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Schulden und Sparen
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 22 Oct 2005, 16:24
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Die SZ-Online berichtet darüber, dass die Deutschen Weltmeister im Sparen sind. Zur Zeit würden wohl 4 Billionen Euro auf deutschen Sparkonten rumlungern. Wenn man mal bedenkt, dass die deutsche Staatsverschuldung ca. 1,4 Billionen Euro beträgt, wäre es da nicht sinnvoll einfach alle deutschen Sparer um die Hälfte ihres Sparbesitzes zu erleichtern, und damit alle Schulden zu decken und einen Fond für Deutschland in Höhe von 0,5 Billionen Euro aufzumachen, der fortan Zinsen zur Erhaltung unseren schönen Staates scheffelt? Das wäre doch mal eine brauchbare Partizipation in unser Gemeinwohl.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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Antworten(15 - 29)
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 24 Oct 2005, 10:52
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Propagandapanda         
Punkte: 3074
seit: 17.11.2004
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Nochmal zum Thema Enteignung von Kapitalanlagen :
Gehts noch ?
UN Resolution 217 A (III) vom 10.12. 1948 (die Menschenrechte)
Artikel 17 (1) Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben. (2) Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.
Und ich empfinde es als absolute Willkür wenn der Staat die fixe Idee entwickeln würde, einfach mal die Konten aller Bundesbürger zu plündern. Egal ob das mit Individualprozessen gemacht wird oder ob es eine einzige amtliche Verordnung gibt. Denn wenn ich mich als Staat an Dingen wie dem Konto vergeife, ist es kein großer Schritt bis zur Aufhebung des Privateigentums an und für sich. Man denke nur an das alte Ehepaar in Horno die sich weigern ihr Haus zu verkaufen, damit Vattenfall anfangen kann zu baggern. Es wird darüber diskutiert, ob dieses Ehepaar zum Wohle der Allgemeinheit (ich liebe Totschlagphrasen) enteignet werden soll. Ich denke wenn das klappt und die dafür notwendige Gesetzesnovelle durchkommt, na dann sind die Kontenaufteilungsfantasien bald keine Fiktion mehr.
und Übrigens : Wurstgulasch !
Nein ! Käse, mein ich :
Wenn man schon gegen das bestehende Zinssystem ist, sollte man sich überlegen die Schulden einfach für nichtig zu erklären. Schließlich verdienen nur die Reichen daran und wie der Name "die Reichen" schon sagt, haben die ja genug Geld.
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myrmikonos was here
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 24 Oct 2005, 10:59
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3. Schein   
Punkte: 157
seit: 29.03.2005
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die, die sooo viel geld haben..nennen wir sie mal millionäre...sind teils sicher in eine reiche familie hineingeboren wurden, doch denkt ihr, dass man den reichen das geld nehmen soll? Viele und das ist sicher ein großteil, haben richtig dafür gearbeitet und ihnen ist nichts in den schos gefallen?! was wäre deutschland ohne millionäre..??
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Brian: Ihr habt das ganz falsch verstanden. Ihr braucht mir nicht zu folgen. Ihr braucht niemandem zu folgen! Ihr müsst selber denken! Ihr seid lauter Individuen. Die Menge (einstimmig): Ja, wir sind lauter Individuen! Brian: Ihr seid alle verschieden. Die Menge (einstimmig): Ja, wir sind alle verschieden! Worauf aus der Menge eine einzelne Stimme sagt: Ich nicht.
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 24 Oct 2005, 11:19
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old 's cool!         
Punkte: 9493
seit: 12.07.2003
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ist doch immer das gleiche. man häuft sich ein leben lang geld an, damit am ende jemand kommt, der den traum vom eigenheim oder sonst was platzen lässt, weil der neid einfach zu groß ist! es ist sicher nicht schön wenn man betrachtet, dass es menschen gibt die nicht weiter arbeiten gehen müssen, weil sie von ihren zinsen leben können, ebenso wenig wie von den zinsschulden aufgefressen zu werden, aber das geld was man sich zusammengespart hat sollte man auch behalten dürfen, egal wieviel es ist.
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Kleine Aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. * Irgendeiner hatte ihm eine * dunkelhellila Aster * zwischen die Zähne geklemmt. * Als ich von der Brust aus * unter der Haut * mit einem langen Messer * Zunge und Gaumen herausschnitt, * muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt * in das nebenliegende Gehirn. * Ich packte sie ihm in die Brusthöhle * zwischen die Holzwolle, * als man zunähte. * Trinke dich satt in deiner Vase! * Ruhe sanft, * kleine Aster! -Gottfried Benn (1912)-
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 24 Oct 2005, 12:42
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(Pusteblumenkohl @ 24 Oct 2005, 11:52) Man denke nur an das alte Ehepaar in Horno die sich weigern ihr Haus zu verkaufen, damit Vattenfall anfangen kann zu baggern. Es wird darüber diskutiert, ob dieses Ehepaar zum Wohle der Allgemeinheit (ich liebe Totschlagphrasen) enteignet werden soll. Ich denke wenn das klappt und die dafür notwendige Gesetzesnovelle durchkommt, na dann sind die Kontenaufteilungsfantasien bald keine Fiktion mehr.
Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit ist doch schon durch das Grundgesetz erlaubt. GG §14 (3)Edit: Scheinbar funktioniert der Link nur, wenn man die Adresse kopiert : http://www.bpb.de/wissen/FVOSLY,0,0,Artike...Enteignung.htmlDieser Beitrag wurde von JoSchu: 24 Oct 2005, 12:47 bearbeitet
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Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.
... validiert nach dem Isso-Standard 1.0 ...
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 24 Oct 2005, 13:46
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Pusteblumenkohl @ 24 Oct 2005, 11:52) UN Resolution 217 A (III) vom 10.12. 1948 (die Menschenrechte) Artikel 17 (1) Jeder hat das Recht, sowohl allein als auch in Gemeinschaft mit anderen Eigentum innezuhaben. (2) Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.  (1) Es hat doch jeder nach der Enteignung (nach meiner Idee) immer noch Eigentum. Nur halt nur noch halb so viel wie vorher. (2) Willkürlich ist es auch nicht. Erstens wird es fürs Allgemeinwohl verwendet, zweitens wird jeder nach einem festen vorher festgelegten Plan enteignet. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Wechseln zu: Navigation, Suche
Willkür ist
* umgangssprachlich (meist abwertend) ein nach persönlichem Interesse, [welches richtig oder falsch sein kann], ausgerichtetes Handeln, das nur auf den eigenen persönlichen Erfahrungen beruht, die wiederum richtig oder falsch sein können; und andere Meinungen ausschließt. [vergleiche „küren“.]; * rechtlich die ins Belieben des Rechtssubjektes gestellte („gewillkürte“) Ausgestaltung eines Rechtsgeschäftes, siehe auch Kurfürst;
Von daher würde eine Enteignung aller deutschen Sparer keine Willkür sein. Aber wie gesagt. Da die Entscheider die größeren Sparer sind, wird diese Idee eh nie umgesetzt werden, egal wie absurd oder realitätsnah sie wäre.
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 28 Oct 2005, 22:34
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Tingel-Tangel-Bob        
Punkte: 1508
seit: 09.11.2004
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Ich hab jetzt hier nicht alle Posts gelesen, deswegen möge man mir verzeihen, wenn ich was laber, was schon mal gelabert wurde!
Also ich fände die Idee, daß jeder die Hälfte seines Kapitals für die Sanierung des Staates abdrückt eigentlich ganz ok oder zumindest nachdenkenswert. Und Chris´ Idee mit dem Fond finde ich sogar noch besser. OK, das mag daran liegen, daß es bei mir nicht weiter auffällt, ob da nun 100 oder 50 € auf dem Konto liegen. Ich kann natürlich absolut verstehen, daß jemand, der Jahre lang für sein Erspartes gearbeitet hat, die Sache anders sieht. Aber das wäre doch ein Riesending: auf einen Schlag schuldenfrei! Der Staat hätte plötzlich wieder Geld, das er investieren könnte und nicht mehr in die Schuldentilgung stecken müßte. Das könnte für den Bildungssektor bedeuten, daß die Studiengebühren doch nicht kommen, die Steuern könnten gesenkt und die Privatisierung durch Verkauf von Staatseigentum verlangsamt werden... ...und und und...
Natürlich müßte das alles genau geplant werden: wie zieht man die "Enteignung" durch? Kündigt man das lange vorher an oder macht man das ganz "spontan"? Würde man es ankündigen, bestünde ja die Gefahr, daß alle ihr Geld noch schnell ausgeben. Dadurch käme es zwar in den Wirtschaftskreislauf, aber letztendlich würde der Staat keine 4 Billionen kassieren..., ...zu spontan wäre aber "unfair". Es müßte natürlich auch gesichert sein, daß alle Deutschen damit einverstanden sind und es keine Sammelklagen von 30 Millionen Bürgern gibt, die den Staat auf 8 Billionen verklagen... dann wären wir wohl auf einen Sachlag nur noch ein Entwicklungsland.
Aber nehmen wir mal für einen kurzen Augenblick an, das würde alles klappen und unsere Politiker lägen einen wirklich funktionierenden Plan zur Schuldentilgung, Steuersenkung und Neuinvestition vor und sie garantieren, daß es bei dieser einen Enteigung bleibt, dann wär das doch ein geiles Ding, oder nicht? Und wenn es nicht bei dieser einen Enteigung bleiben sollte, dann bestünde wenigsten kein Grund mehr, sein ganzes Geld zu horten. Alle würden ihr Geld wieder ausgeben und somit die Binnenwirtschaft dauerhaft in Fahrt bringen. Dann bräuchte man nur noch ein Konzept für die Rente, denn mit der privaten Altersvorsorge hätte es sich ja dann erledigt...
Ist nur eine Gedankenspielerei. Aber ich find´s lustig. Und ich wär dabei...
Meinungen?
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"...die Lieferung von Verteidigungsartikeln und Verteidigungsdienstleistungen an das Kosovo" werde "die Sicherheit der Vereinigten Staaten stärken und den Weltfrieden fördern" George W. Bush
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