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Oskar Lafontaine Wer tötet die Rote Spinx ?
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Das Forum für den ganz alltäglichen Small Talk. Hier gehören all die Threads hin, die Langeweile vertreiben und nicht zwangsläufig gelesen werden müssen um passend zu posten.
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 02 Sep 2009, 12:30
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3. Schein   
Punkte: 185
seit: 10.05.2009
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Oskar Lafontaine ist einer der meistgehassten Politiker der Republik - aber er hat mehr bewirkt als das Gros seiner Gegner. Er hat die Spaltung der Linken forciert, nun kann er der SPD den Weg zurück an die Macht weisen. Ist das alles Teil seines Masterplans ? Man sprengte sich gegenseitig die Veranstaltungen, beschimpfte und bespuckte sich. Prügeleien zwischen den verfeindeten Linken gehörten in den Jahren der deutschen Reichsgründung zur Tagesordnung. In den achtziger Jahren war Lafontaine der originäre Leitwolf der Sozialdemokraten seiner Generation. Er, nicht Schröder oder gar Müntefering, verfügt über die Witterungen für allmähliche tektonische Veränderungen in der Gesellschaft. Er, nicht Steinbrück oder gar Struck, war in der Lage, die sich neu anbahnenden Themen zu Projekten zu verbinden. Dadurch gab er der SPD Orientierung. In den späten achtziger Jahren war er auch der Liebling der Manager, weil er sich lustvoll mit den Gewerkschaften anlegte. Er war ebenfalls Held der Postmaterialisten - weil er gegen AKWs und Mittelstreckenraketen kämpfte. Auch die marginalisierten Arbeiter hielt er durch sozialpopulistische Ansprachen bei der Stange. Und das avancierte Bildungsbürgertum beeindruckte er durch Spitzenköche in der Saarlandvertretung und sein exponiertes Savoir-vivre. 2013 dürfte für ihn ein entscheidendes Datum sein. Bis dahin muss die Republik peu à peu föderal neu aufgestellt werden. Schwarz-Gelb im Bund könnte da aus seiner Perspektive gar nicht schlecht für einen steten Machtwechsel in den Ländern sein, für Rot-Rot in Berlin, im Saarland, in Thüringen, in Brandenburg, später in Mecklenburg-Vorpommern - im Mai 2010, wer weiß, in NRW? Oder hofft Lafontaine doch auf die Große Koalition, denn das könnte die SPD der Aufsteiger-Mitte endgültig zerstören. Welche Linke will er, der bald 70-Jährige? Geht es ihm überhaupt um die Linke? Man tappt weiter im Dunkeln, was die Mikrowelle treibt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/...,646327,00.html
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Antworten(1 - 12)
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 02 Sep 2009, 12:36
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NeoHippie    
Punkte: 456
seit: 11.09.2006
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Was sucht eigentlich das Wort "tötet" im Titel?
Völlig unabhängig davon ist es irgendwie langweilig hier Texte zu überfliegen, die vom Spiegel (gekürzt) abgeschrieben sind.
Liebe Grüße
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 02 Sep 2009, 12:42
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3. Schein   
Punkte: 185
seit: 10.05.2009
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Ich mag die Thesen des Spiegel, wenn ich ihnen auch nicht immer zustimme, zumindest seltener als denen der BILD.
Also es werden ja ab und zu Politiker umgebracht und Lafontaine halte ich für am gefährdesten in Deutschland, fragt sich nur von wem. Eigentlich mochte ich nur die Formulierung rote Spinx, hätte aus der BILD sein können.
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 02 Sep 2009, 13:43
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Exmatrikulator         
Punkte: 2083
seit: 17.08.2006
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Wozu muss man hier eigentlich das ehemalige Nachrichtenmagazin und jetzt dem Verfall anheim gefallene neoliberale Kampfblatt zitieren? "meistgehasste Politiker" Nach welcher Statistik eigentlich? Nach einer vom Spiegel in auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage? Schon allein diese immer wieder gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung, er hätte die Spaltung der Linken forciert.. Die Gründe für seinen Austritt mögen im Nachhinein auf einem Missverständnis beruhen. Letztlich hat er aber sicher nicht die Linken der SPD gespalten. Wenn die SPD-Linken nichts mehr gegen eine neoliberalen Kanzler Schröder machen konnten oder wollten, dann ist es doch nur logisch und verständlich, dass man einen Gegenpol außerhalb dieser Partei erzeugt. SPIEGEL.. Na vll. kommen die mal irgendwann wieder zur Besinnung, nachdem Aust ja zu Recht geschasst wurde und Leute wie Broder oder Malzahn nicht mehr allzu viel zu sagen haben.
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 02 Sep 2009, 16:11
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Die Sozialdemokraten sind mit Herrn Lafontaine alle zu den Linken gewächselt, die Wähler auch. Zurück bleibt der christdemokratische Flügel, der sich kaum mehr von der CDU unterscheidet. Was der SPD an Stimmen fehlt, ist größtenteils bei der Linken zu finden.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 02 Sep 2009, 19:24
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Automatix         
Punkte: 5198
seit: 09.11.2005
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Zitat(sQeedy @ 02 Sep 2009, 12:56) [klugscheiss] Sphinx[/klugscheiss]  Nööö  es gibt auch die Spinx! Wohl noch nie Walter Moers gelesen, wa?
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Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
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