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>Selbstmord Wann, wo, wie und überhaupt?

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post 25 Oct 2004, 18:13
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Hockeyprophi
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seit: 22.01.2005

QUOTE
wenn ihr unbedingt über eure selbstmordtaktiken reden wollt, dann macht einen extra-thread auf!

na das machen wir gleich smile.gif
nun zur selbstmordphilosophie: wie würdet ihr wann und wo euer leben beenden?
manch einer hat ja respekt vor z.b. dem aufprallschmerz beim hochhaussprung, oder vor dem schnitt in die arme.
der andere bevorzugt darum die schlaftablettenmethode.
ist es überhaupt sinnvoll sein leben vorzeitig zu beenden, oder ist das pubertierende dummheit?
was meint ihr?


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Nichts ist schöner als der eigene Geist!

Sp..T...A...Ges
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Antworten(15 - 29)
AK_Booking
post 26 Oct 2004, 00:22
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Manche begehen Selbsttötung, indem sie sich gnadenlos zusaufen... was ist mit denen? Oder zählt das zu Unfall?
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post 26 Oct 2004, 00:31
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~disconnected~
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Punkte: 741
seit: 28.04.2004

selbstmord ist sicher ein heikles thema, aber ich denke, wenn sich jemand wirklich das leben nehmen will, und entsprechende gründe hat, kann man ihn nicht aufhalten, und das sollte man dann akzeptieren.

darunter verstehe ich allerdings nicht pubertierende jugendliche, die meinen, sich wegen jedem scheiss gleich von ner brücke stürzen zu müssen, das ist in vielen fällen einfach nur ein schrei nach aufmerksamkeit und beachtung, und sowas macht es dann allgemein sehr schwer das thema selbstmord genauer zu betrachten oder darüber zu diskutieren.

für mich persönlich würde eine selbsttötung unter normalen umständen sicher nicht in frage kommen, aber ich kann die menschen eigentlich ganz gut verstehen, die sich das leben nehmen wollen, weil sie zum beispiel totkrank sind und sowieso nur noch kurze zeit zu leben haben, und den schmerz (z.B. bei krebs) nicht mehr ertragen können.

wenn man sieht wie jemand an krebs oder ähnlichem zugrunde geht bekommt man auch zum thema selbstmord eine etwas andere einstellung...musste ich feststellen...und ich denke, dass man in solchen fällen so eine entscheidung durchaus akzeptieren sollte..


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I've met God across his long walnut desk with his diplomas hanging on the wall behind him, and God asks me, "Why?" Why did I cause so much pain? Didn't I realize that each of us is a sacred, unique snowflake of special unique specialness? Can't I see how we're all manifestations of love? I look at God behind his desk, taking notes on a pad, but God's got this all wrong. We are not special. We are not crap or trash, either. We just are. We just are, and what happens just happens. And God says, "No, that's not right." Yeah. Well. Whatever. You can't teach God anything.
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post 26 Oct 2004, 01:39

Alles Kapot!
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Aber wenn du dir sicher bist, daß dahinter nix mehr kommt ... nachm Tod is alles vorbei. Was macht dann der Selbstmord noch für nen Sinn?
Naja, wenn man in der Situation steckt, redet man sicher wieder ganz anders über die Geschichte ...


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*~ Samurai.FM ~*
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post 26 Oct 2004, 07:33
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Hockeyprophi
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QUOTE (Pummel @ 26 Oct 2004, 02:39)
Aber wenn du dir sicher bist, daß dahinter nix mehr kommt ... nachm Tod is alles vorbei. Was macht dann der Selbstmord noch für nen Sinn?

wer weiß denn, ob nach dem tod alles vorbei ist?
der "menschliche verstand", der sich die ganze geschichte hindurch nur geirrt hat und es heute auch noch tut - wohl kaum?!
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post 26 Oct 2004, 08:42
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.. die Christen glauben nicht nach Leben nachdem Tod. Wenn man "gut" war kommt man in den "Himmel" wer "schlecht" war kommt in die "Hölle". Die meißten hier sind in einer vom christlichen Denken beinflussten Welt aufgewachsen die uns gewisse Denkweisen eingeprägt hat.
In vielen anderen Kulturen ist das Leben nach dem Tod, sowie die Seelenwanderung ganz selbverständlich ..

.. ich verstehe Wanda, wenn sie sagt, dass Thema sein zu heikel um darüber zu reden, aber andererseits denke ich, dass man Suizid gefährdeten Personen keinen Gefallen tut, wenn man das Thema "totschweigt" zumal hier ja keine Anleitungen gegeben werden ..
Auch der Tod ist Teil des Lebens und wenn jemand dieses beenden will ist es purer Egoismus, der uns dazu treibt der Person zuerklären, sie "dürfe" es nicht. Auch wenn ich denke, dass Selbsmord ein Rückschritt sowie keine Lösung ist und ich denke, dass es immer einen anderen Ausweg gibt. Man muss sich nur mal auf die, für einen persönlich, schönen Dinge im Leben konzentrieren ...


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post 26 Oct 2004, 09:34
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Klapperstrauß
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ok, denn mal weitergedacht, was ist denn mit Wachkoma? Was denkt Ihr würdet Ihr tun, wenn Ihr die Wahl hättet? Hab da vor einiger Zeit mal ne Hausarbeit drüber geschrieben, und finde das schon sehr schwierig, daher würde mich dazu mal Eure Meinung interessieren. Ist ja gewissermaßen auch Selbstmord, nur hier noch mit der Schwieirgkeit, dass andere dafür sorgen müssen, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden (was bisher auch gar nicht erlaubt wird aber tw. trotzdem gemacht wird) weil man sich schlimmstenfalls selber gar nicht dazu äußern kann, höchstens vorher. Was denkt Ihr darüber?


