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Deprimierte fliehen ins Netz
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 21 Nov 2006, 21:33
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Punkte: 4083
seit: 23.05.2003
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Der Amoklauf in seiner ehemaligen Schule in Emsdetten würde ihn das Leben kosten – da war sich Sebastian B. so sicher, dass er der Nachwelt noch einen hasserfüllten Abschiedsbrief hinterließ. Seine letzten Zeilen veröffentlichte der 18-Jährige allerdings nicht auf Papier, sondern im Internet – der Ort, an den sich der junge Mann zuletzt immer weiter zurückgezogen hatte. Er habe nur noch vor dem PC gesessen, sagten seine Bekannten nach der Tat aus. Experten zufolge hätte diese Internetabhängigkeit bereits ein deutliches Warnzeichen sein können. Gerade bei jungen Männern seien psychische Krankheiten oft Schuld daran, dass sie sich exzessiv ins Internet stürzen. "Die Betroffenen ziehen sich deprimiert in eine andere Welt zurück. Sie flüchten aus der Realität", sagt der Experte Bert te Wildt von der Medizinischen Hochschule Hannover, der gerade eine Studie zu dem Thema erarbeitet hat. Er untersuchte 23 Probanden, die sich über einen langen Zeitraum täglich mehr als sechs Stunden im Web aufgehalten hatten. Das Ergebnis: 80 Prozent der Untersuchten wiesen eine Depression auf, andere eine Angst- oder Persönlichkeitsstörung. weiterlesen bei heise.de
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Antworten(105 - 119)
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 01 Mar 2007, 16:23
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Bilderguckn @ 01 Mar 2007, 14:17) Das hat nichts mit gut oder rechtsstaatlich zu tun. Man muss es ja nicht so übertreiben wie in der DDR. Es würde ausreichen, wenn eine Tante vom Jugendamt 3 mal im Jahr zu einer Familie nach Hause kommt und nach dem rechten schaut. Das müsste natürlich auch gesetzlich festgelegt werden, sowie mit einem entsprechendem Strafkatalog ausgestattet werden, um eventuelle Verstöße oder Versäumnisse der Eltern zu ahnden. Ich find da nichts schlimmes dran, noch wird da Freiheit der einzelnen Person eingeschränkt. Ich halte es da so wie mit den Überwachungskameras: Wer sich an Recht und Ordnung hält, hat nichts zu befürchten.  Klasse Idee. Man verbietet, dass die Eltern ihr Gör vernachlässigen dürfen. Das bringt's. Vor allem wenn Vater und Mutter arbeiten müssen um über die Runden zu kommen. Dann reicht es nicht zum Leben, wenn einer nicht arbeitet, und wenn beide arbeiten kriegt man Streß mit dem Staatsanwalt. Geil.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 01 Mar 2007, 16:54
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3. Schein   
Punkte: 256
seit: 18.07.2006
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Zitat(Chris @ 01 Mar 2007, 16:23) Klasse Idee. Man verbietet, dass die Eltern ihr Gör vernachlässigen dürfen. Das bringt's. Vor allem wenn Vater und Mutter arbeiten müssen um über die Runden zu kommen. Dann reicht es nicht zum Leben, wenn einer nicht arbeitet, und wenn beide arbeiten kriegt man Streß mit dem Staatsanwalt. Geil.  Hab ich ja 100pro auch so gesagt, oder? Es geht zum Beispiel darum, ob ein Elternteil an der Flasche hängt oder anderweitig ein schlechtes Vorbild ist. Das müsste überprüft werden, denn sowas ist nicht unselten.
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"Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller, unsere große Depression ist unser Leben."
