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post 28 Dec 2008, 19:16
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Froschologe
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Zitat(kluthi @ 28 Dec 2008, 16:22)
Jaja, aber Regierungs- und Wirtschaftsform haben doch keine unabhänige Koexistenz, die Frage war ja ausschließlich, wie gut bestimmte Formen zusammen passen. Dein China-Beispiel ist hier unpassend, weil keine Demokratie.
*


Durch die Verschiebung ist es aus dem Zusammenhang gerissen worden. Am Beispiel China wollte ich nur zeigen, dass durch eine andere Regierungsform ebenfalls Marktwirtschaft initialisiert werden kann.
Einigermaßen gut funktionierende Demokratien kann man auf dieser Welt eh an zweimal zwei Händen abzählen, wenn das mal nicht schon zu viel ist.

Desweiteren: Frankreich ist ein demokratischer Staat und seine Wirtschaft ist zentral gelenkt (Quasiplanwirtschaft). USA war bis zum Weltkrieg auch zentral gelenkt (New Deal). Natürlich bitte ich dies mit Abstufungen zu betrachten.
Die DDR als Planwirtschaft zu bezeichnen, nunja, dabei hatte ich schon immer Bauchschmerzen. Es war wohl eher eine Mangel- und Mogelwirtschaft. Die jährlich veröffentlichten Produktionserfolge erinnerten stark an "1984".
Helmut Schmidt beschrieb in einer Reportage mal, wie einfältig der gute Erich doch war. Er glaubte doch tatsächlich, die DDR war als Volkswirtschaft auf dem 17.Platz in der Welt.
Die realexistierende "Planwirtschaft" scheiterte also nicht ansich selbst, sondern an unfähigen Menschen. Genauso verhält es sich mit Sozialismus und Kommunismus.
Menschen sind einfach sozial schwach. Im Großen und Ganzen sind ihnen nur ihre Nächsten wichtig.
Deshalb ist Marktwirtschaft im Augenblick leider die beste Lösung. Mit der Demokratie wird nur der Status Quo erhalten, damit wir nicht gegenseitig übereinander herfallen.
Und man kann sagen, es lebt sich sehr gut in einer Demokratie. Wenn auch leider das Geld in dieser eine zu große Rolle spielt.


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post 28 Dec 2008, 21:26
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3. Schein
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Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 19:16)
Einigermaßen gut funktionierende Demokratien kann man auf dieser Welt eh an zweimal zwei Händen abzählen, wenn das mal nicht schon zu viel ist.
*

Hallo Shark,
deine Gedanken kann ich zum Großteil nachvollziehen und sehe vieles auch so ... anderes braucht einige Zeit ...
So auch die Frage, nach den 2x2x5, also 20 (? smile.gif) gut funktionierenden Demokratien. Ich bin da zwar schon rein aus Unkenntnis anderer Ländern gescheitert, doch welche Länder würdest du denn zu diesen 20 zählen?
Gehört für dich zu gut funktionierenden Demokratie auch der Ausbau direkter Demokratiewege hinzu? In wieweit ist für dich die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzipes wichtig?
Und einmal abgesehen davon, bestimmt nicht auch irgendwie das Finanzsystem die Demokratieform?

Alles Gute, Micha.

Dieser Beitrag wurde von Michael13: 29 Dec 2008, 00:17 bearbeitet


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/mod: deleted
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post 28 Dec 2008, 22:42
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6. Schein
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Planwirtschaft würde jetzt der deutschen Automobilindustrie sehr gut tun.
Es herrscht große Unsicherheit, besonders bei denen die nicht weltweit produzieren wie VW.
Die Märkte sind extrem volatil, wer zu wenig investiert, verliert die Kunden der Zukunft, wer zuviel investiert, geht pleite.

