Über Probleme diskutieren wir und Gewalt lehnen wir ab. Eine Errungenschaft unserer humanistischen Kultur. Dieses Prinzip hat auch Eingang in die Erziehung gefunden. Antiautoritäre Erziehung soll Selbständigkeit, Kritikfähigkeit und Kreativität fördern.
Das wichtigste ist das duchziehen von Konzequenzen. Schmeißt er sein Auto in den Tümpel ist es nun mal weg. Und zu Weihnachten bekommt er auch nur die Rute (sofern er den Weihnachtsmann nicht zurück schlägt). Auf keinen Fall darf er Geschenke bekommen.
Mit den Boot-Camps meine ich eigentlich die Methoden. Dann is der Pappa vielleicht auf ewig der Böse und die Aussage "Ich hasse Pappa" bekommt vielleicht eine echte Bedeutung aber wer weis.
Anderer Ansatz ignorieren. Wenn er nur Provozieren will, dann einfach nicht drauf einghen, Einsperren ist dann für alle beteidigten die Sicherste Lösung. Er kann nicht weglaufen, keinen mehr schlagen und alles was er kaputt macht bleibt kaputt.
Dieser Beitrag wurde von Atanasoff: 09 May 2005, 10:42 bearbeitet
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-Der Unschuldige existiert nur so lange, bis er unvermeidlich zum Täter wird! -Zufall ist der Ausdruck der Unfähigkeit des menschlichen Geistes die Zusammenhänge zu erkennen. - Warum gerät Mann/Frau immer an die/den "Falschen"? Weil die "Falschen" das verstellen besser beherrschen als die "Richtigen" das selbst sein!
Sollte so ein kleiner Junge schon früh derartige Verhaltensstörungen bzw. Auffälligkeiten zeigen ist meiner meinung nach auch mal eine nciht zu kräftige ohrfeige angebracht. dieser ganze antiautoritäre erziehungs-mist ist von irgendwelchen alternativen leuten erfunden worden, die aus dem altbekannten schema "obrigkeitsdominanz" ausbrechen wollten, um selbst klarzukommen. warum sollte ein unartiges kind nicht mal in seine schranken verwiesen werden? (bitte seht meine meinung nicht als freidenken für gewalt gegen kinder!)
klar darf man nicht belohnen was er tut, aber man kann das kind auch nicht mit ignoranz oder so strafen in gewisser weise muss man den kindern doch auch liebe vermitteln, weil sonst wird es auch nie erfahren was das ist, aber wie willste das schaffen?! im prinzip reagieren die eltern zu heftig auf das was er tut und er merkt das ja auch, deswegen macht er damit weiter, aber ich glaube sowas kann man auch nciht einfach wegstecken... ich denke da is ne art ursachenforschung angebracht, dass gewaltpotential kommt nich von ungefähr...da is wohl n psychater für alle mal angebracht und ne beratung was man tun kann
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Es genügt nicht, keine eigene Meinung zu haben. Man muß auch unfähig sein, sie zu artikulieren.
Eine zeitlang wurde in der päd. Psychologie behauptet, dass Strafe ein relativ unwirksames Mittel sei, weil sie zwar gewisse Verhaltensweisen unterdrücken könne, solange sie in Kraft sei, dass diese vorübergehend unterdrückten Reaktionen sich aber bei Absetzung der Strafe schnell wieder erholten.
Später war man anderer Meinung, denn nach derselben Logik könnte man auch behaupten, dass Belohnung unwirksam sei, da die Reaktion gelöscht wird, wenn die positive Verstärkung entzogen wird.
Azrin & Holz fassen die Ergebnisse zusammen: - Der Strafstimulus sollte so appliziert werden, dass kein unerlaubtes Ausweichen möglich ist. - Der Strafstimulus sollte so intensiv wie möglich sein. - Die Häufigkeit der Bestrafung sollte so hoch wie möglich sein. - Der Strafimpuls sollte unmittelbar auf die fragliche Reaktion folgen. - Der Strafimpuls sollte nicht graduell ansteigend, sondern von Anfang an mit maximaler Intensität angewendet werden [...]
