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Was wäre ein Supermarkt ohne Kunden?

Eröffnung eines Netto-Supermarktes in der Dresden
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post 18 Dec 2008, 18:16
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6. Schein
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kann mir kurz jemand schreiben, wo das problem mit dem gebäude liegt, dass da einige randalieren und demonstrieren, anstatt sich zu freuen, dass nen kleiner Supermarkt und ne Kita entstanden sind? Stand vielleicht auch schon irgendwo und ich habs überlesen und durch die ganzen links will ich mich auch nicht klicken (bzw die, die ich geklickt habe, haben mir nicht erklärt, wo da das problem liegt)

danke schonmal


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„Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt!“
-B. Pascal-
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post 18 Dec 2008, 18:18
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Straight Esh
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Steht eigentlich alles unter der Unterüberschrift "Von der Brache über die „Oase“ zum Kombi-Nutzgebäude"

Kurz zusammengefasst. Der Dresden-Neustädter Bürger hat sich demokratisch gegen den Hausbau auf diesem Gelände zugunsten eines Parkes ausgesprochen. Die Stadt Dresden hat trotzdem gebaut.


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post 18 Dec 2008, 18:23
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6. Schein
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ok, danke dir! smile.gif

nen Park ist zwar super, aber ne Kita ist auch nicht schlecht. Aber jetzt verstehe ich das Problem (aber nur wegen dem gewünschten Park wink.gif )

€ den ziehe ich dann zwecks Chris´s folgendem Beitrag zurück: Gehen dann auch alle in die Pragerstraße zum Fenster einwerfen, wenn dort dieses scheußliche Einkaufszentrum fertig ist?

Dieser Beitrag wurde von Mimi: 18 Dec 2008, 18:32 bearbeitet
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post 18 Dec 2008, 18:27
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Straight Esh
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Soweit mir bekannt ist, gab es keine demokratische Abstimmung über das Zentrum-Warenhaus.
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post 18 Dec 2008, 18:39

3. Schein
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Zitat(Chris @ 18 Dec 2008, 18:18)
Kurz zusammengefasst. Der Dresden-Neustädter Bürger hat sich demokratisch gegen den Hausbau auf diesem Gelände zugunsten eines Parkes ausgesprochen. Die Stadt Dresden hat trotzdem gebaut.
*



Welcher Dresdnen-Neustädter Bürger hat denn diesen Ausspruch auf demokratischer Grundlage gemacht?
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post 18 Dec 2008, 18:58
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Der Neustädter Ortsbeirat. Aber das steht alles im Artikel etc. pp.

Ich kann ja noch darauf hinweisen (was nicht im Artikel steht), dass ein Ortsbeirat eine beratende und empfehlende Funktion hat. Wer weiß, vielleicht wog für den Dresdner Stadtrat der Wunsch, dass mehr Parkplätze und Kita-Plätze geschaffen werden sollten schwerer, als der Wunsch sich dafür eine andere Stelle auszusuchen.
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post 18 Dec 2008, 19:06
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also ich finde in einem stadtteil mit viel verkehr auf grund der vielen verschiedenen kneipen, bars, restaurants, anwohner ein parkhaus zur entspannung der parksituation nicht schlecht. umso besser wenn auch noch ein supermarkt und eine kita enstanden sind.
und wenn die ganze "grünen" neustadtbewohner nur fahrrad und öpnv nutzen würden wäre es sicher weit weniger rentabel in der neustadt ein parkhaus für die bösen klimakiller zu bauen cool.gif


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post 18 Dec 2008, 23:12
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3. Schein
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das "problem" war wohl ua, daß das ganze wohl mit einer 7-stelligen summe von der sstadt gefördert wurde. das ganze kam durch eine zahlung pro schaffung eines parplatzes in jenem gebäude zustande. also quasi "geldverschwendung" oder sowas in der art ^^ die kita sollte man nicht nutzen weil doch abgase von unten nach oben dringen könnte usw...
vorher hat sich keiner um diese freifläche gekümmert...bzw sie sinnvoll genutzt. ok, es haben teilweise 3 kinder im dreck gespielt, aber ansonsten war das eine müllhalde. dann kommt einer und will da was hinbauen und siehe da, der neustadthippie bäumt sich auf.