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 01 Mar 2007, 17:59
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Bilderguckn @ 01 Mar 2007, 16:54) Hab ich ja 100pro auch so gesagt, oder? Es geht zum Beispiel darum, ob ein Elternteil an der Flasche hängt oder anderweitig ein schlechtes Vorbild ist. Das müsste überprüft werden, denn sowas ist nicht unselten.  Naja, sagen wir du hast es 50:50 so gesagt. Klar kann man das überprüfen. Ich denke aber das Hauptproblem ist der Babysitter Glotze/PC, bzw. dass man überhaupt einen Babysitter braucht. Und sowas kann man aber nicht sanktionieren, weil die Eltern das Geld ja brauchen. Wenn der Vater nur freudlos zuhause rumhängt, weil er arbeitslos ist und keinen Job bekommt, was will man da sanktionieren? Dass er sich von dem System entmutigen lässt? Dass er keinen Job bekommt? Dass die eigenen Kinder keinen Respekt mehr vor ihrem Vater haben? Ich stimme dir zwar zu, dass man etwas dagegen tun muss, dass die Kinder immer schlechter betreut werden. Dass das aber mit Sanktionen auf 3 mal jährlichen Besuch hin funktioniert, bezweifle ich. Dann schon eher der DDR Ansatz. Das wird auch wieder so kommen, dass die Kinder entweder von Omi und Opi oder vom Staat betreut werden. Auf Dauer kann es sich nämlich Deutschland weder leisten, eine Person pro Familie für 10-16 Jahre Kinderbetreuung abzustellen, noch diese Laisses-Faire-Haltung bei der Erziehung beizubehalten. Im Moment stecken wir in dem Dilemma, dass man sich (auch mit Blick auf die DDR) weigert Ganztagsbetreuung für die Kinder anzubieten, viele Familien dies aber nötig hätten, weil auch beide Eltern Vollzeit arbeiten und auch häufig noch getrennt von Omi und Opi wohnen.
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 01 Mar 2007, 20:19
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Neuling
Punkte: 7
seit: 25.02.2007
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die unglaublich miese berichterstattung von panorama hat hoffentlich ein nachspiel. alle nicht-gamer die nicht verstehen, warum die sendung jenseits aller grundsätze des journalismus und der objektiven berichterstattung lag, finden im link auch die wichtigsten punkte. http://forum.esgnserver2.de/thread.php?threadid=2005
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 01 Mar 2007, 20:35
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Ivan         
Punkte: 3352
seit: 01.04.2006
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Ich bin das beste Beispiel dafür das jahrelanges Killerspiele spielen den Charakter versaut und einen aggressiv macht, mal abgesehen davon das es abhängig macht. Vor nem halben jahr hab ich mich mit meinem Vater unterhalten. Wir sprachen darüber wie mich das Leben geprägt hat und ich sagte "durch die vielen unfreundlichen Ereignisse die ich machen mußte, habe ich ne Menge Lebenserfahrung gewonnen" und er meinte "Durch 4 jahrelanges Computerspielen bekommt man keine Lebenserfahrung" und er hatte Recht. Man bleibt in der Entwicklung zurück. Vernachlässigt viele lebenswichtige Sachen. Schule, Studium, Beziehungen, Familie etc. Man flüchtet in eine andere Welt. Die frage ist nur wie lange es dauert bis diese Welten miteinander verschmelzen und kommt man aus eigener Kraft da wieder raus. Dieser Beitrag wurde von No Name: 01 Mar 2007, 20:40 bearbeitet
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T for Vendetta.
On his way to return to innocence.
"Man, was die uns erzählt hat, kam aus einem Buch, das muss einer geschrieben haben, der keine Ahnung von dem hatte, worüber er sich ausließ."
"Miles, hörst Du den Vogel da draußen? Das ist 'ne Spottdrossel. Sie hat keine eigene Stimme, sie macht nur die Stimmen der anderen nach und das willst du nicht. Wenn du dein eigener Herr sein willst, musst du deine eigene Stimme finden. Darum geht's. Sei also nur du selbst."
An Rezepten für Apfelkuchen mangelt es wahrhaftig nicht auf der Welt
Tenac auf der Suche nach seinem Meister ious D
look into my eyes and its easy to see one and one make two, two and one make three, it was destiny
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 02 Mar 2007, 12:21
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(No Name @ 01 Mar 2007, 20:35) Ich bin das beste Beispiel dafür das jahrelanges Killerspiele spielen den Charakter versaut und einen aggressiv macht, mal abgesehen davon das es abhängig macht. Vor nem halben jahr hab ich mich mit meinem Vater unterhalten. Wir sprachen darüber wie mich das Leben geprägt hat und ich sagte "durch die vielen unfreundlichen Ereignisse die ich machen mußte, habe ich ne Menge Lebenserfahrung gewonnen" und er meinte "Durch 4 jahrelanges Computerspielen bekommt man keine Lebenserfahrung" und er hatte Recht. Man bleibt in der Entwicklung zurück. Vernachlässigt viele lebenswichtige Sachen. Schule, Studium, Beziehungen, Familie etc. Man flüchtet in eine andere Welt. Die frage ist nur wie lange es dauert bis diese Welten miteinander verschmelzen und kommt man aus eigener Kraft da wieder raus.   Du beschreibst normales Suchtverhalten. Aber nicht jeder wird süchtig. In eine Sucht wird man normalerweise durch fehlende Zuneigung, Zufriedenheit, Glück ausgelöst, die man in der Beschäftigung mit dem Suchtmittel erfährt. Das Sucht mittel ist dabei Mittel zum Zweck, also keinesfalls Ursache (bezieht sich nur auf stoffungebundene Süchte und damit psychische Abhängigkeit).
