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Walfang-Konferenz in Südkorea
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 28 Jun 2005, 09:23
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(sQeedy @ 27 Jun 2005, 21:24) Dein Gedankengang Naturschützer wären Egoisten kann ich nicht ganz nachvollziehen. Meiner Meinung nach ist er nicht ganz logisch. Erklär bitte nochmal etwas genauer ^^
Ein Egoist kennzeichnet sich für mich dadurch, dass er aus Eigennutz (ob bewusst oder unbewusst) handelt. Naturschützer stellen sich ja gerne als altruistisch dar. Wenn man jetzt aber die Kette 'Ökosystem verändert sich' - 'in einem veränderten Ökosystem gibt es keine Menschen mehr' - 'Naturschützer verhindern eine Veränderung des Ökosystems' betrachtet, dann schlussfolgert daraus, dass die Naturschützer quasi der menschlichen Art und damit natürlich auch sich selbst das Überleben sichern wollen Wobei nach obiger Definition natürlich jeder Mensch ein Egoist ist, was auch nicht weiter schlimm wäre, nur stört mich eben das Weltverbesserungs-Getue der Öko's, wo sie doch eigentlich nur ihren eigenen Hintern retten wollen.
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Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.
... validiert nach dem Isso-Standard 1.0 ...
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 28 Jun 2005, 10:04
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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.. richtig, jeder Mensch ist Egoist, der "fiese Öko", der sich besser fühlt, wenn es noch Wale gibt und genau so der Gegenpart, der sich besser fühlt, wenn er beim Walfang Geld verdient. Was ist besser? Zitat nur stört mich eben das Weltverbesserungs-Getue der Öko's, wo sie doch eigentlich nur ihren eigenen Hintern retten wollen ".. nur ihren eigenen Hintern Retten wollen .. " Die "Ökos" wollen nicht nur "ihren Hinter", sondern den aller nachfolgender Generationen, also auch deiner Kinder, solltest du mal welche haben, "retten". Und dabei geht es ihnen (meißtens) nicht ums Geld. Umweltschutz kostet Geld. Das ist natürlich ein Gedanken, denn man als Westeuropäer schwer annehmen kann, wo wir doch so auf "reich werden" getrimmt sind. Der Walfang, der hier angesprochenen Nationen, ist total überflüssig. Die brauchen ihn nicht zum Überleben, die wollen ihn um damit Geld zu verdienen ganz gleich, ob es dann nur noch 10 Jahre Wale gibt oder nicht, denn 10 Jahre Geld ist für die immer noch besser als 10 Jahre kein Geld. Die Ökos sind wichtig für unsere Welt, denn ohne die gäbe es nur wirtschafliche Interessen. Was wäre der Regenwald ohne Ökos? Aber was interessiert hier schon der Regenwald oder die Wale ...
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∴ ~ ∇ ~ ∞ ~ ◊ ~ ☺ ~ ☼wie∞oben∞so∞unten☼ ~ ☻ ~ ■ ~ ∅ ~ Δ ~ Ξ
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 28 Jun 2005, 10:14
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(Chino @ 28 Jun 2005, 10:04) ".. nur ihren eigenen Hintern Retten wollen .. " Die "Ökos" wollen nicht nur "ihren Hinter", sondern den aller nachfolgender Generationen, also auch deiner Kinder, solltest du mal welche haben, "retten". Richtig. Sie wollen den Status quo des Homo sapiens erhalten. Inwieweit widerspricht das jetzt meiner These? Zitat Und dabei geht es ihnen (meißtens) nicht ums Geld. Umweltschutz kostet Geld. Das ist natürlich ein Gedanken, denn man als Westeuropäer schwer annehmen kann, wo wir doch so auf "reich werden" getrimmt sind.
Geld spielt in meinen Überlegungen keine Rolle. Es ist das unnützeste Ding der Welt und verkörpert gleichzeitig, wie krank die Menschen sind. Kriege zu führen für runde Blechstücke und bedruckte Zettelchen.
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 28 Jun 2005, 16:32
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2. Schein  
Punkte: 138
seit: 02.12.2004
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Hat hier schon mal jemand daran gedacht das es Menschen geben soll die die Geschöpfe dieser Welt nicht um der Erhaltung ihrer eigenen Art wegen, sondern einfach nur um der Erhaltung dieser wundervollen Wesen wegen schützen?
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Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.
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 28 Jun 2005, 22:56
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2. Schein  
Punkte: 138
seit: 02.12.2004
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@ JoShu: So war das nicht gemeint. Nicht damit man ein gutes Gefühl hat. Liebe ihrer selbst wegen. Ich liebe und schütze weil es wundervolle und einmalige Lebewesen sind, es ist für mich einfach selbstverständlich. Alle Lebewesen haben die gleiche Berechtigung auf dieser Welt zu leben.
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 29 Jun 2005, 14:57
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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Zitat(JoSchu @ 29 Jun 2005, 10:19) OK, dann machst du es, um dem negativen Gefühl, das einer Nicht-Handlung entspringen würde, zu entrinnen. Läuft also aufs selbe raus.  Ja und? Ist es deshalb schlecht die Wale schützen zu wollen? Der Fischfänger handelt ja auch egoistisch, denn der will ja Geld (für sich) verdienen. Zitat(naisho) Liebe ihrer selbst wegen. Ich liebe und schütze weil es wundervolle und einmalige Lebewesen sind, es ist für mich einfach selbstverständlich Eben. Natürvölker handeln seit eh und je danach, weil sie wissen, dass sie von ihrer Umwelt anhängig sind. Daraus resultiert, dass man sich nur das nimmt, was man unbedingt braucht um zu sichern, dass diese Lebensgrundlage erhalten bleibt. Der Wal ist auch ein Teil dieser "Lebensgrundlage" und der Walfang der besagten Länder ist nun mal nicht notwendig und weil der Wal auch noch vom Austerben bedroht ist, ist der Walfang überflüssig und falsch. Die Erhaltung der eigenen Lebensgrundlage ist nicht egoistisch, denn wenn es danach gehen würde, dürfte keiner von uns hier sein, denn wir könnten ja anderen Lebewesen den Sauerstoffwegatmen, das Wasserwegtrinken usw.. Natur- und Tierschützer wollen diese Lebensgrundlage schützen, da ist Egoismus einfach das falsche Wort ....
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 29 Jun 2005, 15:26
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Zirpende Grille         
Punkte: 3688
seit: 17.06.2004
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Zitat(JoSchu @ 28 Jun 2005, 10:23) Ein Egoist kennzeichnet sich für mich dadurch, dass er aus Eigennutz (ob bewusst oder unbewusst) handelt. Naturschützer stellen sich ja gerne als altruistisch dar. Wenn man jetzt aber die Kette 'Ökosystem verändert sich' - 'in einem veränderten Ökosystem gibt es keine Menschen mehr' - 'Naturschützer verhindern eine Veränderung des Ökosystems' betrachtet, dann schlussfolgert daraus, dass die Naturschützer quasi der menschlichen Art und damit natürlich auch sich selbst das Überleben sichern wollen Wobei nach obiger Definition natürlich jeder Mensch ein Egoist ist, was auch nicht weiter schlimm wäre, nur stört mich eben das Weltverbesserungs-Getue der Öko's, wo sie doch eigentlich nur ihren eigenen Hintern retten wollen.  Deine Gedankenkette ist nicht ganz schlüssig. "Das Ökosystem verändert sich." - Ok. Ich nehme an das Bezieht menschliche Einflüsse mit ein. "In einem veränderten Ökosystem gibt es keine Menschen mehr" - Warum sollte dem so sein? Unser Ökosystem hat schon längst begonnen sich zu wandeln und es gibt uns noch und wird uns auch noch lange geben. Der Mensch ist sehr anpassungsfähig, ebenso wie ein Virus ^^ "Naturschützer verhindern eine Veränderung des Ökosystems" - Ist auch nicht 100% richtig, denn wenn du meinen Beitrag genau gelesen hättest, hättest du festgestellt, dass ich davon sprach, dass Natur- und Umweltschutz die "Wildnatur" (ohne menschlichen Einfluss) nur als Basis ihrer Maßstäbe nehmen. Diese Art unbeeinflusste Natur gibt es bis auf minimale Ausnahmen auf unserem Planeten nicht mehr, weshalb auch nur halbwegs vernünftige Schätzungen aufgrund von wenigen Forschungsergebnissen vorgenommen werden können. Naturschützer müssen auch die Relation wahren und mit Geld umgehen können. Nur so kann man effektiv überhaupt etwas bewirken. Zitat(Chino @ 29 Jun 2005, 15:57) Ja und? Ist es deshalb schlecht die Wale schützen zu wollen? Der Fischfänger handelt ja auch egoistisch, denn der will ja Geld (für sich) verdienen. Chino, versteh bitte den JoSchu nicht falsch - er wollte nur sein Verständnis der Sachlage darlegen (welches ich auch, was den Egoismus angeht, teile). Man kann dennoch gegen den Walfang sein, aufgrund seiner eigenen überzeugung. Die Egoismus-Debatte ist im Grunde genommen losgekoppelt von dieser Thematik zu sehen. Zitat(Chino @ 29 Jun 2005, 15:57) Eben. Natürvölker handeln seit eh und je danach, weil sie