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27.02.2005 - Waldschlößchenbrücke Bürgerentscheid
Antworten(180 - 194)
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 11 Mar 2005, 13:07
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Neuling
Punkte: 6
seit: 03.03.2005
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Die erheblichen rechtlichen Bedenken sollten erst einmal geklärt werden. Auch ein Bürgerentscheid kann sich nicht darüber hinwegsetzen. Dies sollte man zuallererst respektieren. Außerdem bezweifle ich ganz erheblich, ob die Wähler sich bei diesem sehr komplexen Thema auch nur ansatzweise mit den Problemen (Finanzierung, Nutzen, Stadtentwicklung und -konzepte, Denkmalpflege, Ökologie) auseinandergesetzt haben. Die Parolen (sogenannte Fakten) in der Broschüre zählen nicht! Die Artikel der Zeitungen zählen genausowenig, dort wurde teilweise größter Stuß geschrieben.
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 11 Mar 2005, 13:09
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Sicher nicht, ich bezweifle sogar, dass weite Teile des Stadrates das gemacht haben.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 11 Mar 2005, 16:37
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Neuling
Punkte: 6
seit: 03.03.2005
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@Chris: Ich denke, die Stadträte überblicken zumindest den finanziellen Aspekt wesentlich besser. Der wurde bei der Wahl ja praktisch komplett ausgeblendet. Ich habe bisher im Netz keine Informationen dazu gefunden, wie die Stadt die Brücke nun eigentlich finanzieren will. (Völlig ausgenommen aus den bisherigen Kostenschätzungen sind meines Wissens zudem die zu erwartenden Entschädigungen der Hauseigentümer und Wohnungsgenossenschaften. Woher sollen die zu erwartenden 2-stelligen Millionenbeträge kommen?) Wenn man bedenkt, daß der Brückenbaustart 2004 unter anderem daran gescheitert ist, daß die Stadt dem Regierungspräsidium keinen genehmigungsfähigen Haushalt mit Brücke vorlegen konnte, dann fragt man sich angesichts schwindender Mittel, wie dies 2005 möglich sein soll.
@AtG: Warum dieser unqualifizierte Einwurf? Wie du oben lesen kannst, ist mir vieles völlig unklar und offen. Vielleicht weißt du ja mehr zum Thema Finanzen?
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 11 Mar 2005, 17:08
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Neuling
Punkte: 6
seit: 03.03.2005
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Man hätte auf der Rückseite des Abstimmungszettels eine "kleine Klausur" ansetzen sollen (multiple choice). Bei zu hoher Fehlerquote zählt die Stimme nicht. "Bestandene" Stimmenzettel werden nach Note gewichtet. Wir können jetzt spekulieren, wie dann das Ergebnis ausgesehen hätte...
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 11 Mar 2005, 17:12
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Neuling
Punkte: 6
seit: 03.03.2005
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"finds nur nett, dass ihr es darstellt, als hätte keiner bei der zustimmung nachgedacht..."
Nachdenken? Informieren!
Dieser Beitrag wurde von Martin U: 11 Mar 2005, 17:13 bearbeitet
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 30 Jun 2005, 09:50
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h0uSe NoT HoUsE         
Punkte: 3751
seit: 03.12.2003
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wieso werden solche sachen nicht erstmal ernst genommen und genauer überprüft? wieso geht ihr hin und verurteilt ein gutachten direkt als unobjektiv und unwahr bloß weil ihr von der gruppe die es erstellt hat nix hält? müde belächelt werden die versuche von umweltschützern, ökonomen wie auch ökologen und denkmalschützern etc die etwas gegen diese brücke einzuwenden haben... und wenns dann wieder passiert ist heißt es: wieso hat uns keiner was gesagt? ich lach mir dann ins fäustchen und ärgere mich gleichzeitig dass unsere, meine steuergelder so verschwendet wurden... hey cool...dann aktiviere ich ja gleichzeitig beide gehirnhälften
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 30 Jun 2005, 13:32
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Vordiplom     
Punkte: 644
seit: 23.04.2005
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Zitat(nappunk @ 30 Jun 2005, 09:50) wieso werden solche sachen nicht erstmal ernst genommen und genauer überprüft?
