_
toggle menu eXmatrikulationsamt.de
online: 412 gäste

Religion ist heilbar

Was ist dran
Themen Layout: [Standard] · Linear · Outline Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
post 24 Apr 2005, 14:04
avatar
\m/ cutting-edge \m/
*****

Punkte: 711
seit: 23.10.2004

Eine schöner Artikel, der da auf heise.de gefunden worde.
Zusammenfassung: Der Mensch hat keinen freien Willen. Er ist das Produkt einer den einzelnen Menschen stark beeinflussenden Gesellschaft. Als Beispiel wird hier der kapitalistische Einfluss auf das Kaufverhalten der Menschen aufgegriffen.
Er handelt also ohne es zu Wissen nach bestimmten Prinzipien, die ihm quasi vorgekaut worden. Ausserdem wurde die Frage der Schuld stärkstens in ein anderes Licht gerückt => "Der Schuldvorwurf im Strafrecht beruht jedoch auf der Voraussetzung, dass ein Täter, statt rechtswidrig zu handeln, sich unter identischen Bedingungen auch normgemäß hätte verhalten können -- wenn er nur gewollt hätte."

Erstens sollte von Grund auf das Wörtchen Freiheit einmal definiert werden. War es nicht schon immer so. Das der Mensch, dass als normal ansieht, was die Gesellschaft, seine Umwelt im Durchschnitt vormacht. Wär der Mord normal oder Juden zu verbrennen, würden wir es auch als normal empfinden. Der Mensch ist demzufolge nichts anderes als ein KOnstrukt seiner Umwelt UND (das wird auch in dem Artikel klar) biologischer Gegebenheiten im Kopf => chemische Reaktionen, Synapsen usw. . Lernt ein Mensch etwas,werden verschiedenen Nervenbahnen zwischen Fakten gelegt.

WISSEN IST: Fakten + Logik: In diesem Netzwerk sind Knoten Fakten und Kanten Zusammenhänge

ISt unser Strafrecht wirklich in Frage zu stellen? NEIN! Warum denn? Wir, als GEsellschaft haben die Aufgaben, nach moralischen Werten zu Handeln, ob uns das eine Religion, Gott aufträgt oder wir uns selber mit dem Prinzip:"Was du nicht willst, was man dir tu das Füg auch keinem andrem zu". Wir haben also auch die Chance von unserer Gesellschaft zu lernen. Indem wir nicht blind auf andere hören, sondern Moral auf sein Grundprinzip ableiten. Vielleicht ist nicht jedem gegeben selbst nachzudenken, aber auch das kann eine Gesellschaft aktivieren (Bildung).
Wenn also ein Mensch einen anderen tötet, dann fügt er der Gesellschaft schaden zu. Angenommen ich lasse dabei einen ermessensspielraum und erkenne an dass der Mensch an sich nicht frei ist. TRotzdem ist das Strafrecht nicht abzuändern, da DIESER MENSCH immernoch die Aufgabe hat als Teil der Gesellschaft mich zu erziehen. Da ist der Hakenschlag.

Ähhhm Prost wink1.gif


--------------------
bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden bild kann nicht angezeigt werden
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 24 Jun 2007, 15:17
avatar
\m/ cutting-edge \m/
*****

Punkte: 711
seit: 23.10.2004

Entschuldigt meinen Doppelpost, aber ich denke nach 2 Jahren kann man sich das mal erlauben.

Und nun aus der Trickkiste der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über den Sinn des Lebens, die weit über die gedanklichen Grenzen des einfachen, stupiden Glaubens an Gott hinausreichen.

The Resurrection of Religion ist heilbar
© by The Sinnsucher aka FreeThinker


VORSICHT SPOILER: Alle Christen, die das Ende in ihrem Leben noch nicht kennen, sollten nicht weiterlesen!!!


.
.
.

Intro
Ich war also heute abend im Fitnessstudios meines Condos. Typischerweise ist es da drin ziemlich leer und es stinkt nach Schweiss. Diesmal wars anders. Es war nicht leer. Eine Schwedin hatte sich dort also auf eines der Laufbänder gestellt und sich nach einem Weilchen vorgestellt. Sie hat Theologie studiert und arbeitet seit 5 Jahren als "Lehrerin" in einer christlichen Kirche, die in 1989 in Singapur mit 20 Mann gegründet wurde und nun lt. eigenen Angaben satte 20.000 Mitglieder zählt. Sie ist wohl eher für jugendliche gedacht und ziemlich "contemporary". Als ich mich also als Non-Believer ausgewiesen habe begann sie auch prompt alle Register zu ziehen und mich zu aquirieren.

