_
toggle menu eXmatrikulationsamt.de
online: 361 gäste

> Ziel eines Streikes

Themen Layout: Standard · [Linear] · Outline Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
post 03 Nov 2007, 13:54
avatar
Straight Esh
*********

Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Nachdem ja die GDL alles bestreiken darf, was sie will befürchten die Stimmen einen schwarzen Tag für Deutschland. Der Streik muss jetzt nicht mehr auf dem Rücken der Pendler ausgetragen werden, sondern kann endlich auf die Bereiche der Bahn ausgedehnt werden, bei denen es den Konzern richtig trifft. Dass das von den Vorständen kaum gewünscht ist, ist klar.

Die Frage ist aber: wie weit sollte ein Streik gehen dürfen? Und was ist das Ziel eines Streikes? Darf dort ein Unternehmen wirtschaftlich geschädigt werden? Was denkt ihr darüber?


--------------------


bonum agere et bonum edere,
sol delectans et matrona delectans

(Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
 
Antworten(15 - 18)
post 03 Nov 2007, 21:37
avatar
kurz und klein
*******

Punkte: 1349
seit: 24.05.2007

Zitat(bsf @ 03 Nov 2007, 21:26)
das habe ich nicht gesagt.
ich denke nur, dass man das streiken einfach übertreiben kann, und im jetzigen zeitpunkt ist es übertrieben. die bahn hat ein angebot gemacht, was schell ausgeschlagen hat - was erwartet der denn? verdopplung des lohns? ein bisschen realistisch bleiben sollte der schon.
und bis aufs erbrechen streiken halte ich definitiv NICHT für die richtige lösung, denn dann rennen die kunden (sei es geschäftlich oder privat) in scharen weg und damit ist wirklich niemanden mehr geholfen.
*


aber wenn sie einfach aufhören zu streiken,was ist denn dann??dann haben sie doch verloren,dann brauch nie wieder einer streiken.richtig ist natürlich,dass sie auf kompromisse eingehen sollten...


--------------------
Zitat
Autonome legen Rohrbomben, zünden Autos an, besetzen Häuser. Und jetzt haben sie auch noch die Jagd auf unsere Deutschland-Fähnchen eröffnet!


Juri war hier.
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 04 Nov 2007, 09:32
avatar
tangel
*******

Punkte: 1038
seit: 18.01.2005

Ich fand diesen Streik und die Forderung nach 30% mehr Gehalt auch erst total überzogen. Als ich dann die Begründung für die 30% gehört habe - der Vorstand hat sich um diesen Prozentsatz die Bezüge erhöht - fand ich das einfach nur genial! Das hält denen doch mal den Spiegel vor. Jede berechtigte Kritik an dieser Zahl 30 betrifft unmittelbar auch den Vorstand, das ist kein Streik, das ist Gesellschaftspolitik.
Klar, darin steckt natürlich jede Menge Schadenfreude smile.gif Wenn es jetzt im Güterverkehr los geht - dann betrifft mich das mittelbar dann auch, die besten Kunden unserer Firma bewegen zig Tonnen Stahl jeden Tag mit der Bahn, hm, nicht so gut wink.gif


--------------------
bild kann nicht angezeigt werden
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 04 Nov 2007, 10:24
avatar
Ironieresistenz I.
*********

Punkte: 2231
seit: 02.06.2005

Zitat(bsf @ 03 Nov 2007, 20:07)
Überleg doch mal, wer sagt, dass gestreikt wird: Die Lokführer? NEIN!
Ein sehr gut bezahlter Schell sagt, dass gestreikt wird und fährt dann erstmal zur Kur, um sich auszuruhen. Ist ja anstrengend, so einen Streik zu befehlen. Streikende, weniger gut bezahlte Lokführer müssen gleichzeitig mit eventuellen Abmahnungen bzw. sogar um ihren Arbeitsplatz fürchten, Hunderttausende Pendler kommen nicht zur Arbeit und künftig kommen Just-in-Time-Güter auch nicht mehr JIT, wenn man sich auf die Bahn verlässt.

Schon mal was von einer Urabstimmung gehört? 95,8% der GDL-Mitglieder haben sich für einen Streik ausgesprochen.
Zitat
Wozu das führt?
Geschäftskunden suchen sich andere Transportmöglichkeiten (Straße), Pendler steigen auf Auto, MFGs und Fahrrad um.
Wozu das führt?
Lokführer werden entlassen, weil die Nachfrage sinkt.
Schell wird eventuell auch entlassen, aber mit dem Geld, was er bisher verdient hat (auch angesichts seines Alters), hat er wohl keine Probleme, über die Runden zu kommen.
Die leidtragenden sind die Lokführer.
Schwachsinn. Wenn die Bahn klug ist, wird sie genau in dem Moment auf die Forderungen eingehen, in dem der wirtschaftliche Schaden größer wird als die Kosten durch die Tariferhöhung.
Zitat
Und ja, es gibt einige Unternehmen in Deutschland, die großen Gewinn machen. Und ja, Manager sind in Deutschland sehr hoch bezahlt (aber: in der USA sind sie höher bezahlt und arbeiten weniger Wochenstunden).
doh.gif Kein Kommentar.
Zitat
Das ist der nächste Punkt. 3-5% Lohnerhöhung (es waren nicht 10%, das wäre utopisch) sind, meiner Meinung nach, für's erste ausreichend.
Du findest also 3-5% mehr Lohn bei Erhöhung der Arbeitszeit und damit eine faktische Lohnkürzung für ausreichend? Was bin ich froh, dass deine Meinung irrelevant ist.

Zitat(tingel @ 04 Nov 2007, 09:32)
Ich fand diesen Streik und die Forderung nach 30% mehr Gehalt auch erst total überzogen. Als ich dann die Begründung für die 30% gehört habe - der Vorstand hat sich um diesen Prozentsatz die Bezüge erhöht - fand ich das einfach nur genial! Das hält denen doch mal den Spiegel vor. Jede berechtigte Kritik an dieser Zahl 30 betrifft unmittelbar auch den Vorstand, das ist kein Streik, das ist Gesellschaftspolitik.
Klar, darin steckt natürlich jede Menge Schadenfreude smile.gif Wenn es jetzt im Güterverkehr los geht - dann betrifft mich das mittelbar dann auch, die besten Kunden unserer Firma bewegen zig Tonnen Stahl jeden Tag mit der Bahn, hm, nicht so gut wink.gif
*

Also soweit ich weiß, geisterte diese Zahl von 31% mehr durch die Medien, bevor die GDL überhaupt irgendwelche konkreten Prozentangaben machte - da hat sie sie einfach übernommen. Fand ich sehr amüsant, auch vor dem Hintergrund, dass die Presse sich jetzt über diese Zahl so aufregt und nicht begreift, dass sie sie selbst geschaffen hat.

Thematisch passender Artikel, den ich gestern gelesen habe: Wie viel Streik sein muss (In meinen Augen besonders interessant ist die Entwicklung des deutschen Streikrechtes und die Streikgewohnheiten anderer Länder.)

Dieser Beitrag wurde von JoSchu: 04 Nov 2007, 10:25 bearbeitet


--------------------
Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.

... validiert nach dem Isso-Standard 1.0 ...
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
1 Nutzer liest/lesen dieses Thema (1 Gäste)
0 Mitglieder: