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polizei im einsatz
Antworten(45 - 59)
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 29 Oct 2005, 12:03
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Zirpende Grille         
Punkte: 3688
seit: 17.06.2004
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Und weil darauf noch keiner geantwortet hat: Zitat(gfx-shaman @ 27 Oct 2005, 20:00) lol frage 1: war diese demonstration angemeldet? (bei der groesse und dem polizeieinsatz vermute ich mal ja) Ich bin mir nicht sicher, aber die Polizisten haben schon damit gerechnet, dass zum großen Zapfenstreich Demonstranten kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Zitat frage 2: die polizisten duerfen wir nicht ueber einen kamm scheren, aber die demonstranten? (alles olle zecken...klar...die ottonormalverbraucher haben schliesslich keine meinung) Ich denke niemand hier schert die Demonstranten über einen Kamm. Bedenken sollte man aber auch das Massenphänomen. Menschen nähern sich in ihrem Verhalten in einer Gruppe gegenseitig an. Das gilt auch für Polizisten. Zitat frage 3: polizisten duerfen einfach zusehen, wenn "egalwer" masslos auf (scheinbar) unschuldige passanten/demonstranten/menschen einpruegelt? (man sieht es ja sehr gut auf dem video und so schlecht ist die qualitaet nicht) Dürfen sie nicht. Ihre Pflicht ist es den Bürger zu schützen. Auch gegen Prügel aus den eigenen Reihen, wenn dieser unangemessen ist. Hier haben sich definitiv einige Umstehende ebenso falsch verhalten. Zitat ps.: rakete: so dumm koennen bullen nicht sein, denn zumindest sind sie so clever, sich als menschen zu einer instanz zu begeben wo sie (scheinbar hemmungslos) auch mal mit knueppel und kampfanzug auf andere einpruegeln koennen  Unterstellungen... Zitat(Pusteblumenkohl @ 27 Oct 2005, 20:01) Ansonsten bleibt zur Polizei zu sagen : Das sind in erster Linie eine Gruppe von Menschen. Unter ihnen sind die verschiedensten Persönlichkeiten. Intelligenz, Mentalität und soziale Herkunft sind genauso vermischt wie etwa bei Studenten. Jedem Polizisten ein Helfersyndrom zu unterstellen ist dumm. Jeden Polizisten als gewaltgeile autoritäre und obrigkeitshörige Persönlichkeit darzustellen ist ebenfalls dumm. Jedoch muss man differenzieren. Es kann sein dass ich jemanden in seiner rolle als Menschen mag, der mir in seiner Berufsrolle unsympathisch ist. Ich persönlich mag keine Polizisten. Ich hab generell Probleme mit Autoritäten die sich durch schiere Macht und den Hinweis auf eine abstrakte oder real existierende Obrigkeit legitimieren wollen. Bei Polizisten kommt die Waffengewalt noch dazu. Polizisten können mich völlig legitim meiner Freiheit berauben. Polizisten dürfen sich passiv bewaffnen ( panzerung, Helme,Schilder), was mir als Normalbürger verwehrt bleibt. Ich hinterfrage die Rechtfertigung dessen. Jemand der über meine Handlungen urteilt und sofortige Schritte einleitet sollte meiner Meinung nach: Sowohl Philosophisch als auch soziologisch geschulter sein als ich. Sollte mehr Lebenserfahrung aufweisen. Sollte gütiger, mitfühlender und um es kurz zu machen in jedem Aspekt weiser sein als ich. Solch einem Menschen gegenüber würde ich meine Handlungsweisen rechtfertigen. Mit diesen Menschen würde ich diskutieren und zu einem gemeinsamen Konsens kommen wollen. Polizisten diskutieren nicht. Sie haben wie Automaten ein festgeschriebenes Regelwerk (die Gesetzestexte) an dass sie sich bei der sozialen Interaktion mit Bürgern zu halten haben. Diese Gesetze werden von ihnen nur in den seltensten Fällen hinterfragt oder als Richtlinien ausgelegt. Damit erklärt sich meine generelle Ablehnung der Polizei als judikative Instanz. Dass ich mit starren Strukturen nicht umgehen will und kann, sollte diese Meinung vielleicht erklären. Non servates ! Ich werde nicht dienen.  Die Polizei ist definitiv Executive. Richtig, JoSchu. Zu deiner Ansicht eines Polizisten: Dieser Polizist ist dermaßen idealisiert dargestellt, du findest niemals genug Menschen diesen Charakters und dieser Bildung um eine vernünftige Truppe (allein schon für den Freistaat Sachsen) aufzustellen. Und ich möchte deinen Idealpolizisten dann mal sehen, wie er mit einem pöbelnden Mob diskutiert... Die Relationen sollte man schon bedenken.
