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 07 Jul 2004, 02:40
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3. Schein   
Punkte: 182
seit: 01.10.2003
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Warum eigentlich immer nur Staat??? Warum nicht selbst für Kinder aufkommen?? Warum nicht froh sein, dass man überhaupt Kinder bekommen kann oder darf?? Warum denken wir (ich zähle mich da mit dazu) denn immer an das, was uns vom Geld noch übrig bleibt??
Es gibt Länder, da darf man nur ein Kind bekommen oder man MUSS an den Staat zahlen! Desweiteren zahlt man für Kindergärten, Schulen etc. ausreichend Geld (USA, China, ..)!! Natürlich gibt es da da auch genug Kindergärtenplätze für jeden - weil das wie in der Wirtschaft funktioniert (oder funktionieren sollte). Angebot = Nachfrage!! Da kann sich auch keiner mehr beim Staat beschweren!!
Ich glaube also nicht, dass wir die Motivation der Deutschen Kinder zu bekommen fördern, in dem wir Kinderlosen "Strafen" aufdrücken (und das scheint mir hier das Hauptargument). Ich halte nix davon! Aber wenigstens für eins ist es gut: Es kommt wieder ein bisschen mehr in die Kassen unseres lieben Staates!
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"Erzähle es mir, und ich vergesse. Zeige es mir, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich verstehe es." Konfuzius
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 07 Jul 2004, 05:33
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der christian       
Punkte: 1119
seit: 01.10.2003
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| QUOTE (sparklet @ 07 Jul 2004, 03:40) | | Es gibt Länder, da darf man nur ein Kind bekommen oder man MUSS an den Staat zahlen! |
Ja, Länder, die ein Problem mit zu vielen Kindern haben. Derzeit hat Deutschland aber mit einer Riesenwelle Rentner "zu kämpfen", die immernoch dabei ist, sich zu nähern (so in 20Jahren ists so weit-vielleicht noch eher)...und dem gegenüber stehen relativ weniger Kinder, die für diese Rentner die Rente zahlen sollen-der Einbruch der Anfänger auf dem Arbeitsmarkt steht allerdings recht kurzfristig bevor-schon in 3 bis 5Jahren. Kinder (man muss es ja nicht "ausarten lassen" (blöde Formulierung, aber mir fällt nix besseres ein) wie in Indien und China) sind ein Kapital für ein Land, das nicht zum (beinahe reinen) Einwanderungsland werden will und das ist der Grund, weswegen Deutschland kinderfreundlicher werden muss.
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 07 Jul 2004, 05:58
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Deutsche fickt für Deutschland!
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 07 Jul 2004, 06:15
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3. Schein   
Punkte: 182
seit: 01.10.2003
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Ich meine nur, dass nicht unbedingt der STAAT für die Kinderarmut verantwortlich gemacht werden kann. Beschränkungen wie 1 Kind pro Familie, sollten nur yeigen wie glücklich wir eigentlich sein können, dass uns diese Entscheidung selbst überlassen ist.. und auf der anderen Seite sollte es zeigen, wieviel andere Länder in ihre eigenen Kinder stecken, wo viele Deutsche ja anscheinend den Staat dafür verantwortlich machen!!!
Natürlich geht es ohne Staat nicht. In gewisser Weise ist er ja selbst Schuld. Er müsste "einfach mal" Abgaben verringern und den Familien dieses Geld in die Taschen stecken, damit sie selbst für die Erziehung ihrer Kinder aufkommen!!!
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 07 Jul 2004, 06:47
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Sicher Dicker. Trotzdem fetzt das nicht wirklich. Ich mein. Gerade letzens wurde die Arbeitszeit wieder auf 40 Stunden erhöht, in Bayern sogar auf 42 Stunden.
Wenn jetzt auch noch beide Elternteile arbeiten müssen, ist das Kind von Montag bis Samstag ohne Mutter und Vater. Wer erzieht es dann noch?
Und als Student mit Kind? Ich kenn solche, und es geht auch, aber viel bleibt da nicht übrig. Wenn ich so meine Arbeit für die Uni anschaue und für nebenher verdienen. Ne, als Student möchte ich echt kein Kind haben. Und wenn ich aus der Uni komm bin ich erstmal 25.
Und dann gehts richtig los, mit lebenslangem Lernen und son Scheiß. Da bleibt richtig wenig Zeit für ein Kind. Und wenn ich dann noch nicht mal einen Kindergartenplatz bekomme, warum sollte ich mir das antuen?
Klar gehts uns im Vergleich zu anderen Ländern gut, aber immerhin wollen wir ja einen gewissen Bildungsstand halten. Wenn nur noch Kinder in den "ungebildeteren" Familien großgezogen werden, flaut dann auch die Zahl der Kinder ab, die später studieren. Aber genau die wollen wir ja.