die demo war größtenteils mehr als lächerlich. zuviele die sich nur dem suff hingegeben haben und in der zeit des bierkonsums sich gegen konsum aussprachen. das bier am ende im konsum gekauft. die marke: sterni. klar, billig muss es sein, aber netto ....nein, das geht nicht. blink.gif
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post 19 Dec 2008, 00:33
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Zitat(Binhpac @ 18 Dec 2008, 17:53)
Auch auf Tiernahrung?


bin ich mir nich sicher... habs nur im augenwinkel auf nem plakat gesehn... und zuhause nachm nachrechnen festgestellt...


Zitat(maggi @ 18 Dec 2008, 23:12)
vorher hat sich keiner um diese freifläche gekümmert...bzw sie sinnvoll genutzt. ok, es haben teilweise 3 kinder im dreck gespielt, aber ansonsten war das eine müllhalde. dann kommt einer und will da was hinbauen und siehe da, der neustadthippie bäumt sich auf.


so siehts aus... vorher schandfleck (ok, etwas übertrieben) und plötzlich benehmen sich alle als obs der alaunpark wär...
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post 19 Dec 2008, 02:25
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3. Schein
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Ein Hallo an alle,

was den Supermarkt etc. anbetrifft, so ist die Sache etwas komplexer als ich sie dargestellt habe und konnte ... wäre ein Buch geworden und bei meiner Form des Kurzfassens eher ein Roman smile.gif ... habe mich - nach Schreiben dieses Textes entschlossen, noch ein paar Überschriften einzufügen ...

Also, vielleicht einige Punkte hinzu ...

1. Stadtratsfraktionen
Ich habe mich mit Vertretern nahezu aller Stadtratsfraktionen unterhalten (außer FDP) ... bei den Linken bin ich mir nicht mehr so sicher, aus "welcher linken Ecke" sie eigentlich kamen ... doch ich erinnere mich an ein Gespräch mit RA Lunau (mittlerweile Kultur-OB in Dresden). Ich sah ihn an der Straßenbahnhaltestelle Albertplatz, muss so Ende 2007 gewesen sein, und irgendwie dachte ich so 'Den sprich'ste jetzt mal an.' ... gedacht, getan und ich erzählte ihm von einer geplanten Fortsetzung des Kurzfilmes und er meinte, dass er dafür zuständig wäre und ich mich bei ihm melden könne. Ein Brief im September 2008 ("dummerweise" von mir an die Fraktion und nicht direkt an ihn addressiert) wartet seither auf Antwort. Gemeldet hatten sich SPD (Sabine Friedel), Grüne (Jens Hoffsommer) und DIE LINKE (Kris Kaufmann; somit ist Ralf Lunau im PDS-Teil smile.gif ...). Die CDU verwies mich nach fünf Wochen, in der Woche als wir eigentlich drehen wollten, auf den Verantwortlichen Patrick Schreiber. Die restlichen drei Fraktionen schwiegen ... warum? ... Kein Interesse? Keine Zeit? ... alles möglich.
Die Filmfortsetzung scheiterte indes an der Kameraausleihe und Abstimmungsschwiergkeiten ... das SAEK, welches die Kamera für den ersten Teil zur Verfügung gestellt hatte (Kurzfilm lief im Dresden-Fernsehen) hatte seit Mitte 2008 neue Kursregularien und die Entleihung war z.T. an Finanzen gekoppelt (80 Euro pro Tag etc.) ... naja, vielleicht war es auch erst einmal besser so. Für mich war die Haupterfahrung aus der ganzen Sache, dass man sich so weit wie möglich unabhängig machen sollte von anderen Institutionen ... nicht weil dort "böse" Menschen sind smile.gif, sondern weil das Abstimmen mitunter 70-80% der Zeit in Anspruch nimmt.

