitert? Eine Petition hat keinen Einfluss auf die aktuelle Gesetzgebung, bzw. auf in Schwebe befindliche Gesetze.
*



naja, weil der Gesetzentwurf eben nur leicht abgeändert und nicht wie erhofft gestoppt wurde. Und das war doch eigentlich das Ziel der Sache

Zitat(Sigurd @ 02 Jul 2009, 10:57)
Das lustige ist...

als Veranstalter muss man lediglich Gebühren an die GEMA abführen, wenn die Musiker, die auftreten, bzw. der Musik die gespielt wird, Mitglied der GEMA sind.
*



Und wieso sollte ich als Künstler dann überhaupt in die GEMA eintreten, wenn ich meist weitaus weniger raus bekomme, als ich einzahle?

Dieser Beitrag wurde von Space-Monkey: 02 Jul 2009, 10:33 bearbeitet
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post 02 Jul 2009, 10:33
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Froschologe
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Punkte: 5016
seit: 01.10.2003

Zitat(Sigurd @ 02 Jul 2009, 10:57)
Das lustige ist...

als Veranstalter muss man lediglich Gebühren an die GEMA abführen, wenn die Musiker, die auftreten, bzw. der Musik die gespielt wird, Mitglied der GEMA sind.
*


das ist falsch.


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Lacht kaputt, was euch kaputt macht!
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post 02 Jul 2009, 11:10
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Zitat(Sigurd @ 02 Jul 2009, 10:57)
als Veranstalter muss man lediglich Gebühren an die GEMA abführen, wenn die Musiker, die auftreten, bzw. der Musik die gespielt wird, Mitglied der GEMA sind.
*


Man muss aber für die komplette Veranstaltung GEMA abführen, auch wenn nur ein einziges Werk GEMA geschützt ist.

Zitat(Space-Monkey @ 02 Jul 2009, 11:26)
Und wieso sollte ich als Künstler dann überhaupt in die GEMA eintreten, wenn ich meist weitaus weniger raus bekomme, als ich einzahle?
*


Primär zahlst du als Künstler ja nicht ein, sondern die Veranstalter, Radiosender oder wer auch immer deine Musik nutzt. Und es hat natürlich Vorteile, wenn du dich nicht selbst um die Bezahlung der Nutzung deiner Werke kümmern musst - für beide Seiten: als Künstler muss man nicht immer hinterher sein, wer gerade das nutzt, als Veranstalter gibt es eine Anlaufstelle, an die man bezahlt und die verteilt. Gerade bei DJs oder Radios wäre das eine langwierige Sache jedem einzelnen Interpreten dafür Geld zukommen zu lassen. Die GEMA ist an und für sich also eine ganz gute Sache.

Allein scheint es, dass die Verteilung durch die GEMA nicht wirklich transparent abläuft und dadurch kleine Künstler benachteiligt werden. Auch scheint die Abbrechnung nach Raumgröße (und auch deren Untergrenze bei 100qm) nicht mehr der Anwendung gerecht zu werden.
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post 02 Jul 2009, 14:13
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Automatix
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Punkte: 5196
seit: 09.11.2005

Chris hat recht!

@wombat1st: Hier stehts drin wink.gif
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post 03 Jul 2009, 11:04
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Froschologe
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Punkte: 5016
seit: 01.10.2003

Zitat(Sigurd @ 02 Jul 2009, 15:13)

@wombat1st: Hier stehts drin wink.gif
*


geht es vielleicht etwas genauer?
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post 03 Jul 2009, 13:24
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... und der Rest ist Schweigen.
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Punkte: 4438
seit: 03.05.2005

kein Gema-geschützter Titel (auch nicht in der Pause oder so) --> keine Gebühr.

So einfach ist das.


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Ich bin nur noch bis 31.05.2017 in DD, danach weit weg... last orders please! #DDexit #nocheinstudentenclubsauftritt #bestelesung


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post 03 Jul 2009, 13:45
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(i)
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Punkte: 3098
seit: 17.12.2005

Ich finde es scheisse, mich für die Petition anmelden zu müssen. Das hält sicher nicht nur mich vom Unterzeichnen ab...


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Du sagst alle wolln in den Himmel. Alle wolln wie Könige agiern. Doch niemand will am Ende sterben und keiner will regiern.


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