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Deprimierte fliehen ins Netz
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 21 Nov 2006, 21:33
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Punkte: 4083
seit: 23.05.2003
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Der Amoklauf in seiner ehemaligen Schule in Emsdetten würde ihn das Leben kosten – da war sich Sebastian B. so sicher, dass er der Nachwelt noch einen hasserfüllten Abschiedsbrief hinterließ. Seine letzten Zeilen veröffentlichte der 18-Jährige allerdings nicht auf Papier, sondern im Internet – der Ort, an den sich der junge Mann zuletzt immer weiter zurückgezogen hatte. Er habe nur noch vor dem PC gesessen, sagten seine Bekannten nach der Tat aus. Experten zufolge hätte diese Internetabhängigkeit bereits ein deutliches Warnzeichen sein können. Gerade bei jungen Männern seien psychische Krankheiten oft Schuld daran, dass sie sich exzessiv ins Internet stürzen. "Die Betroffenen ziehen sich deprimiert in eine andere Welt zurück. Sie flüchten aus der Realität", sagt der Experte Bert te Wildt von der Medizinischen Hochschule Hannover, der gerade eine Studie zu dem Thema erarbeitet hat. Er untersuchte 23 Probanden, die sich über einen langen Zeitraum täglich mehr als sechs Stunden im Web aufgehalten hatten. Das Ergebnis: 80 Prozent der Untersuchten wiesen eine Depression auf, andere eine Angst- oder Persönlichkeitsstörung. weiterlesen bei heise.de
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Antworten(90 - 104)
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 27 Feb 2007, 19:15
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Physically Peter         
Punkte: 2366
seit: 09.11.2004
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du hast doch selbst gesagt, dass du keinen schimmer davon hast. wir haben dir nur die beispiele mit den fahrädern gebracht, um dir einen eindruck davon machen zu können, auf welchem niveau sich dieser beitrag befindet. und diese sind an den haaren herbeigezogen, weil es die im beitrag auch sind (wir wollten einen vergleich anstellen) und anscheinend hast du die ganze sache nicht wirklich verstanden und bist auch ein gutes beispiel dafür warum sich pc-spieler sich über solche tv-beiträge ärgern. aber trotzdem was konstruktives: ja diese stellen krieg/kriegerische handlung oder teile davon dar -> genauso wie bücher, filme, schach, räuber und gendarm, biathlon oder paintball ja dieser beitrag ist ist unter aller sau -> warum? lies bitte nochmal nach, jetzt aber wirklich (ich weiß nicht wie du sagen kannst, dass er es nicht ist -> darum lies bitte  ) die ausrichtung dieses beitrages ist auch klar (spätestens beim kommentar der moderatorin)
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Hier steht nichts Coca-Cola und die dynamische Welle sind eingetragene Schutzmarken der The Coca-Cola Company; koffeinhaltig
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 27 Feb 2007, 19:53
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Der Fernsehbeitrag ist einfach nicht objektiv.
Es werden bewusst provozierende Bilder gezeigt, die im normalen Spielgeschehen nicht vorkommen. Zudem werden Fakten verdreht und Interviews falsch dargestellt.
Objektiv gesehen würde man durchaus auch ähnliche Bilder zeigen. Allerdings würde keine Szene zeigen, wie man einem Toten noch 5 Mal in den Kopf schießt. Statt der Szene mit dem Meuchelmörder auf der Straße würde man sehen, wie ein Mann einen anderen aus dem Auto zieht und sich stattdessen hereinsetzt. Eventuell würde man schon eine ähnliche Meuchelmörderszene zu sehen bekommen, allerdings ohne Blut und mit dem Hinweis, dass man wegen dieser Tat in dem Spiel von der Polizei verfolgt wird. Statt der "Vergewaltigungsszene" bekäme man zu sehen, dass man freundlich zu Frauen sein muss, damit diese die eigene Freundin werden und man damit Extrapunkte bekommt. Die Naziszene wäre nicht zu sehen.
