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>Türkei in die EU ja oder nein?

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post 04 Oct 2004, 14:27
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QUOTE
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Der 17. Dezember dürfte ein wichtiges Datum für die Türkei werden. An diesem Tag wollen die Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Mitgliedsstaaten entscheiden, ob sie der Türkei Beitrittsverhandlungen anbieten. Ein solcher Schritt hat viele Befürworter, aber auch viele Gegner. tagesschau.de hat Daten und Fakten zur Türkei, Hintergründe, Interviews und Reportagen zusammengestellt.
weiter hier www.tagesschau.de


Soll die Türkei der EU beitretten? Ein Land, um mal einige Beispiele zu nenne, in dem momentan Vergewaltigung in der Ehe sowie Menschen und Organhandel keine Strafbestand darstellen und in dem Folterungen zu legitimen Mitteln des Starfvollzugs gehören usw...

Sollte man mit dem Beitritt warten bis sich dort einige Dinge geändert haben, oder ist grade der Beitritt wichtig um diese Dinge zu ändern?
Was spricht dafür und was dagegen?
Was denkt Ihr?


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Antworten(15 - 29)
post 06 Oct 2004, 14:11

runderneuert
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ich bin dafuer ^^ dann gibt es endlich mal wieder mehr schoenen afganen lol.gif

ok spass beiseite...eure argumente in allen ehren, allerdings denke ich das gerade solche innerstaatlichen probleme besser in einer gemeinschaft geloest werden koennen.

was die europaeische grenze angeht: die kann doch sicherlich problemlos erweitert werden, denn wer will denn was dagegen haben? die tuerkei sicherlich nicht ^^ (naja vlt einige tausend geografen...die kriegen wir dann eben mit der trennung von politisch / geografisch wieder beruhigt)
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post 08 Oct 2004, 09:03
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Straight Esh
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QUOTE (neo)
1. die rechtlichen grundlagen in der türkei und die nichteinhaltung der grund- und menschenrechte, was dort zwar offiziell nicht mehr der fall ist, aber inoffiziell sicher noch an der tagesordnung ist.


QUOTE (squeedy)
Im Juni 1993 hat der Europäischen Rat von Kopenhagen den Staaten Mittel- und Osteuropas das Recht eingeräumt, der Europäischen Union beizutreten, wenn sie folgende drei Kriterien erfüllen:
Politik: institutionelle Stabilität als Garantie für demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, für die Wahrung der Menschenrechte sowie die Achtung und den Schutz der Minderheiten;
Wirtschaft: funktionstüchtige Marktwirtschaft;


Irgendwie schon perfide zum einen auf die Wahrung von Grund- und Menschenrechten zu pochen und im Gegenzug eine Wirtschaftssystem zu forderen, das in den letzten 50 Jahren immer darauf gebaut hat, Grund- und Menschenrechte zu verletzen.



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bonum agere et bonum edere,
sol delectans et matrona delectans

(Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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post 08 Oct 2004, 13:10
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~disconnected~
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also ich glaube nicht, dass eine funktionstüchtige marktwirtschaft die grund- und menschenreche einschränkt oder verletzt...


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I've met God across his long walnut desk with his diplomas hanging on the wall behind him, and God asks me, "Why?" Why did I cause so much pain? Didn't I realize that each of us is a sacred, unique snowflake of special unique specialness? Can't I see how we're all manifestations of love? I look at God behind his desk, taking notes on a pad, but God's got this all wrong. We are not special. We are not crap or trash, either. We just are. We just are, and what happens just happens. And God says, "No, that's not right." Yeah. Well. Whatever. You can't teach God anything.
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post 08 Oct 2004, 13:19

runderneuert
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QUOTE (neo @ 08 Oct 2004, 14:10)
...funktionstüchtige marktwirtschaft...

lol.gif
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post 08 Oct 2004, 15:21
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Straight Esh
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@Neo: nehmen wir eine soziale Marktwirtschaft an, bei der der Staat steuert und wirklich darauf achtet, dass Arbeitslose und Arbeitnehmer menschenwürdig behandelt werden, so ist die Marktwirtschaft in der Tat nicht Grund- und Menschenrechtseinschränkend.

Nehmen wir aber eine Marktwirtschaft an, die eher in die freie Richtung tendiert, dann kann das sehr schnell passieren. Das Grundprinzip der Marktwirtschaft ist Angebot und Nachfrage. Und so verhält es sich auch mit Arbeitnehmern. Gibt es genügen von ihnen, so sinkt der Preis für die Leistung dieser Arbeitnehmer. Oder die Bedingungen unter denen sie arbeiten müssen.

Ein anderes Beispiel, das in die selbe Kerbe schlägt ist die sozialistische Marktwirtschaft. Wenn hier der Staat nicht auf die Arbeiter aufpasst, wird es sehr schnell menschenunwürdig.

Es ist einfach so, dass eine marktwirtschaft orientierte Firma immer dazu tendiert, möglichst wenig für die bezogenen Leistungen auszugeben. Und wenn es möglich ist, menschenunwürdige Arbeit anzubieten, weil es billiger ist, wird dieses auch durchgezogen. Nicht vielleicht unbedingt in Deutschland, aber sehr schnell werden ja Produktionsstandorte in andere Länder verlegt, wo man Kinder beschäftigen kann, oder Arbeiter für einen Billiglohn ausbeuten.
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post 14 Oct 2004, 19:01
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1. Schein
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QUOTE (sQeedy @ 04 Oct 2004, 21:58)
doof nur, dass die radikalen islamisten in der türkei wieder aufwind bekommen, wenn der türkei eine absage erteilt wird... angry.gif

versteh ich ni. Kann mir das mal bitte einer erklären?
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post 14 Oct 2004, 23:11
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fuk da hataz
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ich bin auch dagegen. abgesehen davon, dass ein offizieller beitritt eh erst in 10 jahren erfolgt; wenn der günni erstmal mit seinen verhandlungen angefangen hat, ist da nicht mehr leicht zu ungunsten der türken herauszukommen. auch meiner meinung nach hat die türkei noch erschreckend zu tiefe menschenrechtliche, marktwirtschaftliche und soziale standards, die auf jeden fall erstmal eu-niveau erreichen müssen. aber einfach so den in das saftige steak des eu-sparschweins beissen * is nicht!






* was für ein phänomenales wortspiel!


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onkelroman war hier
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post 14 Oct 2004, 23:21
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Froschologe
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schickt doch am besten erstmal all diesen kleinen fragebogen ab, damit es hier wieder ein stück sicherer wird.

und zu diesem thread fällt mir auch nur ein kleiner artikel ein, den ich diese woche in der zeitung gelesen habe "Ressentiments statt Programm"


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Lacht kaputt, was euch kaputt macht!
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post 15 Oct 2004, 08:55
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.. ich verstehe nicht was Du mit dem geposteten Artikeln zu dem Thema sagen willst ..

.. da steht inhaltlich nicht ein Punkt der für einen Beitritt der Turkei sprechen würde. Einfach Nichts. Nur, dass viele dagegen sind und eigentlich nicht wissen warum und das wird dann gleich im nächsten Artikel an die CDU Propaghanda nahegelegt gruebel.gif ..
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post 15 Oct 2004, 10:06
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Froschologe
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QUOTE (Chino @ 15 Oct 2004, 09:55)
Nur, dass viele dagegen sind und eigentlich nicht wissen warum

jepp. genauso so sehe ich diesen thread hier auch. keine argumentation, lediglich ein bissl halbwissen wiedergeben und das wars.

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post 15 Oct 2004, 10:19
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Hockeyprophi
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QUOTE (onkelroman @ 15 Oct 2004, 00:11)
aber einfach so den in das saftige steak des eu-sparschweins beissen * is nicht!

ich würde gern einmal sehen, was es für eine argumentation gäbe, wenn das thema "deutschland in die eu", anstatt "türkei in die EU" gehießen hätte.
viele prangern das ungleich verteilte kapital an und dann kommen solche argumente... ich finde es moralisch verwerflich! (vor allem der kommentar mit den "islamischen terroristen")


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Nichts ist schöner als der eigene Geist!

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post 15 Oct 2004, 10:53
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@ wombat: von Dir kommt aber auch nichts um es zu ändern (oder sollte ich es übersehen haben?) und damit begibst Du Dich auf das gleiche Niveau ...

@ prophet: moralisch verwerflich finde ich aber z.B. auch wie die Türkei mit den Kurden umgeht (die führen dort Krieg! Und zwar auch jetzt grade) und das dort etliche Menschenrechte nicht beachtet werden, die für uns Standart sind.

Aber es gibt sicherlich auch Grunde für den Beitritt.
Wenn man z.B. sagt, der Beitritt würde die Art und Weise wie dort mit Menschenrechte umgegangen wird, verbessert wird, wäre es ein absolut wichtiger Punkt.

Nur leider scheit es halt den Politikern nicht um soetwas zu gehen, sondern um die Frage in wie weit man dann Deutsche Wirtschaft in die Türkei exportieren könnte.
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post 15 Oct 2004, 11:07
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fuk da hataz
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QUOTE (der-prophet @ 15 Oct 2004, 11:19)
QUOTE (onkelroman @ 15 Oct 2004, 00:11)
aber einfach so den in das saftige steak des eu-sparschweins beissen * is nicht!

ich würde gern einmal sehen, was es für eine argumentation gäbe, wenn das thema "deutschland in die eu", anstatt "türkei in die EU" gehießen hätte.

es geht einfch darum, dass derjenige, der in eine wg ziehen will, gewisse voraussetzungen erreichen muss, sonst wird ein zusammenleben unmöglich. deutschland würde (falls du von heute redest) diese nach eu-recht geltenden richtlinien ja wohl erfüllen.
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post 15 Oct 2004, 13:40
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Straight Esh
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Genau. Ich würde auch niemanden aus meiner WG herausschmeissen, der nett und sympathisch daherkommt, höflich ist, und der festen Überzeugung, dass er 80% aller WGKosten tragen muss.

Wär ich ja schön doof.

Bei jemandem, der dauernd seine Freundin prügelt, wär ich mir aber nicht so sicher.
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post 15 Oct 2004, 19:15
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Zirpende Grille
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QUOTE (wombat1st @ 15 Oct 2004, 11:06)
jepp. genauso so sehe ich diesen thread hier auch. keine argumentation, lediglich ein bissl halbwissen wiedergeben und das wars.

sorry aber ich hab auf der ersten seite fundierte fakten geliefert.
erst lesen, dann schrei(b)en.


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Der wahre Narr ist der, der meist nur staunt und blinden Glaubens ist.
Eichenschild
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