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Sinn und Unsinn von Castorblockaden
Antworten(90 - 104)
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 30 May 2005, 16:29
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4. Schein    
Punkte: 456
seit: 01.12.2003
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@VTOL: Mein Zitat, dass "Die Argumentation der Energiekonzerne aus rein wirtschaftlichen Gründen erfolgt" möchte ich unter Aufnahme Deiner Anmerkung noch präzisieren: Der Satz ist nicht falsch und auch eine solche Argumentatin seitens der Energiekonzerne ist nicht falsch. Mir geht es darum, dass die meisten Energiekonzerne so argumentieren, dass alternative Energien wegen zu (angeblich) hoher Kosten UND deren Subventionierung nicht tragbar sind. Dabei verschweigen sie jedoch, dass AK in gleichen Grössenordnungen subventioniert wird (siehe meine Anmerkungen zu den Rückstellungen in der Bilanzierung).
@baren: Deine Anmerkungen zum Salzsstock sind sicher richtig. Darüber hinaus sollen Salzstöcke aber vor allem Schutz vor der Strahlung bieten, denn das Salz absorbiert diese. Und Castorbehälter strahlen. "Sonst könnte man sie auch in Otto-Normal-Bergwerken lagern." Das witzige ist jedoch, dass bisher überhaupt keine Lagerung in Salzstöcken stattfindet. Sondern die Teile an der Oberfläche lagern. Es gibt daher WEDER Schutz vor der Strahlung NOCH Schutz vor Terroranschlägen.
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Dry your eyes mate, I know you want to make her see how much this pain hurts. But you've got to walk away now, it's over.
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 30 May 2005, 17:12
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chaos.         
Punkte: 9601
seit: 22.10.2004
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<offtopic> Zitat(wombat1st @ 30 May 2005, 17:24) ein post bekommt nicht durch farbe, smileys oder schriftgröße mehr gehalt, sondern einzig und allein durch die aneinanderreihung von buchstaben, um so inhalt zu vermitteln.  ich nehme an, er will mit diesem eindrucksvollen beitrag den " Pi mp My Po st - Aw ar d" gewinnen. </offtopic> <by-the-topic> würde man endlich mal sämtliche forschungmittel, die derzeit noch für rußfilter in industrieanlagen durch die esse geblasen werden, in die realisierung von fusionskraftwerken stecken, wären wir einen ganzen schritt weiter. ich würde das ja gern bei der besichtigung des AKR2 ansprechen und die angestellten vor ort dazu befragen. der radioaktive abfall, der bei fusion entsteht ist doch wesentlich geringer im vergleich zur energieausbeute. im übrigen wurde es bei der diskussion hier (die sich mehr um das pro&contra von kernenergie dreht, als um die castor-transporte) versäumt, kritisch zu hinterfragen: was ist mit HT-Reaktoren? was ist mit PBM-Reaktoren? welche möglichkeiten bietet transmutation bei der entsorgung? kann man den müll nicht gen sonne schiessen? schwierige diskussion und oftmals emotional geführt. </by-the-topic> <ontopic> was ich an den gegnern der castor-transporte nicht verstehe: warum blockieren sie immer nur die transporte? wenn sie was dagegen haben, dann stellen wir ihnen den müll eben vor die haustür. wann finden blockaden von kraftwerken statt? hört man selten... immer nur die transporte blocken. sinnlos, aber macht wahrscheinlich mehr spass. </ontopic> abaddon
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..:: Wir sind gekommen Dunkelheit zu vertreiben, in unseren Händen Licht und Feuer ::..
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 31 May 2005, 11:36
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3. Schein   
Punkte: 178
seit: 05.01.2005
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Fusion ist immer noch Zukunftsmusik. Richtig ist, dass die Forschung in diesem Gebiet forciert werden muss. Realisiert werden können wird das ganze in ca. 50 Jahren, wenn es auf dem Gebiet der Supra-leiter wie erwartet voran geht. Fusion ist ja eine Kombination von neuen Technologien.
