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Wahlen in Meck-Pomm NPD zieht in den Landtag ein.
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 18 Sep 2006, 03:52
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Roman-Precog :o)         
Punkte: 6661
seit: 13.11.2003
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ich wollte eigentl. keinen neuen thread aufmachen, der wieder in einer spam-flut endet und letztlich sinnlos is, aber das wahlergebnis der npd finde ich trotz der bestätigten prognosen sehr erschreckend. mit (vorläufigen) 7,3% zieht sie in den landtag ein und erhält somit 6 sitze. vor 4 jahren erreichte sie "nur" 0,8% und jetzt schon 9mal soviele stimmen! sicherlich wird der einfluss in die landespolitik eher gering sein und sie werden "nur" für ähnliche peinliche auftriitte wie im sächs. landtag sorgen, aber gerade dies wird das ansehen meck-pomms (und dtl.´s) schaden, verbunden mit verlusten wirtschaftl. investitionen. desweiteren sank die wahlbeteiligung von 70,6 auf 59,2% (berlin sogar 58,5%), welche natürlich auch einen einfluss auf das hohe ergebnis der npd hatte. die npd konnte zwar keine sitze im berliner landtag gewinnen, dennoch is sie künftig in vier berliner bezirksparlamenten vertreten Ergebnisse bei tagesschau.deNPD gelingt der Sprung ins zweite deutsche ParlamentDemokratische Parteien reagieren geschockt auf NPD-Einzug in den Landtag
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Nu, mir gönn!
"Ich bin Veganer Stufe IV. Ich esse nichts, was einen Schatten wirft." Ich bremse auch für Hufeisennasen! Was sich liebt, das neckt sich. – Was sich fickt, das fetzt sich. Wer will Mädchen schon an den Hintern fassen? Da kommen doch nur Püpse raus! Analsex is für´n Arsch!
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Antworten(15 - 29)
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 18 Sep 2006, 12:16
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Drehrumbum der Runde        
Punkte: 1995
seit: 07.03.2006
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Zitat(sodi @ 18 Sep 2006, 13:03) die kommunikation zwischen den großen politikern und ihren "wählern" ist gestört. auf dem weg, "volksparteien" zu sein (zu bleiben), haben sie ihre soziale festigung verloren, über das "lieblingskind" wirtschaft hinaus isind kaum andere interessen erkennbar. wer denkt, sich über meinungen und vorstellungen von mehrheiten ebenso hinwegsetzen zu können wie über vorherige versprechungen, der setzt auf dauer nicht nur das vertrauen aufs spiel, sondern produziert auch sprachlosigkeit und entfremdung und damit auch den verlust eigener lern- und anpassungsfähigkeit an sich neu ergebende probleme. das ergebnis ist ein schneller verschleiß politischer programme und verheißungen.  welche rolle spielt das vertrauen der wähler, wenn man keine konkurrenz befürchten muss? es gibt ja nur 2 wirklich große parteien, auch wenn den kleinen bisweilen achtunserfolge gelingen... ohne SPD oder CDU kann es keine regierung geben... und zwischen beiden scheint es einen konsens zu geben, dass - sofern es bei beiden gleichzeitig und im gleichen maße geschieht - der verlust des wählervertrauens egal ist. eine von beiden wird trotzdem die regierung bilden... und wenn beide völlig verkackt haben, gibts immernoch die große koalition dass einem der gesunde menschenverstand sagt, dass bei 58% wahlbeteiligung und davon lediglich 30% auf die stärkste partei, diese sage und schreibe von 17,4% der gesamtbevölkerung gewählt und somit legitimiert wird, spielt wieder keine rolle... sie regiert trotzdem alle 100% und der tag, wo es nicht mehr reicht, weniger als 1/5 der bevölkerung zu überzeugen, um alle zu regieren, muss erst noch kommen
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 18 Sep 2006, 12:21
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1. Schein 
Punkte: 41
seit: 05.12.2004
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Zitat Vielleicht zeigt aber das Nachdenken, dass zwar die Politik das eigene Leben beeinflusst, aber auch, dass man die Politik herzlich wenig beeinflussen kann. doch, in dem man seine stimme abgibt und sich überhaupt beteiligt und im zweiten schritt, wenn man sich selbst engagiert, in einer bestehenden partei oder in dem man im krassesten fall eine eigene gründet. auch kann man sich zb an bürgerbegehren beteiligen oder man geht zb mal in die sprechstunde eines abgeordneten und spricht mit dem persönlich......... usw.. usw.. die möglichkeiten bestehen, man muss sie nur nutzen. Dieser Beitrag wurde von Phaeton14210: 18 Sep 2006, 12:23 bearbeitet
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 18 Sep 2006, 13:00
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Roman-Precog :o)         
Punkte: 6661
seit: 13.11.2003
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Zitat(drölf @ 18 Sep 2006, 13:16) welche rolle spielt das vertrauen der wähler, wenn man keine konkurrenz befürchten muss?
