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post 03 Jul 2012, 15:23
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versucht
*********

Punkte: 5415
seit: 21.10.2007

können wir jetzt bitte nicht dieses Ossi-Wessi Klischee auspacken?

Dresden is einfach n Dorf und München nich, deswegen kommt einem hier alles so herzlich und so rüber.
Als ich hier auch noch nur zu Besuch war, fand ich die Menschen hier alle ganz und gar nicht nett. Wenn du studierst, wirst du gezwungen mit Menschen zu interagieren. Dem entgehst du nur mit Absicht, indem du gezielt sozialer Interaktion aus dem Weg geht.
Kommst du durch Arbeit - frisch von Studium oder nicht - in eine neue Stadt hast du entweder Glück und lernst wen beim Umzug im Hausflur kennen (random Beispiel, wie man Leute kennen lernt, wenn man neu in der Stadt ist) oder man freundet sich mit seinen Kollegen an. Wenn dass allerdings alles hohle iphone-Bediener sind, dann is das natürlich kagge


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Weep not for roads untraveled
Weep not for sights unseen
May your love never end and if you need a friend,
there's a seat here along side me.

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post 03 Jul 2012, 15:51
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Anarchohedonist
*****

Punkte: 531
seit: 12.10.2008

... und die Einstellung "Ich hab 1000 Freunde in Dresden. Ich mach den Mist hier nicht nochmal" hilft auch nicht. Ich hab es am eigenen Leib, ein halbes Jahr im tiefsten Bayern aufm Dorf (nicht mal im bunten München!), erlebt und soziale Kontakte von genau 0 gehabt. Ich bin aber auch jedes 3. Wochenende nach DD gefahren, weil es nichts zu tun gab oder hab halt viel gearbeitet. Ich kann super alleine sein, aber auch ich merkte, wie es an mir nagte.

Aber egal zurück zum Thema: Ja, alles wird scheiße nach dem Studieren, aber dafür haben wir dann alle Geld und können uns Sachen kaufen oder zeugen, die dann noch mehr Geld und Freizeit von uns wollen und dann sterben wir 50 Jahre später. Sieh es so: Du hast jetzt eine unglaublich gute Ausbildung in einem Bereich, der dich interessiert und ein halbes verdammtes JAHRHUNDERT deine Fähigkeiten zu verbessern, anzuwenden und zu perfektionieren.

Es ist egal ob du einen Bauernhof mit Fußbodenheizung, einen Vorstandsposten oder einfach nur 5 Kinder haben willst. Es liegt in deiner Hand, die Welt steht dir offen! Du sitzt fast ganz oben auf Maslows Pyramide, hör jetzt nicht auf zu klettern!

Der Tag mag kommen, da der Mut der Menschen erlischt. Da wir unsere Gefährten im Stich lassen und aller Freundschaft Bande bricht. Doch dieser Tag ist noch fern!

Panzergrenadiere – Dran! Drauf! Drüber!

Waaaaargh!

So, motiviert? Ich auch.


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Fuchs: ich seh ganz schön agent orange aus
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deranfaenger
post 03 Jul 2012, 15:53
Dieser User ist abgemeldet. Abgemeldet





Sicher, in diese Richtung wollte ich das auch garnicht treiben. Die Unterschiede die ich geschildert habe sind meine persönliche Erfahrung und lassen sich meiner Meinung nach auch nicht mit Einwohnerzahlen erklären. Und mit Glück hat es auch nicht unbedingt was zu tun. Man lernt Leute nicht nur im Hausflur sondern vor allem beim Weggehen kennen - und da gibt es definitiv Unterschiede.
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post 03 Jul 2012, 15:59
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Voll Laser
*******