2. Hauptproblem "Gute Stadtplanung in der bisherigen Art und Weise unmöglich"?
Nun letztlich liegt für mich das Hauptproblem darin, dass der Stadtrat überhaupt keine gute Arbeit in allen Aufgaben machen kann. Es ist schlichtweg nicht möglich. Vor zwei Wochen waren 59 (!) TOPs abzuarbeiten ... dafür braucht man einfach mehr Zeit, was jedoch bei ehrenamtlicher Arbeit nicht zu leisten ist. Jede Aufgabe müsste theoretisch eine genaue Analyse usw. vorher miteinbeziehen. Was nicht möglich ist, weder zeittechnisch noch finanziell noch personell ... Hinzukommt ein weiteres Hauptproblem: die "Fraktionskriege" ... über manche Dinge bräuchte man gar nicht abstimmen, denn da geht es nicht um die Sache, sondern einfach nach dem Motto "Wenn Partei A dafür ist, sind wir prinzipiell dagegen" ...
Eine Möglichkeit wären Stadtteilparlamente (mit Bürgerbeteiligung und mit Personenwahl, nicht Parteiwahl), auch der Ortsbeirat ist m.E. nicht vom Volk gewählt, sondern wird - glaube ich - vom Stadtrat eingesetzt. Die Sache "Stadtteilparlamente" wurde mitunter schon (an)diskutiert, doch noch nicht in der wirklichen Umsetzung. Dafür geht's den Leuten noch "zu gut", glaube ich smile.gif ... ein paar selbstverfasste Ideen stehen im Artikel "Ist die Zeit reif für ein Neustadtparlement?"

Somit meinte auch Herr Lunau, dass er FÜR das Parkhaus war, weil er das Parkplatzproblem sah - zumindest erwähnte er dies als ersten Grund. Ob es daran lag, dass er seine RA-Praxis in der Neustadt hat, bleibt zu vermuten, doch es ist sehr wohl möglich. Und so haben viele Stadträte (ich glaube, die Abstimmung war 39:21) entschieden.

Nun frage ich mich, warum der Stadtrat sich über den Ortsbeirat stellt? Klar kann er es aus rein verfahrensrechtlichen Gründen, doch wer gibt einem sagen wir Stadtrat aus Striesen oder Gorbitz die Kompetenz über Dinge mehr Bescheid zu wissen als ein Anwohner bzw. anwohnender Ortsbeirat?


3. Mangelnde PR auf allen Seiten? & Alternativlösungen
Ich kann es wohl nur noch einmal wiederholen, es ging in erster Linie nicht darum, gegen ein Parkhaus zu sein. Das war m.E. eine PR-technische etwas dilettantische Aktion einiger in der "BI Kamenzer Straße" (gegen etwas zu sein ist nie sinnvoll, wenn man nicht die Alternativen in den Vordergrund stellt). Ein Parkhaus für die Neustadt wäre z.B. sehr gut auf der Tannenstraße möglich gewesen. Da oben ist 1. viel mehr Platz, 2. können Autofahrer auch ruhig mal ein paar Meter laufen, zum Abladen kann man ja dennoch in der Neustadt halten und 3. ist die Anfahrt leichter ...
Auch für einen Supermarkt gab es Alternativen ... und dabei spreche ich noch nicht einmal von der "Zerstörung der Tante-Emma-Läden" etc. ... ich habe Verständnis dafür, dass viele Menschen lieber für 10-20% weniger einkaufen gehen wollen ... die Frage ist jedoch immer das WIE.
Und ich frage mich, ob so ein Bau jemals im Preußischen Viertel (das keine 3 Minuten entfernt ist) geplant worden wäre. Da haben sich einige der Stadträte jedoch sicher nicht rangetraut, denn dort wohnt ein anderes Klientel, sprich Leute, die sich 1-3 Euro Kaltmiete mehr leisten können.

