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 04 Jun 2007, 13:36
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28.08.        
Punkte: 1914
seit: 28.10.2003
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den einsatzleiter find ich auch gut.... Zitat ...wir haben eine gute zusammenarbeit gepflegt mit den versammlungsanmeldern und den veranstaltern.... und dann schaut man sich doch mal das video an http://www.spiegel.de/multimediauebersicht/"Randale in Rostock Unrühmlicher Auftakt der G-8-Proteste" Dieser Beitrag wurde von Onkel Possi: 04 Jun 2007, 13:37 bearbeitet
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 04 Jun 2007, 18:35
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Find ich gar nicht so hart, denn schon zu meinen Schulzeiten hieß es eigentlich schon, dass Hilfe zur Selbsthilfe für Afrika und andere arme Länder viel sinnvoller sei, als einfach Geld dorthin zu überweisen. Ist natürlich für die Geldgeber tragisch. Denn es kommt schon lang nicht mehr auf die Millionen an, die wir nach Afrika überweisen. Es kommt eher darauf an, dass wir uns durch die Kredite das Recht erkaufen den besten Weg aus der Armut dort umzusetzen. Denn die Weltbank vergibt nur Kredite an Länder, die sich besonderen Reformen unterzogen haben. Eine davon ist das Private Sector Development, die die Privatisierung der meisten Bereiche vorschreibt. Länder, die plötzlich keine Kredite mehr zu zahlen haben (Schuldenerlass) oder keine neuen mehr bekommen (müssen) können aus diesem Weg ausbrechen (siehe Venezuela) und eigene Regeln für die Wirtschaft aufstellen. Da man annehmen kann, dass der Weg der Weltbank durch die Geldgeber (also uns Industrienationen) abgestimmt ist, können wir auch annehmen, dass dies für uns als der bestmögliche Weg erscheint ein Land aus seiner Armut zu erretten. Dementsprechend sehen wir es natürlich ungerne, wenn ein Land sich gerade aus der von uns vorgegebenen Best Practice Methode befreit und seinen eigenen Weg gehen möchte. Und als Folge davon sehen wir es auch nicht gerne, wenn sich Afrika aus der Sache mit den Krediten lösen möchte.
Dabei müssen wir noch nicht einmal böswillige Motive unterstellen um zu erkennen, dass es nicht im Sinne der G8 ist, wenn die Kredite an Afrika eingestellt werden.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 05 Jun 2007, 00:35
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3. Schein   
Punkte: 297
seit: 28.01.2005
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Der eigentliche Verlauf des G8-Gipfels, herausgefunden vom Spreeblick-Blog:
Digestif und Familienfoto Man kann der Bundesregierung nicht vorwerfen, sie würde allzu große Erwartungen für den Gipfel schüren. Na gut, hier und da hört man, man wolle die USA dazu bringen, innerhalb der UNO am Klimaschutz mitzuarbeiten, Afrika retten und den Schutz des geistigen Eigentums stärken, aber unter Umständen handelt es sich da um ein Missverständnis. Der offizielle Programmablauf legt nah, dass man sich dort eher über das Wetter als über das Klima unterhalten wird. Mittwoch, 06. Juni 2007 11 - 18 Uhr Erst kommt man an. Das dauert den ganzen ersten Tag. Kennt man ja. Füße vertreten, Rücken strecken, Bäuerchen machen vom seltsamen Flugzeug-Essen. Dann sind die Zimmer falsch gebucht, Tony Blair hat ein Einzelzimmer hinter der Kaiser-Augustus-Suite von Jacques Chirac* und möchte mit Tränen in den Augen den Reiseleiter sprechen. Wladimir Putin wird gesagt, das Hotel sei überbucht (tatsächlich hat man nur schlechte Erfahrungen mit russischen Geschäftsleuten gemacht, die ruinieren häufig Sofas mit Blut und Sperma), man könne ihm aber ein ganz reizendes Drei-Sterne-Hotel empfehlen, worauf Putin Blair vom Reiseleiter wegschubst und anfängt, diesen mit kyrillischen