dass bei 58% wahlbeteiligung und davon lediglich 30% auf die stärkste partei, diese sage und schreibe von 17,4% der gesamtbevölkerung gewählt und somit legitimiert wird, spielt wieder keine rolle... sie regiert trotzdem alle 100%
da es kein vertrauen und keine konkurrenz gibt, gehen sie auch net wählen. wenn npd-wähler gehen und immer weniger groß-partei-wähler nicht, dann verlagert sich ja logischerweise das ergebnis zu gunsten der npd. das sie höchstwahrscheinlich nie die stärkste partei bilden ist klar. aber sie kommt in den landtag und erhälten immer mehr sitze, wenn die entwicklung so weiter geht und das ist der punkt, um den es geht. da könntest du ja auch zu jedem krinminellen sagen, scheiß drauf, sind ja nur en paar davon und auf die masse der bevölkerung gesehen schwindend gering. (war natürlich überspitzt dargestellt
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 18 Sep 2006, 13:11
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Drehrumbum der Runde        
Punkte: 1995
seit: 07.03.2006
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Zitat(sodi @ 18 Sep 2006, 14:00) da es kein vertrauen und keine konkurrenz gibt, gehen sie auch net wählen. wenn npd-wähler gehen und immer weniger groß-partei-wähler nicht, dann verlagert sich ja logischerweise das ergebnis zu gunsten der npd. das sie höchstwahrscheinlich nie die stärkste partei bilden ist klar. aber sie kommt in den landtag und erhälten immer mehr sitze, wenn die entwicklung so weiter geht und das ist der punkt, um den es geht. da könntest du ja auch zu jedem krinminellen sagen, scheiß drauf, sind ja nur en paar davon und auf die masse der bevölkerung gesehen schwindend gering. (war natürlich überspitzt dargestellt  wie oben bereits aufgeführt, rekrutiert sich das NPD-wähler-pack in der riesenmehrheit aus protestwählern, während die überzeugten nazis doch eher die ausnahme sind... ein faszinierender mechanismus, der es radikalen parteien unter halbwegs normalen bedingungen unmöglich macht, zu regieren! es gibt einen zyklus der wählerschaft: ->die großen werden wie immer durch das volk des versagens beschuldigt (was ja prinzipiell auch fast immer stimmt... es geht halt permanent bergab, wobei die aktuelle partei da jeweils nicht dran schuld ist , sondern 'lediglich' die fehler der vorgänger ausbaut ->der urnenpöbel ist unzufrieden ->wählt deshalb radikal links oder rechts ->die assipartei schafft es in den landtag oder vielleicht sogar in die landesregierung ->versagt genauso, wie die großen bzw es wird ihr genauso vorgeworfen, wie den großen ->wähler sind enttäuscht, partei spaltet sich intern in gemäßigte, radikale und konservative ->kackt bei der nächsten wahl völlig ab und der zyklus beginnt von vorn als beispiel soll mal die PDS in berlin dienen (wobei man sich über deren radikalen char. streiten kann) oder z.b. die NPD 1969, wo die fast in den bundestag gekommen sind, die DVU 1998 in sachsen anhalt, die republikaner 1992 und 1996 in BW zum vergleich mit kriminellen: ein krimineller ist definitionsgemäß kriminell und wird deshalb vom staat bekämpft... die radikalen parteien, die bei einer wahl mitmachen sind zugelassen und folglich nicht verboten... der staat KANN garnichts gegen sie machen (außer vielleicht aufklärung der bev.) die eigentliche abwehr extremistischen gedankenguts obliegt jedenfalls dann doch dem wähler und der kann sich sicher sein, dass die radikalen es ja doch nicht schaffen... natürlich schön, wenn er doch ein zeichen setzen mag wohlgemerkt: der staat hat das gewaltmonopol, also kann ein wähler nichts gegen kriminelle machen Dieser Beitrag wurde von drölf: 18 Sep 2006, 13:26 bearbeitet
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 18 Sep 2006, 14:05