Komm mit ins Anti-Atom-Dorf. In der Zeit des internationalen Terrorismus wird da wohl rigorosest dagegen vorgegangen werden.
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Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. - Micha 4
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 31 May 2005, 23:11
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Mahatma Cosmo     
Punkte: 661
seit: 06.01.2004
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ich muß nun auch mal wieder n bissel klugscheißen, nachdem ich in den letzten tagen nich dazu gekommen bin salzstöcke = endlager: deutschland hat noch kein endlager, da selbst die wissenschaftler nicht sicher sind, ob die salzstöcke ausreichende sicherheit für viele 10-tausende jahre bieten. das geringste problem ist die strahlung abzuschirmen, dazu gibt es aber mit sicherheit bessere möglichkeiten als salz (je höher die dichte eines stoffes um so besser schirmt er strahlung ab, also selbst luft schirmt strahlung ab, aber im vergleich zu blei oder noch schwereren elementen vernachlässigbar gering (bsp: die strahlung der sonne, die u.a. auch radioaktiv ist wird von der atmosphäre abgeschirmt)). wie schon mal erwähnt, bieten salzstöcke einen hervorragenden schutz gegen (grund-)wasser, was aber weniger interessant für die korrosion der castorbehälter ist, die kommen eh nicht unter die erde, mehr dazu weiter unten. wasser würde radioaktive stoffe auspülen und diese weiträumig verteilen. ein weiter grund für salzstöcke ist ihr plasisches verhalten unter (hohem) druck (und der herscht nun mal unter der erde), d.h. auch bei bewegungen in der erdkruste entstehen keine verwerfungen, risse oder ähnliches, die den müll an die oberfläche / zu wasserführenden schichten oder was auch immer bringen könnten, also salzstöcke gelten als geologisch sicher und in sich abgeschlossen. castorbehälter: kommen nicht unter die erde! sie sind nur für den transport und das abklingen des mülls von bedeutung, denn der müll wir anschließend in glasblöcke eingeschmolzen und diese sollen dann unter die erde. wie auch schon erwähnt sind die teile schweine heiß, aber nur im inneren, nicht außen, ich bin mir sicher, daß man die problemlos anfassen kann, ohne sich die finger zu verbrennen, sie sind außen vielleicht ein wenig warm, das ist aber schon alles. Ursache ist, der müll zerfällt weiterhin und produziert wärme und strahlung, aber nicht mehr ausreichend, um damit ein kraftwerk zu betreiben. bis der müll so abgeklungen ist, dass man ihn in glasblöcke einschmelzen kann, vergehen auch schon mal ein paar jahrzehnte und darum stehen die castorbehälter in zwischenlagern ("baracken") die durch kontrollierten luftaustausch gekühlt werden. rückstellungen der energieunternehmen sind keine subventionen: rückstellungen darf jedes unternehmen machen, um reserven für folge-schäden/-kosten zu haben, das sind steuerfreie gewinne, die aber nur für ihren vorgesehenen zweck verwendet werden dürfen. werden diese nicht verbraucht, werden anschließend auch steuern fällig. also rückstellungen haben nichts mit subventionen zu tun. diese rückstellungen sind auch nötig, denn genauso wie der bau der AKWs geld kostete, kostet der abriss auch unsummen, da der großteil der baumaterialien stark verstrahlt ist und somit auch atommüll ist, der "unter die erde muß". also sondermüll ist und nicht einfach, bsp. stahl des druckbehälters und der rohrleitungen, wieder eingeschmolzen und erneut verwendet werden kann. desweiteren müssen die zwischenlager und das noch nicht vorhandene endlager ausgerüstet / eingerichtet und betrieben werden. das sind alles folgekosten, die auch nach der abschalltung noch nötig sind und dazu werden rückstellungen gebildet. vorteile der kernfusion: - nahezu unerschöpflicher brennstoffvorrat auf der erde (wasserstoff ist im wasser, in kohlenwasserstoffverbindungen (= öl und biomasse) u.a. vorhanden) - sicherer prozess, es befindet sich nur soviel brennstoff im reaktor wie gerade gebraucht wird, nicht ein vorrat für mehrere monate. die fusion an sich ist sehr schwer zu handeln (extrem hoher druck und temperatur), die durch geringste unstimmigkeiten in den parametern zusammenbricht. - die abfallprodukte sind auch radioaktiv, deren halbwertszeiten betragen aber nur jahrzehnte und nicht jahr(zehn)tausende, somit werden endlager unnötig, außer für reaktorbauteile an sich, denn die werden genauso verstrahlt wie die von klassischen AKWs.
