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Mindestlohn bei der Post Wettbewerbsgefährdung?
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 08 Dec 2007, 10:44
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Man hat ja nun den Mindestlohn bei der Post durchgesetzt. Das Ergebnis ist, dass die PIN Group ihren Postdienst aufgegeben hat. Auch andere Anbieter wollen sich zurückziehen. Gefährdet der Mindestlohn den Wettbewerb? Oder vernichtet er sogar Milliarden von Arbeitsplätzen? Wie seht ihr das?
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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Antworten(15 - 29)
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 08 Dec 2007, 16:01
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32. Schein       
Punkte: 1131
seit: 26.06.2005
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Zitat(tingel @ 08 Dec 2007, 15:01) In der Zeit wurde mal behauptet, daß in den Ländern, wo es einen Mindestlohn gibt (und das sind sehr viele - z.B. auch den USA) keine negativen Effekte auftraten. Es wurde auch gesagt, daß ein Mindestlohn nur dann Sinn macht, wenn er für alle Branchen gilt und nicht zu hoch angesetzt ist.
Kleine Erklärung am Rande: Die negativen Effekte treten nicht auf, weil es sich, bspw. in den USA, nicht um einen wirksamen Mindestlohn handelt. D.h. es werden sowieso höhere Löhne gezahlt als vorgeschrieben. Dies und die Tatsache, dass in der untersten amerikanischen Arbeiterschicht zwei oder sogar drei Jobs eher die Regel als die Ausnahme sind, lässt erahnen in welchen Regionen sich dieser Mindestlohn bewegt. (Aktuelle Zahlen hab ich leider gerade keine da, aber bis "9/11" z.B. hatte das (private) Sicherheitspersonal auf U.S.amerikanischen Flughäfen einen Bruttostundenlohn von knapp über 2,50$.)
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 09 Dec 2007, 22:38
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32. Schein       
Punkte: 1131
seit: 26.06.2005
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09. Dezember 2007 BRIEFGEWERBEEin paar Cent für einen BriefSie laufen für einen Hungerlohn, ihre Arbeit gilt als Schundjob: Mit rauen Methoden beutet die Deutsche Post die Zusteller bei ihrer niederländischen Tochter Selekt Mail aus. [...] Doch der Lohnzettel zeigt: Netto hat Gerritsen pro Brief 5,1 Cent bekommen, weniger als 250 Euro insgesamt - im Monat. Selbst für vier, fünf Stunden Arbeit am Tag wäre das wenig. [...] Eigentlich haben die Niederlande einen der höchsten Mindestlöhne Europas. 1317 Euro brutto stehen jedem über 23 Jahre für eine Vollzeitstelle zu, 8,70 Euro pro Stunde. 40 Prozent der Zusteller bekommen aber nur einen Stundenlohn zwischen drei und fünf Euro. [...] Doch auch der frühere Monopolist TNT schläft nicht. Mit "Netwerk VSP" hat der ehemalige Staatskonzern den dritten großen Wettbewerber auf den Billig-Postmarkt gebracht. Kompletter Artikel auf SPIEGEL ONLINE
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 10 Dec 2007, 11:53
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4. Schein    
Punkte: 370
seit: 18.01.2004
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die frage ist doch, ob ein mindestlohn sinnvoll ist? eindeutig ja. es kann ja wohl nicht angehen, dass leute 40 stunden arbeiten und am ende des monats weniger ausgezahlt bekommen als den hartz 4 satz. so kann doch auch nur der staat funktionieren: arbeiten muss sich lohnen. ich würde doch einen job bei pin oder woanders nie annehmen. da geh ich lieber gar nicht arbeiten, als solchen halsabschneidern das geld in den gewinntopf zu arbeiten. springer hat wohl eine halbe milliarde in das komische unternehmen gesteckt. meint ihr wirklich, dass die das mit verlust abschließen? entweder haben die das schon wieder dran oder die erpressen wirklich, damit sich der gewinn nicht schmälert. vielleicht machen sie auch beides. jedes konzept zum geldverdienen, dass darauf aufbaut, löhne zu zahlen, die nicht zum leben reichen, kann nur ein falsches konzept sein und würde dann wahrscheinlich über die preis konkurrenz jobs kosten, die woanders besser bezahlt werden. für mich ist es sozialer die 1.000 leute über die klinge springen zu lassen, zumal sie dann nicht viel weniger haben werden, als normalbezahlte jobs dafür zu opfern.
ich krieg echt anfälle, wenn ich mir diese wirtschaftsliberale argumentation anhöre und vor allem auch die in der "mitte" verortete cdu , die nichts anderes kann, als gewinne groß zu halten. was hat das mit dem kleinen mann zu tun?
