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Vegetarier/Veganer

Hintergründe und Ausblicke
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post 10 Jan 2007, 08:58
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der vierkonsonantige
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Zitat(Chino @ 09 Jan 2007, 20:01)
... 90% würden kein Fleisch essen, wenn sie sehen würden, wie die dazugehörigen Tiere gehalten und geschlachtet werden.
*

glaub ich nicht. früher hat jeder gesehen, wie das schwein/karnickel/schaf/huhn/... im hof oder stall geschlachtet wurde. und trotzdem hatte jeder appetit.

auch wenn heute die methoden vieleicht maschinell und "kaltblütiger" sind. es geht immer noch darum, dass das tier nimmer zappelt, wenn es zerschnitten und gegessen wird.
(ein grund übrigens, das schächten abzulehnen)


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jeden tag einen dummen kommentar!
hab ich bei den fadfindern gelernt.
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"if you have a hammer, every problem looks like a nail"
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post 10 Jan 2007, 09:38
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Straight Esh
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Zitat(stay different! @ 10 Jan 2007, 07:40)
einem veggi bleibt nur, diese beide konzerne zu meiden!

Nicht nur einem Veggi ... wink.gif Oder gibt es noch jemanden der sagen kann, dass er einmal die Woche zu MCD oder BK geht, weil es ihm so gut schmeckt?
Zitat
blöder vergleich, ja! der mensch verschuldet alles selbst und bezeichnet sich nicht umsonst  allzu oft als krone der schöpfung. das tier hat keine wahl...es duldet seine haltung, es kann sich nicht wehren. all deine beispiele verursacht der mensch ...auch den hunger!

Quatsch. Tiere haben auch Hunger. Tiere verhungern auch. Wenn Tiere in freier Wildbahn eine zu große Population bilden, dann werden sie entweder von natürlichen Feinden dezimiert, oder ein Teil verhungert einfach. Das einzige, was der Mensch anders macht, als das Tier, ist, diejenigen am Leben zu erhalten, die es in natürlicher Umgebung nicht schaffen würden.
Zitat
mein hund durchstreift 100m² wohnung und freut sich auf mindestens 1h wald am tag. den rest des gassi-gehens verbringt er mit mir im großstadtdschungel. er geht zum tierarzt wenn er krank ist, er geht ohne leine, er wird gut gefüttert...er wird nicht gequält, er liebt uns-und wir ihn, er ist ein teil unserer familie!

Eine artgerechte Haltung für einen Jäger ist es trotzdem nicht. Und ich glaube kaum, dass er im Großstadtdschungel ohne Leine unterwegs ist. Natürlich hat er sich daran gewöhnt, auch an den Beton unter den Füßen.
Zitat
du hingegegen wirst wohl auch in der mensa fleisch verdrücken. hossa...die meisten "nutztiere" leben nicht in einer umgebeung, die für sie geschaffen ist. "nutztiere" einzupferchen, zu quälen (käfig-boxen-binde-boden-haltung) zählt wohl nicht zu den besonders freundlichen haltungsmethoden. ihr fleisch zu essen scheint dir aber legitim  yeahrite.gif

Ob ich jetzt das schlecht gehaltene Fleisch oder das besonders organisch angebaute Gemüse aus der Mensa esse, bleibt egal. In dem Mensafall wird einem das ganze aufgezwungen eine echte Entscheidung bleibt nicht, wenn man Mittags als normaler Student etwas warmes essen möchte. Genauso wie vielen Menschen egal ist, was sie vom Supermarkt bekommen, weil sie auch keine echte Entscheidung mehr haben, weil sie das gute Fleisch mit ihrer mickrigen Rente/Sklavenvergütung/HartzIV nicht bezahlen können.

Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist, dass der Mensch ein Vorteilsdenker ist. Wenn es einem zu eklig ist Fleisch zu essen, dass nicht artgerecht gehalten wurde, dann bedeutet der Umkehrschluß nicht automatisch, dass man mit jedem Tier so umgeht, wie er es verdient hätte.