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Phaeton14210 @ 18 Sep 2006, 13:21) doch, in dem man seine stimme abgibt und sich überhaupt beteiligt und im zweiten schritt, wenn man sich selbst engagiert, in einer bestehenden partei oder in dem man im krassesten fall eine eigene gründet. auch kann man sich zb an bürgerbegehren beteiligen oder man geht zb mal in die sprechstunde eines abgeordneten und spricht mit dem persönlich......... usw.. usw.. die möglichkeiten bestehen, man muss sie nur nutzen.  Soweit die Theorie. In der Praxis führt die Stimmabgabe dazu, dass die SPD oder die CDU gewinnt. Egal wen ich wähle. Wenn ich zufällig die Gewinnerin gewählt habe, darf ich mich über deren Sieg freuen. Das wars auch schon. Dann denk ich doch, die Gewinnerin setzt das um, weswegen sie meine Stimme bekommen hat. Pustekuchen. Entweder stellt man fest, dass gar kein Geld da ist (weil der Opposition ist es ja verboten Berichte des Rechnungshofs zu lesen und auszuwerten) oder man muss das Versprechen zugunsten irgendeiner Koalitionsvereinbarung aufgeben oder es passiert eine Umweltkatastrophe, Terroristenalarm oder sonstewas. Das könnte schon etwas Verdruß schaffen. Gut ich hab kapiert, dass mein aktive Wahlrecht relativ wenig Einfluß auf die Erreichung meiner Wünsche hat, weil Versprechungen und Möglichkeiten nicht miteinander korrelieren. Jetzt kann ich noch bei Bürgerbegehren mitmischen. Scheißidee auf Bundesebene, da gibs nämlich keine. Aber auch auf Landesebene recht schwierig. Bürgerbegehren gibt's nur alle halbe Jahrzehnt und wenn, dann beschäftigen sie sich mit nichtigen Fragen, wie WSB und nicht damit, wie es MIR wieder besser gehen soll. Könnt ich selber eins starten. Ist ziemlich viel Aufwand, muss man Geld reinpumpen und sofort. Zudem gibt es keine Handzettel auf denen steht wie's geht. Kommt also nur für sehr politikinteressierte Personen in Frage. Wenn ich zu denen gehöre, kann ich mich auch noch in einer Partei beteiligen. Vermutlich ist die Hürde um sich in einer Partei zu beteiligen kleiner, als ein Bürgerbegehren zu starten, die Strukturen sind in der Partei ja vorgefertigt. Allerdings geht es mir in der Partei ähnlich wie bei meinem aktiven Wahlverhalten. Vorne steht einer der predigt Wein, alle findens toll und saufen doch nur Wasser. Mein Einfluß als Otto-Normal-Bürger ist auch hier gering bis gar nicht ausgeprägt. Nur darf ich anstatt 1 mal in 4 Jahren 4 mal in 1 Jahr wählen. Dann wären die Optionen eigene Partei gründen, oder sich an die Spitze seiner Partei (Ortsverband, Landesverband, Bundesverband) bringen. Klingt toll. Aber nun ist nicht jeder ein Alphamännchen. Wär ja auch scheiße, weil sonst jeder anführen wollen, aber keiner etwas machen würde. Nachdem ich kein Alphamännchen bin, ist zwar die Theorie, dass jeder Politiker werden kann, recht cool, die Praxis sieht aber eher mau aus. Mir fehlt das Old Boys Netzwerk in der Partei, mir fehlt der Charme eins aufzubauen und besonders geschickt stelle ich mich mit meinen Reden auch nicht an. Meine depressive Phase dürfte sich spätestens mit dem allerletzten Listeplatz, der zu vergeben ist (und zwar an mich), wieder einstellen. Bleibt nur noch die am erfolgversprechenste Methode mal meinen persönlichen Abgeordneten zu bequengeln. Hilft genauso viel wie die Telekom, die Post, UPS, die Altmarktgalerie, den ÖlschlägerKonzern , 1&1 etc. pp. zu bequengeln. Wenn's in den Kram passt, wirds durchgeführt, wenn nicht, dann nicht.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 18 Sep 2006, 14:52
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NeoHippie    
Punkte: 456
seit: 11.09.2006
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hallo nochmal,
vor allem chris. ich weiß nicht, wie viel erfahrung du in der politik gemacht hast, aber ich hab mich einige jahre meines lebens mit stadtteil-, antifa- und parteipolitik beschäftigt. ich kann nur sagen, geh zu einer partei ins büro, frag nach, ob die dich unterstützen, wenn sie nein sagen, geh zur nächsten. bei der gründung einer jugendgruppe hat mich z.b. nur die pds unterstützt. die lief so gut, dass sich am ende alle ein bisschen drum gekloppt haben und jetzt ein funktionierendes lokales netzwerk gegen rechts besteht. probleme mit dem bezirksamt? zur bürgermeisterin. problem gelöst. probleme mit der finanzierung? zur abgehordnetenhaus, dann zum bundestagsabgeordneten, stiftungsgelder freibekommen. man kann, wenn man will etwas verändern, und wenn es, wie in unserem fall "nur" war, dass man sich als alternativ aussehnde person frei in einer vormals verschrieenen rechtenhochburg bewegen kann.