Man darf ja nicht vergessen, dass sich RGW und Rest der Welt im Wirtschaftskrieg befanden und jeder Computerchip nochmal selbst entwickelt werden musste, die Rohstoffe im Erzgebirge und der SU wurden unter Mangelerscheinungen abgebaut und das ganze System wäre früher oder später sowieso zusammengebrochen, aber zum Beispiel Südamerika oder Afrika hat der real existierende Kommunismus überholt.

Man sollte im Einzelfall entscheiden, ob ein Staatseingriff, der immer sehr teuer ist, weil er anderswo die Dinge über Gebühr teuer macht, perfekte Allokation und so, nicht doch sinnvoll ist, zum Beispiel jetzt der Autoindustrie helfen, denn das Elektroauto, das heutigen Ansprüchen genügt, wird es nunmal nicht so früh geben, schon gar nicht wenn 25 Mio Fahrzeuge auf der Halte stehen.


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post 28 Dec 2008, 23:45
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Froschologe
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Zitat
Ich bin da zwar schon rein aus Unkenntnis anderer Ländern gescheitert, doch welche Länder würdest du denn zu diesen 20 zählen?


Australien; Belgien; Bosnien und Herzegowina; Chile; Dänemark; Deutschland; Dominikanische Republik; Estland; Finnland; Frankreich;
Gabun; Island; Kanada; Lettland; Mongolei; Neuseeland; Niederlande;
Norwegen; Portugal; Schweden; Schweiz; Slowakei; Slowenien; Tschechien

(sind doch mehr als 20 - und für "mich" sind's solide Demokratien)

Zitat
Gehört für dich zu gut funktionierenden Demokratie auch der Ausbau direkter Demokratiewege hinzu?


Die für Dich wären?

Zitat
In wieweit ist für dich die Einhaltung des Subsidaritätsprinzipes wichtig?


Meinst Du Subsid"i"arität? Wenn ja: Auf welcher Ebene?

Zitat
Und einmal abgesehen davon, bestimmt nicht auch irgendwie das Finanzsystem die Demokratieform?


"Irgendwie" hängt alles mit allem zusammen. smile.gif Einen wesentlichen Einfluss hat es meiner Überzeugung nach jedoch nicht.
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post 29 Dec 2008, 00:12
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3. Schein
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seit: 31.05.2008

Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 23:45)
Australien; Belgien; Bosnien und Herzegowina; Chile; Dänemark; Deutschland; Dominikanische Republik; Estland; Finnland; Frankreich;
Gabun; Island; Kanada; Lettland; Mongolei; Neuseeland; Niederlande;
Norwegen; Portugal;  Schweden; Schweiz; Slowakei; Slowenien; Tschechien

(sind doch mehr als 20 - und für "mich" sind's solide Demokratien)
Die für Dich wären?
Meinst Du Subsid"i"arität? Wenn ja: Auf welcher Ebene?
"Irgendwie" hängt alles mit allem zusammen.  smile.gif Einen wesentlichen Einfluss hat es meiner Überzeugung nach jedoch nicht.
*

Was die soliden Demokratien anbetrifft, so kann ich nicht viel sagen ... ich war in run 2/3 der von dir aufgeführten Ländern noch nicht und habe auch noch keine Menschen von dort gesprochen. Rein aus der Literatur heraus erlaube ich mir kein Urteil.

Danke für die Korrektur, es heißt wirklich "Subsidiarität" smile.gif ... Für mich wären Stadtteilparlamente vorstellbar. Nehmen wir mal an, es gibt monatliche Sitzungen in der Scheune (für Dresden-Neustadt) oder im Löbtauer ..., wo sich gewählte Bürger zu Abstimmungen etc. treffen. Diese Parlamente würden zwar noch z.T. aus Parteimitglieder, doch wahrscheinlich weniger. Es würde auch keine 5-%-Klausel/Hürde geben.
Es würde auch den Dresdner Stadtrat entlasten, der dann eben keine 40-60 Tagesordnungspunkte in 4-5 Stunden durchdrücken muss. Auch Verschiebungen von Abstimmungen wären somit seltener. Probleme vor Ort sollten auch vor Ort gelöst werden.
Parallel dazu sollte natürlich auch die Finanzierung "dezentralisiert" werden.
Momentan wird m.E. häufig zwar dezentralisiert, doch die Macht bleibt trotzdem beim früheren Machthaber. Somit entstehen noch mehr Bürokratie und Missverständnisse sowie Streite, wer nun eigentlich etwas entscheiden darf.
So ähnlich ist das wohl auch beim deutschen Föderalismus.