Meine bisherige Erkenntnis in ultra kurz
Meine bisherige Erkenntnis über den Sinn des Lebens ist so einfach wie pregnant. Das Leben ist ein Spiel und man muss sein Männel einfach immer auf der besten Position halten, Chancen wahrnehmen und wachsam bleiben um nicht seinen "besten Zug zu verpassen".
Außerdem bin ich der Meinung das viele Handlungen von Menschen aus der Langenweile passieren, sozusagen um ein Ziel zu verfolgen. Wenn jemand kein Ziel hat würde dieser jemand nur umherirren. Also sucht er sich Beschäftigung und stellt sich damit ein Ziel. Manche Menschen eher kurzfristig, manche gar langfristig. Manchen ist das kurzfristige Zielgesetze dann aber soo langweilig, dass sie mehr wollen. Weil eine Erfüllung ist sowas dann oft nicht. Und genau DAS ist der Punkt, wo dieser jemand sich dann nach dem Sinn fragt: "Was mach ich denn eigentlich hier?", wobei die eigentliche Frage sein sollte: "Welchen höheren Ziel folge ich denn nun?"

Theorie
Und genau da setzt meine Theorie an: Die Schwedin in meinem Fitnessstudio für die Kirche, der Mann mit der roten Fahne auf der Prager Strasse fü die Politik und Menschenrechte, die Menschen die in die Kirche gehen natürlich für ihren Glauben. Sie alle
folgen nichts anderem als einem höhrem Ziel in ihrem Leben. Gott ist also ein SinnGeber, ob nun existent oder nicht. Für die Gamer unter euch und zuträglich zu meiner vorangegangenen Theorie, dass das Leben nur ein Spiel ist: Gott ist ein Zwischenquest, genauso wie die Politik. Es gibt sicher mehr sachen an die man ganz fest glauben kann.

Das Problem ist aber: Da bescheissen wir uns doch selbst. Das ist doch Plazebo?! Ich als rationaler Informatiker kann doch nicht an etwas glauben, was nur ein Zwischenquest ist.

Seelig sind die Dummen...


PS: Ich warte auf die Theologen und PhilosphenKommentare!!
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 24 Jun 2007, 22:15

5. Schein
******

Punkte: 842
seit: 15.07.2004

Frag mal Assmann nach dem Problem. Er hat mal einen interessanten Vortrag zum Thema "Glaube und Wissenschaft" gemacht. Da waren sogar ein paar Folien aus der SWT Vorlesung drin.
Aus seiner Sicht kommt es nur darauf an, welche Axiome man der Welt zugrunde legt. Dass z.B. der Nachfolger von 0 die 1 ist hat man ja in Algebra mal als Axiom festgesetzt. Der Punkt ist, dass man eben glauben muss es ist so, damit man ueberhaupt rechnen kann. Wenn man es nicht glaubt, dann lassen sich viele Dinge der Welt nicht mehr erklaeren. So kann man das auch mit Gott machen. Man definiert sich neben die bestehenden Axiome eben noch solche hinzu, die bestimmte Dinge im Leben einfacher oder ueberhaupt erst erklaerbar machen. Die Frage ist also nicht "Gott oder Wissenschaft" im von dir dargestellten exklusiven, sondern vielmehr im Sinne eines inklusiven "ODER" Operators.
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 10:20
avatar
∴~∇~∞~Δ~Ξ
*********

Punkte: 7060
seit: 01.10.2003

Wissenschaft und exoterischer Christlicher-Glaube passen nicht unter einen Hut, dass fängt schon bei der Bibel an.

Jeder von uns kennt Märchen und weiß, dass Märchen keine Darstellungen realer Begebenheiten sind sondern geistige Bilder darstellen, aus denen gelernt werden soll.
Genau so wie uns allen klar ist, dass der Großteil aller Bücher Fiktionen sind, die eine Stimmung vermitteln wollen, die eventuell eine Aussage haben und sich manchmal bruchstückhaft an der Realität entlanghangeln umd die Aussagen und Stimmung zu unterstützen.