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"Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen." - Pearl S. Buck -
"Wir haben die Pflicht, stets die Folgen unserer Handlungen zu bedenken." - Mahatma Gandhi -
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 01 Jun 2005, 00:06
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<Mitgliedertitel>     
Punkte: 508
seit: 20.08.2004
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a) Was machst du mit dem Salz? Vermutlich in der Wüste endlagern. Nein... ganz falsch! Wir bauen ein riesig großes Schiff (jaja, so groß, das kannst du dir gar nicht vorstellen, wirklich verdammt groß, so, das es nur ganz knapp durch die Strasse von Gibraltar passt!) und stellen 2 Leute mit Schaufeln drauf. Die fahren mit dem Schiff Tag und Nacht (12 Stunden, Schichtwechsel) über den Atlantik und das Mittelmeer und ach weiss der Geier! Dabei verteilen sie das geladene Salz wieder anständigst im Ozean und wenn sie damit fertig sind, dann dürfen sie sich neues Salz abholen! b) Wie sicherst du, dass nicht wie in Nigeria die Menschen versuchen, die Leitung anzuzapfen. Wie sicherst du, dass die Leute in Saudi Arabien oder Russland die Leitung nicht anzapfen? c) Die Folgen eines Lecks wären <bitte nachdenken>. Es gibt bereits H2 Pipelines. Das wäre gar nichts neues. Was wären die Folgen eines Lecks in einer H2-Leitung oder einer Erdgasleitung? Psssssssssssst. Was wäre die Folge eines Sabotageakts gegen eine Erdgas/H2-Leitung? Bumm. d) Was macht man bei Sandstürmen? Die Sind doch überbewertet. Klar, Sandstürme sind keine feine Sache, aber die kommen nicht so oft vor und haben auch nicht sooooo die Gewalt. Man muss eben kratzfeste Materialien verwenden - oder baut Deckel drauf und stellt die Dinger auf einziehbare Füsse. Ich sehe das nicht so als _das_ Problem. Problematisch ist eher die Kostenfrage: Meerwasser entsalzen ist nicht gerade billig. Das Argument von cosmophon, dass es nicht möglich ware H2 aus Meerwasser zu gewinnen, weil man da bereits all die neu gewonnene Energie für aufwenden muss kann ich im übrigen nicht so recht `logisch' nachvollziehen. Vielleicht nochmal drüber nachdenken. Clx. p.s.: Ich bin kein Freund der Energiegewinnung durch Kernspaltung weil: Wenn GAU ist, dann ist GAU. Da kannst du nun sonstwas für einen Reaktor haben - mir egal. Wenn du einmal deine Umwelt verstrahlt hast (und die Umstände können recht dumm sein... Terror, Idioten, Krieg...) dann ist einfach mal Schicht - das ist ärgerlich, is aber so. Cherynobyl 1986 war auch eine Mixtur aus Idiotie und alter Technik. Wir haben in Deutschland die sichersten Kernkraftwerke? Bitte? Woher wollt ihr das wissen? Nur weil wir hier zufällig gerade im Land der großen Ingeneure wohnen, heisst das noch lange nicht, dass ein schwerwiegender Atomunfall 100%ig ausschliessbar ist. Vielleicht wird es uns in den nächsten Jahren ja sogar mal passieren? Was dann? Dann wird in den Geschichtsbüchern stehen `Unausgereifte Technik & die zum Zeitgeist der Epoche passende Selbstüberschätzung führten zum großten und einzigen deutschen Atomunfall und zur forcierung der Entwicklung von Fusionskraftwerken [...]' Sauberer ist die Kernspaltungsenergie sicherlich. Aber sicherer? p.p.s.: Mir ist bewusst, dass in Fusionskraftwerken Material radioaktiv aktiviert wird. FYI: http://www.hyweb.de/Wissen/H2-kfa.htmlDieser Beitrag wurde von calyx: 01 Jun 2005, 09:30 bearbeitet
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Meine Signatur ist: Keine Signatur!