@Demokratie & Finanzsystem
Baron Rothschild soll mal gesagt haben: „Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und es ist mir egal, wer die Gesetze macht.“
Dieses Zitat liest man häufiger in mehr oder minder möglichen Verschwörungstheorien (was auch immer das alles sein kann smile.gif) ... doch prinzipiell halte ich diesen Satz für sehr nachvollziehbar. Da die meisten Menschen korrupt sind (freilich nicht alle, wobei noch die Frage ist, was "korrupt" ist???), trifft dies jedes Land; sog. Demokratien und alle anderen auch. Menschen gibt's überall.

Alles Gute, Micha.

Dieser Beitrag wurde von Michael13: 29 Dec 2008, 00:16 bearbeitet
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post 29 Dec 2008, 01:38

Paolo Pinkel
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seit: 05.07.2006

Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 19:16)
Durch die Verschiebung ist es aus dem Zusammenhang gerissen worden. Am Beispiel China wollte ich nur zeigen, dass durch eine andere Regierungsform ebenfalls Marktwirtschaft initialisiert werden kann.

Hat ja keiner bestritten.
Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 19:16)
Desweiteren: Frankreich ist ein demokratischer Staat und seine Wirtschaft ist zentral gelenkt (Quasiplanwirtschaft). USA war bis zum Weltkrieg auch zentral gelenkt (New Deal). Natürlich bitte ich dies mit Abstufungen zu betrachten.

New Deal? Die Maßnahmen die ich jetzt gerade fand, sind doch eher ganz "normale" politische Mittel gewesen, Mindestlöhne, Mindestpreise und Bau von Straßen Brücken etc. haben doch mit Planwirtschaft nix zu tun, sondern mit Konjunkturpolitik!? Frankreich naja, wenn mans Planwirtschaft nennen will, auf jeden Fall werden die staatlichen Einflüsse reduziert, klingt also nicht nach guter Kombination.

Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 19:16)
Die realexistierende "Planwirtschaft" scheiterte also nicht ansich selbst, sondern an unfähigen Menschen. Genauso verhält es sich mit Sozialismus und Kommunismus.

Is doch kalter Kaffee, weiß doch jeder...
Zitat(SHARK @ 28 Dec 2008, 19:16)
Deshalb ist Marktwirtschaft im Augenblick leider die beste Lösung. Mit der Demokratie wird nur der Status Quo erhalten, damit wir nicht gegenseitig übereinander herfallen.
Und man kann sagen, es lebt sich sehr gut in einer Demokratie. Wenn auch leider das Geld in dieser eine zu große Rolle spielt.
*

Klingt also nach einer funktionierenden Kombination? Planwirtschaft geht also nicht, sagst ja selbst. Also Demokratie funktioniert also, (soziale) Marktwirtschaft läuft, Planwirtschaft nicht, merkste was? smile.gif


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post 29 Dec 2008, 01:47
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Froschologe
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Punkte: 1018
seit: 19.06.2006

