Soll das Gebäude auf Kosten der namentlich bekannten Mafiamitglieder in der Jury, Stadtverwaltung, Dresdner TLG abgerissen werden,
da es den Postplatz entweiht und sämtliche angrenzende Innenstadtstraßen weitreichend verschandelt ?
Sollen Schulz und Schulz Architekten aus Leipzig vor ihrem Werk campen und das Gespräch mit dem barocken Volk suchen ? Wer hat Kinder im Vorschulalter, die sich einen besseren Entwurf (wie etwa den Zweitplatzierten) zutrauen ? Die können aber nicht direkt dafür, da sie lediglich ein Angebot unterbreitet haben.
Die unüberbietbare Hässlichkeit hat die immer gleiche Architektenjury mit ihrem unakademischen Gesülze zum Sieg verholfen, deren Geist sich in dem Gestänge auf dem "Dach" des Hauses wiederfindet:
“Die Arbeit überzeugt durch die Stringenz der gerasterten, angenehm richtungslosen Fassadengliederung. Der Verzicht auf eine horizontale Strukturierung des Gebäudes erzeugt eine in sich ruhende Kraft und eine wohltuende Erdung. Dieser Charakter wird durch den Sandstein unterstrichen, der durch die Aufdopplung im Bereich der Fensterbrüstungen noch betont wird. Die zweigeschossige Öffnung zum Postplatz überzeugt ebenso wie die zweigeschossige Arkade mit ihrer partiellen vertikalen Öffnung über die Dachfläche hinaus.”
Renaissance heiß immer auch Töten des Falschen, Abriss ist Wiedergeburt.
Volle Zustimmung. Und ich würde noch mal auf eine andere Aussage Bezug nehmen:
Eben genau das glaube ich auch nicht.
Ansonsten ist die Idee von aktsizr wie so oft die beste bisher genannte.
AbDD
Es gibt bereits einige Gebäude die nach dem 2. Wk gebaut wurden und schon unter Denkmalschutz stehen. Bisher sind es noch nicht sehr viele, da eigentlich Grudnsatz gilt, dass ein Gebäude min. 1 Generation alt sein muss. Ob dies bei DDR-Gebäuden der Fall ist oder nicht, ist ja eher Interpretationssache. Kulturpalast und die Wohnheime auf der St. Petersburger sind nur einige Beispiele. Falls es dich näher interessiert empfehle ich dir die Bücher von "Dehio"... hab gerade keins da, sonst würd ich dir noch andere Beispiele raussuchen. Oder wenns dich noch mehr interessiert... "Denkmalpflege" von Achim Hubel (Reclam). Ab Seite 286 gehts da auch um die zeitgenösssische Architektur in Dresden und der "unrefelktierten Rekonstruktionsbegeisterung" dieser Stadt. Bei Bedarf scann ich Teile des Buches auch mal ein. Die logische Schlußfolgerung ist... das andere, derzeit "moderne" Gebäude irgendwann eventuell unter Denkmalschutz stehen werden. (Egal ob sie derzeit geliebt oder gehasst werden.) Vielleicht keins der bisher hier genannten, stimmt
Dieser Beitrag wurde von aMy: 21 Mar 2010, 16:26 bearbeitet