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 07 Jul 2004, 07:05
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3. Schein   
Punkte: 182
seit: 01.10.2003
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Tja.. mehr als 3 Monate Babypause - das ist ein Luxus.
Da beneide ich Laender, in denen der Familienzusammenhalt noch viel ausgepraegter ist. Wo sich die Omas und Opas tagsueber mit den kleinen Babies beschaeftigen (spaeter gibt es ja genug Kindergartenplaetze, was sowieso viel besser fuer die soziale Erziehung ist) und wo spaeter die Kinder fuer ihre Eltern sorgen, wenn sie aelter werden.
Habe heute erst gelesen, dass immer mehr alte Menschen in Krankenhaeusern und Pflegeheimen sterben und nicht mehr im Kreise der Familie, wie auch in Dtl. frueher mal ueblich!!!
Hauptgedanke ist (um auf die Pflegeversicherung zurueckzukommen), dass solche "Bestrafungen" nicht ziehen. Die werden murrend hingenommen, aber deshalb wird man nicht mehr Kinder bekommen... damit werden nur kleine Loecher im Haushalt gestopft (in diesem Fall das fuer die Pflegeversicherung)!
Dieser Beitrag wurde von sparklet: 07 Jul 2004, 07:22 bearbeitet
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 07 Jul 2004, 09:27
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*blinzel*         
Punkte: 5141
seit: 26.03.2004
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man. wie kann man nur so früh aufstehen ... | QUOTE ("chris") | | Deutsche fickt für Deutschland! |
... das allein ist nicht des Problems Lösung ...  | QUOTE ("pummel") | Ich denke der Hauptgrund, warum hier keiner Kindlein produziert ist fehlende Motivation. Wer hat schon Lust, sich mit 19 gleich n Gör an die Backe zu hängen. Dafür gibbet heutzutage einfach zu viel andres zu erleben und zu schaffen. |
so siehts aus. den Deutschen geht einfach viel zu gut. Das Problem liegt doch wohl auch allgemein in der Gesellschaft. Wenn du heutzutage schon mit 19 ein Kind bekommst, wirst du doch schräg angeguckt als hättest du den größten Fehler gemacht, den man als 19jährige machen könnte. Und auch so dreht sichs doch alles nur um Arbeit. Man ist doch im grunde nur bemüht nach der Lehre oder dem Studium einen sicheren Arbeitsplatz (wenn es sowas überhaupt noch gibt) zu bekommen und dabei spielen Kinder einfach mal keine Rolle. Es ist einfach so. Sobald du ein Kind hast, hast du doch bei den meisten Arbeitgebers sowie keine Chance mehr. Dann werden eben Kinderlose eingestellt. Die bleiben seltener zuhause, können auch mal Überstunden machen usw. | QUOTE ("chris") | | Klar gehts uns im Vergleich zu anderen Ländern gut, aber immerhin wollen wir ja einen gewissen Bildungsstand halten. Wenn nur noch Kinder in den "ungebildeteren" Familien großgezogen werden, flaut dann auch die Zahl der Kinder ab, die später studieren. Aber genau die wollen wir ja. |
mmh. also das seh ich ein bissel anders. ich glaube nicht, dass deshalb die Zahl abflaut, weil es doch noch genug Kinder aus "ungebildeteren" Familien gibt, die studieren gehen --- ich bin ein lebendes beispiel  | QUOTE ("sparklet") | | Hauptgedanke ist (um auf die Pflegeversicherung zurueckzukommen), dass solche "Bestrafungen" nicht ziehen. Die werden murrend hingenommen, aber deshalb wird man nicht mehr Kinder bekommen... damit werden nur kleine Loecher im Haushalt gestopft (in diesem Fall das fuer die Pflegeversicherung)! |
das ist vollkommen richtig. ich würde als Arbeitstätiger wegen 25 cent nicht meine "Freiheit" aufgeben und mir ein Kind anschaffen, wenn ich keins will. deshalb sag ich ja, die Ansporne, ein Kind zu bekommen, sollten wesentlich anders gestaltet werden. | QUOTE ("chris") | | Und dann gehts richtig los, mit lebenslangem Lernen und son Scheiß. Da bleibt richtig wenig Zeit für ein Kind. Und wenn ich dann noch nicht mal einen Kindergartenplatz bekomme, warum sollte ich mir das antuen? |
aus rein biologischer sicht? ---> um Gene in den Genpool der nächsten Generation einzubringen
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 07 Jul 2004, 12:54
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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| QUOTE | | mmh. also das seh ich ein bissel anders. ich glaube nicht, dass deshalb die Zahl abflaut, weil es doch noch genug Kinder aus "ungebildeteren" Familien gibt, die studieren gehen --- ich bin ein lebendes beispiel |
Die 17te Sozialerhebung des deutschen Stundentenwerks gibt an, dass an deutschen Hochschulen 11% aus Schichten mit niedrigem Einkommen stammen, aber 81% aus Schichten mit hohen Einkommen. Nicht dass ich behaupten will, dass alle Kinder aus unteren Schichten dumm sind, es gibt noch andere Effekt, die einem Studium verbieten. Es ist aber einfach so, dass eben nur 11% aus diesen Schichten kommen. Das wird zwar steigen, wenn in den oberen Schichten weniger Kinder geboren werden, dafür sinkt dann halt die Zahl der Studierenden. Also vorsicht, so toll wie das mit jeder darf studieren immer klingt, ist es nicht. Und demnach auch bei der nachhaltigen Planung unserer Kinder zu berücksichtigen.