Mit diesem Wissen wundert es dann doch, dass der Großteil der Religionswissenschaft die Bibel wort wörtlich liest und auch so verstehen will.
Man spricht den Menschen vor 2000 Jahren, die größtenteils aus noch Gelehrte waren sonst hätten sie gar nicht schreiben können, auf die Art und Weise jegliche literarischen Fähigkeiten ab. Man geht stur davon aus das ein Buch, dass die Basis einen Religiösen Lehre darstellt, eine Art Biographie sei, die stumpf mitgeschrieben wurde ohne einen tieferen Sinn zu verstecken. Alleine die Art dieses Werk zu verstehen ist schon unwissenschaftlich.

Ein personifizierter Gott ist grade aus wissenschaftlicher Sicht absolut unlogisch. Das einzige was in sich logisch ist ist die Unendlichkeit, ein in sich geschlossenen System beim dem Energien durch Umwandlung erhalten bleiben also das, was z.B. die Taoisten glauben (ob es so ist sei mal dahingestellt).

Das Problem für die exoterische Christliche Kirche ist dabei, dass durch so einen Glauben der Machtanspruch verloren ginge und somit auch sämtliche Privilegien und Gelder.

Wie heißt es so schön?
"Habt Mut euch eures Verstandes zu bedienen" ...

Grüsse
C°°°
smile.gif

Wissenschaft und Religion passen durchaus zueinander.
Wissenschaft und Fanatismus nur leider nicht ...


--------------------
∴ ~ ∇ ~ ∞ ~ ◊ ~ ☺ ~ ☼wie∞oben∞so∞unten☼ ~ ☻ ~ ■ ~ ∅ ~ Δ ~ Ξ
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 18:43
avatar
Vordiplom
*****

Punkte: 528
seit: 03.11.2005

Dan Brown hat doch in seinem Buch Angels and Daemons den Spagat zwischen Glauben und Wissenschaft ganz gut gelöst (fragt mich nur nicht mehr wie, aber überzeugt hatte er mich damals ;-)


@martschi: Ich finde wenn ein Placebo wirkt, warum es dann nicht nehmen. Anders ausgedrückt, wenn ich besser damit leben kann, wenn ich an irgendwas glaube (auch wenn ich weiß, daß ich mich selbst bescheiß) dann glaub ich lieber dran, als daß es mir den ganzen Tag beschissen geht. Daß ist dür mich die heutige Berechtigung des Glaubens.


--------------------
Wissen ist Macht -
nichts wissen macht auch nix!
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 18:44
avatar
Grinsefranzi
*******

Punkte: 1015
seit: 01.04.2005

Zitat(Chino @ 25 Jun 2007, 11:20)


Mit diesem Wissen wundert es dann doch, dass der Großteil der Religionswissenschaft die Bibel wort wörtlich liest und auch so verstehen will.




i geb dir mal ne Exegese von ner Bibelstelle, da kannste mal staunen was da alles zwischen den Zeilen gelesen wird und was die da fürn hick-hack machen... Traditionskritik, Literarkritik... --> dem sei keine Wissenschaft abzusprechen!

Wo ist der personifizierte Gott??
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 19:20
avatar
∴~∇~∞~Δ~Ξ
*********

Punkte: 7060
seit: 01.10.2003

Zitat(dieFranzi @ 25 Jun 2007, 19:44)
i geb dir mal ne Exegese von ner Bibelstelle, da kannste mal staunen was da alles zwischen den Zeilen gelesen wird und was die da fürn hick-hack machen... Traditionskritik, Literarkritik... --> dem sei keine Wissenschaft abzusprechen!

Wo ist der personifizierte Gott??
*

Selbst wenn es Wissenschaftler gibt, die wirklich so an die Sache rangehen, ist die Betrachtungsweise der meißten Gläubigen doch eine andere, viel flachere ...

Die fanatischsten Gläubigen sind doch meißtens von ihrer Angst getrieben. Eine Angst die von der Kirche geschaffen wurde, die Angst vor Gott, die Angst in die Hölle zu müssen oder sonst was ...

Du sollst keinen Gott neben mir haben!

Zitat
Wo ist der personifizierte Gott??

In den Köpfen der Menschen. Jesus ist doch auch ein personifizierter Gott und Aussagen wie "Und Gott sprach" sind weitere Hinweise auf einen Glauben an einen personifizierten Gott der irgendwo sitzt, beobachtet und richtet ...