wissen, dass sie von ihrer Umwelt anhängig sind. Daraus resultiert, dass man sich nur das nimmt, was man unbedingt braucht um zu sichern, dass diese Lebensgrundlage erhalten bleibt. Der Wal ist auch ein Teil dieser "Lebensgrundlage" und der Walfang der besagten Länder ist nun mal nicht notwendig und weil der Wal auch noch vom Austerben bedroht ist, ist der Walfang überflüssig und falsch. Die Erhaltung der eigenen Lebensgrundlage ist nicht egoistisch, denn wenn es danach gehen würde, dürfte keiner von uns hier sein, denn wir könnten ja anderen Lebewesen den Sauerstoffwegatmen, das Wasserwegtrinken usw.. Natur- und Tierschützer wollen diese Lebensgrundlage schützen, da ist Egoismus einfach das falsche Wort ....  Die Erhaltung der Lebensgrundlage ist, im Gegenteil, sehr egoistisch. Auch Naturvölker töten z.B. andere Individuen um sie zu verspeisen. Diese Individuen wären viel besser dran, wenn dem nicht so wäre. Selbst während sie auf ihre Umwelt achten, handeln sie egoistisch, denn sie wissen, wenn es der Umwelt nicht gut geht, geht es ihnen auch nicht gut. Auch Sie leben auf Kosten von anderen, jedoch weit weniger exzessiv als der "moderne Mensch". Und das genau ist der Punkt. Die Veränderung des Gleichgewichtes. Das Bewusstsein für ein gesundes Maß.
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  Es ist kein Narr der Possen reißt und auch kein Narr der Unsinn spricht. Der wahre Narr ist der, der meist nur staunt und blinden Glaubens ist. Eichenschild
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 29 Jun 2005, 16:05
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(sQeedy @ 29 Jun 2005, 15:26) "In einem veränderten Ökosystem gibt es keine Menschen mehr" - Warum sollte dem so sein? Unser Ökosystem hat schon längst begonnen sich zu wandeln und es gibt uns noch und wird uns auch noch lange geben. Der Mensch ist sehr anpassungsfähig, ebenso wie ein Virus ^^
Jede Art stirbt einmal aus. Also wird es einmal ein Ökosystem ohne den Menschen geben. @chino: sQeedy hat das meiste meiner Antwort schon vorweggenommen. Daher nur noch einmal eine kurze Einschätzung zu den Begriffen gut und schlecht. Ich halte diese Begriffe für bedeutungslos, insbesondere wenn es um Moral geht. Denn wie aus meinen vorherigen Aussagen ersichtlich, handeln wir alle nur aus Egoismus. Da unser Handlungsgrund also stets derselbe ist, bringt es nichts, Handlungen auf diese Weise kategorisieren zu wollen. Im Grunde bedeutet "gut" nur "nicht offensichtlich egoistisch".
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 29 Jun 2005, 16:28
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Zirpende Grille         
Punkte: 3688
seit: 17.06.2004
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Zitat(JoSchu @ 29 Jun 2005, 17:05) Jede Art stirbt einmal aus. Also wird es einmal ein Ökosystem ohne den Menschen geben.
Es ist jedoch so, dass du davon ausgehst, dass der Mensch sich selbst auslöscht. Generell war es jedoch so, dass Arten ausstarben, weil sie nicht angepasst waren an Veränderungen ihrers Lebensraumes, ihrer Lebensgemeinschaft, ihrer Beute, etc. Bisher hat sich also der Lebensraum aufgrund "hörerer" Einflüsse gewandelt und die Lebewesen passten sich an, oder starben aus (sehr sehr einfach dargestellt). Nun ist es ja so, dass der Mensch aktiv seinen Lebensraum an sich anpasst, dabei aber nicht merkt, dass es ein Optimum schon gab und dass er nur übers Ziel hinaus ist. Als Folge könnte er seine Umwelt so verändern, dass er sich nicht mehr den Gegebenheiten anpassen kann und ausstirbt (Was eine Premiere für die Erdgeschichte darstellen würde). Das ist dir vermutlich alles jedoch schon geläufig und ich langweile dich vemutlich, deswegen schlage ich hier einen Bogen und komme zum Anfang zurück ^^. Ich will auch nur, dass du meine Sichtweise verstehst: Ich denke nun, dass der Mensch seine Umwelt nicht so sehr verändern wird, als dass er nicht mehr in ihr Leben kann. Im Sinne der Arterhaltung und demzufolge des Egoismus  handeln "Ökos" also nur in unser aller Interesse.
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