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  Es ist kein Narr der Possen reißt und auch kein Narr der Unsinn spricht. Der wahre Narr ist der, der meist nur staunt und blinden Glaubens ist. Eichenschild
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 29 Oct 2005, 13:13
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4. Schein    
Punkte: 467
seit: 07.12.2004
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Zitat @timmey: ich schreib dich auf meine liste der leute, die nicht verstanden haben was anarchie bedeutet...
desweitern hast du mit der "angst" einen guten gesichtspunkt genannt, diese angst die du hast wird nämlich vom staat geschürt damit du von selbst auf deine persönlichen rechte verzichtest Meine Fresse kommst du noch klar? Was hat diese Stammtischparole mit dem Thema zu tun? Ich geb jedem Recht, der sagt das, dieser Zivilbulle der seiner Einheit warscheinlich mal beweisen wollte was er für dicke Eier hat, umgehend aus dem Verkehr gezogen gehöhrt. Aber andersrum, um auch mal was zu Blumenkohls Argumentation zu sagen, zum Männertag (jaja ich weiss die bösen Bullen) zb. hätt ich mir wesentlich mehr "Durchsetzungsvermögen" seitens der Polizei gewünscht. Und jetzt erklär mir mal, wie es ohne Rüstung, Schlagstock und andere Dinge, die in einer Auseinandersetzung von Vorteil sind, möglich sein soll mit einer Anzahl Polizei eine wesentlich grössere Anzahl besoffener Deppen in Schach zu halten. Wie stellst du dir die Gruppe Staatsdiener vor die dich vor kriminellen Gesellschaftsteilen schützen soll? Bewaffnet mit nem Fremdwörterbuch, Duden und Mundgeruch?? Wie solln das funktionieren? Euer Problem ist das ihr immer irgendwelchen Idealisierten Instanzen/Organe/Systeme haben wollt ohne die Reale Situation zu berücksichtigen, es gibt nunmal nicht nur so weise und gute Menschen wie euch. Es gibt Prügel, Totschlag, Beschiss und Betrug an jeder Ecke. Und jetzt kommt mir nich damit das das System das provoziert. Das System entsteht aus diesen Umständen heraus. Es ist das Ergebniss von menschlicher Natur und dem Zivilisationsstand. Vielleicht ist unsere Zivilisation ja mal so weit das auch euer Tagtraum von der Anarchie mal umsetzbar ist. Bis es soweit ist, wird es allerdings nötig sein gewaltbereiten Mitmenschen notfalls auch mit Gewalt gegenüberzutreten. Oder nennt mir ne Alternative.
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 29 Oct 2005, 14:13
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Propagandapanda         
Punkte: 3074
seit: 17.11.2004
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@sqeedy: huch ! ich korrigier mich. Exekutive  Und zu meinem Polizistenbild : Richtig ! Der Post soll ja auch nur zeigen warum ich die Polizei als Institution für mich ablehne. Daher ist dieses von mir propagierte Idealbild eines Polizisten nur insofern diskutabel, als dass nur diese Art des Polizisten meine Befürwortung finden würde. Ich denke mittels gesellschaftlichen und religiösen Sanktionen kann man Menschen genauso gut davon abhalten sich gegenseitig Schaden zuzufügen. Vielleicht bin ich in dieser Beziehung ein realitätsferner Träumer. Aber wenn es so wäre, wieso sollte ich aufwachen wollen ?
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myrmikonos was here
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 29 Oct 2005, 19:26
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about:away         
Punkte: 3998
seit: 01.10.2003
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Zitat(Brownie83 @ 28 Oct 2005, 23:51) Also ich wollte mich ja eigentlich nicht mehr darüber aufregen, aber es bringt mich doch irgendwie auf die Palme. Tut mir Leid, ich kann dich echt gut leiden, aber denkst du eigentlich nach, bevor du schreibst? Ich bilde mir ein, ein recht toleranter Mensch zu sein und ich respektiere andere Meinungen. Aber die Meinung, die du hier vertrittst, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Und so wie du sie rüberbringst, ist sie für mich auch nicht wirklich diskutabel. Denk bitte mal darüber nach...  meine Posts zu diesem Thema bestehen wohl zu großen Teilen aus Sarkasmus, linker Propaganda, Anarchischen Grundgedanken, Vorurteilen, jugendliche Prägung und Arroganz... geb ich dir recht das sie nicht diskutabel sind, aber sie spiegeln meine Empfindungen gegenüber der Staatsgewalt und des hier herrschenden Kapitalismus wieder... nicht mehr, nicht weniger... Ich kann nur empfehlen mich nicht richtig ernst zu nehmen wenns um die Polizei geht, für mich sind das alles Verlierer und Marionetten der Mächtigen, Instrument zur unterdrückung der Schwächeren...
