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Il(l)menau

Ein Brainstormingbericht
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post 22 Nov 2008, 16:41
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Einfach umwerfend
*********

Punkte: 2458
seit: 13.02.2006

Prolog

Namen sind aus Sicherheitsgründen geändert und stellen meist keine totale charakterliche Einordnung oder Assoziation mit benannten Personen dar. Sollte einem dennoch auffallen, wer gemeint sein könnte oder er sich selbst darin sehen, so ist das natürlich auch ein bisschen so gewollt. Man sollte sich jedoch nicht davon beleidigt fühlen. Alles Andere: Der Beitrag ist ungeschönt und unpoliert.


1. Akt

Neun Uhr. Draußen lautes Kindergeschrei und im Deutschlandfunk berichtet man wieder über Frau Ypsilanti. Warum gibts eigentlich die Yps nicht mehr?

Elf Uhr. Mit zwei Kaffee und der 61 ab in den Club. Keiner da. Rüber in die Wundtstraße 5, den Schrauber geweckt. Er hat wie immer den Schlüssel. Guter Anfang.

Der Club ist seit fünf Minuten offen, da taucht Alice freudestrahlend auf, ich grüße sie und wir beschließen uns noch ein wenig Proviant einzupacken. Ich stelle jedoch fest: Meine 1.5 Wasserflasche vom Plus brauche ich nicht wirklich, pack ich lieber zwei Wernesgrüner mehr ein, was dann insgesamt sechs Stück macht.

Im Chat murrt das Krokodil rum: „Nimm mal noch Uffkleber und ein Dischert für das Nilpferd mit. Nach drei Anläufen find ich dass dann auch, ist nur leider XL. Egal, nimmste trotzdem mit, falls der Berserker seins vergisst.

Nachdem wir feststellen müssen, dass keiner mehr auftauchen wird und wir ja eigentlich Alles beisammen haben. wird noch kurz in den Fahrplan geguckt, dann Club wieder zugeschlossen und ab zur 11.

10 Minuten später sind wir dann schon am Hauptbahnhof Nord. Das Krokodil war überraschenderweise auch in der Bahn. Tz!

Die Anderen sind schon da, warten vor der Anzeigetafel. Ich grüße Einige, dann meint das Kitz plötzlich: „Wo ist die Clubfahne.“
Vergessen. Doch noch ist nichts verloren. Schnell ein paar Telefonate, wer macht mir nochmal den Club auf. Auf zur Haltestelle, erneut in die 11 und schnellen Schrittes in den Club, Fahne entgegen genommen und zurück.

Als ich einsteige, erschrecke ich, der Schleicher sitzt da und grinst mich an. Ich erkläre ihm die Situation, er grinst weiter, zurecht. Wir beschließen eine kleine Aktion, wofür ich ihm die Fahne gebe.

Am Bahnhof dann große Überraschung, der Golem hat keine Fahne und erklärt der zähnefletschenden Meute des Clubs: „War nicht auffindbar.“ Club meint, ich hab schon verloren.

Doch siehe da, Schleicher entert den Bahnhof seitwärts, mit Fahne und nun stet es 1:0 für mich.

Nachdem die erste Flasche Pfeffi leer ist, begeben wir uns in den Zug Richtung Leipzig und erobern ein ganzes Abteil. Gut, dass wir auch noch Plastikbecher mithaben, Aqua/Bärenzwinger haben ein paar Fässchen Bier mit. Leider vorwiegen Radeberger, also köpfe ich das zweite Wernes.

Kaum ist die zweite Flasche Pfeffi rumgegangen, steigt kurz vor Radebeul jemand ein, der jemanden mit Länderticket sucht. Gut, dass wir insgesamt fünf davon haben und auf Einem noch Platz ist.

Er setzt sich neben mich, ich reiche ihm ein Frischgezapftes, wir unterhalten uns und er erklärt mir, dass er übers Wochenende nach Leipzig will und seine Freundin auf Arbeit abholt.

Als er aussteigt, lege ich ihm noch zwei Wernesgrüner in den Rucksack. Soll er mit seiner Freundin trinken, falls er sich noch nach den sieben getrunkenen Fassbier jetzt noch ausnüchtert. Sonst hat er erstmal nur gewonnen.

Leipziger Hauptbahnhof. Soweit ich weiß, gehört mir irgendeine Schraube zu 50%. Oder noch weniger. Na egal. Was will man heute noch mit Aktien.