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 01 Jun 2005, 10:38
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5. Schein      
Punkte: 766
seit: 05.08.2004
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@Calyx: Witziger Post Aber so problematisch seh ich das mit dem Wasserstoff nicht. Warum sollte das Salz von der Meerwasserentsalzung so problematisch sein? Auf das gesamte Meervolumen gerechnet wird der Anteil nicht so groß sein. Zitat(cosmophon @ 01 Jun 2005, 00:11) bis der müll so abgeklungen ist, dass man ihn in glasblöcke einschmelzen kann, vergehen auch schon mal ein paar jahrzehnte und darum stehen die castorbehälter in zwischenlagern ("baracken") die durch kontrollierten luftaustausch gekühlt werden.
... und ich vermute, dass die Luft, welche die Behälter kühlt, radioaktiv wird und damit die Umgebung verstrahlt.. wie war das mit den erhöhten Krankheitsfällen in der Nähe von Zwischenlagern? ...
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 01 Jun 2005, 10:39
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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.. eben. GAU ist GAU und den kann man nie ausschließen. Es wurde mal der Wirkungsgrad alternativer Energieformen angeprangert und dazu möchte ich mal eine Überlegung anführen. Selbst bei Atomkraftwerken beträgt die Energieausbeute grade mal 40%, der Rest geht zum grössten Teil als Wärme an die Umwelt. Das ist bei Kohle und Gaskraftwerken nicht anders. Damit zu werben, dass der Wirkungsgrad von AKWs so <übertrieben>senationell</übertrieben> ist, ist grosser Quatsch Wie also bekommt man mehr als 40% aus den Kraftwerken? Man könnte z.B. die entstandene Wärme nutzen um Wohnräume zu heizen. Das geht aber nur, wenn man das Kraftwerk nah am Abnehmer hat. Aus dem Grund gibt es Blockkraftwerke, die einzellne Wohneinheiten/Wohngegenden mit Strom und Wärme versorgen. Der Wirkungsgrad dieser kleinen individuellen Kraftwerke ist viel(!!) höher als es ein Atomkraftwerk je schaffen würde (zumal man ja auch niemals Atomkraftwerke in Wohngebiete bauen würde, womit die Möglichkeit der Wärmeweiterleitung so gut wie unmöglich ist und auch bleiben wird). Das ist lein Utopie sondern schon Realität, z.B. in Hattersheim (weitere Infos siehe Anhang). Ein weiterer grosser Vorteil von solchen vielen kleinen Kraftwerken (die man auch unter die Erbe bauen könnte) wäre Unanbhängigkeit, die eine Art Absicherung gegen den totalen Stromausfall in Deutschland darstellt (der zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich ist). Allerdings sind solche Vorhaben schwer realisierbar, da sich die vier grossen deutschen Stromerzeuger mit aller Macht dagegen wehren. Warum? Weil sie dadurch ihr Monopolstellung verlieren und somit weniger Geld verdienen. Dabei geht es ihnen nicht darum, dass es wirtschaftlicher/umweltfreuindlicher oder sonst was wäre. Es geht nur um deren Gewinn. Woher ist das mal wieder weiß? Es gab gestern eine Sondersendung zum Thema Strom bei Quarks & Co. Den Wahrheitsgehalt meiner Aussagen kann jeder selber im Angehängten PDF überprüfen. angehängte Dateien