Zitat
Danke für die Korrektur, es heißt wirklich "Subsidiarität" smile.gif ... Für mich wären Stadtteilparlamente vorstellbar. Nehmen wir mal an, es gibt monatliche Sitzungen in der Scheune (für Dresden-Neustadt) oder im Löbtauer ..., wo sich gewählte Bürger zu Abstimmungen etc. treffen. Diese Parlamente würden zwar noch z.T. aus Parteimitglieder, doch wahrscheinlich weniger. Es würde auch keine 5-%-Klausel/Hürde geben.
Es würde auch den Dresdner Stadtrat entlasten, der dann eben keine 40-60 Tagesordnungspunkte in 4-5 Stunden durchdrücken muss. Auch Verschiebungen von Abstimmungen wären somit seltener. Probleme vor Ort sollten auch vor Ort gelöst werden.
Parallel dazu sollte natürlich auch die Finanzierung "dezentralisiert" werden.
Momentan wird m.E. häufig zwar dezentralisiert, doch die Macht bleibt trotzdem beim früheren Machthaber. Somit entstehen noch mehr Bürokratie und Missverständnisse sowie Streite, wer nun eigentlich etwas entscheiden darf.
So ähnlich ist das wohl auch beim deutschen Föderalismus.


Nunja, kann man so oder so sehen. Habe da so meine Bedenken. Wer hat denn die nötige Zeit bzw. den dafür notwendigen Unterhalt, sich bei sowas zu beteiligen? Bestimmt nicht das Gros der Bevölkerung.
Da finde ich kleine "Volksentscheide" besser. Wenn's die technische Sicherheit hergibt - online. Kurze Beschreibung - ja/nein - Enthaltung gibt's nicht - fertig.
Besser als notorische Freizeitpolitiker.
Hat aber ein Manko - Wie beschreibt man etwas richtig? Und welche Punkte sind wichtig? Was lässt man als unwichtiges Detail weg? Welche Alternativen?
Die Waldschlösschenbrücke ist ein gutes Beispiel. Dieses abstruse Spiel von Befürwortern und Gegnern zeigt schnell die Grenzen von gutgemeinter Demokratie im "Kleinen".
Der deutsche Michel als standfester Gartenzwerg vor der gequälten Iustitia.
Zusammengefasst würde hier auch gegen jede "Volks"entscheidung geklagt werden, also kann man es gleich beim Stadtrat lassen.
Die Deutschen lieben halt Buttons, Banner und Plakate. cool.gif Außerdem würde ich die schrullige Rentnerbande vorm Taschenbergpalais vermissen. smile.gif

Ein weitere Gefahr der Dezentralisierung bzw. Schaffung demokratischen Kleinods sind solche "Herzens"politiker:

Ein waschechter Demokrat

auweia weeping.gif

Nee nee, gewisse Größe muss schon sein. blush.gif cool.gif Sonst verliert man solch Lupenreine schnell aus den Augen. smile.gif

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Zitat
New Deal? Die Maßnahmen die ich jetzt gerade fand, sind doch eher ganz "normale" politische Mittel gewesen, Mindestlöhne, Mindestpreise und Bau von Straßen Brücken etc. haben doch mit Planwirtschaft nix zu tun, sondern mit Konjunkturpolitik!? Frankreich naja, wenn mans Planwirtschaft nennen will, auf jeden Fall werden die staatlichen Einflüsse reduziert, klingt also nicht nach guter Kombination.


Einfach mal beim Springerverlag (nein nicht Axel Springer) nach Lit. über den New Deal suchen. "Zentralistische Wirtschaftssysteme" als Suchbegriff führen meist auch zu Planwirtschaft und New Deal.
Außerdem sagte ich ja, bitte differenzierte Betrachtung.

Zitat
Is doch kalter Kaffee, weiß doch jeder...