Weiterhin würden die Aussagen der Zocker länger zu sehen sein. Man würde dabei erfahren, dass man im Team spielen muss, und nur mit einer Strategie gewinnen kann. Darüber hinaus, dass eine gute Reaktion verlangt und trainiert wird. Das Töten würde klar im Hintergrund stehen.
Statt dem Experten einer Firma, die Filter für "Killerspiele" im Internet produziert, würde eher ein Psychologe interviewt werden. Man würde erfahren, dass Spielen die Möglichkeit bietet auch Freundschaften zu pflegen, dass es die Reaktionen schärft und die Augen schädigt. Auch würde er auf die Beeinflußung bei der Hemmschwelle eingehen.
Zum Schluß würde man noch darüber aufgeklärt werden, wieviele "Killerspiele"hersteller es überhaupt in Deutschland gäbe, und wieviele davon lediglich von der Herstellung solcher "Killerspiele" leben. Und dass man es als keine Drohung auffassen kann, wenn diese aus Deutschland weggehen wollen, da ihnen das Gesetz einfach die Geschäftsgrundlage nehmen würde.
Zudem müsste man auch erwähnen, dass heute wie zukünftig es möglich ist, viele oder alle Spiele über das Internet zu beziehen und sich somit dem deutschen Verbot zu entziehen.
So sähe ein objektiver Beitrag aus.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 28 Feb 2007, 22:00
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Vordiplom     
Punkte: 739
seit: 22.06.2005
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Zitat Für den in die Kritik geratenen Panorama-Beitrag des NDR wurde als "Experte" der Vorstand einer "Internetsicherheitsfirma" präsentiert, der schon häufiger wegen seiner übertriebenen Behauptungen aufgefallen ist Der Beitrag Morden und Foltern als Freizeitspaß - Killerspiele im Internet des NDR-Magazins "Panorama" vom 22. Februar 2007 hat bisher vor allem die Spieler wegen der enthaltenen Fälschungen und Verunglimpfungen in Zorn versetzt. Doch noch bedeutsamer als eine umstrittene Meinungstendenz und -in diesem Fall gravierende- handwerkliche Fehler dürfte für die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Magazins die Nähe zu einem Unternehmen sein, das offensichtlich zu einem wesentlichen Teil an dem Beitrag beteiligt war und darin auch eine umfangreiche Darstellung erfuhr.
Q
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 01 Mar 2007, 08:49
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Hier noch was interessantes: http://www.heise.de/newsticker/meldung/86021Zitat Die Jugendlichen sind unheimlich kreativ im Beschaffen von Dingen, die für sie verboten sind Zitat Es ist ein Verbrechen, unter 14-jährigen Kindern einen PC ins Zimmer zu stellen
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 01 Mar 2007, 10:34
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3. Schein   
Punkte: 256
seit: 18.07.2006
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Ich find alles eine riesengroße Frechheit. Ich spiel gerne „Killerspiele“, da steh ich dazu. Und es macht mir Spass, wenn’s knallt und blitzt und ich bei Call of Duty Nazis von meinem MG-Nest aus niedermähen kann. Vieles aus diesen Reportagen ist einfach erstunken und erlogen. Ich bin so oder so der Meinung, dass man sich Reportagen nicht ansehen muss, da die meisten purer Populismus und an Polemik nicht zu überbieten sind. Es zielt nur alles nur darauf, soviel Einschaltquote wie möglich zu machen. Und um Himmels willen darf das Thema nicht allzu komplex sein. Und schon gar nicht von allen Seiten aus beleuchtet, denn das könnte ja dem Bürger aus der Unter- bzw. Mittelschicht alles zu viel werden, sodass er es am Ende gar nicht mehr versteht und nicht weiß, was er nun denken soll. TV für die ganz Klugen! Wer seine Meinung und sein Wissen aus der Glotze bezieht, ist wahrlich das ärmste Schwein, und merkt es nicht einmal selbst. Meine Eltern gehören da dazu. Die glauben das auch alles, was Killerspiele