Punkte: 1424
seit: 21.08.2008

Zitat(deranfaenger @ 02 Jul 2012, 00:10)
Ich bin seit einem Jahr mit dem Studium fertig und seitdem - wie es sich gehört -  "im Job". Eigentlich gibt es nichts über das ich mich beschweren dürfte. Ich arbeite von 8,00 bis 17,00 Uhr und habe ein Einstiegsgehalt das mir fast peinlich ist. Aber trotzdem kann ich nicht richtig zufrieden mit mir sein. Warum? Da wäre zunächst das, womit ich meinen Tag verbringe: die Arbeit. Das von vielen Büro-Veteranen beschriebene Gefühl, sich als winziges Zahnrad in einem großen Getriebe zu fühlen hat sich bei mir nach weniger als einem Jahr eingestellt. Der Gedanke, dass ich noch weitere 40 Jahre hinter einem Schreibtisch sitzen und den immer gleichen scheißlangweiligen Mist machen muss,
macht mich krank. Dazu kommt das gestelzte Business-Getue der Kollegen, dieses ewige aalglatte Gequatsche vom Urlaub auf Bali, vom neuen Fernseher oder der dem neuen BMW. Ich habe meinen Hoody und meine abgetragenen Jeans gegen einen schwarzen Anzug getauscht und sehe mich von Menschen umgeben, die prahlerisch davon schwadronieren, wie sie nach der Wende Zementwerke "durchrationalisiert" haben, wie sie die Belegschaft von 2000 auf 300 Mitarbeiter reduzierten. Wozu braucht ein Zementwerk einen Kindergarten... haha, die dummen Ossis. Gut, dass meine Großväter nicht sehen können, mit wem ich da in der Lobby Sekt trinke. Aber gut, man kann nicht jeden mögen; Im Berufsleben auf das ein oder andere Arschloch zu treffen ist wohl unvermeitlich - kein Grund unzufrieden zu sein. Aber da ist noch mehr. Seit ich Dresden auf unbestimmte Zeit verlassen habe wird mir immer mehr bewusst wie ich mit der Stadt verbunden bin. Dass eine Stadt eine Identität hat, wurde mir erst begreiflich als ich in München ankam. Porsche hier, Gucci da, Mieten, die jeder Beschreibung spotten....
Ich bin mir nicht sicher, ob das was ich hier schreibe verstanden wird. Ich sehne mich einfach nach der guten alten Studentenzeit, mit fast grenzenloser Freiheit trotz der wenigen Kohle in dieser herrlichen Stadt. Bier an der Elbe, die BRN, das Hebedas, Katy's, die Bar Holda, Olaf Schubert, WG-Parties, ausschlafen ...  Wahrscheinlich ist es die Erkenntnis, dass diese Zeit entgültig vorbei ist. Und vielleicht ist es auch die Erkenntnis, dass ich das, was ich da mache, eigentlich garnicht möchte. Und, dass ich auf meine dauerstudierenden kellnernden Kumpels irgendwie neidisch bin.
*



Was denkst du warum ein Großteil der Studenten von Exma Langzeitstudenten sind. Natürlich um diese wohl wirklich schönste Zeit des Lebens richtig auszukosten. Ansonsten kann man sagen DRESDEN >>> München, das weiß man aber eigentlich! Naja und diese Phase macht nun wirklich jeder Student durch, der in die Arbeitswelt einsteigt!


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Verein: USV TU Dresden

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post 03 Jul 2012, 16:53
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Klapperstrauß
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Punkte: 4731
seit: 13.06.2004

also ich fand München eigentlich ganz cool und ich kenne auch einen haufen leute da, auf die diese negaitvbeschreibungen hier so ganz und gar nich passen wollen.. is halt nur schwierig, wenn man da (oder überall anders sonst) nur die arbeit hat, meistens möchte man dort nämlich nich unbedingt seine Freunde rekrutieren..und wenn einen der job so unzufrieden macht, dann isses mit der motivation danach dann auch eher dünne...musste kucken, ob und wo du da was drehen kannst oder ob du konsequenzen ziehen willst.


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°° »Das stärkste Betäubungsmittel der Welt ist das Verlangen dazuzugehören....« °°°


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post 03 Jul 2012, 17:46
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Emovision
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Punkte: 3297
seit: 30.10.2005

Da hast du recht Katze. Es sind nicht alle so oberflächlich und schicki unterwegs. Aber ich weiß auch nicht, ich bin damals ins TBC und hatte plötzlich so viele Bekannte und hier glotzen einen alle blöd an, wieso man in deren Disse eindringt. Hat aber sicherlich auch mit dem Alter zu tun. Man gehört ja mittlerweile zur älteren Generation, wenn man in solche Schuppen geht.

Timmy, ja, man wird eigentlich von Kennern gut vorgewarnt hinsichtlich München (Zitat: "ach du Arme"), aber es sind ja viele Dinge. Haben wir soviel Auswahl mit dem Job? Und glaubt man nicht irgendwie, es gehört dazu, erwachsen zu werden, loszulassen, zu gehen, was neues aufzubauen? Ich bin mittlerweile zwar der Meinung, dass mir Freunde wichtiger wären als ein Hammer Job, aber gleichzeitig ist mir ein Job lieber als kein Job. Ich denke so geht es vielen. Die große Auswahl hat man nicht. Ich denk auch oft, so alles klar, ich weiß jetzt was ich will: also nun Konsequenzen ziehen, zurück zu den Freunden, aber was dann? Kellnern, neues Studium, Lehre, Gastronomie eröffnen voll null Euro nullzig? Aber deranfanger hat vielleicht noch ne Chance noch n Job in Dresden zu kriegen, oder? Hört sich an, als sei es eher ne Sache des Geldes. Da würde ich persönlich scho Kompromisse eingehen.
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post 03 Jul 2012, 19:08
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eXma Poltergeist
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Punkte: 6729
seit: 20.10.2004

Zitat(Katze @ 03 Jul 2012, 17:53)
also ich fand München eigentlich ganz cool
*


Wundert mich nicht.

Zitat(Innervision @ 03 Jul 2012, 18:46)
Da hast du recht Katze.
*


Nein

Zitat(Innervision @ 03 Jul 2012, 18:46)
Timmy, ja
*


Nein


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post 09 Jul 2012, 21:11
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Emovision
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Punkte: 3297
seit: 30.10.2005

Heute ist mir wieder ganz stark bewusst geworden, dass ich den Scheiß jetzt 40 Jahre lang machen "muss". Etwa einen halben Tag auf Arbeit sein, ein Viertel schlafen, ein Viertel für mich haben. noexpression.gif noexpression.gif noexpression.gif
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post 09 Jul 2012, 21:12
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verkwirtsch
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Punkte: 4565
seit: 09.04.2004

Normalerweise kannste ungefähr dritteln.
Oder eben: WEniger Schlaf = mehr Zeit für dich.


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post 09 Jul 2012, 21:29
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Emovision
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Punkte: 3297
seit: 30.10.2005

Ja, da hast du Recht, weniger schlafen und bisschen weniger arbeiten, keine Mittagspausen machen, die sich wie Arbeit anfühlen, dann kommts hin.
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post 09 Jul 2012, 22:28

Vordiplom
*****

Punkte: 565
seit: 01.10.2003

Wichtig sind halt v.a. die 5Minuten Lottospielen pro Woche einzuhalten. Rest kommt dann von allein.

Als Frau wahlweise auch 1x pro Woche die eigenen Aktbilder im "Millionär sucht..."-Forum zu aktualisieren.


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Just because I don't care, doesn't mean I don't understand.
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post 10 Jul 2012, 08:48
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parse error
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Punkte: 13103
seit: 27.05.2003

o-oh, wenn das die genderpolizei liest... nonono.gif


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post 10 Jul 2012, 09:06
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... und der Rest ist Schweigen.
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Punkte: 4430
seit: 03.05.2005

Zitat(bluemulti @ 09 Jul 2012, 23:28)
Als Frau wahlweise auch 1x pro Woche die eigenen Aktbilder im "Millionär sucht..."-Forum zu aktualisieren.
*



Zitat(mcnesium @ 10 Jul 2012, 09:48)
o-oh, wenn das die genderpolizei liest... nonono.gif
*



Nach diesem Beitrag hier (hier!) nimmt nicht mal mehr die Genderpolizei bluemulti ernst.

OT: Auch in der zufriedensten Großwetterlage bleibt es nicht aus, dass man hin und wieder an seinem Weg zweifelt... aber wenn man in jedem Niesel einen Wink Gottes sieht, der heißen soll "Kehre um!", dann wird man das unter Umständen auch auf dem neuen (alten) Weg wieder tun.

Auch: Es ist einsam auf dem Olymp.

Dieser Beitrag wurde von Giovanni: 10 Jul 2012, 09:09 bearbeitet


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Ich bin nur noch bis 31.05.2017 in DD, danach weit weg... last orders please! #DDexit #nocheinstudentenclubsauftritt #bestelesung


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post 10 Jul 2012, 13:22

Vordiplom
*****

Punkte: 565
seit: 01.10.2003

Sollte die Annahme "GioTanni = Genderpolizei" nicht richtig sein (wovon ich momentan noch ausgehe), verstehe ich den angeblich kausalen Zusammenhang dieser beiden Themen nicht.

Auch: Warum plötzlich so dünnhäutig?

Noch aucher: Dass man heutzutage noch 40 Jahre bis zur Rente ( rolleyes.gif ) im gleichen Beruf arbeitet und sich deswegen bereits nach 1-2 Jahren völlig fertig fragt, wie man den Rest der Zeit in dieser Tretmühle überstehen soll, ist doch vermutlich die absolute Ausnahme. Genauso wie man kaum noch über mehrere Jahrzehnte in einer vermeindlich miesen/unfreundlichen/provinziellen/uncoolen Stadt wohnt. Außer natürlich man hat Frau+Kinder+Haus+Hund+Garten und fühlt sich damit pudelwohl.
Gerade der erste Job nach dem Studium ist doch oft einfach nur "der erste Job nach dem Studium" und vielmehr mit der Lehre der ehemaligen Klassenkameraden zu vergleichen, die es damals nicht aufs Gymnasium geschafft haben: Einfach machen, nicht weiter drüber nachdenken und das Ganze als Sprungbrett für etwas späteres nutzen, was dann wirklich "Spaß" macht. Und das gilt gleichermaßen für den alles-irgendwie-aber-nix-wirklich-richtig-könnenden-BWLer wie für die Deutsch-Mathe-Lehramtsstudentin.

Dieser Beitrag wurde von bluemulti: 10 Jul 2012, 13:28 bearbeitet
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post 10 Jul 2012, 17:23
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Punkte: 13103
seit: 27.05.2003

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