Aus: Steiner, Gerhard: Lernen - 20 Szenarien aus dem Alltag. Bern 1996.
also wenn der kleine so abgeht, kann man ihn ruhig ins sein zimmer bringen, tür zu, und dort soll er sich erst mal wieder abreagieren. der beruhigt sich von alleine. wenn er ruhig ist kann man wieder ins zimmer gehen. fängt er dann wieder an durchzudrehen, einfach wieder raus. dann wird er schon merken das er mit seinem verhalten nicht weit kommt. sollte er zumindest merken.
das ist natürlich nicht die universallösung. kann durchaus sein das sie nicht funktioniert. aber auf nen versuch kommts an.
und nen kleiner klaps hat auch ncoh niemandem geschadet. ich bin schliesslich auch kein verzogener bub. aber sollte auf jeden fall ein gesundes mittelmaß finden. man kann auch nicht immer wenns einem zu bunt wird die handkante auspacken.
ich hab mir auch immer mal eine eingefangen. dann ist man böse auf seine eltern. das legt sich aber wieder. die eltern müssen danach aber wieder positiv auf das kind eingehen.
ich wollt damit sagen: gewalt erzeugt gegengewalt wenn de n kind schlägst, dann wird das kind später auch mal seine kinder schlagen oder überhaupt gewaltätig werden, weil s gelernt hat das man sich so durchsetzt muß zwar nicht zwangsläufig so kommen, aber ist halt oft so...die andere alternative ist, dass das kind dann später total verschlossen wird um alles zu verarbeiten ich denke nicht das das die richtige maßnahme ist...man kann nen kind vielleicht mal leicht auf die finger haun und sagen: so nicht, aber ohrfeigen sind für mich das letzte, es gibt auch bestrafungen die nix mit gewalt zu tun haben müssen
Eine Strafe hat immer etwas mit Gewalt zu tun. Sonst wäre es keine Strafe. Es muss nicht immer körperliche Gewalt sein, man kann auch die psychische anwenden.
Das beste für den Jungen wäre, denk ich, wenn er merkt, dass er mit seinem Tun nicht weiterkommt. Wie schon oben gesagt, wenn das Feuerwehrauto im Tümpel ist, dann bleibt es da auch. Allerdings muss man auch dafür sorgen, dass er das macht, was die Respektsperson erzählt. Und man sollte dafür sorgen, dass es eine Respektsperson gibt.
Also ich hab zwar nicht alle Beiträge gelesen, aber ich finde Gewalt hat nichts in der Erziehung verloren. Auch kleine Schläge auf die Finger haben Auswirkungen...
Hab mal nen netten Bericht auf n-tv oder n24 gesehn, wo BBC eine Fallstudie über mehrere Jahre mit Eltern und ihren Babys eine Studie zur Erziehung gemacht haben. Wenn man dem Kind mit sozusagen einen Klaps aufs Popo gibt oder auf die Finger haut, dann hat das weitläufige Auswirkungen auf das Verhalten des Kindes selber. Kinder, die lernen Grenzen anders wahrzunehmen, reagieren auch anders in Ausnahmesituationen. Die Eltern sind Vorbilder für die Kinder und wenn diese Gewalt anwenden, dann färbt das auf die Kinder ab.
Ach, ihr habt ja alle keine Ahnung, was man in so nem zugegebenermassen etwas krassistischen Fall macht:
1.) Man baut nen schoenen Holzschuppen, so 2x3 Meter Fläche und 2,30 Meter Höhe. 2.) Immer wenn er meint, er müsse mal wieder über die Strenge schlagen wird er da drin eingesperrt. 3.) Man kann ihm noch ein paar Holzscheite und nen Messer zum Schnitzen von kleinen Holzfiguren mit reinlegen.