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 08 Jul 2004, 17:00
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old 's cool!         
Punkte: 9493
seit: 12.07.2003
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auch wenn das jetzt schleichender offtopic ist, aber ich hätte da mal 'ne frage Chris: worauf beziehen sich denn deine prozentangaben? wenn ich die 81 und die 11% addiere komme ich ja schon auf 92% (  für diese leistung - ich weiß  ) - welcher gesellschaftsschicht entsprechen denn die restlichen 8%? ich vermute bei dieser statistik, dass hier die grenze für hohes einkommen sehr sehr niedrig liegt, wenn nicht gar nur knapp über dem sozialhilfesatz. das würde diese statistik wieder mal als völlig blödsinnig hinstellen.. -> es gibt die echte lüge, die notlüge und die statistik.. jetzt noch eine zweite frage: angenommen wir zeugen wieder mehr kinder, damit ich nicht für 4 omis und opis arbeiten muss, wer schafft dann die ausbildungs- und arbeitsplätze für diese kinder wenn das, wie derzeit, bei zu wenigen kindern nicht mal annähernd gelingt? edit: warum geht das respekt-schild nicht! Dieser Beitrag wurde von yocheckit: 08 Jul 2004, 17:02 bearbeitet
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Kleine Aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. * Irgendeiner hatte ihm eine * dunkelhellila Aster * zwischen die Zähne geklemmt. * Als ich von der Brust aus * unter der Haut * mit einem langen Messer * Zunge und Gaumen herausschnitt, * muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt * in das nebenliegende Gehirn. * Ich packte sie ihm in die Brusthöhle * zwischen die Holzwolle, * als man zunähte. * Trinke dich satt in deiner Vase! * Ruhe sanft, * kleine Aster! -Gottfried Benn (1912)-
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 08 Jul 2004, 17:37
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Oh, schlecht von mir aufgeschrieben. Tut mir leid. Noch mal langsam aufgerollt. Der Status niedrig, mittel, hoch wird aus Stellung im Beruf (Prestige, Entscheidungsautonomie und indirekt auch das Einkommen) und Ausbildung der Eltern erstellt. Weiterhin hat man, entstammt man einer Familie mit niedrigem Status zu 11% die Chance eine Hochschule zu besuchen, während man, in einer Familie mit hohem Status geboren, mit 81% Wahrscheinlichkeit eine Hochschule besuchen wird. Tragisch schon, dass diese Werte auch schon in der Schule bestehen. Ein Kind, dessen Eltern beide Arbeiter sind, schafft mit 20% Wahrscheinlichkeit die 11-13 Klasse, ein Kind, dessen beide Eltern verbeamtet sind schafft diese mit 84% Wahrscheinlichkeit. Für näher Interessierte: Sozialerhebung des StudentenwerkesDas mit den Ausbildungsplätzen etc. ist die große Frage, die es in der Politik zu lösen gilt. Andererseits setzen Kinder ja im Vorlauf eine Menge Geld frei, das wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt wird. Woher es auch immer kommen mag
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 08 Jul 2004, 18:09
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Wieder-Dresdner    
Punkte: 401
seit: 27.04.2004
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auch wenn es noch mehr offtopic ist, ich habe kürzlich nen artikel in der brand eis gelesen, in dem es genau um das thema (über-)bevolkerung in deutschland ging! und es waren ein paar interessante thesen mit drin: das unser sozialsystem zum beispiel nur bei wachstum (--> grenzen des wachstums?? irgendwann ist mal schluss!!) und bei vollbeschäftigung funktioniert. naja, wer will solls selber lesen!
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Heute studiert jeder Zweite an der Uni sein späteres Hobby für die Arbeitslosigkeit! Elmar Kupke
Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterläßt keine eigenen Spuren. William Shakespeare
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