Zitat
was wurde da über den sojaanbau gesagt?! es wurde gesagt, dass ca. 95% des dortigen sojaanbaus sofort als futtermittel in die "tierproduktion" verschwinden. wer lässt also bauern verhungern??!!
*

Leider .. viel schlimmer ist noch, dass der Soja in diesen Ländern auch noch genmanipuliert ist.


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bonum agere et bonum edere,
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post 10 Jan 2007, 11:41
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Zitat(stay different! @ 10 Jan 2007, 07:40)
hey peat...das war kein unterhaltungsfilm!
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Und wieder kommt die Arroganz durch..."Hey dummer Felschesser, zu blöd dir jeden Satz in nem Film zu merken oder was?"
Was du darunter erklärst seh ich ja noch ein. Is halt ein Detail was ich mir nicht richtig gemerkt hatte.

Dieser Beitrag wurde von Magic_Peat: 10 Jan 2007, 11:46 bearbeitet


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Du sagst alle wolln in den Himmel. Alle wolln wie Könige agiern. Doch niemand will am Ende sterben und keiner will regiern.


Puste was here
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post 10 Jan 2007, 12:15
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~ Perle der Natur ~
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Zitat(stay different! @ 10 Jan 2007, 07:40)
blöder vergleich, ja! der mensch verschuldet alles selbst und bezeichnet sich nicht umsonst  allzu oft als krone der schöpfung. das tier hat keine wahl...es duldet seine haltung, es kann sich nicht wehren. all deine beispiele verursacht der mensch ...auch den hunger!

*

deine antwort darauf ist aber käse, weil du dich leider gar nicht damit auseinandergesetzt zu haben scheinst. (das meint: deine antwort passt nicht zu meinem vergleich)
mir gings hauptsächlich darum, dir zu zeigen, DASS der mensch seine nutztiere äquivalent behandelt...was deine forderung war. wer da nun in wieweit schuld dran ist, ist leider völlig nebensächlich.
der mensch behandelt sich gegenseitig wie er sich nunmal behandelt, wenn er da seine engsten mitgeschöpfe genauso behandelt, ist das nur die logische konsequenz.

€: noch was zu den haltungsmethoden:
ich kann nur zum standort deutschland meinen senf geben. hier hat sich schon landläufig die auffassung durchgesetzt, dass allzu dichte (tier pro m²) haltung von nutztieren negativ auf fleisch- und milchqualität auswirkt. einem aufmerksamen einkäufer werden dahingehend die gestetiegenen angebote an freilandhühnereiern und allgemein bio-produkten in großen discountern aufgefallen sein. vor 2 jahren habe ich einen musterbauernhof in meck-pomm besichtet, der sich auf milchproduktion spezialisiert hat. die haltung der tiere dort war um meilen besser, als von radikalen vegetariern gern dargestellt wird. wär ich kuh, fänd ichs dort toll. immer schön zu fressen, ausreichend platz, ne tolle bürste, freilauf im stall...
eine kuh in der freien wildbahn bleibt auch da wo es was zu fressen gibt und sie ruhe hat. nüx anderes bietet der mensch dem tier.

Dieser Beitrag wurde von lusch3: 10 Jan 2007, 12:30 bearbeitet


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We have enough youth, how about a fountain of smart?


"Do you know what time it is? It's do-o'clock."

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post 10 Jan 2007, 12:42
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Zitat(stth @ 10 Jan 2007, 08:58)
glaub ich nicht. früher hat jeder gesehen, wie das schwein/karnickel/schaf/huhn/... im hof oder stall geschlachtet wurde. und trotzdem hatte jeder appetit.

auch wenn heute die methoden vieleicht maschinell und "kaltblütiger" sind. es geht immer noch darum, dass das tier nimmer zappelt, wenn es zerschnitten und gegessen wird.
(ein grund übrigens, das schächten abzulehnen)
*

.. mein Gedanke dabei ist, dass Fleisch heute "depersonalisiert" wird.
Es wird oft konsumiert ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es von einem lebendigen Tier stammt und heute leben wir im Überfluss und müssten kein Fleisch essen um satt zu werden, dass war damals sicherlich oft anders ...