Und irgendwann wirds dann ein ganz vernünftiger junger Mensch ;-)
So, mal zu Sache: Ich denke, dass ein Kind nicht automatisch solche Verhaltensweisen an den Tag legt. Diese Agression muss Wurzeln haben. So ein Kind könnte man ja nicht einmal in die Schule schicken bzw. in den Kindergarten. Ich frag mich, ob die Eltern schonmal versucht haben einen Profi mit dem Kind fertig werden zu lassen. Mir scheint, als ob die Mutter zu gütig ist. Wenn ich eins von diesen Worten in den Mund genommen hätte, so hätte es direkt eine Schelle gegeben. Habe ich aber nicht, bei mir gabs die Schellen bei anderen Gelegenheiten ;-). Mir scheint, als ob dem Kind das `Befinden' der Eltern völlig egal ist. Das ist kein gutes Zeichen, denn mir war es nie egal, wie es meinen Eltern geht, wenn ich mal wieder irgendwas unerhört kreatives vom Stapel gelassen hatte... Sowas wie `das Kind brechen' oder `Boot Camps' klingt mir irgendwie, wie die beste Methode Adolf II zu er`zücht'ig`en'. Die Idee mit dem Schuppen oder Keller (im Kindergarten gab es auch immer diese tollen `Schämecken') scheint mir im Übrigen gar nicht mal so abwegig zu sein. Also, ich würde mir wahrscheinlich nen Schalldichten Keller leerräumen und den Jung da mal 2-3 Stündchen einsperren, wenn er meint, dass er danach immernoch randalieren muss - bitte, dann gibts nochmal 2-3 Stündchen. Naja. Was der Junge da macht is jedenfalls nicht die Norm, und ich hoffe, das wirds auch nicht!
hier wird ja schon kraeftig losargumentiert...aber ein punkt wird leider etwas vernachlaessigt. mag sein das die eltern irgendwas verbockt haben, aber es soll auch menschen geben, die mit psychischen "stoerungen" geboren werden (hyperaktivitaet) und genau das liegt meiner meinung hier vor. ich vermute:
das kind sitzt den ganzen tag zuhause rum
die eltern sind mit arbeit sehr beschaeftigt
der bruder ist nicht gerade die beste bezugsperson, wenn er von der schule kommt, spielt vlt egoshooter etc und verliert sich darin
hat keine wirklichen freunde etc
somit ist der knabe halt recht unausgelastet und faengt an seine "begrenzte" umgebung eben in vollem umfang auszunutzen. das geschieht leider etwas extremer aufgrund dieser hyperaktivitaet, als bei anderen kindern. bsp.: der kleine haut seinen bruder, weil er meint benachteiligt worden zu sein -> moegliche reaktion des bruders: keine bzw eine ignorante reaktion der kleine wuerde eine/n gleichaltrige/n hauen -> moegliche reaktionen: das andre kind weint bzw. wendet sich ab
ich bezweifle das eine ohrfeige oder sonstige koerperliche gewalt bei diesem jungen sinnvoll ist. einsperren wuerde seine begrenzte umgebung nochmehr eingrenzen, halt ich daher auch fuer schlecht. soetwas wie ein bootcamp (ich glaub wir haben frueher ferienlager zugesagt ) waer wohl keine schlechte idee, wobei ich es nicht fuer schlimm erachte, das die eltern nicht bezogsperson sind, da diese als bezugspersonen nichtmehr akzeptiert werden und neue kontakte ihm die moeglichkeit geben, dieses verhalten aufzubrechen und neu zu ueberdenken.
im uebrigen glaub ich, dass dieser junge wahrscheinlich ein recht cleveres buerschchen ist.
hym.. ich hab das den thread gelesen, bevor ich die videos gesehen hab... aber was ich da gesehen hab, das hat das was ich erhahnt hatte bei weitem übertroffen. da brauchste keine supernanny mehr, das is n fall fürn psychologen... ich glaube auch nicht daran, dass man die dreckschratte ohne einsatz von psychopharmaka auch nur halbwegs wieder grade biegen kann. vor allem mus er erstmal aus der umgebung raus... da, wo er die ganze sch***e gelernt hat, legt er se bestimmt net ab.
zu den bootcamps: sowas ähnliches gibts auch in deutschland. da kommen aber erst kinder hin, die min. 12-14 sind und schon ne derbe kriminelle und/oder drogenkarrrie hinter sich haben, wo sie dann in der gruppe an sich arbeiten... halt auch unter verschärften tagesablaufregeln.
Dieser Beitrag wurde von stth: 09 May 2005, 11:55 bearbeitet
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jeden tag einen dummen kommentar! hab ich bei den fadfindern gelernt.
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