Erste Station ist das Restaurant zur güldenen Möwe. Das Nilpferd stellt sich an, während ich erstmal die Toiletten aufsuche.

Alles scheint auf den ersten Blick sauber und in gutem Zustand: Eine Klo mit Deckel, ein Kleiderhaken, Klopapier. Also hänge ich meine Tarnkappe nebst Jacke und Pullover auf, verrichte mein Geschäft und zieh mich wieder an.

Doch wo ist die Mütze? Ich hatte sie doch als Erstes aufgehangen. Ein Blick ins Klo verrät mir: Nochmal spülen sollte ich jetzt nicht.

Also flugs hinaus, Hände waschen, 50 Cent herausgekramt und der Toilettendame in die Hand gedrückt, mit der Bitte, sich um das Problemchen zu kümmern.


Nun geht die Fahrt munter weiter. Kaum Einer scheint noch nüchtern. Ich bestimmt auch nicht. In Erfurt wieder das selbe Spiel, McDonalds, Toilette, Pfeffi, auf den Zug warten, Pfeffi, in den Zug einsteigen, Pfeffi, Bier, Pfeffi, Bier, Ankunft in Weilheim (?), Weiterfahrt nach Ilmenau.

Unterwegs werden Leute angequatscht, Witze gerissen, Leute erschreckt, Sprüche geklopft, Leute vertrieben, Clubs angepöbelt.

Gegen 19 Uhr, endlich in Ilmenau.

2. Akt

Wo bin ich? Was bin ich? Und wenn ja, wieviele. Das übliche Spiel am Morgen danach. Erste Feststellung: Die Clubs haben gleichklingende Namen und den selben Grundriss. Ansonsten: Ich komm aus Halle, das letzte Bier war schlecht und heute ist der Tag des Wettrödelns. Außerdem rennt hier jemand rum, der sich als Block17 ausgibt und einen halb drei Nachts in eine Kneipe zerren will. Vorsicht!

10 Uhr. Die Clubs sind alle schon da und frühstücken. Nilpferd und Kitz schauen mich böse an, warum hab ich Pansen nicht im Club gepennt. Ja, ein bisschen Mutti ist das schon, muss aber sein. Prävention ist das Wort.
Das Frühstück ist eher auf Knoppersniveau: Nicht wirklich viel und kaum Geschmack. Käse ohne Butter, weil die Messer in Benutzung oder versiefft sind. Der Kaffee ist zudem so dünn, dass drei Tassen mir nicht mal den Tag retten können.

Dann auf einmal, Siesu lässt sich die Fahne klauen von ein paar Berliner/Potsdamern/Brandenburgern, whatever. Was muss er sie auch in einem Blumentopf für alle sichtbar postieren?

Herr Specht, vom Club, gibt zu: Gestern hab ich mir auch die Fahne wegnehmen lassen. Dabei hat jedoch mein Club mehr gewonnen als verloren. Geile Aktion, Nilpferd!

11 Uhr: Irgendwie sind Kitz und die Alte vom Tier bzw. SieSu verschwunden. Das Nilpferd, sein Krokodil, Herr Specht und ich, der Golem beschließen schon mal den Weg zur Rodelstation anzutreten. Geschätze Laufzeit: ‚dreizig‘ Minutzen.

Der Weg dahin führt über einen Getränkemarkt. Doof nur, dass in dem Moment das Nilpferd feststellt: „Bisher weiß ich den Weg, weiter nicht.“

Nachdem erneut eine Flasche Pfeffi, leckeres Odin-Bier und Zeugs gekauft wird, fragen wir einen älteren Ilmenauer nach dem Weg.

Dieser erklärt: „Geht hier vorne erstmal rechts, dann nochmal links und dann auf den Schulweg. Von da aus immer links halten, wenn es gerade aus geht.“

Soweit so klar? Wir gehen definitiv erstmal links, geradewegs auf einen Berg zu. Als wir den Schulweg sehen, rechts und wieder gerade aus bis wir an einer Schule stehen, wo es wieder links geht - also das andere Links - nein das richtig links - wir einigen uns darauf, immer in Richtung Berg zu gehen. Herr Specht schaut schon mittels google-maps nach, wo wir eigentlich sind.