Habe ich es als neue Sensation verkauft? Sorry. yeahrite.gif

Zitat
Klingt also nach einer funktionierenden Kombination? Planwirtschaft geht also nicht, sagst ja selbst. Also Demokratie funktioniert also, (soziale) Marktwirtschaft läuft, Planwirtschaft nicht, merkste was?


jo - das Du was siehst, wo nix ist

Zitat
Hat ja keiner bestritten.


na dann

sonne.gif

Dieser Beitrag wurde von SHARK: 29 Dec 2008, 02:27 bearbeitet
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post 29 Dec 2008, 02:35
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Hallo Shark,

wollte gerade fragen, ob du "Justizia" statt "Iustitia" meintest ? ... und hätte mir da beinahe selbst ein Bein gestellt wink.gif

Also, die Knut-Hansen-Christian-Ulmen-Sache mit dem bayrischen (EX-)OB (bei RTL-explosiv auch hier) ist wirklich Klasse smile.gif ... habe mir heute wieder mal ein paar Hape-Kerkeling-Videos angeschaut und dann das ...
Also für mich ist der Humor eine wunderbare Möglichkeit Transparenz zu schaffen ... und auch Humor sollte dezentralisiert werden. Das Internet ist ja das Dezentralisierungsmedium schlechthin.

Wahlen würde ich dennoch analog durchführen, auch wenn diese Einstellung eher aus den Dingen herrührt, die bei den Bush-Wahlen 2000 und 2004 abliefen. Elektronisch erfasste Stimmen lassen sich m.E. leichter manipulieren.

Hmm, ansonsten weiß ich, dass eine Dezentralisierung noch lange nicht bedeutet, dass die Entscheidungen vor Ort wirklich klüger sind als so aus der Ferne. Doch in Dresden und insbesondere darüber hinaus, ist es einfach eine Zeitfrage. Wieviel Zeit brauchen Politiker um wirklich Entscheidungen zu treffen bzw. treffen zu können? Es ist stellenweise einfach unmöglich. Ein Freund meinte vor Jahren mal, dass die Unterschiede zwischen einer Diktatur und einer Demokratie wie heute gar nicht so groß seien. Ich war zunächst verwundert, doch letztlich bezog er dies auf jene Gremien, die die Entscheidungsfindung vorbereiten.
Auch z.B. Hitler hatte nur die Informationen, die ihm seine MitarbeiterInnen gaben. Er konnte sich nicht um alles kümmern sozusagen, ebenso in der DDR, genauso heute mit dem Bundestag in der FDGO. Und meiner Meinung nach reduziert eine Machtdezentralisierung die häufige Eindimensionalität der Entscheidungsfindung bzw. erhöht die Fähigkeit, mehrere Blickwinkel in die Entscheidungen einzubinden.

Was mir auffiel - bei nahezu allen Parteien, die ich in Dresden kennengelernt habe -, ist, dass bei bestimmten Themen eine derartige Betriebsblindheit herrscht, dass zwischen Bundespolitik und Politik im Ortsbeirat gar nicht so große Unterschiede sind.
Mit mehr unabhängigen "Hobbypolitikern" würden zwar andere Betriebsblindheiten hinzukommen, doch das Parteiengerangel würde reduziert werden.
Stellenweise ist es doch absurd, wenn eine Partei wie z.B. die CSU jahrelang für die Wiedereinführung der Pendlerpauschale wirbt und dann einen Antrag der LINKEN ablehnt, weil sie die SED-Vergangenheit der Linken als Grund sehen, nie mit ihnen einer Meinung sein zu dürfen. Völlig verständlich, dass da der Bürger das Vertrauen in die Parteien verliert. Und das wird in den nächsten 10 Jahren m.E. noch rapide zunehmen ... die SPD macht's ja mit 30% Mitgliederschwund in 10 Jahren vor smile.gif ...

Die Frage ist und bleibt für mich, welche Wege die "Demokratie von unten" findet bzw. noch finden wird?
Und wie die Reibungen mit der "Demokratie von oben" von allen Seiten gehandhabt werden.

In diesem Sinne, gute Nacht (für heute smile.gif) ... Micha.

Dieser Beitrag wurde von Michael13: 29 Dec 2008, 02:45 bearbeitet
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