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 15 Dec 2007, 18:05
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Froschologe       
Punkte: 1018
seit: 19.06.2006
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Anstatt über Mindestlöhne sollte man sich mal über Höchstlöhne bzw. Maximalbesitz Gedanken machen. Ebenso wieviele Menschen die Welt insgesamt verkraftet bzw. wie man sie global gerecht verteilt. Ansonsten kann die alte Welt zukünftig Einpacken, mit ihren schönen Worten von Wohlstandswahrung bzw. sozialer Gerechtigkeit. Der Drache wächst, sein Hunger wird immer größer, andere stehen in der Spur.
Aber dann gebe es ja keine Kabel 1 - Reportagen mehr über das Luxusleben gelifteter Brote, die einmal das Richtige getan haben, nämlich sich beim richtigen Bäcker auf's Blech zu legen ... Diverse Automagazine könnten nicht mehr die neuesten PS-Boliden gegeneinander antreten lassen ... Und schillernde Rockstars bzw. Flimmerkistenprominente könnten keine Almosen mehr sammeln, um das kleine süße Kind mit den großen braunen Kulleraugen zwei Wochen länger am Leben zu halten ...
Der Mensch ist nicht paretoeffizient, nur in seinen feuchten volkswirtschaftlichen Träumen.
Deswegen ringt sich bei mir beim Wort Mindestlohn nur ein ausgemergeltes, trauriges und galgenhumoriges Lächeln ab. Das gleiche Lächeln habe ich auch bei den Revolutzern, die der Hydra einfach nur den Kopf abschlagen wollen, um ihr dann als neuer Kopf zu dienen.
Dieser Beitrag wurde von SHARK: 16 Dec 2007, 07:01 bearbeitet
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Everybody knows that the boat is leaking Everybody knows that the captain lied
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 17 Dec 2007, 21:58
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3. Schein   
Punkte: 291
seit: 10.08.2006
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Bei der Mindestlohndebatte fallen mir zwei "Stellenanzeigen" ein, die ich letzte Woche gelesen hab: 1. Stelle: Weihnachtsmann für Kundenbetreuung gesucht (Fotos mit dem guten Mann) Qualifikationen: nicht notwendig Lohn: 11 Euro pro Stunde /paar Stunden pro Woche 2. Stelle: Kinderbetreuung in einer Familie mit - Abholen der Kinder von Kita, Hort und Freizeitaktivitäten - Hausaufgabenbetreuung & Nachhilfe beim älteren Kind und Beschäftigung des Kleenen - Zubereitung von warmen und kompletten Mahlzeiten - Kleines Kind bettfertig machen (Waschen, Baden, Windeln, Füttern usw.) Qualifikationen: Ausbildung im Erziehungsbereich und gerne noch Studium in die Richtung Lohn: 5 Euro die Stunde (Haushalt im Weißen Hirsch)  so 2 mal die Woche Welche Stelle ist wohl mit mehr Qualifikationen, Verantwortung und aufwendigen (bis leicht nervtötenden) Tätigkeiten verbunden? Das zeigt eindeutig, dass die Relationen manchmal nicht mehr gegeben sind. Ein Foto machen lassen zum doppelten Lohn  . Ich versteh es einfach nicht. Für so wenig Geld (im schlimmsten Fall für 10 Euro nen weiten Weg fahren) geht doch kein Studi arbeiten oder? Da kann ich auch für 5 Euro babysitten und gemütlich ein Buch lesen, wenn der Wurm schläft. Dort muss man ja richtig ackern - mal vom Windeln wechseln abgesehen. Elli Dieser Beitrag wurde von ellipirelli1980: 17 Dec 2007, 21:59 bearbeitet
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 18 Dec 2007, 00:10
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De Puta Madre       
Punkte: 1001
seit: 01.10.2003