Als wir erneut einen Passanten fragen, erschrickt dieser nur, meinte: „Immer gerade aus und dann links.“

Ah, danke. 100 Meter weiter stell ich fest: „Hey, hast du schon mal ein paar Hunde hier gesehen?“
„Nein.“
„Thüringen... Thüringen... da essen sie noch Hunde, zu bitterkalten Winterstunde...“

Erneut jemanden angequatsch: „Ja, geht einfach hier links, durch die Gartensparte, dann kommt ihr dann leicht links zur Rodelbahn.“

20 Meter weiter sehen wir sie dann auch - rechts.

Angekommen denke ich: „Scheiße, wieso hat die Klofrau meine Mütze?“, den es weht ein eisiger Wind über den Hügel.

Auf zum Stand wo der Glühwein ist. Riecht jedoch eklig. Ich beschließe doch erstmal ein Bier zu trinken. Da wir die Ersten sind, hat natürlich noch keiner das Bier angezapft. Ich stelle mich daneben und beobachte: „Pulle nicht aufgedreht, Gashebel aber auf, Kühler läuft, Becher hält er gerade...“

Er: „Kommt kein Bier...“
Der Andere: „Musste in die andere Richtung drücken...“, doch als nix kommt, öffnet er erstmal den Deckel des Kühlers und meint: „Sollte jetzt gehen.“

Ich: „Druck drauf?“
Der Andere: „Ja Ventil ist offen!“
Ich: „Und Flasche aufgedreht?“
Er: „Ja, hab ich.“
Ich: „Nö.“

Fazit: Zwei Bier gratis für mich und 2:0 für Dresden.

Gefühlte hundert Stunden später. Fast alle Clubs sind da, das Kitz ist angepisst, weil wir eher los sind. Dresden macht ordentlich Stimmung, die anderen Clubs haben schon so gut wie verloren.

Erst gibt es eine kurze Einweisung, dann wird ordentlich getrunken. Ich halte mich ans Bier.

Endlich ist es soweit: Alice rodelt zuerst, dann das Krokodil, zuletzt ich. Alice ist tapfer, patzt nicht mal beim Trinken und ist nach 60 Sekunden wieder da. Das Krokodil elegant wie immer, ebenfalls recht schnell.

Dann ich. Der Schlitten ist mir viel zu klein, was bin ich auch so groß. Ich mal mir schon aus, wie ich mir die Beine breche.

Erste Kurve genommen, dann berüchtigte Kurve 7. Der Schlitten bricht ein wenig aus, ich korrigiere mit Hand. Fehler Nr. 1. Bandencheck, Bandencheck 2, nix passiert. Ausgestiegen.

Fünf Meter laufen, Puls 180, Glühwein gar nicht angeschaut, nur ausgetrunken. Gas gegeben, hochgelaufen, Button draufgehauen. Gesamtzeit: 03:07.56. Sieht noch gut aus.

Weitere Clubs folgen, die Zeiten werden immer besser, die Stimmung immer krasser, die Kälte nimmt zu, der Alkoholpegel sowieso auch. Ich hab Magen.

Der Glühwein rebelliert, ich halte mich vom Pfeffi fern, Bärenzwinger hat einen beschissenen Trinkspruch.

16 Uhr stelle ich fest: Es gibt gegrillte Pute. Palituch schimpft über den Grillkäse. 4:0 für Dresden.

Dann Abmarsch mit wehenden Fahnen. Hängemathe hat eindeutig gewonnen, eXma ist auch ganz geil. Wir sind irgendwas zwischen 25. und Sieger der Herzen. Der Rest der Clubs ist irgendwie eingeschlafen.

Im Partykeller mit dem Gul, Barbie und Ken, Axthitler und seinem Kumpel erstmal schön Kaffee geschlürft, dann den ersten Eistee getrunken. Massenkompatibel, nicht wirklich schön, aber immerhin 12 cl.
Der zweite Eistee bekam dem Kumpel nicht wirklich, dafür erzählt er mir Etwas von Arbeit und der Gul sorgt schon mal für heute Abend vor. Kulis sind geniale Verstecke.

Gegen 20 Uhr wieder in irgendeinem B-Club. Siegerehrung. Man liest natürlich zuerst die Verliere vor, bis man zu uns kommt. Alice rennt vor, Knicks, Urkunde und abwarten.

Der Peiler ist wieder unterwegs, nervt Einen nach dem Anderen, ich beobachte, warte ab. Stelle fest: Krokodil denkt darüber ähnlich.

Aufeinmal sehe ich jemanden, der einen ziemlichen Hassfilm schiebt. Er wäre wohl Erster geworden, hätte es nicht diesen beschissenen Lift für den verfickten Schlitten beim Kackwettrödeln gegeben.

Kaum dass die Hängemathe zum Sieger erklärt wird, rennt Mr. Hassfilm auf die Bühne zerrt den Moderator mittels Würgegriff herunter, worauf die kräftigsten vom B-Club ihn umringen.

Ich sehe nur noch, wie hinter meinem Rücken heftig diskutiert wird und der Herr irgendwie wortlos verschwindet.

Gut, lassen wir die Party beginnen. Erstmal soll es ja noch im... ich habs mir gemerkt: BI Club... ein Abendmahl geben.

Meine Befürchtung bestätigen sich: Man hat ein Schlachthaus gekapert und wirft es nun uns zum Frass vor. Heftig deftig. Ich halte mich an Truthahn und Kartoffelsalat, probiere noch die Salatreste, wo mal Hühnerkeulen drauf gelegen haben und bin nach zwei Tellern satt. Sieben Bier sind auch ein Schnitzel.

Wir wechseln den Ort des Geschehens, irgendein anderer Club.

Herr Specht, das Nilpferd und sein Krokodil, Kitz und der Golem setzten sich an einen Tisch. Es fehlt ein Stuhl. Dieser wird eben vom noch freien Nachbartisch entwendet.

Ich gehe an den Tresen, wo es angeblich Freibier geben soll. Ja gibt es. Nur wird fürs Glas ein Euro Pfand verlangt. Noch hab ich Geld.

Ein paar Bier später stelle ich fest: Geld ist knapp und reicht gerade noch für die Heimfahrt. Mist.

Gut nur, dass da jede Menge Gläser rumstehen, auf die keiner mehr wartet. Schnell geschnappt, schon bin ich wieder um ein paar Bier reicher.

Nilpferd ist auf Toilette, der Rest irgendwo, ich sitze da und versuche das Rosen-Bier zu genießen, was wirklich schwierig ist.

Aufeinmal kommt jemand vom Nachbartisch, greift an den Stuhl, ich reagiere mit „Nein!“
Er nur: „Wieso?“
Ich: „Ist so!“
Er: „Ey, ihr habt den von uns gezockt.“
Ich: „Junge, mach dich nicht unglücklich.“

Er greift weiterhin an den Stuhl, erkennt noch nicht seine Lage, als sich plötzlich langsam die Pranke des Nilpferds um seine Schulter legt.

Jetzt reagiert der Typ jedoch völlig falsch: Er krempelt symbolisch die Ärmel hoch und setzt zum Angriff an. Doch die Pranken des Nilpferds sind härter. Man schlichtet die Situation, doch Klapptisch bleibt nicht ruhig.

Fünf Minuten gebe ich ihm, als er plötzlich aus der Haut fährt und mich anschreit: „Alter, ich trink mehr als du!“

Anscheinend hatte er wirklich schon mehr als ich. Ich winke ab und rate seinen Mitstreitern, mal auf ihn aufzupassen, während ich mich mit einer jungen Dame unterhalte, welche sich wehhement von Klapptisch zu distanzieren versucht. Was ihr auch gelingt.

Eine halbe Stunde später, werde ich von einer Zofe des Klapptischs angemacht: „Ey, beleidigst du meine Freundin?“
Ich schaue ihn nur fragend an, obwohl er ja irgendwie Recht hat, haben doch Nilpferd und ich noch jüngst über ihren offen sichtbaren BH lautstark gelästert.

Doch da verteidigt mich die junge Dame neben mir: „Nein, wir haben uns hier die ganze Zeit nett unterhalten!“

4 zu 1

Später stelle ich fest dass die meisten Leute jetzt auf ihre Gläser aufpassen oder bzw. und ich Freibier brauche.

Da stelle ich fest: V2 und Eisprinzesschen stehen da in der Ecke, sehen aufnahmebereit aus und ich quatsche sie mal an.

Doch ich falle gleich mit der Tür ins Haus. Hebel falsch angesetzt. V2 blockt berechtigterweise ab, Eisprinzesschen hält mich für total betrunken, macht böse Miene und meint: „Was willst du?“.

So, da hab ich mal glatt verloren.

Nächste Situation. Die Musik soll ja woanders besser sein. Wir versuchen den Ort zu wechseln, doch auf dem Weg dahin kommt die Hälfte unseres Trupps schon zurück: „Alles nur Prolls da!“

Nilpferd und ich beschließen: „Prolls? Das wird lustig.“

Wir entern den Club, holen uns ein Bier und verlassen den Club. Von wegen Prolls... die haben nur Angst... spätestens jetzt.