Grüsse
C°°°
smile.gif
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 19:31
avatar
3. Schein
***

Punkte: 256
seit: 18.07.2006

Es besteht zwar nicht unmittelbarer Zusammenhang mit Gott, allerdings könnte man um die Ecke grübeln und nach dieser schönen Geschichte schmunzeln und vielleicht sein Denken überholen. smile.gif

Zwillinge in der Gebärmutter unterhalten sich

“Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?"

“Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das was uns erwartet."

“Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?".

“Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?".

“So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee! Es gibt doch eine Nabelschnur, die uns ernährt und die ist ja jetzt schon zu kurz zum Herumlaufen.

“Doch es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders!".

“Es ist noch nie einer zurückgekommen von “nach der Geburt“. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, danach ist alles dunkel und Quälerei“.

“Auch wenn ich nicht genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen“.

“Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?".

“Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein“.

“Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht“.

Doch manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt…“

(nach Henry Nouwen)

joschi, Atheist


--------------------
"Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller, unsere große Depression ist unser Leben."
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 25 Jun 2007, 21:19
avatar
Grinsefranzi
*******

Punkte: 1015
seit: 01.04.2005

...kommt halt wie immer alles auf den Betrachter an ^^
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 00:21
avatar
Straight Esh
*********

Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Wer ist heutzutage schon mal leise? Nur Mönche und andere Spinner!


--------------------


bonum agere et bonum edere,
sol delectans et matrona delectans

(Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 09:02
avatar
∴~∇~∞~Δ~Ξ
*********

Punkte: 7060
seit: 01.10.2003

Zitat(Chris @ 26 Jun 2007, 01:21)
Wer ist heutzutage schon mal leise? Nur Mönche und andere Spinner!
*

.. eben. Leise sein ist out, dass hab ich bei MTV, VIVA und jetzt auch DMAX gelernt. biggrin.gif

Die Sache mit der Geschichte ist ja die, dass die beiden Erzähler es nicht wissen, was nach ihrer Geburt passiert, das so aber heutzutage gar nicht sein muss.
Das was man z.B. während einer Meditation erfahren kann kann durchaus so eindrucksvoll sein, dass der oder diejenige danach fest davon überzeigt sind zu wissen was nach dem Tod passiert. Solche Methoden werden aber von der exoterischen christlichen Kirche verteufelt, obwohl selbst das Rosenkranzbeten eine Art der Meditation darstellt.
Glaubt man den Darstellungen, dann sind die Erfahrungen auch nicht mit einem Gott, so wie ihn die Mainstream Christen sehen, vereinbar und daher wundert es auch nicht, dass solche Methoden verteufelt werden.

Erleuchtungserfahrungen zu produzieren und das dann wissenschaftlich aufzuarbeiten wäre ja absolut kein Problem und wurde ja auch schon gemacht (Stichwort: LSD, DMT, Psilocybin, Trance usw.) aber diese Ergebnisse werden ja von Leuten, die nach einem Christlichen Gott suchen, gar nicht ernstgenommen, weil sie aussagen, dass es diesen so nicht gibt.
Die Erfahrungen gleichen sich egal um was für eine halluzinogene Droge es sich handelt. Selbst die Trance und Meditationserfahrungen sind denen in der Grunderfahrung sehr ähnlich, so dass man sie durchaus verallgemeiner kann.

Habe vor einiger Zeit das Buch "DMT - Das Molekül des Bewusstseins" von Dr. Rick Strassman gelesen. Es trägt den Untertitel "Zur Biologie von Nahtod-Erfahrungen und mystischen Erlebnissen". Das Buch stellt keine Geschichte dar, es ist eine Zusammenfassung seiner Forschungen mit dem Substanz DMT (Dimethyltryptamin). Das Buch ist voll von Erfahrungsberichten von seinen Probanten und die Erlebnisse ähneln sich stark, grade was die "Gotteserfahrungen" angeht.
Dr Strassman hat herrausgefunden, dass die Nahtod- sowie Mystischen-Erfahrungen so sehr denen seiner DMT Probanten ähnelten, dass er davon ausgeht, dass DMT selber im Gehirn synthetisiert wird, zumal es überall in unserer Umgebung vorkommt (auch hier in Deutschland) ...

