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 05 Jun 2007, 12:03
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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@mimi: Zugegeben, es ist nicht schön, wenn ein Polizeiauto mit Steinen beworfen wird. Aber angesichts der Tatsache, dass man noch nicht mal die drei Typen fassen konnte, die das gemacht haben, hätte man auch einfach die weiteren Polizeiautos auf der Strecke außerhalb der Steinreichweite hinstellen können. Dabei wäre dann vermutlich weniger zu Bruch gegangen.
Die andere Lösung ist dass man gleich nach dieser Sache gezielt vorgeht. D.h. entweder diejenigen die laut johlend außerhalb ihres Blockes standen festsetzen und aus dem Verkehr ziehen, oder, falls sie sich in den Block bewegen, den ganzen Block kesseln.
Denn die Erfahrung sagt, dass diese Leute, die schon so schwarz vermummt auf der Veranstaltung rumlaufen später auch zuschlagen.
Natürlich darf man hierbei nicht eine Art Sippenhaft ausrufen, indem man alle festsetzt, bloss weil 3 Steine geschmissen haben und nun von den anderen versteckt werden. Aber man könnte aufgrund des Vorfalles die Sicherheitsmaßnahmen so weit erhöhen, dass die Bewegungsfreiheit des schwarzen Blockes auf der Demonstrationsroute bleibt und nicht ausufern kann.
In Hamburg wurde doch der wandernde Kessel auch angewendet und hat scheinbar funktioniert. Warum muss man hier wieder wie verschreckte Heuschrecken in die Menge stürmen und wild um sich prügeln? Warum hat die Polizei keine Schilder (heute haben sie doch auch welche) obwohl eigentlich von vorneherein klar sein dürfte (wenn ich schon mit so einem hohen Polizeibedarf rechne), dass irgendjemand etwas schmeißen wird? Warum beobachte ich nicht den schwarzen Block gezielt, wenn schon Tage vorher bekannt ist, dass einige an die Vorfälle in Genua anknöpfen möchten? Warum wird man eigentlich erst Tage danach klug, obwohl ähnliche Ausschreitungen seit 1999 beim G8 Gipfel auftreten?
Das sind Fragen, die sich mir stellen. Ich finde die Deeskalationsstrategie gut, aber sobald es zu Kampfhandlungen kommt, muss man sie entweder konsequent durchziehen, oder konsequent vermeiden. Ein paar Polizisten in die Menge stürmen zu lassen und einige Störer rauszuziehen wirkt eher eskalierend für die gesamte Situation, wenn sie schon so am Brodeln ist, wie sie in Rostock war. So etwas kann ich wirklich nur machen, wenn ein großer Teil noch nicht in der Stimmung ist, auf die Polizei einzuschlagen.
Ach ja im Übrigen ist heute ein Video aufgetaucht, nach dem das ganze eskaliert ist, weil zwei Zivilbeamte versucht haben, einen aus dem schwarzen Block festzunehmen.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 05 Jun 2007, 12:07
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(loco @ 05 Jun 2007, 12:45) Caesar, Napoleon und Hitler haben Menschen umgebracht, darauf beruht deren Strategie und das gleiche willst du in Dtl. mit der Staatsmacht fahren?  Nö. Aber zu Cäsars Zeiten wurden auch überwiegend Nahkampfwaffen eingesetzt. Und die Schlachtfelder gleichen ähnlichen Situationen, wie sie heute sich der Polizei bieten. Manchmal kann man auch beobachten, dass wirklich Techniken, die damals entwickelt wurden, auch sich bei der Polizei niederschlagen, z.B. das Schlagen des Knüppels auf die Schilde. Manchmal aber auch nicht. Und bei der Effizienz der in Rostock angewandten Methoden fragt man sich schon, ob man das nicht auch besser hingekriegt hätte.
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 05 Jun 2007, 13:34
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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.. die Vernunft würde jedenfalls nicht siegen, zumal da Leute angereist sind, die nur da waren/sind um zu randalieren. Das würden die auch ohne Polizei machen weil Randale deren Form von Demonstration ist. Wenn die Polizei nicht da wäre, dann wären wohl die Rechten gekommen um sich mit den Linken zu beulen oder die hätten sich einfach untereinander geprügelt, das würde doch nichts ändern .. Grüsse C°°° Dieser Beitrag wurde von Chino: 05 Jun 2007, 13:39 bearbeitet
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 05 Jun 2007, 14:06
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~PAPA~       
Punkte: 1492
seit: 11.04.2006
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Das Problem ist hier der Rechtsstaat selber, der das Legalitätsprinzip vorschreibt. Der Polizist ist quasi gezwungen zu handeln. Genauso wie ein Polizist auch gezwungen ist, jedes Rotvergehen an einer Ampel zu ahnen, egal obs nur nen Fussgänger war und eh nix kam. @Chino: Jo - aber das Geschrei dann erst, dass die Polizei versagt hat.... Und ob die Beamten Helme aufhaben und Schilde nutzen dürfen die bestimmt nicht selber entscheiden. Insofern unterstell ich mal einen halbherzigen Versuch, weniger martialisch aussehen zu wollen.
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Ich spreche fließend ironisch.
Viele Leute kommen mit meinem Humor einfach nicht klar.
Jule: Mit dir hab ich echt ma ein glückliches händchn gehabt :D
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 05 Jun 2007, 14:45
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Ironieresistenz I.         
Punkte: 2231
seit: 02.06.2005
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Zitat(Chino @ 05 Jun 2007, 14:34) Wenn die Polizei nicht da wäre, dann wären wohl die Rechten gekommen um sich mit den Linken zu beulen oder die hätten sich einfach untereinander geprügelt, das würde doch nichts ändern ..
Klar. Es gäbe keine verletzten Polizisten, keine verletzten Unschuldigen (es sei denn, sie geraten zwischen die Fronten) und die Sachschäden wären vermutlich auch nicht höher als sie es jetzt sind. Zitat(mArVinTheRobot @ 05 Jun 2007, 15:06) Das Problem ist hier der Rechtsstaat selber, der das Legalitätsprinzip vorschreibt. Der Polizist ist quasi gezwungen zu handeln. Genauso wie ein Polizist auch gezwungen ist, jedes Rotvergehen an einer Ampel zu ahnen, egal obs nur nen Fussgänger war und eh nix kam.
Ach so? Dann gehen die hier in Dresden aber nicht sehr konsequent vor. Bin im Tran schon ein- oder zweimal in Sichtweite eines Streifenwagens bei rot über die Ampel, weil alles frei war. Hat sich niemand drum geschert.
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 05 Jun 2007, 15:22
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Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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Zitat(JoSchu @ 05 Jun 2007, 15:45) Klar. Es gäbe keine verletzten Polizisten, keine verletzten Unschuldigen (es sei denn, sie geraten zwischen die Fronten) und die Sachschäden wären vermutlich auch nicht höher als sie es jetzt sind. .. man weiß es nicht. Kann genau so möglich sein, dass wenn sich rausstellt, dass sie quasie tun und lassen können was sie wollen, weil keiner eingreift, die Sache absolut nach hinten los geht. Zitat(JoSchu @ 05 Jun 2007, 15:45) Ach so? Dann gehen die hier in Dresden aber nicht sehr konsequent vor. Bin im Tran schon ein- oder zweimal in Sichtweite eines Streifenwagens bei rot über die Ampel, weil alles frei war. Hat sich niemand drum geschert.  .. sei doch froh. Wenn die gesagt bekommen, Sachen packen ihr fahrt zur Nazi-Demo, G8-Demo oder zum Castor-Transport, dann ist das so. Da wird ja nicht erst abgestimmt wer eher Rechts, Links oder Globalisierungsgegner ist und wohin möchte. Grüsse C°°°
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 05 Jun 2007, 16:30
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NeoHippie    
Punkte: 456
seit: 11.09.2006
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heyhallo zusammen,
man sollte nich vergessen, dass zahlreiche schwerverletzte gab. da sind menschen auf andere los gegangen mit dem ziel sie zu verletzen!! viele polizisten sind verletzt worden, weil eben keine schilde und knüppel einesetzt wurden, sondern man (die berliner polizei, bei der ich das schon zu hause mehrfach beobachten konnte) die hände frei haben will um die leute zu greifen und in gewahrsam zu nehmen. [edit]: hier hat die polizei im verlauf die sich abkühlende situation immer wieder angeheizt, indem sie versucht hat die straftäter einzeln heraus zu ziehen. aber wenn die 'friedlichen demonstranten', die auf vielen fotos im hintergrund die deutliche mehrheit darstellen, den einen oder anderen steinewerfer zur polizei geschubst hätten, wäre es auch nicht zu so vielen verletzten gekommen.
es ist absolut unmenschlich auf polizisten los zu gehen, mit dem ziel sie zu verletzen. da stehen menschen in den uniformen! die demo hat ihre vorgeschlagene route genommen, die polizei hat keine einschränkungen gemacht (ich hab in belgien schon 'technische sperren' aus stacheldraht gesehen, und das blieb friedlich), hat nichtmal demonstranten kontrolliert. welchen grund hat ein normal denkender mensch dann, den erst besten, einzeln stehenden polizisten anzugreifen? (respektive polizeiwagen) ich bin zutiefst enttäuscht. auch und gerade weil ich mich selbst bisher bevorzugt in den 'schwarzen block' eingereiht habe.
so etwas tut man nicht.
tashi delek fee
PS: etwas chaotisch und ohne textstruktur, aber halbwegs auf den punkt.