Buchstaben zu bewerfen. Ab 19.10 Uhr Wenn schließlich alle auf ihren Zimmern sind, wird zum Essen geläutet. Der japanische Regierungschef hat sich rohen Fisch in Staniolpapier mitgebracht, von dem alle etwas abhaben wollen. Denn nichts wird mehr gefürchtet als deutsches Essen und Tony Blairs Witze, auf denen er erst sitzen zu bleiben droht, sie dann aber geschickt den Dolmetschern andreht. Diese warten ab, bis alle den Fisch des Japaners gekostet haben und fangen dann an, die Blair-Witze zu erzählen ehe sie schlecht werden. Schlecht wird bald darauf allen, denn der Fisch verträgt sich nicht mit der Außentemperatur und Staniolpapier wird überbewertet. Donnerstag, 07. Juni 2007 09.30 Uhr Am zweiten Tag wird begrüßt. Dieser Punkt mag seltsam anmuten, weil man sich schließlich am Vortag schon gesehen hat. Aber er ist auch seltsam. 10.00 Uhr Dann regelt man das weltweite Wirtschaftswachstum und übernimmt die Verantwortung dafür. 12.00 Uhr Es folgt der erste Höhepunkt. Das Familienfoto der G8 Staats- und Regierungschefs. Eine delikate Angelegenheit, denn alle haben ihre Schokoladenseiten, bei Tony Blair ist es der Hintern, Jacques Chirac ist am schönsten von unten links und George Bush kommt am besten zur Geltung, wenn man seine Aura zwar spürt, er aber nicht zu sehen ist. 12.15 Wenn diese Schwierigkeiten gemeistert sind, redet man mit Jugendlichen, belästigt sie sexuell und klärt dann den Iran, Syrien, Nordkorea und noch so Länder, mit denen man gerade keinen Krieg führt. 13.15 Uhr Mittagessen trotz fischbedingten Völlegefühls 14.30 Uhr Dann gibt es die Gelegenheit für bilaterale Gespräche. Währenddessen kommen bei Angela Merkel Erinnerungen an ihre erste Tanzstunde auf. Romano Prodi, der sich eher in die endlosen Wahlprozeduren im Sportunterricht, wenn er nach dem Hund des Hausmeisters in die Basketballmanschaft genommen wurde (nachdem der Lehrer sanften Druck auf den Teamkapitän ausgeübt hat), zurück versetzt fühlt, fordert sie schließlich zum Gespräch auf, weiß dann aber nichts zu sagen und brummelt stattdessen, er müsse mal. 16.00 Uhr Schließlich beseitigt man dann den Klimawandel und sorgt für Energieeffizienz und versucht George Bush zu ignorieren, der Papierkügelchen wirft. 19.30 Uhr Während man zu Tisch sitzt, hält Wladimir Putin einen Diavortrag über Afrika. 21.30 Uhr Danach werden Verdauungsgetränke gereicht, weil der Japaner nach dem Fischessen am Vorabend fiese Gerüche verbreitet hat.
Freitag, 08. Juni 2007 09.00 Uhr Am nächsten Morgen verbessert man zusammen mit den Vorzeigedemokraten aus Ägypten, Algerien, Nigeria, Senegal, Südafrika, Äthiopien und Ghana das Gesundheitssystem, sie wissen aber auch nicht, wie die Rechnung von Ulla Schmidt aufgehen soll. Es folgt ein weiteres Familienfoto, diesmal mit den Vorzeigedemokraten, die nicht helfen konnten, was die Probleme des ersten Fotos nicht erleichtert. 10.45 Uhr Dann bringt man mit Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika die Weltwirtschaft zum Wachsen und macht noch ein Familienfoto. Es folgt ein Familienfoto mit allen Beteiligten außer George Bush, siehe oben. 13.00 Uhr Man isst mit dem Uno-Generalsekretär, dem Generalsekretär der OECD, dem Vizepräsidenten der Weltbank, dem Direktor des IWF, dem Exekutivdirektor der IEA sowie dem Generaldirektor der WTO und gibt dem Spiel neue Impulse. 15.00 Uhr Man sagt der Presse, dass es wunderschön war und dass man sehr braun geworden, Tony Blair aber seinen Sunblocker vergessen habe und deshalb noch auf seinem Zimmer sei. Nun sagen sich alle Tschö, nur Angela Merkel wird vergessen, die mit nach unten gezogenen Mundwinkeln wieder an ihren Tanzkurs denken muss.
* Gerüchte besagen, es habe eine Wahl in Frankreich gegeben, aber Jacques Chirac findet diese Behauptungen ridicule.