Quarks_Strom.pdf ( 713.11Kb )
Anzahl der Downloads: 1738
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∴ ~ ∇ ~ ∞ ~ ◊ ~ ☺ ~ ☼wie∞oben∞so∞unten☼ ~ ☻ ~ ■ ~ ∅ ~ Δ ~ Ξ
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 01 Jun 2005, 15:33
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Mahatma Cosmo     
Punkte: 661
seit: 06.01.2004
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Zitat(calyx @ 01 Jun 2005, 01:06) Problematisch ist eher die Kostenfrage: Meerwasser entsalzen ist nicht gerade billig. Das Argument von cosmophon, dass es nicht möglich ware H2 aus Meerwasser zu gewinnen, weil man da bereits all die neu gewonnene Energie für aufwenden muss kann ich im übrigen nicht so recht `logisch' nachvollziehen. Vielleicht nochmal drüber nachdenken.  ich kann deinen post nicht wirklich wiederlegen, da ich ihn erst gar net verstehe ... du schreibst da irgendwie wirres zeuchs ... ich muß es immer wieder schreiben und tu es für dich auch immer wieder gern: wer lesen kann, ist klar im vorteil !!!du beziehst dich sicherlich auf folgenden post. hier im threat wird oft von wasserstofftechnologie gespochen, nur was meint ihr damit? A: Wasserstoff als EnergiequelleODER B: Wasserstoff als Energieträgerdas sind 2 vollkommen verschiedene themen: A: bedeutet kernfusion, wobei der wasserstoff der brennstoff ist und energie gewonnen wird. B: bedeutet einen energieträger zu haben, der stromnetze und erdöl(produkte) ablösen soll. energieträger heißt aber, dass damit keine energie gewonnen wird, sondern nur in eine andere form umgewandelt wird, die dann von der energiequelle zum energieverbraucher transportiert wird. dabei wird aber keine energie gewonnen, jede energieumwandlung ist mit verlusten behaftet !!! vorteile davon sind: - er ist im großen maßstab speicherbar (elektrischer strom nicht) und auch einfach mobil zu verwenden (z.b.: treibstoff für fahrzeuge, auch zu energiegewinnung an sehr abgelegenen orten, wo kabel zu unwirtschaftlich sind usw. ...) - er kann umweltfreundlich hergestellt werden, vorraussetzung auch die dafür nötige energie ist ebenso umweltfreundlich, also regenerrativ. - die herstellung und die anschließende energiegewinnung ist ein kreislauf 2xH2 + O2 --> 2xH2O --> 2xH2 + O2 (bei der 1. umwandlung/reaktion wird energie frei und bei der 2. muß die gleiche energiemenge aufgebracht werden um wieder die ausgangsprodukte zu erhalten, das ist die theorie, aber in jedem technischen prozeß gibt es verluste, also muß mehr energie aufgewendet werden um wasserstoff herzustellen, als bei der verbrennung (nutzbar) frei wird.) - usw. ... <mehr fällt mir grad nicht ein, reiche aber gerne noch mehr bei bedarf nach.>
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 01 Jun 2005, 16:07
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old 's cool!         
