Es hätte vermutlich auch in den "Tabu"-Thread gepasst, aber vielleicht gibt es hier ja auch das Potential einer Diskussion in größerem Stile.
Also: Was haltet ihr von Suizid? Ist das Flucht vor den Problemen oder eine mögliche Lösung? Ist man stark oder schwach, wenn man Suizid begeht? Ist es richtig, Suizidgefährdete wegzusperren?
Meine Meinung: Ich halte Suizid, solange er aus den richtigen Gründen durchgeführt wird (darunter fallen keine Lappalien wie Liebeskummer) durchaus für legitim. Ein Recht beinhaltet immer die Möglichkeit, es nicht wahrzunehmen - sonst wäre es eine Pflicht. Das Recht auf Leben beinhaltet also die Möglichkeit, es eigenverantwortlich zu beenden.
Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen, gerne auch aus verschiedenen Blickwinkeln wie: Was passiert mit den Angehörigen? Wie wird das in verschiedenen Religionen gesehen? Was macht man, wenn man jemanden Suizidgefährdeten kennt?
JA ! Ich war mal in dieser Situation, ich hatte so eine Ahnung, aber ich hab es nicht ernst genommen. Ich dachte, ja, das wird schon wieder. Und dann, am Tag als "er" das doch gemacht hat, war ich geschockt. Ich meine, come on, wir waren erst 19, er hatte ein gutes Leben, aber eben unzufrieden, keine Ahnung wieso. Und ich Blödmann hab mir auch nicht die Mühe gegeben, das rauszufinden...
Das bereue ich noch bis heute. Aber andersum finde ich dass ich nicht daran schuld bin, weil ich es nie im Traum hätte wissen können, dass er es ernst meint.
Um nochmal zum Anfangsthema zu kommen : ich finde es absolut nicht in Ordnung, nicht wegen dem Toten, dem geht's ja danach ok, aber wegen den Leuten die mit Vorwürfen und Schuldgefühle bleiben...