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Also ich bin ja auch grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht so stark eingreifen sollte in die Wirtschaft. Wenn jemand nicht genug verdient durch seine Arbeit, dann wird er von Sozialleistungen leben ja. Wieso muss der Staat nennen wir es mal niederqualifizierte Arbeit durch Mindestlöhne schützen? Wenn die Arbeit nicht ausreichend belohnt wird, dann soll keiner diese Arbeit annehmen. Nur ist es laut Erfahrung so, dass der Lohn immer etwas unter dem tatsächlichen Wert der Arbeit hinterherhinkt. Der Arbeitgeber zieht immer erst dann nach, wenn selbst die staatlichen Zusatzleistungen ausgereizt sind. Der Staat unterstützt so indirekt Unternehmen, die ihre Mitarbeiter bis zum Letzten ausbeuten und die Mitarbeiter, die faire Gehälter von ihren Unternehmen bekommen, kriegen keine Zusatzleistungen vom Staat. Hier ist etwas nicht in Ordnung. Was widersprüchlich ist, ist das die CDU, die selber den Post-Mindestlohn durchgesetzt hat, sich nun dagegen sträubt. Was macht die Arbeit des Briefträgers schützenswerter als die Arbeit anderer Branchen? Die CDU ist mit Frau Merkel so unkoordiniert, dass mittlerweile jeder in der CDU ist, seinen Senf nach seiner persönlichen Meinung widergeben darf und die Frau Merkel schweigt sich wie zu fast allen Themen solange aus bis der Druck gross genug wird oder das Thema von alleine verschwindet. Wieso ist man für einen Mindestlohn bei den Postangestellten aber für andere Branchen wieder dagegen? Der Vorstoss der SPD dieses flächendeckend durchsetzen zu wollen ist daher nur konsequent in ihrer Argumentation. Mindestlohn? ja. Branchenübergreifend? ja. Ist der Mindestlohn zu hoch angesetzt? Ich denke schon. Hier ein schöner Artikel aus der SPD-nahen Zeit aus dem Jahre 2005: http://www.zeit.de/2005/24/Forum?page=1
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 18 Dec 2007, 01:37
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6. Schein       
Punkte: 1244
seit: 12.08.2006
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Höchstlöhne sind ja noch beschränkter als Mindestlöhne. Wenn sich ein Multimillionär was total Sinnloses kauft, meinetwegen ein sehr seltenes Bild, dass frisst das ja kein Brot, sondern er hat jemandem anderes dafür das Geld gegeben.
Dass zum Beispiel Fußballspieler so viel verdienen, liegt ja auch daran, dass so viele der Meinung sind, er wäre es wert und dann ist er es auch.
Korruption und Subventionen sind schädlich wie nicht funktionierende Märkte, deswegen ist eine Staatsquote von 25-50% schon nötig, aber die linkslastigen Reflexe in Deutschland resultieren aus verzerrten Weltbildern und tragischen Einzelschicksalen. Wir haben die Gefahr französischer Verhältnisse, zwei Weltkriege gewonnen und von der Sonne verwöhnt, im neuen Europa noch nicht angekommen, nach dem Wirtschaftswunder noch nicht überwunden, aber ich bin guten Mutes, dass Deutschland wieder moderne Lokomotive in Europa wird, der beste Mindestlohn ist eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften, das andere kann man immer umgehen und nützt am Ende niemandem. Wenn die Löhne nicht zum Leben reichen muss der Staat drauflegen, aber Mindestlöhne sind Gift über ein sehr geringes Niveau hinaus, 5 Euro zum Beispiel gegen Scheinbeschäftigung, da hätte niemand was dagegen, aber warum soll niemand für sechs Euro arbeiten dürfen und dann noch was dazubekommen für Miete und Kinder.
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Apprendre à chanter à un cochon, c'est gaspiller votre temps et contrarier le cochon.
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 18 Dec 2007, 09:27
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Wenn der Staat die Sozialleistungen bezahlen muss, dann hat er auch das Recht, einen Mindestlohn festzusetzen. Oder der Staat legt einfach mal ein unabhängiges Grundeinkommen für jede in Höhe von rund 1.000 Euro fest.