betrifft. Es ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten, mich als potenziellen Amokläufer hinzustellen, weil ich solche Spiele spiele. Ich tue es, aber deswegen erschiess ich noch lange keine Menschen, auch wenn ich vom Leben gefickt wurde und zur Zeit arbeitslos bin. Und warum erschieß ich keine Menschen? Weil ich Anstand und Moral habe. Weil mein Elternhaus mir eine gute Erziehung mitgegeben hat und ich zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Niemand ist Schuld an meiner Situation und nur ich bin für mein Leben verantwortlich. Das begreifen Amokläufer nicht. Es ist einfacher, die Schuld bei anderen zu suchen. Das machen Amokläufer ebenso wie diese drittklassigen Reportagen im TV. Nicht die Killerspiele sind das Problem, sondern das Elternhaus. Es ist für Behörden anscheinend einfacher, solche Spiele zu verbieten und mit Lügen/Propaganda ein solches Verbot durchzusetzen, als an den tatsächlichen Wurzeln des Übels anzugreifen, nämlich dem verkorksten sozialen Umfeld. Keine Frage, dass unter 18jährige solche Spiele nicht spielen sollten. Bin ich auch dafür. Aber das ist nicht das Kernproblem. Ich behaupte einfach mal ganz dreist, dass da in der Erziehung etwas schief ging, wenn man wahllos eine Schule platt macht. Es müssen mehr Rechte für die Kinder geschaffen werden, indem man ihr Elternhaus besser kontrolliert. Das würde natürlich einen größeren Kostenaufwand für die Ämter bedeuten und das will ja keiner. Des weiteren passt das ja überhaupt nicht mit dem Föderalstaat BRD zusammen, in dem jeder tun und lassen kann, was er will. Ja nicht die Rechte beschneiden. Und ja nicht zu viel Arbeit machen. Und ja nicht die Wurzeln bekämpfen, dass würde viel zu lange dauern. Erst einmal die dumme Unterschicht mit dem Verbot von Killerspielen beruhigen. Und ich finde es ehrlich gesagt schade, dass es eine angeblich so hochkultivierte Nation wie Deutschland nötig hat, sein Volk zu beruhigen. Anscheinend sind die Leute nicht mehr in der Lage, selbst zu denken und sich ein eigenes Urteil zu machen. Da hat sich die deutsche Medienlandschaft ins eigene Knie geschossen, nachdem sie die Bevölkerung mit ihrem Programm über Jahre hinweg verdummen lassen hat. Nun müssen auch noch absolut dumme Verbote her, um die „nichtdenkenwollende“ Masse zu beschwichtigen. Was im TV läuft, glaub ich schon lange nicht mehr Cu, ich geh zocken... Dieser Beitrag wurde von Bilderguckn: 01 Mar 2007, 10:36 bearbeitet
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"Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller, unsere große Depression ist unser Leben."
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 01 Mar 2007, 13:04
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Bilderguckn @ 01 Mar 2007, 10:34) Ich find alles eine riesengroße Frechheit. Ich spiel gerne „Killerspiele“, da steh ich dazu. Und es macht mir Spass, wenn’s knallt und blitzt und ich bei Call of Duty Nazis von meinem MG-Nest aus niedermähen kann.  Jaja, erzähle ... kannst ruhig zugeben, dass du, wie alle anderen Deutschen Zocker auch, nur TOMMYs in den Arsch trittst Weg mit dem Sarkasmus - du hast schon Recht, mit dem was du schreibst. Interessant wären Erkenntnisse darüber, ob die Gewaltwahrnehmung während dem Spiel (also die Hemmschwelle) deswegen nicht funktioniert, weil man zu sehr darauf konzentriert ist, den richtigen Knopf zu drücken und die richtige Strategie zu verfolgen. Oder ob das damit zusammenhängt, dass wir Maschinengewehrgeratter und das Umfallen von Männchen nicht als Gewalt interpretieren. Oder ob es so ist, dass diese so gewonnenen Muster auch angewandt werden, wenn man reell jemanden umbringt. Die große Frage ist natürlich auch, warum nicht die ganzen Soldaten, die im Krieg waren, nicht mordend durch die Häuser ziehen. Die müssten ja auch daran gewöhnt sein.