zum thema eigene parteigründung: eine handvoll leute aus meinem bekanntenkreis haben das zur akltuellen wahl in berlin gemacht und haben tatsächlich stimmen bekommen (181 auf bezirksebene = 0,2 % ^^), und das gänzlich ohne startressourcen. es reicht meist für die ersten stimmen aus, auf die wahlliste gestellt zu werden. vielleicht noch ein medienauftritt mit ner gut gemachten aktion (was nicht so schwer ist), und schon verdoppelt sich das. mindestens.
volksabstimmungen (egal in welcher form [begehren/entscheid/etc...]) können zumindest angeregt werden, manchmal reicht allein die drohung aus, um ne diskussion im zuständigen parlament anzufachen.
letztlich bleibt immernoch die möglichkeit sich 10 freunde zu sammeln, geschlossen in eine partei einzutereten und in deren basisorganisation hat man schonmal ne stimme auf länderebene sicher. wenn man auch noch gute arbeit leistet, steigt man da relativ schnell auf, schon allein, weil sich wenige leute engagieren und die freuen sich meist über das jungvolk.
so genug fee
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guter mensch
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"Früher hatten die Menschen Angst vor der Zukunft. Heute muß die Zukunft Angst vor den Menschen haben."- Werner Mitsch
"Save the planet. Kill yourself" - unbekannt
"Nimm bei jeder deiner Entscheidungen an, dass die Welt an der Kante zwischen gut und böse steht. Jede Handlung kann sie ins Dunkel stürzen, oder ins Licht." - Ghandi
"Wer möchte, dass die Welt bleibt wie sie ist; möchte nicht, dass sie bleibt." - Erich Fried
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 18 Sep 2006, 15:07
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pornös     
Punkte: 653
seit: 28.10.2004
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7,5%  Ahoi! Wenn man sich die Lösung der bestehenden Probleme bei den Volksparteien nicht vorstellen kann, dann mag das Resignation oder Verdrossenheit sein, wenn man sich aber vorstellen kann, dass die NPD die Probleme zu lösen im Stande ist, dann ist das einfach nur Dummheit! Dieser Beitrag wurde von solaris: 18 Sep 2006, 15:07 bearbeitet
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 18 Sep 2006, 15:08
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NeoHippie    
Punkte: 456
seit: 11.09.2006
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amen
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 18 Sep 2006, 15:46
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NeoHippie    
Punkte: 456
seit: 11.09.2006
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http://www.mv-regierung.de/stala/index_lwahll.htmeinen eigenen lichtenhagener wahlkreis hab ich nicht gefunden, rostock insgesamt hat mit 5,1% npd unterm landesdurchschnitt gewählt [edit]: damit haben sie trotzdem ein plus von 4,6% eingefahren [edit2]: sry, war nicht ganz auf der höhe, aber vielleicht trotzdem interessant Dieser Beitrag wurde von gewaltfee: 18 Sep 2006, 15:49 bearbeitet
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 18 Sep 2006, 16:19
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Drehrumbum der Runde        
Punkte: 1995
seit: 07.03.2006
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Zitat(SHARK @ 18 Sep 2006, 17:16) *hust* die NPD hat im landesdurchschnitt 7.3% in stralsund, wo bush war, aber nur 6.3% deine these geht ned auf *hust*
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