Dann kann sich wirklich jeder entscheiden, ob er arbeiten gehen will, oder nicht. Dann brauchen wir uns auch keine Gedanken machen um den Mindestlohn, weil dann wirklich keiner mehr für 5 Euro die Stunde auf den Weißen Hirsch raufbuckeln muss. Im Übrigen wird der Weihnachtsmann so gut bezahlt, weil es keine gibt zur Zeit. Kinderbetreuer gibt es en mass. Arbeitskraft wird heutzutage auch kapitalistisch gehandelt - was dazu führt, dass bei einem Überangebot die Löhne eben sinken. Und hier macht es schon Sinn eine untere Grenze zu besitzen, entweder in Form von Mindestlohn oder Grundeinkommen, welches einfach das Gut Arbeitskraft künstlich verknappt um dafür wieder menschengerechte Preise zu erzielen.
Das Arbeitslosengeld ist übrigens keine Möglichkeit die Arbeitskraft künstlich zu verknappen, da der Mensch an sich ja arbeiten will, von daher aus der staatlichen Ummutterung drängt und sein ganzes staatliches Geld riskiert, wenn er zuviel hinzu verdient.
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 18 Dec 2007, 18:26
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3. Schein   
Punkte: 291
seit: 10.08.2006
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Besonders geil finde ich es, dass sich der Staat über die Lohnpolitik der Unternehmen beschwert, da er in die Beschäftigten des Niedriglohnsektors quasi "reinbuttern" muss. Auf der anderen Seite werde ich NACH meinem abgeschlossenen Studium in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildnungsverhältnis (die Uni zählt ja nicht als richtige Ausbildung  ) ganze 492 Euro (2 Jahre lang  ) verdienen. Bravo Vater Staat - schick mir mit dem Lohnzettel bitte auch gleich den Hartzt4 Antrag mit. Hier wünsche ich mir z.B. auch mal bissl Marktwirtschaft, da man als Lehramtskanidat mit einem Mangelfach trotzdem nicht mehr Geld oder eine bevorzugte Stelle bekommt, obwohl der Staat scheinbar auf einen angewiesen ist. Am Ende frage ich mich immer wieder, warum man trotz Nachfrage und hochqualifizierter Ausbildung so beschissen bezahlt wird, obwohl man gleich in den Berufsalltag reingeworfen wird.
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 18 Dec 2007, 19:50
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Froschologe       
Punkte: 1018
seit: 19.06.2006
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Zitat Höchstlöhne sind ja noch beschränkter als Mindestlöhne. Wenn sich ein Multimillionär was total Sinnloses kauft, meinetwegen ein sehr seltenes Bild, dass frisst das ja kein Brot, sondern er hat jemandem anderes dafür das Geld gegeben.
Gegen ein Bild sagt ja keiner was, dass bißchen Farbe und Leinen kann man entbehren. Habe jetzt auch keine Lust ein Exzerpt über die mannigfalte Literatur über dieses Thema niederzuschreiben. Einen gewissen monetären Anreiz für Leistung muß es geben. Das hat mittlerweile auch die gemäßigte Linke eingesehen. Wenn Geld aber zu maßloser Dekadenz und Verschwendung führt, dann hat irgendwer vielzuviel davon. Ein Factum: Für die Energieumwandlung entbehrt sich vielleicht zukünftig das Erdöl, aber das aktuell ausgestoßene CO² bleibt erstmal. Beispiele für unnötige Luxusgüter bzw. Luxusdientleistungen kannste Dir zu diesem getroffenen Statement selber raussuchen.
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 19 Dec 2007, 19:33
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Neuling
Punkte: 1
seit: 12.12.2007
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Zum Thema Mindest- / Maximallohn möchte ich auch noch ein Schlagwort anfügen: "Generation Praktikum" (in Italien auch Übersetzt "Generation 1000 Euro" genannt). Die Politik fordert ständig Mobilität, flexible und gut ausgebildete Leute, möchte die Studiquote erhöhen, möchte angeblich allen Schichten das Studieren ermöglichen, usw. - schafft es aber nicht (durch eine kluge Gesetzgebung etwa), dass Jungakademiker und Fachkräfte zu fairen Löhnen Beschäftigung finden. In meinem Umfeld gibt es viele solcher Beispiele und ich finde es eine Frechheit, wenn sofort immer ein Neidkomplex diagnostiziert wird, wenn man diese Tatsachen anspricht. Für Intressierte empfehle ich mal kurzerhand folgenden Link.  rayne
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