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Seine Majestät, Kaiser Ironieresistenz I.
... validiert nach dem Isso-Standard 1.0 ...
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 25 Mar 2007, 12:49
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parse error         
Punkte: 13763
seit: 27.05.2003
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Zitat Slogan: Schachspieler sind Killer! Thema: Verbot von Killerspielen?
Die Piratenpartei mit ihren Landesverbänden aus Bayern, Hessen und Berlin plant eine gemeinsame Aktion. Die Aktion soll zeitgleich in drei Städten stattfinden.
Abstract: Killerspiele stehen immer wieder im politischen Rampenlicht. Wir wollen verdeutlichen dass Killerspiele nicht Ursache von Amokläufen und Gewaltbereitschaft, sondern Teil einer Freizeitbeschäftigung ist. Probleme mit gewaltbereiten Jugendlichen resultieren aus Ursachen wie schlechter Ausbildung, sozialen Brennpunkten, Perspektivlosigkeit, Identitätsverlust etc... Killerspiele dienen der Politik als einfaches Mittel zu polarisieren und Mehrheiten von wichtigeren Themen wegzulenken. Es besteht zusätzlich die Frage wo Zensur für Killerspiele beginnt. Ab wann ist ein Killerspiel ein Killerspiel?
Aktion: Schachspieler sind Killer! Es soll ein Schachspiel mit lebenden Figuren veranstaltet werden, welche untereinander ein blutiges Gemetzel veranstalten. Dies soll auf einem großen Berliner Platz geschehen. Es soll eine Schlacht inszeniert werden, in welcher die Spieler blutüberströmt vom Platz getragen werden müssen. Für Presse und TV wird gesorgt. Nebenbei sollen Flyer verteilt und Kriegssound abgespielt werden. Alle Spieler werden kostümiert (z.B. Armylook).
Zeit: 31.03.2007 / vorraussichtlich Berlin-Alexanderplatz 14.30 Uhr Probe (Da sein!!) 15.00 Uhr Beginn
Wir brauchen: Gebraucht werden vorerst viele Freiwillige die bereit sind Kunstblutverschmiert (abwaschbar) nach Hause zu gehen. (32 Leute). Bitte suche fleißig mit. Auch in externen Gruppen, wie Lanclans, Mittelalterfreaks, Computerchaosclub, Foren etc. Aktiviert jeden den ihr kennt. Spamt die Foren voll! Als zweites brauchen wir mehrere Leute die bereit sind die Presse zu bedienen und parallel Flyer zu verteilen. -> Einfach weiterleiten an sz@piratenpartei.de (Ansprechpartner Berlin).
Vorbereitungstreffen: Am Montag (19.00 Uhr) und am Donnerstag (20.00 Uhr) findet jeweils ein Vorbereitungstreffen in Berlin / Fidicinstrasse 44 / Lokal "Tabularasa" statt.
Zu klären sind folgende Punkte: - Kostümierung - Bluteffekte - Schachbrettgestaltung - Technik - Flyer - Anmeldung der Veranstaltung - Finanzen
Mitmachen: Meldung an sz@piratenpartei.de oder Teilnahme an den Vorbereitungstreffen am Montag und am kommenden Donnerstag. Oder auch definitive Zusage für den Samstag den 31.03.2007 (dann Telefonnummer schicken). Man darf gespannt sein...
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 26 Mar 2007, 01:39
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Vordiplom     
Punkte: 748
seit: 08.02.2006
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Na klasse!!!  Wie im Kindergarten: Määäh, der Andere is schuld, ich hab gar nichts gemacht *heul* Und super Kernaussage: Wir spielen nur Schach, wenn dann auch viel Blut fließt und gefallene Figuren möglichst realistisch dahinsterben. Naja, aber der Grundgedanke zählt ja. Wenn dadurch mehr Leute erkennen, dass hinter bestimmten Aussagen von Politikern der gleiche Populismus steckt, is es vielleicht ok. Dieser Beitrag wurde von Chrizzly: 26 Mar 2007, 01:48 bearbeitet
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