Hunde und Katzen werden nicht gegessen, weil zu diesen Tieren eine Art persönliche Bindung aufgebaut wurde. Man sieht sie und kann sie anfassen, merkt, dass sie ein Lebenwesen sind.
Bei "Industrietieren" ist das eben nicht so ...

Grade die heutigen Schlacht- und Haltungsmethoden würden so manchen den Magen umdrehen, da bin ich mir sicher zumal wir ja in einer Zeit leben, in der Sterilität und Sauberkeit bis ins Extrem gelebt werden ...

Grüsse
C°°°
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Dieser Beitrag wurde von Chino: 10 Jan 2007, 12:43 bearbeitet


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post 10 Jan 2007, 12:46
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makellos!
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hhhmmm... das kann man so nich pauschalisieren! Ich komm ja aus Brandenburg cool.gif (jaaaa, in Thüringen, da essen sie noch Hunde)... Wir als Kinder: Puschel-Baby-Kaninchen bekommen, gekuschelt, groß gemacht, dick gemacht, geschlachtet (ging schnell), ausgenommen, gegessen!

Pferdehof: Gak-gak-Gänseküken gestreichelt, gespielt, geschlachtet, gebrüht, gerupft, ausgenommen, gegessen...

Das is immer eine Sache der Sozialisierung *denk*


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Lore Inga Rick hat dem Wellensittich beigebracht "Hitler" und "Goebbels" zu sagen
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post 10 Jan 2007, 12:48
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Punkte: 7060
seit: 01.10.2003

.. das mag sein.
Ich möchte ja auch nicht verallgemeinern, denn Ausnahmen gibt es immer. Es ist aber sicherlich eine grobe Tendenz festzustellen.

Ich bin übrigens auch kein Vegetarier, aber ich ringe schon seit längem damit es endlich durchzuziehen ...

Grüsse
C°°°
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post 10 Jan 2007, 12:51
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seit: 17.12.2005

Zitat(Chino @ 10 Jan 2007, 12:42)
und müssten kein Fleisch essen um satt zu werden
*

Aber wir können. Und wems schmeckt der tut es auch happy.gif
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post 10 Jan 2007, 12:52
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makellos!
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Zitat(Chino @ 10 Jan 2007, 12:48)
.. das mag sein.
Ich möchte ja auch nicht verallgemeinern, denn Ausnahmen gibt es immer. Es ist aber sicherlich eine grobe Tendenz festzustellen.

*


ich glaube nicht, dass es die Ausnahme ist! Das von dir Beschriebene halte ich eher für ein urbanes Phänomen...
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post 10 Jan 2007, 13:35
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~ Perle der Natur ~
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Zitat(Fuchs @ 10 Jan 2007, 12:52)
ich glaube nicht, dass es die Ausnahme ist! Das von dir Beschriebene halte ich eher für ein urbanes Phänomen...
*

yes.gif durch die distanz kommen einem die natürlichsten dinge unnatürlich vor (das leben ist das streben nach dem tod).
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post 10 Jan 2007, 14:07
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Einfach umwerfend
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seit: 13.02.2006

Zitat(stth @ 10 Jan 2007, 08:58)
auch wenn heute die methoden vieleicht maschinell und "kaltblütiger" sind. es geht immer noch darum, dass das tier nimmer zappelt, wenn es zerschnitten und gegessen wird.
(ein grund übrigens, das schächten abzulehnen)
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Seh ich nicht so. Schächten ist, richtig ausgeführt, genauso schmerzfrei wie jede andere Schlachtmethode.


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post 10 Jan 2007, 14:33
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Froschologe
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seit: 19.06.2006

Zitat(phanatos @ 10 Jan 2007, 14:07)
Seh ich nicht so. Schächten ist, richtig ausgeführt, genauso schmerzfrei wie jede andere Schlachtmethode.
*


Jupp! Genauso sieht es aus! Müßte eigentlich auch jedem ziemlich logisch erscheinen, der sich mal richtig böse verletzt hat. Entweder man sieht alles ziemlich gelassen oder man wird einfach unmächtig. Der Schmerz kommt dann meist erst später.