Über den Entscheidungen des Stadtrates steht m.E. auch immer der Wunsch die Neustadt bevölkerungstechnisch neuzuordnen. Dass die "alten Neustadthasen" (z.B. die Urväter der BRN) dort meist gar nicht mehr wohnen, haben viele noch gar nicht mitbekommen. Und es wird einfach immer ein Problem geben, wenn einige denken, dass alle so leben wollen, wie sie es vielleicht tun oder tun wollen.

4. Dubiose Finanzierung und Leserbriefe etc.
Wenn man sich die Finanzierung der ganzen Sache mal näher anschaut, dann wird es neben der Undurchsichtigkeit irgendwann offenbar ziemlich haarsträubend. So wie ich es verstanden habe, wurde dieses Grundstück in drei Teilen von der Stadt "zusammengekauft" und dann fast für den selben Preis wieder verkauft. Nun macht der Essener Investor Heinrich Birken Profit bzw. möchte dies tun damit und das fängt damit an, dass er die Erhöhung der KITA-Miete um 15% schon 6 Monate vor deren Eröffnung damit begründet, dass jetzt statt 111 Kindern 127 "reingehen" würden. Da werde ich doch irgendwie stutzig ...
Ich meine, nichts gegen Profitmachen - das ist kein Verbrechen - doch warum macht es die Stadt Dresden nicht selbst, sondern lässt sich derart über's Ohrhauen???

Noch stutziger werde ich, wenn offenbar gefälschte Leserbriefe an die SZ geschickt werden ... ein Architekt, der gegenüber wohnt, wurde als Autor eines Leserbriefs erwähnt, in dem er sich für den Bau des Komplexes aussprach; was seiner Aussage nach gar nicht stimmte. Sein Dementi und die Richtigstellung erschien dann einige Tage später. Interessanterweise hatte der falsche Absender in dem Leserbrief (habe ihn mal gesehen) angegeben, anonym bleiben zu wollen. Die SZ druckte den Namen dennoch ab ... was an der ganzen Geschichte nun dran ist, weiß keiner so richtig, da bleibt einfach vieles offen. Die letzten Jahre waren auch immer ein Wer-gegen-wen, denn viele glaubten zu verlieren und verbündeten sich mit den "Gegnern", dann wieder nicht usw. ... Gastronomie fürchtete angeblich neue Konkurrenten und sympathisierte zunächst, dann wieder nicht ... alles sehr konfus mitunter ... wie immer/häufig bei Interessenskonflikten smile.gif

5. Ein bisschen wie im Krieg
Als Quasi-Außenstehender finde ich es richtig und wichtig, was passiert ist ... ist ein großer Lernprozess für alle. Und ich habe so das Gefühl, dass hier eine Supermarktkette bald "Lehrgeld" bezahlen könnte, denn wer sich in ein fremdes Terrain begibt, der sollte sich vorher ortskundig machen. Ich meine das ist ein bisschen wie "Krieg", nur das hier glücklicherweise "Schaumküsse" (siehe SZ vom 18.12.2008) fliegen und keine Bomben. Wer den Lebensmittelmarkt in einer Region beherrschen möchte, der sollte sich vorher informieren - über Strukturen, die Geographie, die Mentalität usw.

Momentan geht der Konflikt zu Lasten von Menschen, die kaum eine Entscheidung treffen konnten (AnwohnerInnen, VerkäuferInnen etc.) ... ich habe mich auch mit Security-Leuten unterhalten, die die Baustelle teilweise 24 Stunden, 7 Tage die Woche bewacht haben (also in Schichten versteht sich) ... die haben das wegen des Geldes gemacht, nicht weil sie vielleicht den Supermarkt etc. haben wollten ...