Weil ich da einfach nur drüber lachen kann, und zwar nicht nur müde, sondern so richtig laut! Grund: Letztes Semester (WS04-05) gab es im rahmen des Studium generale eine Vorlesung über Wunderwelt Bauwesen. Ich war da nicht wirklich dabei, aber ein Komilitone aus meiner Praktikumsgruppe, welches wir immer montags hatten. Weil wir uns immer nach dem besagten Praktikum auf ein Bier in die Bierstube setzten, bin ich auch mal mit zu der Vorlesung gegangen, gerade weil es um Wasserbauwerke (Hochwasserschutz, Brücken, Kläranlagen, Gezeitenkraftwerke) ging. Wäre auch für manch einen ganz interessant gewesen, der meint mit Gezeitenkraftwerken einen sinnvollen Beitrag zur Stromversorgung zu leisten. Ok, worauf ich hinaus will, der Professor ist unabhängiger Gutachter der Stadt Dresden im Fall der Waldschlößchenbrücke. Ich habe ihn auch nach seiner persönlichen Meinung gefragt, er meinte aber er habe da keine dazu, da er in Radeburg (oder wars Radeberg?) wohnt und somit keine Wahlberechtigung für Dresden hat, weshalb er sich auch darüber keine Meinung machen müsse. Die Brücke lag bei ihm auf dem Tisch, er habe es durchgerechnet und zu dem Schluß gekommen, daß sie sämtlichen Belastungsfällen standhält. Egal ob das Hochwasser Bäume anschwemmt, Eisschollen, die sich evtl an den Trägern stauen und wahnsinnigen Druck aufbauen oder eben so ein Schiff dagegenfährt. Ich entschuldige mich daher aber sowas von, daß ich diesem Prof glaube und das "Gutachten" der Grünen Liga anzweifle; wobei ich bei 50% der Leute der Grünen Liga ohnehin einen Schulabschluß oder Berufsabschluß anzweifle. Zitat hey cool...dann aktiviere ich ja gleichzeitig beide gehirnhälften   na hoffentlich bringts was
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Dieser Beitrag enthält viele schlimme Worte und aufgrund seines Inhaltes sollte er von niemandem gelesen werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen, frage deinen Exma-Mod und lass dir deine Meinung vorkauen.
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 30 Jun 2005, 13:54
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old 's cool!         
Punkte: 9493
seit: 12.07.2003
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sowas wird sowieso von mehrern leuten begutachtet, da es ja auch verschiedene parteien bei so einer sache gibt und sich keiner in die nesseln setzen will. also prüft das die versicherung, der bauherr, das staatshochbauamt (oder wer dafür zuständig ist) und vielleicht auch jemand der für das bauwesen am oder im wasser zuständig ist. es kann durchaus mal ein detail übersehen werden, aber von so vielen menschen ist es eher auszuschließen, dass es sich dabei um ein bereits bekanntes oder offensichtliches handelt.
ein sachverständiger kann auch ein gutachten erstellen, allerdings ist "sachverständiger" kein geschützter titel, sodass sich jeder als solcher ausgeben kann..
@Brownie: nein, es hätte nichts geändert, diese befürchtung bzw. in anderen fällen hoffnung ist bereits aufgekommen, aber es sieht so aus, dass zwar das gebiet als weltkulturerbe geschützt ist, jedoch dieser titel kaum einfluss auf baurecht, landschaftliche veränderungen usw. hat.
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Kleine Aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. * Irgendeiner hatte ihm eine * dunkelhellila Aster * zwischen die Zähne geklemmt. * Als ich von der Brust aus * unter der Haut * mit einem langen Messer * Zunge und Gaumen herausschnitt, * muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt * in das nebenliegende Gehirn. * Ich packte sie ihm in die Brusthöhle * zwischen die Holzwolle, * als man zunähte. * Trinke dich satt in deiner Vase! * Ruhe sanft, * kleine Aster! -Gottfried Benn (1912)-
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