Das ist seine Theorie, ob das so ist kann man nicht sagen, zumal auch alle anderen Halluzinogene oder selbst das Fasten ab einer bestimmten Phase (auch ein sehr interessantes Thema), solche einheitlichen Erlebnisse auslösen (es steht jedem frei sich selbst davon zu überzeugen, da es Dinge sind, die jeder für sich rausfinden kann, ganz ohne Spekulationen ...).

Wie dem auch sei, es gibt Forschungen und die Ergebnisse liegen weit ab von einem christlichen Gott, daher sind sie wohl auch so unbefriedigend für eine christlich geprägte Gesellschaft.

Grüsse
C°°°
smile.gif

Nachtrag:
-> siehe hier ein Interview mit Dr. Rick Strassman bei dem er einige seiner Ergebnisse erklärt, ab Minute 2:10 Navigating the Afterlife pt4


Dieser Beitrag wurde von Chino: 26 Jun 2007, 09:28 bearbeitet
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 16:21
avatar
\m/ cutting-edge \m/
*****

Punkte: 711
seit: 23.10.2004

Meine aktuelle Sicht über den Tod:
CODE
Mensch mensch1 = new Mensch();
mensch1.lebe();

Was dannach kommt heisst in Jave Garbage Collection. So hart wies klingt.

Um Roman zu zitieren:
Zitat(onkelroman @ 24 Oct 2004, 12:28)
ein baum steht in meinem garten, weil da vor 10 jahren mal ein vogel hingekackt hat, der vorher 7km weiter westwärts ne kirsche gefressen hat.


Okay. Weg von der Rationalität und den Wissenschaften. Meine Idee ist:
Gott ist fürs Herz und nicht für den Kopf und sollte nicht begrenzen oder einengen. Er erfüllt die Seele der Gläubigen. Solang er Glückshormone produziert, Menschen zusammenbringt, Ziele, Möglichkeiten und Richtungen ausweist. Warum nicht?

Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch;
aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott. Werner Heisenberg


Was würde ein Christ auf die Frage antworten, warum er glaube?


ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 16:42
avatar
Hockeyprophi
*********

Punkte: 2765
seit: 22.01.2005

Zitat(Martschi @ 26 Jun 2007, 17:21)
Was würde ein Christ auf die Frage antworten, warum er glaube?
*


Weil er fühlt.


--------------------
Nichts ist schöner als der eigene Geist!

Sp..T...A...Ges
8 .. 6.. 6 .. 12
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 17:36
avatar
'The'-Bands suck
*****

Punkte: 524
seit: 28.02.2005

...und warum ich als getaufter und christlich erzogener Mensch nicht mehr glaube?
weil ich denke.

(Mit-)gefühl und Glaube gehört für mich nicht zwingend zusammen, so viele Menschen, die von sich behaupten Christen zu sein, verhalten sich im Alltag wie Barbaren, ganz und gar unchristlich.hauptsache nen fisch aufs auto kleben und schön ab und an das Gewissen beruhigen.

Im Gegenzug dazu Atheisten, christlicher als die, die es von sich behaupten. "christliche" Werte haben nix mit Christentum zu tun, ich weigere mich das zu "glauben"...nein anzuerkennen.

Dieser Beitrag wurde von Tavor: 26 Jun 2007, 17:38 bearbeitet
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
post 26 Jun 2007, 17:49
avatar
3. Schein
***

Punkte: 184
seit: 22.04.2007

Zitat(Tavor @ 26 Jun 2007, 18:36)
"christliche" Werte haben nix mit Christentum zu tun...*


da gebe ich dir teilweise recht. ich hab es schonmal in einem anderen forum geschrieben:
im endeffekt ist es doch so, dass sich unter den leuten die sich christen nennen genauso die gesellschaft und sämtliche darin vorkommende charaktere wiederfinden wie bei atheisten. "leider" darf sich eben jeder christ nennen der es will. die frage ist, ob er auch nach den christlichen werten lebt und handelt und das war weder bei den kreuzzügen gegeben noch bei dem jetzigen irakkrieg. sprich im namen des christentums ist und wird viel scheiße passieren, allerdings basiert diese nicht auf den wertvorstellungen die ich für christlich halte.
und da religion eine persönliche sache ist ist es falsch diese jemand anderem aufzwingen zu wollen oder es im gegenzug ins lächerliche zu ziehen.
ProfilPM
AntwortenZitierenTOP
2 Nutzer liest/lesen dieses Thema (2 Gäste)
0 Mitglieder: