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Nicht verfassungswidrig
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post 19 Dec 2007, 14:43
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drawn to wisdom
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post 19 Dec 2007, 15:06
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Anti-Gegner
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Zitat(Niveau @ 19 Dec 2007, 14:17)
Aus Wikipedia:

"Die Einleitungssätze gehen zu unkritisch mit der DDr-Vergangenheit dieser Organisation um.

Wie würdest Du es denn schreiben, ohne in POV zu verfallen ?

z.B.: Nachdem der Russe Mitteldeutschland besetzt hat und unter grausamsten Umständen SPD und
Kommunisten zwangsvereinigt hat, gründete er die sogenannte "dDR". Dort wurde die sogenannte
"Freie" Deutsche Jugend einziger Jugendverband der rotfaschistischen SED. Die kommunistische FDJ hat
nicht nur Babys gegrillt, sondern ist heute auch für die Arbeitslosigkeit in Mitteldeutschland
verantwortlich. Außerdem ist sie Schuld am Sparwasser-Tor und das Emblem steht für Rechtsradikale
Ostdeutsche für Fangt die Juden bevor die Sonne untergeht."
*

Ich selbst war Mitglied der FDJ. yes.gif


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post 19 Dec 2007, 15:14
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1. Schein
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Zitat(JoSchu @ 16 Dec 2007, 13:59)
Ach muss das eine schöne Welt sein, in der es nur "links", "bürgerlich" und "rechts" gibt (wobei "bürgerlich" und "rechts" vermutlich auch noch deckungsgleich sind).
Und natürlich bringen uns Schlägereien mit dem politischen Gegner auf jeden Fall voran. Wie kann man daran nur zweifeln?
*


Sicher nicht - nur wenn Links und Rechts gleichgesetzt wird, dann rollen sich mir die Fussnägel hoch, selbst wenn diese Begriffe schwammig und nicht zu gebrauchen sind. Die dahinterstehende Haltung ist katastrophal.

Typisch TU Dresden, da wird ja sowas in Vorlesungen erzählt, Nazideutschland und DDR - beides totalitäre Staaten, alles gleich. Und Links- und Rechtsextremisten sind keine Demokraten und beide gleich schlimm, diese Haltung gibt es schon mehrmals in diesem Thread.

Merkt ihr es noch?

Die Nazis haben seit der Wende 130 Menschen totgeprügelt, angezündet, zertrampelt. Es gab zehntausende Straftaten mit Körperverletzung. Jetzt zeigt mir mal wo ein "Linksextremist" (was auch immer das ist, vielleicht kann das ja mal jemand erklären, wahrscheinlich bin ich auch einer) irgendjemand getötet hat - los ... ich will Beispiele! Auf so einen Scheiss können nur Politikwissenschaftler kommen, die Menschenleben abstrahieren - mir wird schlecht.

Und zu den Schlägereien mit dem politischen Gegner. Da kann ich dir nur sagen, du weisst nicht wovon du redest. Ich bin ein Mensch der offen für Gewaltfreiheit eintritt und nix mit einer festen antifaschistischen Gruppierung zu tun hat, wobei ich mich natürlich, selbstverständlich für einen "Deutschen", als antifaschistisch verstehe und sage trotzdem - ich bin froh wenn in manchen Stadtvierteln es Leute gibt, die dafür sorgen, dass mensch sich wieder auf die Straße getrauen kann. Du weisst nicht wie es ist, in Angst zu leben - nur weil die Haut schwarz oder die Haare bunt sind. Du weisst nicht was abgeht in den "Problemvierteln/Dörfern/Städten". Wenn du das dritte Mal von irgendwelchen Nazischlägern verdroschen wurdest, können wir uns nochmal unterhalten. Versuche doch mal mit einer Friedensfahne in der Hand und einem Kumpel mit migrantischen Hintergrund durch Reinhardtsdorf-Schöna laufen. Viel Spass ...


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"Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet." - Albert Camus, Der Mythos des Sisyphos
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post 19 Dec 2007, 15:45
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Straight Esh
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Der große politische Fehler, der begangen wird, ist anzunehmen, dass die Gruppierungen auf einem Halbkreis der politischen Richtungen angeordnet sind. Links, Mitte, Rechts. In Wahrheit ist das Ganze aber ein Kreis, der eventuell durch ein schmales Winkelgrad zwischen Links und Rechts getrennt ist. Optisch kommen diese Gruppierungen aber nebeneinander zum Liegen.


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bonum agere et bonum edere,
sol delectans et matrona delectans

(Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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post 19 Dec 2007, 16:00
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Zitat(jase @ 19 Dec 2007, 15:14)
Sicher nicht - nur wenn Links und Rechts gleichgesetzt wird, dann rollen sich mir die Fussnägel hoch, selbst wenn diese Begriffe schwammig und nicht zu gebrauchen sind. Die dahinterstehende Haltung ist katastrophal.

Hab ich das behauptet? Du scheinst meine Intention überhaupt nicht verstanden zu haben. Die Sichtweise, die du mit "Seid alle schön konform und bürgerlich ... dann kommen wir voran!" darlegst, entspricht dem typisch tumben extremistischen Standpunkt "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.". Die Akzeptanz und Toleranz verschiedener Standpunkte, die gerade von Seiten der Linksextremisten gerne mal eingefordert wird, wird damit ad absurdum geführt.

Zitat
Und zu den Schlägereien mit dem politischen Gegner. Da kann ich dir nur sagen, du weisst nicht wovon du redest. Ich bin ein Mensch der offen für Gewaltfreiheit eintritt und nix mit einer festen antifaschistischen Gruppierung zu tun hat, wobei ich mich natürlich, selbstverständlich für einen "Deutschen", als antifaschistisch verstehe und sage trotzdem - ich bin froh wenn in manchen Stadtvierteln es Leute gibt, die dafür sorgen, dass mensch sich wieder auf die Straße getrauen kann.
Gut, ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich bezog mich eigentlich auf Links- und Rechtsextreme, also die organisierten AntiFa auf der einen und rechtsextremen Kameradschaften auf der anderen Seite.
Zitat
Du weisst nicht wie es ist, in Angst zu leben - nur weil die Haut schwarz oder die Haare bunt sind. Du weisst nicht was abgeht in den "Problemvierteln/Dörfern/Städten". Wenn du das dritte Mal von irgendwelchen Nazischlägern verdroschen wurdest, können wir uns nochmal unterhalten. Versuche doch mal mit einer Friedensfahne in der Hand und einem Kumpel mit migrantischen Hintergrund durch Reinhardtsdorf-Schöna laufen. Viel Spass

Im vorherigen Absatz hast du mir noch berechtigterweise vorgeworfen, ich wüsste nichts über dich, aber jetzt fantasierst du dir irgendwas über meine Person zusammen. Ich stamme aus der Oberlausitz, einer Gegend, in der Autos mit dem Logo der rechtsextremistischen Kameradschaft "Odins Legion" auf der Heckscheibe unbehelligt durch die Gegend fahren können und man sich wirklich überlegen sollte, ob man mit der falschen Frisur aufs Stadt-/Dorffest geht. Und ich sage ganz klar: Das rechtfertigt über Notwehr und Hilfeleistung hinausgehende Gewalt gegen Nazis nicht. Zumindest ich für meinen Teil habe kein Interesse daran, mich mit Idioten jedweder Couleur auf eine Stufe zu stellen.


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Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.

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post 19 Dec 2007, 16:22
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post 19 Dec 2007, 16:44
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1. Schein
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Zitat(Zappelfry @ 19 Dec 2007, 16:22)


Wenn du schon Wikpedia zitierst, dann bitte auch das worum es geht - nämlich: "Linksextremismus

Linksextremismus ist ein meist von Staatsbehörden und Medien verwendeter Sammelbegriff für politische Strömungen und Ideologien innerhalb der politischen Linken, die die parlamentarische Demokratie und den Kapitalismus ablehnen und durch eine egalitäre Gesellschaft ersetzen wollen. In der Wissenschaft konnte sich der Begriff nicht durchsetzen."

Man beachte den letzten Satz. Linksextremismus ist ein populistischer nicht definierbarer Begriff, den ernsthafte Wissenschaftler nicht gebrauchen. Das weiss selbst Wikipedia, was ich ja in einer ernsthaften Diskussion auch nicht zitieren würde. Menschen die diesen Begriff verwenden befinden sich auf dem Niveau von CSU Bierzeltreden bzw. des Verfasssungsschutzes, der nachweislich keinen Plan hat was läuft bzw. verhindert, dass die NPD - Rechtsextremisten - verboten werden kann.

Weiterhin sagt Wikipedia:
"Diese unterschiedlichen Richtungen verbinde die Ablehnung der „kapitalistischen Klassengesellschaft“. Allerdings ist die Subsumierung heterogener Strömungen unter einen Homogenität suggerierenden Sammelbegriff in der Politologie umstritten. Horst Heimann folgend sind die Begriffe Linksradikalismus und Linksextremismus nicht einheitlich definiert. Durch das Fehlen einheitlicher Unterscheidungskriterien ist eine Zuordnung problematisch. Daher werden laut dem Parteienforscher Gero Neugebauer beide Begriffe wissenschaftlich auch nur selten verwendet. Ideengeschichtlich geht der Extremismusbegriff in der Bundesrepublik auf die Totalitarismustheorie nach Carl Joachim Friedrich und Zbigniew Brzezinski zurück. Diese war mit dem Konzept der „Wehrhaften Demokratie“ verbunden und antikommunistisch ausgerichtet."

Eben die lieben bürgerlichen, denen jede linke Bewegung ein Greuel ist, bastel sich einen Mischmasch zusammen und versuchen dann einen Kampfbegriff zu formen.

Der "Extremismusexperte" Eckhard Jesse:
„Unter die Sammelbezeichnung Linksextremismus fallen Anarchisten, für die zentrale Organisationsformen generell von Übel sind, 'autonome' Gruppierungen, die sich nicht an Autoritäten ausrichten und ein hohes Maß an Subjektivismus predigen – die Grenzen zum Terrorismus sind fließend – sowie verschiedenartige Spielarten des Kommunismus. Diese berufen sich in unterschiedlicher Ausprägung auf Marx, Engels, Lenin, Stalin, Trotzki oder Mao Zedong. Dabei ließen sich in der Vergangenheit grob drei Hauptströmungen voneinander unterscheiden: der an der Sowjetunion orientierte Kommunismus, der Maoismus und der Trotzkismus."

Der hat keine Ahnung ... der letzte grosse Kongress der linksradikalen Szene:

http://ugkongress.blogsport.de/ - der soll mir bitte zeigen wo dort Maoisten, Trotzkisten und Kommunisten traditioneller Prägung auftreten. Das ist ein zerfasertes Nichts diese Argumentation.
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post 19 Dec 2007, 16:55
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Wenn du eine ernsthafte Diskussion willst, dann hör auf, dich an Begrifflichkeiten hochzuziehen und bring inhaltliche Argumente. Du disqualifizierst dich hier selbst.

Eva Maria Stange war letzte Woche auch der Meinung, wir wüssten ja alle gar nicht, worum es gehe. Hat ihr in ihrer Argumentation wirklich sehr geholfen.

Dieser Beitrag wurde von JoSchu: 19 Dec 2007, 16:55 bearbeitet
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post 19 Dec 2007, 16:57
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Zitat(JoSchu @ 19 Dec 2007, 16:00)
Hab ich das behauptet? Du scheinst meine Intention überhaupt nicht verstanden zu haben.

Ich stamme aus der Oberlausitz, einer Gegend, in der Autos mit dem Logo der rechtsextremistischen Kameradschaft "Odins Legion" auf der Heckscheibe unbehelligt durch die Gegend fahren können und man sich wirklich überlegen sollte, ob man mit der falschen Frisur aufs Stadt-/Dorffest geht.
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Lieber Joschu, ich möchte dich nicht persönlich angreifen, meine Argumentation klingt sehr hart, mein Temperament geht bei diesem Thema mit mir durch.

Jedoch scheinst du meine Argumentation nicht verstanden zu haben, da du durch den Begriff mich quasi, da ich zumindest unter diesen diffusen Begriff (siehe letztes Posting) falle, ausgrenzt. Das heisst du bist sowieso schon gegen mich, da habe ich noch gar nichts getan - ich bin halt ein Linksextremist - basta. Nur z.B. weil ich diesen Staat hinterfrage, es gut finde wenn sich andere antifaschistisch organisieren etc..

Übrigens sind dann Heinrich Heine, Ernst Bloch, Hannah Arendt, Theodor W. Adorno, Habermas in seinen guten Zeiten u. v. a. auch Linksextremisten ... aber egal.

Und übrigens was machst du mit den Kameradschaftsheinis? Weiter rumfahren lassen? Bockwurstessen gegen rechts? Alle in den Knast? Ich würde gern Konzepte hören, ernsthaft, vielleicht hast du ja Ideen auf die andere noch nicht gekommen sind. Aber jetzt bitte nicht so allgemeines blabla wie Bildung ... wir müssen uns offen zeigen. Ganz konkret.

Noch ein letztes ... schonmal was von der Moraltheorie von Lawrance Kohlberg gehört? Nach dieser kann man die Nazis nur mit ihren eigenen Mitteln schlagen, bzw. ihnen auf ihrer Ebene begegnen, wenn mensch erwartet, dass Sie z. B. Menschlichkeit und Gefühle, Verantwortung für andere entwickeln, der hat eins zu viel - Hoffnung.
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post 19 Dec 2007, 17:02
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ausschlafen gegen rechts und kaffee und tee trinken weit abseits von demorouten gegen rechts hat sich doch bis jetzt ganz gut bewährt rolleyes.gif

Dieser Beitrag wurde von Onkel Possi: 19 Dec 2007, 17:07 bearbeitet


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post 19 Dec 2007, 17:07
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Zitat(JoSchu @ 19 Dec 2007, 16:55)
Wenn du eine ernsthafte Diskussion willst, dann hör auf, dich an Begrifflichkeiten hochzuziehen und bring inhaltliche Argumente. Du disqualifizierst dich hier selbst.

Eva Maria Stange war letzte Woche auch der Meinung, wir wüssten ja alle gar nicht, worum es gehe. Hat ihr in ihrer Argumentation wirklich sehr geholfen.
*


Deine Argumentation bleibt auch sehr übersichtlich ... ich war Frau Stange näher als du glaubst.

Meine inhaltlichen Argumente nochmal zusammengefasst, für das einfachere Verständnis:

1. Linke und Rechte sind nicht gleichzusetzen, da Nazis Menschen töten und linke sich für eine emanzipatorischen Welt einsetzen und keine Menschen verletzen.

2. Nazis kann mensch nicht wegkuscheln - Deutsche sollten das wissen ... mensch muss ihnen auf ihrer Ebene begegnen, was ich jahrelang auch nicht wahrhaben wollte.

3. Der Begriff Linksextremismus ist ein Kampfbegriff, der wiederum von extrem rechten bzw. konservativen entwickelt wurde, um die Linke (als Bewegung) zu diffamieren.

4. Leute die so auf der Oberfläche kramen, stellen sich automatisch gegen Veränderungen. Wer den Linguistic Turn in der Philosophie verstanden hat, wird nie wieder etwas gegen
Begriffsdiskussionen sagen. Die Wirklichkeit in unserem Kopf konstituiert sich über Begriffe / Kategorien. Die Ausformung und ständige Neudiskussion und Anpassung ist Philosophie.

So ... jetzt du ... ich bin gespannt ... hahaha ...
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post 19 Dec 2007, 17:16
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Zitat(jase @ 19 Dec 2007, 16:57)
Jedoch scheinst du meine Argumentation nicht verstanden zu haben, da du durch den Begriff mich quasi, da ich zumindest unter diesen diffusen Begriff (siehe letztes Posting) falle, ausgrenzt. Das heisst du bist sowieso schon gegen mich, da habe ich noch gar nichts getan - ich bin halt ein Linksextremist - basta. Nur z.B. weil ich diesen Staat hinterfrage, es gut finde wenn sich andere antifaschistisch organisieren etc..

Liebe(r?) Jase,
du bist mir, mit Verlaub, scheißegal. Mir geht es nicht um dich, sondern um die Ideologie, die du vertrittst und deren Auswüchse. Einer dieser Auswüchse ist zum Beispiel, dass du nur diesen Weg als Staatskritik gelten lässt und damit die vielfältigen Formen dieser mal eben ignorierst und alle ihre Vertreter im Umkehrschluss der Staatshörigkeit bezichtigst. Niedlich, diese Sichtweise, keine Frage, aber in keinster Weise realitätskompatibel.
Zitat
Und übrigens was machst du mit den Kameradschaftsheinis? Weiter rumfahren lassen? Bockwurstessen gegen rechts? Alle in den Knast? Ich würde gern Konzepte hören, ernsthaft, vielleicht hast du ja Ideen auf die andere noch nicht gekommen sind. Aber jetzt bitte nicht so allgemeines blabla wie Bildung ... wir müssen uns offen zeigen. Ganz konkret.
Solange sie nichts Illegales anstellen: nichts. Wie heißt es so schön: Die Gedanken sind frei. Ich kann niemandem verbieten, so zu denken, wie er denkt. (Die Nazis waren da anderer Meinung und du bist es offenbar auch, aber sei es drum.) Ich kann nur die rechtswidrigen* Handlungen, die aus diesem Gedankengut entstehen, bestrafen. Das Problem ist damit nicht der Nazi an sich, sondern die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Rechtsverletzungen*, die mit seiner menschenfeindlichen Ideologie einhergeht. Dies ist somit auch der einzig moralisch vertretbare Grund, diese Ideologie ausrotten zu wollen. Und wenn du dafür Tipps möchtest, dann helfen tatsächlich nur noch die Allgemeinplätze: Bildung, eine funktionierende Jugendarbeit, eine bessere Zukunft. Möchtest du mir im Gegenzug nicht einmal erklären, wie man das Problem deiner Meinung nach lösen sollte?