Und alles in allem ist es auch ein guter Ort für den "Klischee-Neustädter" (ja, es gibt ihn wirklich ... doch vielleicht einer von 100 smile.gif) über seine Aversion gegen so manches Städtisches hinwegzukommen. Momentan ist da immer noch sehr viel Unverarbeitetes in den Köpfen drin ... doch auch das wird sich geben smile.gif

Hmm, genug für heute ... Micha.

PS: Ich kann nur jeden empfehlen sich selbst ein Urteil zu bilden und selbst mal in den Netto-Supermarkt auf der Kamenzer Straße zu gehen ... alle äußeren Meinungen (auch meine) sind nur Meinungen ... Letztlich bildet sich jeder selbst ein Urteil und so sollte es auch bleiben.

Dieser Beitrag wurde von Michael13: 19 Dec 2008, 02:36 bearbeitet


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/mod: deleted
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post 19 Dec 2008, 17:45
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Knurrhähnchen
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ich war grad einkaufen


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Es genügt nicht, keine eigene Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie zu artikulieren.
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post 19 Dec 2008, 18:18
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Nigirimaki
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Zitat(Michael13 @ 19 Dec 2008, 02:25)
Wer den Lebensmittelmarkt in einer Region beherrschen möchte, der sollte sich vorher informieren - über Strukturen, die Geographie, die Mentalität usw.



Ich könnte mir weit schlimmere Sachen, als einen Lebensmitteldiscounter vorstellen. In der Ecke passt das - nach meiner naiven Einschätzung - wie die Faust aufs Auge.
Da Du gerade das "Terrain" ansprichst: hatten alle Demonstranten einen Anwohnerbetroffenheitsnachweis? Oder wird hier nur wieder ein Stellvertreterkrieg, guter und nun "parkloser" Betroffener vs böses Kapitalistenschwein, geführt?

Dieser Beitrag wurde von the ox: 19 Dec 2008, 18:19 bearbeitet
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post 19 Dec 2008, 21:58
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Zitat(tinatschi @ 19 Dec 2008, 17:45)
ich war grad einkaufen
*


Und wie war's, Tina? smile.gif
Ich fände es gut, wenn es hier im Thread ein breites Spektrum an Eindrücken geben könnte; das hilft das "Schubladendenken" auf allen Seiten etwas zu reduzieren.

Zitat(the ox @ 19 Dec 2008, 18:18)
(1) Ich könnte mir weit schlimmere Sachen, als einen Lebensmitteldiscounter vorstellen. In der Ecke passt das - nach meiner (2) naiven Einschätzung - wie die Faust aufs Auge.
Da Du gerade das "Terrain" ansprichst: (3) hatten alle Demonstranten einen Anwohnerbetroffenheitsnachweis? (4) Oder wird hier nur wieder ein Stellvertreterkrieg, guter und nun "parkloser" Betroffener vs böses Kapitalistenschwein, geführt?
*


zu (1): Was denn zum Beispiel? Lass hören bzw. lesen, the ox? smile.gif ... bin gespannt ...
Und schreibe bitte nicht: zwei Lebensmitteldiscounter smile.gif

zu (2): das Wort "naiv" passt zu deiner Einschätzung ... nach meiner Einschätzung.

zu (3): Nein ... es gibt immer "solche und solche" ... Wie du nachlesen kannst, habe ich auch geschrieben, dass nicht der Supermarkt oder die Tiefgarage das Problem seien. Ich habe auch geschrieben, dass ich es durchaus auch so sehe und es auch öffentlich so gesagt habe (u.a. auf Veranstaltungen mit den Bauherren), dass es berechtigte Gründe für einen Lebensmittelladen "in dieser Ecke" gibt.