Dieser Beitrag wurde von gewaltfee: 05 Jun 2007, 16:34 bearbeitet
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 05 Jun 2007, 20:58
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Froschologe       
Punkte: 1018
seit: 19.06.2006
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"Langsam wirds Zeit für eine Agressivitäts-Steuer. 5 Euro im Monat für jeden Bundesbürger vom 18-40 Lebensjahr. Davon baue man Stadien. Für diese Stadien schaffe man einen Rechtsfreien Raum. Jeder der zuviel "Energie" oder "Wut" sein Eigen nennt, hat freien Zutritt. Vorher muß noch eine Einverständniserklärung abgegeben werden, das was immer da drin passiert, niemand, nicht das Volk, nicht die Krankenkasse, nicht die Rentenkasse, nicht der Staat und schon gar nicht die "ganz normalen Menschen" (die auch ohne jemand anderen den Kiefer brechen zu müssen durchs Leben kommen) für etwaige Folgeschäden an Leib und Seele aufkommt. Für die Statistik kann man in dieser Erklärung dann auch etwaige politische Ziele oder soziale Probleme festhalten (sprich warum man denn so geladen ist). Utensilien sollten gestellt werden (Steine, Schilder, Baseballschläger, etc.). Vorher muß man sich noch kurz entscheiden als was man reingeht (Polizist, Autonomer, Rechter, Linker, Hooligan). Am Wochenende werden Autos, Mülltonnen und Kioske als Gimmik zum Anzünden reingefahren. Gaffer und Presse haben ebenfalls freien Zutritt, werden als einzige mit rosa Häschen-Kostümen gekennzeichnet. Einen Rechtsanspruch bei Schäden haben sie auch nicht. Übertragungsrechte kosten so ab 500 Millionen Euro (Versteigerung mit Basissumme). Projekt über 10 Jahre. Danach wird wissenschaftlich ausgewertet, wieviel die Volkswirtschaft an Ressourcen eingespart hat." (Ironiedetektor) glaube aber langsam würde ich dafür zahlen weil inzwischen kann der Frömmste hier nicht mehr in Frieden leben, wenn der böse Nachbar pöbeln möchte
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Everybody knows that the boat is leaking Everybody knows that the captain lied
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 05 Jun 2007, 21:22
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schläft.      
Punkte: 917
seit: 03.12.2003
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Zitat(Gatewick @ 05 Jun 2007, 22:06) Hier regen sich Leute über Dinge auf, die einfach mal nicht wirklich wichtig sind. Wie z.Bsp. die Art der Unterkunft und Verpflegung - ganz ehrlich würdet IHR als Staatschefs euch anner Pommesbude treffen? -> nun werden bestimmt ganz viele sagen "Ja klar!" aber nur um GEGEN mich zu reden anstatt vielleicht mal realitisch nachzudenken!  ich denke nicht, dass jemand von einer pommesbude hier sprach. scheinbar hast du doch nicht so gut gelesen. aber fakt ist, dass das ganze als gespräch vor einem kamin anfing & nun mit riesigem trara im luxushotel mit sternekoch gelandet ist. dafür, dass auf dem treffen sowieso nichts ausgehandelt wird (das meine ich nicht im sinne von "keine ergebnisse", sondern im sinne von "im vorfeld wurden 95% beschlossen, bei dem treffen soll nicht gestritten, sondern einigkeit demonstriert werden"), finde ich das arg übertrieben. aber auch schön, dass du uns vorhälst, dass wir unser wissen nur aus den medien haben. woher hast du denn dein wissen? hat du ein recht, uns das vorzuhalten? ich habe mich in letzter zeit viel mit dem gipfel beschäftigt und ja, ich habe meine meinung mehr oder weniger von den medien bekommen, allerdings habe ich darauf geachtet, verschiedene medien dazu heranzuziehen.
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