Also wieder zurück, die Musik ist nicht besser geworden. Ich schlage „Funky Town“ vor, das Nilpferd stimmt den zu. Danach soll aber Rammstein laufen.

Der DJ ist gerade nicht da, wir haben genug Bier getrunken, also auf hinters Pult. Doch Nilpferd brüllt nur: „Scheiß Computer“, der DJ kommt zurück und jagt uns hinaus

4 zu 2
Ich schaue nochmal zum Büffet, dort wo eigentlich die sehr gute Whiskybar ist, an der ich gestern einen sehr guten Erdradour zu leider viel zu später Stunde trank.

Naja, nochmal einen Teller Puter und dann ab ins Bett? Nein, ich probiere lieber noch eine Runde Rosen. Schmeckt wieder nicht.

Dann erinnere ich mich an meinen Freund Klapptisch. Ich sondiere die Lage, er ist noch da. Also flugs einen Tequila geordert, ihm auf den Tisch gestellt und seine Reaktion abgewartet.

Er sagt nicht einmal „Danke du Pansen!“ und trinkt ihn aus. Dreißig Minuten später höre ich von seinen Zofen: „Er sitzt auf dem Klo...“ und hat damit: Verloren!

6 zu 2

Irgendwann gegen halb irgendwas beobachte ich dann einen Bekannten mit einer attraktiven Dame tanzend. Ich denke schon: „Ha, wie toll.“ als sich wenig später herausstellt: Die ist nur eine Freundin und hat einen Freund.

6 zu 2

Irgendwann wache ich dann auf um festzustellen, dass Videorecorder sich nicht auf Winterzeit automatisch umstellen, Kirchtürme in Ilmenau zwölf Mal klingeln, mich so was ernsthaft schocken kann und es erst um neun Uhr ist.

3. Akt

Frühstück im Hotel. Vom Feinstem. Ab in den B-Club, alle schon munter und abfahrbereit.
Kitz wieder sauer. Nilpferd und Krokodil irgendwie auch. Ich penn da nicht!

Heimreise. Wir werden chauffiert. Ich mal wieder. Letzte Fuhre. Holzhitler kauft einen Kasten Becks für zwanzig Euro. Ich vertrag mich mit dem Peiler in dem wir den Kasten zusammen tragen. Er peilt weiter, aber bleibt ruhig.

Die Wartezeit verbringen wir mit dem Üblichen: Pfeffi, Bier, Pfeffi. Irgendwoher taucht eine Flasche Vodka Lemon auf. Das Zeug soll wie Klorex schmecken. Ich lehne dankend ab.

Irgendwie war der Wernesgrüner-Proviant noch im Rucksack. Jetzt ist er alle und ich bin in Erfurt. Halle kommt noch.

Herr Specht und das Nilpferd müssen aufs Klo. Wo gehen wir hin? Auf die Baustelle der Bundespolizeidirektion. Direkt daneben das alte Gebäude.

7 zu 2

Dann güldenen Möwe. War klar, dass ich wieder Werbeopfer werde und Doppelhamburger bestelle. Es dauert ungefähr zwei Big Macs und drei Cheeseburger, ehe ich mein Essen in der Hand halte.
Warum man mich eigentlich fragt „Zum Mitnehmen oder hier essen?“ wenn keinerlei Tische da stehen, muss man nicht verstehen

8 zu 3 wegen zeitnahem Gegentor
Der Panda sieht wirklich schlimmer aus. Das Auge hat eine rotschwarze Färbung. Und Einer hat die Marke von 10 Bartsch geknackt. Das Tier könnte da aber gut mithalten, bekommt aber den Namen „Sieff und Suff“ kurz Sisu. Fast wie dieser französische Fussballer.

Irgendwie muss ich mal an mich denken. Also wird der Bierkonsum reduziert. Pfeffi wird eh knapp. Irgendwie verpasse ich Halle. Dafür ist in Leipzig langer Aufenthalt. Erneut geht es ins Restaurant zur güldenen Möwe.

Vergeblich bemühe ich mich, diesem Wrap was abzugewinnen. Honig-Senf ist aber ok. Der Hamburger geht auch noch.

Wieder im Zug. eXma musste Fahne auslösen, also gibts Hasseröder Export. Untrinkbar, aber ich hab noch ein wenig Hunger. Hätte ich doch zu Subway‘s gehen sollen.

Irgendwann, zwei Stunden später in Dresden. Heimat, du ha(s)st mich wieder.

Ab in den Club. Komisch nur, dass alle keinen Bock mehr haben. Die Hälfte des Trupps ist verschwunden. Die Bahn kommt in zwei Minuten.