Die Frage ist das WIE?
Warum hat sich z.B. der KONSUM wieder aus dem Geschäft zurückgezogen???
Will ein KONSUM keinen Profit machen? Natürlich will er ... das ist auch völlig i.O. so ...
auch das habe ich geschrieben.

zu (4): Zum Teil mag das so aussehen. Doch das liegt u.a. daran, dass offenbar auch du alle Anwohner, die diese Kombi-Lösung nicht optimal finden, in eine Schublade steckst. Natürlich gibt es in jeder Gruppierung auch diverse Einzelinteressen.

Auch ich finde es nicht gut, wenn ich von einigen vielleicht schräg angeschaut wird, wenn ich in den Netto gehen möchte. Doch die Sache hat sich seit Dienstag für mich erledigt. Ich wurde seitens eines bzw. aller Security-Männer und eines Polizisten auf das Hausrecht verwiesen und das möchte ich jetzt auch "Schwarz auf Weiß" haben. Kurzum: ich möchte, dass man mir bestätigt, dass ich nicht in den Netto darf ... wer - mit Hilfe der Security - in "gute" und "böse" Kunden unterteilt, der muss damit leben, dass man diese Unterteilung auch akzeptiert. Ich brauche den Netto nicht ... nirgends. Wenn ich wirklich mal gar nicht anders kann, gehe ich trotzdem rein ... und wenn das nicht geht, dann frage ich jemanden, ob er oder sie mir, dieses oder jenes mitbringt.

Worauf ich persönlich hinaus möchte, ist, dass sich ein Supermarkt-Management sehr wohl überlegen sollte, mit welcher PR man sich auf den Markt begibt. Werbung (produktbezogen, à la "10 Prozent" Rabatt) ist nur die nachfolgende Stufe der PR ... ohne kundenfreundlicher PR gehen einige Menschen einfach nicht in einen Laden einkaufen. Wo ich nicht willkommen bin, da gehe ich nicht hin. Es sei denn ich muss smile.gif ... und bei einem Supermarkt muss niemand hin ... der Supermarkt lebt von den Kunden, nicht anders herum. Andere Anbieter gibt es genügend und "alles wie vorher" wäre der "worst case" ...
So einfach ist das ...

Die nächsten drei bis sechs Monate werden zeigen, ob der Supermarkt wirklich angenommen wird. Jeder, der eine Geschäftseröffnung schon mal mitgemacht hat, weiß, dass es nicht schwierig ist, ein Geschäft zu eröffnen, doch eins am Laufen zu halten sehr wohl ... das ist genau wie bei dem Spruch "Papa werden ist nicht schwer ... Papa sein hingegen sehr." smile.gif

In diesem Sinne, guten Einkauf ... Micha.

Dieser Beitrag wurde von Michael13: 19 Dec 2008, 22:03 bearbeitet
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post 19 Dec 2008, 22:59
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haha..ich habe das ganze nur überflogen...aber du bist mein lacher gewesen für heute abend ! hast du keine freunde ?
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post 19 Dec 2008, 23:28
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Zitat(maggi @ 19 Dec 2008, 22:59)
haha..ich habe das ganze nur überflogen...aber du bist mein lacher gewesen für heute abend ! hast du keine freunde ?
*


Wenn du mich meinst, maggi, dann würde ich deine Frage mit "doch, glaube schon" beantworten; doch offenbar nicht dich smile.gif ...
Nichtsdestotrotz ist das mit den Freunden ja so mitunter so eine Sache ... die Kriterien, die da jeder so als Maßstab anlegt, sind mitunter recht verschieden. Daher heißt "ich habe Freunde" nicht immer auch gleich, dass der Freund das genau so sieht ...
Und bevor du wieder einen Lacher bekommst, fällt dir vielleicht auf, dass das bei deinen Freunden durchaus auch so sein könnte smile.gif ...

In diesem Sinne ... viel(e) Freu(n)de noch, Micha smile.gif

PS: Geh doch mal mit deinen FreundInnen im Netto-Supermarkt einkaufen und berichte, wie es war ... war mein Ernst (für den Fall, dass du es missverstanden haben solltest)
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