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The pen is mightier than the sword, but only if the sword is very small, and the pen is very sharp! - Terry Pratchett 
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 05 Jun 2007, 09:29
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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Zitat(wombat1st @ 05 Jun 2007, 01:13) ... das was der Herr Sieber erzählt mag ja teilweise richtig sein, teilweise ist es aber auch pure Träumerei und völlig realitätsfremd. Zitat(Siebert) Eine Demonstration gehört den Demonstranten, das muss man nun mal wirklich so sagen. .. das trifft doch nur auf friedliche Demos zu, denn die Autos, Gebaude usw. gehören nicht den Demonstranten. Das Recht auf Zerstörung von fremden und öffentlichem Eigentum ist nicht im Demonstrationsrecht inbegriffen, dass muss man auch mal so sagen. ... oder das hier: Zitat(Siebert) Es ist zum Beispiel die sichere Kenntnis, an welchen Stellen sogenannte Aktionsstraftaten passieren. Also in jeder riesengroßen Versammlung - Oktoberfest oder was immer Sie nehmen wollen -, gibt es Leute, die diese Situation nutzen, um zum Beispiel eine Scheibe einzuwerfen, um Autolack zu beschädigen, um irgendwas kaputt zu machen. Und für diese Situation muss sich die Polizei so vorbereiten, dass sie in der Lage ist, diesen Aktionsstraftäter sofort zu begleiten. Sie muss ihn nicht demonstrativ festnehmen oder niederschlagen oder irgendetwas, aber so zu begleiten, dass man seine Personalien später hat. .. natürlich hat er Recht, dass Aktionsstraftaten auf Massenveranstaltungen stattfinden, aber ich hab noch nie gehört, dass Autos auf einem Oktoberfest gebrannt haben oder das danach die Innenstadt verwüstet wurde. Und allein die Umsetzung seiner Idee, wie soll sowas denn funktionieren? Dazu müsste die Polizei die komplette Demo unauffällig überwachen, teils in Zivil, teils per Kamera und die Leute dann unaufällig begleiten, bis die Demo vorbei ist um ihre Personalien festzustellen, die die betreffenden Personen dann sicherlich freiwillig rausgeben ... Das klappt doch nicht, dann gibt es die Randale nach der eigentlichen Demo. Warum? Weil die, die da Steine schmeißen einen Hass auf die Polizei haben, dass jede Kleinigkeit ausreicht um sie als Anlass zu nehmen mit der Randale anzufangen. Das ist doch nichts neues. In manchen Punkten mag der Mann ja Recht haben, aber [...] ... Grüsse C°°°
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∴ ~ ∇ ~ ∞ ~ ◊ ~ ☺ ~ ☼wie∞oben∞so∞unten☼ ~ ☻ ~ ■ ~ ∅ ~ Δ ~ Ξ
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 05 Jun 2007, 09:38
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creamed my pantz.         
Punkte: 2512
seit: 05.01.2007
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Zitat(Chino @ 05 Jun 2007, 10:29) .. das trifft doch nur für friedliche Demos zu, denn die Autos, Gebaude usw. gehören nicht den Demonstranten. Das Recht auf Zerstörung von fremden und öffentlichem Eigentum ist nicht im Demonstrationsrecht inbegriffen, dass muss man auch mal wirklich so sagen.
damit meinte er evtl., dass sie die Route der Demo ändern oder die Demo einfach aufhalten Zitat .. natürlich hat er Rechtm dass Aktionsstraftaten auf Massenveranstaltungen stattfinden, aber ich hab noch nie gehört, dass Autos auf einem Oktoberfest gebrannt haben oder das danach die Innenstadt verwüstet wurde.
er meinte damit sicherlich auch das 1. Polizeiauto, bei welchem die Scheiben eingehauen wurden, dass man solche Täter sofort ermittelt, um sie später zu bestrafen, sodass die Situation nicht zur Straßenschlacht umkippt Zitat Und allein die Umsetztung seiner Idee, wie soll sowas denn funktionieren? hab ich mir auch schon gedacht^^
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 05 Jun 2007, 10:27
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verkwirtsch         
Punkte: 4565
seit: 09.04.2004
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Zitat(Chris @ 05 Jun 2007, 11:24) Eins ist doch klar wie Kloßbrühe. Sobald die Polizei irgendeine Aktion gegen den schwarzen Block startet, geht die Straßenschlacht los. Also warum macht man es bei jeder kleinen Provokation? Die Polizei führt sich da auf wie ein kleines Kind. Du hast mich gehauen, jetzt hau ich dich. Und der schwarze Block nicht anders. Provozieren bis die Polizei anspringt. Klar, sobald angefangen wird, nennenswert Eigentum zu beschädigen (z.B. Anzünden von Autos, Barrikadenbau) sollte man eingreifen. Aber selbst das könnte man koordinierter machen. In der ganzen Welt herrscht Krieg und die Polizei greift an, als ob sie noch nie etwas von dem Wörtchen Taktik gehört hätte. Und schwupps schon stehen sich wieder zwei Kampflinien gegenüber und bekriegen sich den ganzen Tag.   Und du kennst dich aus, mit so Kampftaktiken, ja?
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 05 Jun 2007, 11:34
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6. Schein       
Punkte: 1339
seit: 27.01.2005
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@chris: du bist also der meinung, dass sich die polizisten mit steinen und flaschen geduldig bewerfen lassen müssen? klar, gegengewalt ist nicht toll. aber verhaften: ja, da bin ich dafür. und das sich diese idioten nicht festnehmen lassen, ist ja wohl auch klar. was sollen sie also deiner meinung nach tun? blümchen hin halten? (hej, da wäre ich ja mal dafür) ich wünschte das würde funktionieren, leider bezweifle ich dass die realität so ist...
das experiment, was passiert wenn die polizei abgeführt wird, fänd ich auch klasse. nur wäre es für die anwohner sicherlich noch schwerer. ich bezweifle, dass die aufhören zu randalieren, nur weil keine polizei mehr da ist...
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„Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt!“ -B. Pascal-
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