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„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 1 Abs. 1
Selber denken statt fern sehen!
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 30 Oct 2005, 18:46
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Zirpende Grille         
Punkte: 3688
seit: 17.06.2004
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Zitat(gfx-shaman @ 29 Oct 2005, 15:21) squeedy: einige umstehende? ^^  Moment... ich hab meinen Beitrag nochmal durchgelesen... weiß aber beim besten Willen nicht, worauf du dich beziehst... ? Zitat(cleanerjp @ 29 Oct 2005, 21:59) jetzt mall ausserhalb der diskussion... gibts bilder von dem typ auf der empängerseite? da ich ja auch mal mit sonem ding trainiert hab, weiss ich was es anrichten kann. und so, wie der in zivil zugeschlagen hat, muss er ja den demonstranten ganz schön zugerichtet haben - die MESe von der polizei sind ja auch noch schwerer.  Ach komm... du bist doch nur sensationsgeil...
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 01 Nov 2005, 18:50
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(sQeedy @ 29 Oct 2005, 12:03) Zu deiner Ansicht eines Polizisten: Dieser Polizist ist dermaßen idealisiert dargestellt, du findest niemals genug Menschen diesen Charakters und dieser Bildung um eine vernünftige Truppe (allein schon für den Freistaat Sachsen) aufzustellen. Und ich möchte deinen Idealpolizisten dann mal sehen, wie er mit einem pöbelnden Mob diskutiert... Die Relationen sollte man schon bedenken.
Das ist ja nun eine völlig falsche Einstellung. Sinnvoller wäre es, zu sagen: Es gibt diesen Idealpolizisten nicht, aber jeder Ordnungshüter sollte danach streben, sich so zu verhalten. So klingt es eher nach: Es ist halt wie es ist und die paar Kollateralschäden kann das System vertragen. Im Übrigen gibt es ja nun wirklich keinen Grund, jemanden wegen ein paar dummer Sprüche zu schlagen. Da gibts n paar Bemerkunge zurück und gut ist. Und wenn er dann doch handgreiflich wird, kann man den Schlagstock immer noch auspacken.
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Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.
... validiert nach dem Isso-Standard 1.0 ...
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 01 Nov 2005, 23:43
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Zirpende Grille         
Punkte: 3688
seit: 17.06.2004
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Zitat(JoSchu @ 01 Nov 2005, 18:50) Das ist ja nun eine völlig falsche Einstellung. Sinnvoller wäre es, zu sagen: Es gibt diesen Idealpolizisten nicht, aber jeder Ordnungshüter sollte danach streben, sich so zu verhalten. So klingt es eher nach: Es ist halt wie es ist und die paar Kollateralschäden kann das System vertragen. Im Übrigen gibt es ja nun wirklich keinen Grund, jemanden wegen ein paar dummer Sprüche zu schlagen. Da gibts n paar Bemerkunge zurück und gut ist. Und wenn er dann doch handgreiflich wird, kann man den Schlagstock immer noch auspacken.  Du hast mich falsch verstanden. Auch wenn es für dich so klingt, ich habs nicht so gemeint. Natürlich sollte sich jeder Ordnungshüter dieser Idealvorstellung annähern. Ich wollte jedoch betonen, dass man auch realistisch genug sein sollte, wenn man sich eine Meinung von unserem "Polizisten von heute" bilden möchte. Übrigens weißt du ja nicht, ob nicht doch ein oder zwei Demonstranten leicht handgreiflich geworden sind... im Allgemeinen Gerangel... da gibt doch das eine immer das Andere. Und in genau so einer Situation sollte der Polizist nur zum Schlagstock greifen, wenn sein eigenes oder das Leben und Wohlergehen anderer Bürger gefährdet sind. In diesem Sinne hat unser Prügelknabe eindeutig falsch gehandelt und sollte auch angemessen bestraft werden.
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