Mission accomplished

Epilog

Ilmenau hat eine sehr durchwachsene Clubkultur. Die Leute sind wenig gespräch, saufen dafür umso mehr, kennen keine Gnade und sind irgendwie gefährlich, weil schlecht durchschaubar.

Man sollte aus Sicherheitsgründen mindestens einen Sanitäter an die Rödelbahn stellen, den ich hab nicht jeden Tag zwei Packungen Taschentücher für Leute mit blutender Zunge/Lippe.

Arbeitsschutzschuhe sind sehr gut geeignet für Clubtouren, machen aber richtig fiese Blasen.

Ducktape ist essentiell wichtig. Genauso wie Handtuch, Taschenmesser, Feuerzeug und Fahrradgepäckträgergummiband.

Gute Nacht


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post 22 Nov 2008, 17:37
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Vordiplom
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Punkte: 568
seit: 13.12.2006

Also entweder bin ich Eisprinzesschen oder V2. Oder keins von beiden, is aber auch egal.


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Manchmal, wenn ich mein Zimmer betrete, kommt es mir vor, als wanderte ich durch die Ruinen einer untergegangenen Zivilisation. Nicht wegen der Unordnung, die dort herrscht, sondern weil es sehr den Überresten jenes zivilisierten Wesens ähnelt, das ich einmal war.
frei nach 'Blacksad'

foXXXinator was here *gnihihi*
Ich hab mich durch lesen auf der Toilette gebildet, leider konnt ich nicht so viel scheißen, wie ich hätte lesen sollen.


Ich brülle nicht, ich denke nach ... sehr leidenschaftliches Nachdenken!
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post 22 Nov 2008, 17:52
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DIG DEEP
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Punkte: 441
seit: 21.05.2006

Du bist keiner von Beiden!!!! lol.gif


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RobzZz+AlexXx-Approved™
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post 22 Nov 2008, 18:07
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Propagandaminister
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Punkte: 3064
seit: 19.11.2004

Zitat(phanatos @ 22 Nov 2008, 16:41)
Palituch schimpft über den Grillkäse.
rofl.gif

Panda... shifty.gif


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bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden

Zitat('P.H.A.N.A.T.O.S.')
bild kann nicht angezeigt werden

P.H.A.N.A.T.O.S. = Please Hand me A Neat Alliteration with Three nouns! Oh, Splendid!
P.H.A.N.A.T.O.S. ist ein automatisiertes Tool und darf unter keinen Umständen mit ähnlich genannten realen Nutzern in Verbindung gebracht werden!
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post 22 Nov 2008, 18:08
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Grinsefranzi
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Punkte: 1013
seit: 01.04.2005

Verwirrend, aber sehr erheiternd biggrin.gif
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post 22 Nov 2008, 20:52
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...sonne...
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Punkte: 1520
seit: 30.07.2007

Zitat(phanatos @ 22 Nov 2008, 16:41)
..., da taucht Alice freudestrahlend auf,


happy.gif

Sehr geiler Bericht!!

Dieser Beitrag wurde von Kore: 22 Nov 2008, 22:16 bearbeitet
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post 15 Jan 2009, 18:27

Neuling


Punkte: 1
seit: 15.01.2009

Prima Bericht und ich kann mir gut vorstellen, dass es so war. Ich stamme aus Thüringen und was da aus den Leuten geworden ist - ich weiß auch nicht. Total agressiv und wollen sich wegen jedem Scheiß gleich kloppen. Es macht dort echt keinen Spass mehr wegzugehen. Hier in Dresden ist besser - Leute sind kommunikativer und netter - sowohl Mädels wie Jungs. Deswegen bin ic ja auch weg aus Thüringen und jetzt hier smile.gif
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post 15 Jan 2009, 20:35
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meeresalge
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Punkte: 3228
seit: 27.11.2003

Zitat(Raffi @ 15 Jan 2009, 18:27)
Prima Bericht und ich kann mir gut vorstellen, dass es so war. Ich stamme aus Thüringen und was da aus den Leuten geworden ist - ich weiß auch nicht. Total agressiv und wollen sich wegen jedem Scheiß gleich kloppen. Es macht dort echt keinen Spass mehr wegzugehen. Hier in Dresden ist besser - Leute sind kommunikativer und netter - sowohl Mädels wie Jungs. Deswegen bin ic ja auch weg aus Thüringen und jetzt hier smile.gif
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Tolle Verallgemeinerung... blink.gif
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