Punkte: 9493
seit: 12.07.2003
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da mir das mit den hohen dezentralen wirkungsgraden seltsam vorkam, hab ich mal das pdf-dokument von Quarks & Co. überflogen und under anderem folgendes gefunden: Zitat Abwärme umweltfreundlich nutzen Die Umweltdezernentin von Hattersheim, Karin Schnick, hatte 1999 die Idee, für ein Neubaugebiet im Südwesten der Stadt ein kleines, mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk zu bauen. Der Vorteil gegenüber den Großkraftwerken: das eigene Werk sollte mit Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten. Dieses System nutzt die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, und leitet sie direkt in die benachbarten Häuser. Das ist bei den Großkraftwerken nicht möglich, da sich Wärme nur über kurze Strecken transportieren lässt und der Weg von den großen Kraftwerken in die Wohngebiete zu weit ist. So verpuffen bis zu 60 Prozent der erzeugten Energie bei Großkraftwerken als Abwärme. das stimmt so nicht, denn in dresden, wie auch in anderen ostdeutschen großstädten wird eben diese abwärme aus den großkraftwerken, die im übrigen einen größeren wirkungsgrad als blockheizkraftwerke haben, wenn sie als gud-kraftwerke ausgeführt sind, für die fernheizung benutzt und diese lässt sich auch mit relativ geringen verlusten über große strecken verteilen. was nicht sinn macht ist einfamilienhäuser in großer menge anzuschließen, mehrfamilienhäuser allerdings schon. Zitat Pumpspeicherkraftwerke erzeugen streng genommen keinen Strom, sondern sie speichern ihn nur in Form von potentieller Energie ab. Dabei geht weniger als ein halbes Prozent der eingesetzten Energie verloren. keine ahnung wie man auf sowas kommt, aber selbst bei einem turbinen/pumpenwirkungsgrad in verbindung mit generator- bzw. motorwirkungsgrad von insgesamt jeweils 0,9 hätte man definitiv 19% verluste.. dass der wirkungsgrad von kernkraftwerken eher niedrig ist stimmt. das spaltmaterial könnte wesentlich effektiver genutzt werden, wenn es möglich wäre den dampfkraftprozess auf ein höheres temperaturniveau zu heben, allerdings setzten da die werkstoffe grenzen.
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Kleine Aster Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt. * Irgendeiner hatte ihm eine * dunkelhellila Aster * zwischen die Zähne geklemmt. * Als ich von der Brust aus * unter der Haut * mit einem langen Messer * Zunge und Gaumen herausschnitt, * muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt * in das nebenliegende Gehirn. * Ich packte sie ihm in die Brusthöhle * zwischen die Holzwolle, * als man zunähte. * Trinke dich satt in deiner Vase! * Ruhe sanft, * kleine Aster! -Gottfried Benn (1912)-
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 14 Jun 2005, 16:13
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meeresalge         
Punkte: 3228
seit: 27.11.2003
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So, gestern ist der vorerst letzte Castor von Rossendorf nach Ahaus gefahren und ich "durfte" live dabei sein... unfreiwillig versteht sich. Eigentlich war ich einfach nur auf dem Weg von Erfurt nach Jena (A4). Schon am Erfurter Kreuz hab ich gedacht mich trifft der Schlag. An jeder Brücke und Unterführung... überall Polizei. Und wer schonmal dalang gefahren ist weiß wieviele Brücken es auf der Strecke gibt. Irgendwie hab ich mich da schonmal mächtig unwohl gefühlt. Kurz vor Jena gab es dann einen künstlichen Stau auf der Autobahn (ich bin auf der Gegenfahrbahn unterwegs gewesen!)... alle Leute sind ausgestiegen und dann hieß es erstmal warten  Ca. 1/4Std. später kam uns dann der Castor entgegen. Naja, sagen wir mal... erstmal über 60 Einsatzwagen der Polizei... auf Motorrädern, Räumfahrzeuge und diese lustigen halben Panzerdinger. Außerdem ein paar Auto's vom THW und Krankenwagen (3 Stück vielleicht... sinnvoll...) Dann die 4 (?) LKW's und dann wieder jede Menge THW und Polizei... als die passiert hatten ging es dann auch wieder weiter auf der Autobahn. Nach 5 - 10km kamen dann auch wieder Auto's auf der Gegenfahrbahn... in 10km Stau Mir ging also insgesamt wegen dem Scheiß eine halbe Stunde flöten. Was mich aber viel mehr intressiert: wieviel hat das wohl insgesamt alles gekostet? Allein das ganze Polizeiaufgebot unterwegs war schockierend... später gibts vielleicht auch noch Bilder
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 15 Sep 2005, 02:39
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<Mitgliedertitel>     
Punkte: 508
seit: 20.08.2004
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Moin! http://www.kernkraft-kids.de/CLX. p.s.: Zitat(cosmophon @ 01 Jun 2005, 16:33) ich kann deinen post nicht wirklich wiederlegen, da ich ihn erst gar net verstehe ... du schreibst da irgendwie wirres zeuchs ... ich muß es immer wieder schreiben und tu es für dich auch immer wieder gern: wer lesen kann, ist klar im vorteil !!!
