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Natascha Kampusch im Interview
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 07 Sep 2006, 08:40
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3. Schein   
Punkte: 173
seit: 11.05.2006
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Also mich hat das Interview sehr beeindruckt. man sieht zwar eindeutig eine traumatisierte junge Frau aber andererseits halte ich sie für eine -ihre Situation im Hinterkopf haltend- sehr starke, gefasste und selbstsichere Frau die erstaunlich artikuliert gesprochen hat und offenbar klare Vorstellungen davon hat, wie es jetzt weitergehen soll.
Ich drück ihr die Daumen, dass sie weiterhin so stark ist, obwohl ich denke, dass der Zusammenbruch wohl noch kommen wird.
Und finds eigenartig, sie als komisch zu bezeichnen. Ich denke auch, dass man nach 8 Jahren Gefangenschaft durchaus ein bischen komisch werden könnte.
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Looks like I´m not working. But on cellular Level, I´m really busy!
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 07 Sep 2006, 09:29
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Einfach umwerfend         
Punkte: 2458
seit: 13.02.2006
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Zitat(radeberger @ 06 Sep 2006, 20:24) mir ist die irgendwie total unsympathisch....ich find die komisch.  Zitat(radeberger @ 06 Sep 2006, 21:39) die ist einfah komisch. Beschwert sich dass sie so gedrückt wurde, als ihre Eltern sie zum ersten Mal sahen, will nicht unbedingt die Eltern sehen usw... ich find die voll seltsam.  Nun mach mal halblang, die ist grade 8 Jahre gefangen gewesen, unfreiwillig und unverschuldt. Gut, Stockholm-Syndrom usw. aber ich glaube niemand von den uns hier Anwesenden kann auch nur im Geringsten nachvollziehen wie man sich danach fühlt. Vergleichbare Fälle endeten leider oft mit dem Suizid des Opfers und ich will nicht hoffen, das dem auch so sein wird. (lt. Aussage eines mir persönlich bekanntem Psychologen)
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 07 Sep 2006, 09:42
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3. Schein   
Punkte: 208
seit: 08.01.2004
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sie scheinst doch gar nicht mal so schlecht bei ihrem peiniger gehabt zu haben .. hab das interview zwar nicht gesehen, aber auf dem foto oben sieht sie doch kern gesund aus.
trotzdem ein elend. zum einen ist ihre kindheit zerstört, zum anderen schlagen jetzt die medien ihr kapital aus diesem thema.
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ich lach dich aus, du haust mich nieder, ich stehe auf und lache wieder...*bIIaTCh*
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 07 Sep 2006, 10:03
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3. Schein   
Punkte: 173
seit: 11.05.2006
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Offensichtlich hat er ihr auch damit gedroht, anderen Menschen etwas anzutun, sollte sie versuchen, Kontakt aufzunehmen. Und natürlich war sie auch in gewisser Weise abhängig. Man kann sich glaub ich kaum vorstellen, wie sehr so eine Erfahrung einen auf jemanden prägen kann. Immerhin war dieser Pychopath 8 Jahre lang quasi der einzige Mensch, zu dem sie geregelten Kontakt "gepflegt" hat.
Und dass sie nach dieser grausamen Zeit noch so gefestigt und klar über ihre Gefühle und Erfahrungen sprechen kann und will, finde ich bewundernswert und sehr beeindruckend. (Natürlich müssen ihre Psychologen und Betreuer jetzt aufpassen, dass keine Medienschlacht daraus wird, und sie ihre Ruhe hat, um wieder leben zu lernen)
Also ich ziehe meinen Hut vor dieser jungen Frau.
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 07 Sep 2006, 10:25
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Müüüüde     
Punkte: 514
seit: 25.10.2004
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Zitat(radeberger @ 06 Sep 2006, 21:39) die ist einfah komisch. Beschwert sich dass sie so gedrückt wurde, als ihre Eltern sie zum ersten Mal sahen, will nicht unbedingt die Eltern sehen usw... ich find die voll seltsam.  Ich kann mir dieses Verhalten so erklären, dass man ja als Kind immer davon ausgeht von den Eltern beschützt und umsorgt zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass sie sicher ewig darauf gewartet hat, von den Eltern gefunden zu werden. Und ihr Entführer hat dabei sicher auch nicht gerade positiv auf sie eingewirkt. Vielleicht so nach der Art "deine Eltern suchen dich ja noch nicht mal, die können dich ja gar nicht lieben". Und wenn man sowas über Jahre hinweg eingeredet bekommt, dann glaubt man auch irgendwann daran.
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 07 Sep 2006, 10:31
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3. Schein   
Punkte: 173
seit: 11.05.2006
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Wer 8 Jahre lang im Prinzip nur mit einer einzigen Person kontakt und konversation hatte, der fühlt sich nunmal leicht erschlagen, wenn auf einmal die ganze Welt irgendwas von einem will und jeder einen in den Arm nehmen will. Fast 8 Jahre mehr oder weniger Isolation wollen erstmal verarbeitet und weggesteckt werden.
Dieser Beitrag wurde von Hannosen: 07 Sep 2006, 10:34 bearbeitet
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 07 Sep 2006, 16:53
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Ivan         
Punkte: 3352
seit: 01.04.2006
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Zitat(Magic_Peat @ 07 Sep 2006, 13:50) Mich erinnert sie optisch sehr an Kirsten Dunst...  Lol genau meine Rede. Hat ähnliches Gesicht und auch die leuchtenden Augen.
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T for Vendetta.
On his way to return to innocence.
"Man, was die uns erzählt hat, kam aus einem Buch, das muss einer geschrieben haben, der keine Ahnung von dem hatte, worüber er sich ausließ."
"Miles, hörst Du den Vogel da draußen? Das ist 'ne Spottdrossel. Sie hat keine eigene Stimme, sie macht nur die Stimmen der anderen nach und das willst du nicht. Wenn du dein eigener Herr sein willst, musst du deine eigene Stimme finden. Darum geht's. Sei also nur du selbst."
An Rezepten für Apfelkuchen mangelt es wahrhaftig nicht auf der Welt
Tenac auf der Suche nach seinem Meister ious D
look into my eyes and its easy to see one and one make two, two and one make three, it was destiny
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