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 01 Mar 2007, 13:49
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der vierkonsonantige         
Punkte: 3812
seit: 12.12.2003
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Zitat(Bilderguckn @ 01 Mar 2007, 10:34) Es ist für Behörden anscheinend einfacher, solche Spiele zu verbieten und mit Lügen/Propaganda ein solches Verbot durchzusetzen, als an den tatsächlichen Wurzeln des Übels anzugreifen, nämlich dem verkorksten sozialen Umfeld. Keine Frage, dass unter 18jährige solche Spiele nicht spielen sollten. Bin ich auch dafür. Aber das ist nicht das Kernproblem. Ich behaupte einfach mal ganz dreist, dass da in der Erziehung etwas schief ging, wenn man wahllos eine Schule platt macht. Es müssen mehr Rechte für die Kinder geschaffen werden, indem man ihr Elternhaus besser kontrolliert. Das würde natürlich einen größeren Kostenaufwand für die Ämter bedeuten und das will ja keiner. Des weiteren passt das ja überhaupt nicht mit dem Föderalstaat BRD zusammen, in dem jeder tun und lassen kann, was er will. Ja nicht die Rechte beschneiden. Und ja nicht zu viel Arbeit machen. Und ja nicht die Wurzeln bekämpfen, dass würde viel zu lange dauern. Erst einmal die dumme Unterschicht mit dem Verbot von Killerspielen beruhigen.  hehe in der ddr wurde die kindererziehung vor allem in kleinkindalter vom staat überwacht (erst mit geld, wenn man zu ärztl. untersuchenen kam, dannn mit besuchen von spez. ausgebildeten pädagogen, die sich, wenn sie nicht eingelassen wurden nach mehreren versuchen mit der polizei auch zugang verschaffen durften) gut? rechtsstaatlich? ausserdem wurden die größeren kinder in ganztagsschulen betreut und waren bei den (jung-)pionieren und der fdj. gut? rechtsstaatlich? erzähl mal einem freidenker oder einem alki der seine kinder braucht, damit bier ausm keller kommt, dass die 10 stunden pro tag machen, was der staat will. es gibt kein heilmittel für elternhäuser
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 01 Mar 2007, 14:17
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3. Schein   
Punkte: 256
seit: 18.07.2006
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Zitat(stth @ 01 Mar 2007, 13:49) hehe in der ddr wurde die kindererziehung vor allem in kleinkindalter vom staat überwacht (erst mit geld, wenn man zu ärztl. untersuchenen kam, dannn mit besuchen von spez. ausgebildeten pädagogen, die sich, wenn sie nicht eingelassen wurden nach mehreren versuchen mit der polizei auch zugang verschaffen durften) gut? rechtsstaatlich? ausserdem wurden die größeren kinder in ganztagsschulen betreut und waren bei den (jung-)pionieren und der fdj. gut? rechtsstaatlich? erzähl mal einem freidenker oder einem alki der seine kinder braucht, damit bier ausm keller kommt, dass die 10 stunden pro tag machen, was der staat will. es gibt kein heilmittel für elternhäuser  Das hat nichts mit gut oder rechtsstaatlich zu tun. Man muss es ja nicht so übertreiben wie in der DDR. Es würde ausreichen, wenn eine Tante vom Jugendamt 3 mal im Jahr zu einer Familie nach Hause kommt und nach dem rechten schaut. Das müsste natürlich auch gesetzlich festgelegt werden, sowie mit einem entsprechendem Strafkatalog ausgestattet werden, um eventuelle Verstöße oder Versäumnisse der Eltern zu ahnden. Ich find da nichts schlimmes dran, noch wird da Freiheit der einzelnen Person eingeschränkt. Ich halte es da so wie mit den Überwachungskameras: Wer sich an Recht und Ordnung hält, hat nichts zu befürchten. Dieser Beitrag wurde von Bilderguckn: 01 Mar 2007, 14:17 bearbeitet
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