Ich bezog mich natürlich hierauf: Zitat und wenn du wasserstoff über elektrolyse aus wasser herstellst, dann mußt genausoviel energie aufwenden um das zeuchs herzustellen wie du bei der verbennung wieder gewinnen kannst, nur leider gibt es bei jeder umwandlung immer verluste, wodurch dann ein minus an energiegewinn rauskommt. Solarzellen --> Strom --> Strom zur Wasserstoffherstellung verwenden (Energieverlust I) --> Nach Sachsen Pumpen (II) --> Verbrennen in Brennstoffzellen oder Gasturbinen (III). Trotzdem wird irgendetwas ankommen - davon gehe ich zumindest aus... Zum Rest: Gehen wir mal theoretisch davon aus, es wäre eine _ungeheure Menge_ Energie notwendig um Meeerwasser zu entsalzen, so hat diese Energienotwendigkeit _höchstens_ den Einfluss, dass der Durchsatz an hergestelltem Wasserstoff / Zeiteinheit sinkt. Ist auch logisch: Energie, die durch Solaranalagen gewonnen wird = Energie zur Meerwasserentsaltzung für die Menge an H2 + Energie zur Wasserstoffherstellung der Menge H2 + Energie die in der Menge H2 `per se' gespeichert ist. Es wird also _nur_ Sonnenenergie eingesetzt. Es ist unmöglich, dass man da `Energieverluste' hat (also Energie aus dem Netz zuführen müsste). Ausser ich verpeil das mal wieder. Naja. Ist auch nur Theorie. Egal. Eigentlich wollte ich nur diesen verdammten Link dumpen, doch dann musste ich deinen Post entdecken!
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 15 Sep 2005, 07:02
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∴~∇~∞~Δ~Ξ         
Punkte: 7060
seit: 01.10.2003
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 Kernkraftkids ... ein Knaller!  .. Keine Ahnung wie teuer der Geleitschutz für die Castrotransporter wohl ist, aber billig ist es sicher nicht (gar es diverse Artikel in diversen Zeitungen zu ...). Das ist doch auch immer einer der Streitpunkte. Kernkraftgegner sagen man könne nicht von "billigem Strom" reden, weil Komponenten wie z.B. der Polizeischutz usw. nicht mitgerechtnet werden. Ist ja auch kein Wunder, denn den Polizeieinsatz zahlt der AKW Betreiber ja auch gar nicht, den zahlen alle die Steuer zahlen. Noch dazu gehen dafür Arbeitsstunden der Polizei drauf, die man sicherlich sinnvoller hätte einsätzen können, wenn man keinen Castor schützen müsste. Die Aussage "Atomstrom ist sehr günstig" trifft nur dann zu, wenn man Polizeieinsätze, Endlagerung und Wiederaufbereitung nicht mitrechnet ... Die Idee von calyx ist doch spitze! Sowas wäre theoretisch machbar und das reicht schon. Das ist nichts, was man nicht in 10 Jahren Forschung und Entwicklung nicht erreichen könnte. Um das zu sagen muss man kein Wissenschaftler sein. Es gibt genug Energiequellen die man weiter entwickeln könnte, wenn man allerdings abblockt und diese gar nicht erst betrachtet, dann kann auch nichts passieren. Atomkraft Nein Danke ...
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 15 Sep 2005, 13:01
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1. Schein 
Punkte: 36
seit: 20.04.2004
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Ich bin dafür, dass wir unseren Atommüll nach Russland verkaufen und die kippen das Zeug dann ins Eismeer. Kann nicht verstehen, warum das überhaupt im dichtbesiedelten Deutschland gelagert werden soll.
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