Zitat
Noch ein letztes ... schonmal was von der Moraltheorie von Lawrance Kohlberg gehört? Nach dieser kann man die Nazis nur mit ihren eigenen Mitteln schlagen, bzw. ihnen auf ihrer Ebene begegnen, wenn mensch erwartet, dass Sie z. B. Menschlichkeit und Gefühle, Verantwortung für andere entwickeln, der hat eins zu viel - Hoffnung.
*

Ich kenne Kohlberg gut, nur die Folgerungen, die du aus seiner Theorie ziehst, sind mir unbegreiflich. Du hast nicht zufällig eine Quelle bei der Hand, die belegt, dass wirklich *er* das gesagt hat?

* Da steht Recht, nicht Gesetz. Mal sehen, ob du drauf kommst, warum.
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post 19 Dec 2007, 17:24
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Zitat(jase @ 19 Dec 2007, 17:07)
1. Linke und Rechte sind nicht gleichzusetzen, da Nazis Menschen töten und linke sich für eine emanzipatorischen Welt einsetzen und keine Menschen verletzen.
Das ist kein Argument, sondern eine These, die durch Zappelfry schon widerlegt wurde.

Zitat
2. Nazis kann mensch nicht wegkuscheln - Deutsche sollten das wissen ... mensch muss ihnen auf ihrer Ebene begegnen, was ich jahrelang auch nicht wahrhaben wollte.
Wiederum eine These, die ich nicht falsifizieren kann, weil ich mich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht in der Lage sehe, auf dieses Niveau zu sinken. Allerdings würde ich die Gegenthese aufstellen wollen, dass "Glatzen klatschen" bis jetzt auch nicht viel gebracht hat.
Zitat
3. Der Begriff Linksextremismus ist ein Kampfbegriff, der wiederum von extrem rechten bzw. konservativen entwickelt wurde, um die Linke (als Bewegung) zu diffamieren.
Ist es dir denn lieber, wenn ich die AntiFa und die RAF zukünftig als "linksfanatisch oder "sehr links" bezeichne? Und was genau ändert das an den Realitäten?
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post 19 Dec 2007, 17:25
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Es stimmt, man kann es begrifflich zerfasern, wenn man denn möchte. So verwendest Du den Begriff Nazis als Generalisierung, obwohl ich mir sicher bin, das es auch bei "denen" Unterschiede gibt. Ist Menschen ermorden extrem? Ich denke ja. Die RAF waren jedenfalls weder Nazis noch das, was ich als Demokraten bezeichnen würde. Unter welche Subgruppierung sie jetzt genau gefallen ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber Punkrock ist schließlich auch Gitarrenmusik...

Dieser Beitrag wurde von Zappelfry: 19 Dec 2007, 18:09 bearbeitet
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post 19 Dec 2007, 19:31
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Ex-Außenminister
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Die RAF waren zumindest zum Schluss nur Terroristen.

Aber da steckt ja auch wieder eine Gesinnung dahinter-- *im Kreise dreh*

Aber ich denke, dass ihr Menschenbild sicher ein anderes war und ist, als was "die Rechten" haben. Und dieses unterscheidet sich auch sehr von dem "der Linken". Egal ob X-radikal oder Z-extrem.
Und ich denke, dass es genau darauf ankommt, wie man den Menschen wertschätzt. Und zwar Jeden!

Hört sich fast etwas religiös an, aber die spirituelle Seite lassen wir besser hier raus, sonst quillt der Thread noch über!


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