Und zum Thema "Depersonalisiert": Bissl hochgestochener Ansatz oda? Es interessiert auch niemanden woher der gerade getrunkene Kaffee kommt oder aus welchen Ländern die Einzelteile für die gerade benutzte Zahnbürste kommen.
Auch interessiert es nicht wie es dem fremden Menschen geht, der auch gerade eine Packung Steaks aus der Truhe nimmt.
Früher hats vielleicht interessiert, weils weniger Kontaktmenschen, weniger Waren und überhaupt weniger Informationen gab.

Und nochmal zum Fleisch und warum man einige Tiere nicht ißt. Eine Frage mit der ich mich schon oft beschäftigt habe. Warum man z.B. keinen Schwan ißt oder keinen Fuchs, bzw. keine Ziege.
Hat nichts mit dem Verhältnis zum Menschen zu tun, weil Bunnys werden ja auch genüßlich verspeist, sondern mit dem Geschmack.
Zum Beispiel soll Ziegenfleisch sehr streng schmecken. Strenger noch als alter Hammel. Schwan soll tranig schmecken (was auch immer das heißen soll). Fuchsfleisch hat irgendwelche Parasiten im Fleisch, die für den Menschen nicht so toll sind. Usw. und so fort ...





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Everybody knows that the captain lied
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post 10 Jan 2007, 14:36
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Einfach umwerfend
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Punkte: 2458
seit: 13.02.2006

Zitat(SHARK @ 10 Jan 2007, 14:33)
Fuchsfleisch hat irgendwelche Parasiten im Fleisch, die für den Menschen nicht so toll sind. Usw. und so fort ...
*

Stichwort: Fuchsbandwurm
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post 10 Jan 2007, 14:39
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Exmatrikulator
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Punkte: 2083
seit: 17.08.2006

Hab das jetzt nur so überflogen...

Meine Meinung:
Wenn die Natur den Menschen als Pflanzenfresser vorgesehen hätte, hätte sie ihm auch ein entsprechendes Gebiss gegeben. Der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser, also soll sich bitte keiner darüber beschweren, wenn einige auch alles essen. Ich für meinen Teile esse alles, was nicht mehr zappelt und noch nicht anfängt zu schimmeln. (Öl in das Feuer der Vegetarier).
Würde es für die Vegetarier hier einen Unterschied machen, wenn ich mir meine Nahrung selbst er- und zerlege? Den Gesundheitsaspekt lasse ich teilweise gelten, da in der Massentierhaltung nur allzu oft Medikamente oder andere Mittel zur "Ertragssteigerung" eingesetzt werden. Nunja - Chemie ist heute mittlerweile überall drin. Wer mir vorwirft, mich über das Fleisch mit Pharmazeutika et al. zu vergiften, der muss sich das von mir auch bei seinem Obst und Gemüsen vorwerfen lassen. Es sei denn sie/er kauft nur Bio. Nun - das Argument kann ich dann auch wieder für mich verwenden. Obwohl - wo heutzutage überall "Bio" draufsteht... ha! Dafür gibt's ja nichtmal eindeutige Kriterien. Da hilft nur, beim Bauern vor Ort zu kaufen. Glaubt mir - hätte ich die Kohle, wär's mir das wert.

Dieses ewige Hin- und Hergeschiebe von Vorwürfen und dieses dauernde Vorhalten der angeblichen Arroganz und Dummheit der jeweil anderen Seite kotzt mich tierischgemüsisch an. Ich hätte erwartet, dass hier unter Erwachsenen diskutiert wird - ab einem gewissen Alter sollte man nämlich über die eigene Überlegenheit hinaus sein. Dachte ich... Ich will keinen anschauen.


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post 10 Jan 2007, 14:59
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seit: 01.10.2003

Zitat(SHARK @ 10 Jan 2007, 14:33)
Und zum Thema "Depersonalisiert":  Bissl hochgestochener Ansatz oda? Es interessiert auch niemanden woher der gerade getrunkene Kaffee kommt oder aus welchen Ländern die Einzelteile für die gerade benutzte Zahnbürste kommen.

.. mich interessiert es.

Grüsse
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