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°° »Das stärkste Betäubungsmittel der Welt ist das Verlangen dazuzugehören....« °°°


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post 26 Oct 2004, 09:48
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fuk da hataz
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so schwer zu klären ist das nicht, man benötigt lediglich eine patientenverfügung, die sowieso jeder abschließen sollte. in dieser ist genau dargelegt, wann beispielsweise die lebenserhaltenden maßnahmen eingestellt werden sollen - vorteil: nicht ein angehöriger muss diese schwerwiegende entscheidung treffen, sondern der patient hat es bereits selbst getan.

schwer wirds erst, wenn man so'n wisch nicht hat und dann über leben und tod des anderen entscheiden muss.


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onkelroman war hier
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post 26 Oct 2004, 09:51
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Klapperstrauß
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QUOTE (onkelroman @ 26 Oct 2004, 10:48)

schwer wirds erst, wenn man so'n wisch nicht hat und dann über leben und tod des anderen entscheiden muss.

eben. nicht selten ist das der Fall. Oder sie enthält nicht explizit diesen Fall. Aber auch wenn du sowas per Patientenverfügung festlegst isses ja gewissermaßen Selbstmord. Die Frage ist ja nur: Kann man HEUTE schon wissen, wie man im Fall der Fälle tatsächlich darüber denkt? Denn denken kann man dann ja noch, nur sich nicht mehr mitteilen.
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post 26 Oct 2004, 10:15
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... die Nieren meines Opas (ein Mann vor dem ich sehr viel Respekt hatte und habe) haben irgendwann nicht mehr funktioniert.
Er musste die Dialyse (eine Maschine wäscht das Blut des Menschen, eine sehr unangenehme Tortur) mehrere Jahre über sich ergehen lassen.
Sein körperlicher Zustand verschlimmerte sich.
Er konnte zwar gehen und die Toilette Besuchen, war aber dennoch ein Pflegefall unter dem meine Oma sehr litt. (ich würde sogar behaupten mehr als er selber, so sah es jedenfalls aus)

Er hat sich nie beklagt und war, für die Möglichkeiten eines alten kranken Mannes, immer sehr fröhlich und nett wenn wir ihn besuchten.
Eines Tages hat er gesagt, er will nicht mehr.
Die Belastung, die er für seine Frau, also meine Oma, darstellte konnte und wollte er nicht mehr ertragen, also hat er beschlossen sich nicht mehr zur Dialyse abholen zu lassen.
Die Ärzte wollten ihm für unzurechnungsfähig erklären, so dass er zur Behandlung gezwungen werden konnte (sie wollten ihm verbieten zu sterben!), aber sie haben es nicht geschafft. So wollten ihn unbedingt am Leben erhalten, egal was es für Ihn bedeutete.

Wenn man sich also in dem Zustand nicht mehr das Blut waschen lässt, laufen die Lungen irgendwann mit Wasser voll und man erstickt langsam.

Die Ärzte gaben ihm nach Beendigung der letzten Dialyse 3 Tage ...
.... nach 6 Tagen schlief ein grosser Mann friedlich ein..
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post 26 Oct 2004, 10:50
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~Beastie Girl~
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ich habe bereits eine patientenverfügung. meine ganze familie (mama, papa, bruder). ich finde das ganze sehr sinnvoll, und denke bzw hoffe auch nicht, dass im fall der fälle irgendwer entscheidet, mich mit maschinen am leben zu erhalten. auch will ich nicht irgendwem später mal zur last fallen. ab einem gewissen alter bzw gesundheitszustand ist das aber unvermeidlich. in diesem fall bin ich auch für sterbehilfe. hatten in der schule im religionsunterricht mal ne ziemlich lange und ausführliche diskussion darüber. in sogenannten 'hospizen' wird passive sterbehilfe betrieben. man lässt den menschen einfach so lange leben, wie es auf NATÜRLICHE weise möglich ist.

wenns mir selber nicht mehr gut geht..und ich nur noch am vor mich hin vegetieren bin, will ich nicht mehr leben. das kann ich denke ich auch heute schon entscheiden.

ich selber hatte nie oma/opa (letzer ist gestorben als ich 2 war).. vielleciht habe ich auch deswegen einen anderen bezug zu alten menschen bzw zum ALter allgemein.


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[22:17] cantrella: ich bin der männergarten

bunglefever was here!

minilusch3n geschlüpft
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post 26 Oct 2004, 11:03
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der Geilste
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QUOTE (simpson @ 26 Oct 2004, 11:50)


wenns mir selber nicht mehr gut geht..und ich nur noch am vor mich hin vegetieren bin, will ich nicht mehr leben. das kann ich denke ich auch heute schon entscheiden.

das glaub ich nicht, oder kennst du das Gefühl schon

ich nicht, also kann ich jetz auch noch nicht sagen wie ich später ins so einer Situation entscheiden würde
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post 26 Oct 2004, 11:24
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Klapperstrauß
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Genau das meine ich. Hab mir da während der ha sehr viele Gedanken drüber gemacht, und nach heutigem Wissen und Gewissen würde ich sagen, ich will das nicht. Obwohl oder gerade weil ich schon mit geistig und körperlich behinderten Menschen gearbeitet habe, kann ich für mich nur sagen, dass ich nicht so leben will und auch meiner Familie nicht "zumuten" will. Obwohl ich großen Respekt or diesen Menschen habe und auch weiterhin gern mit ihnen arbeite. Jedoch ist immer ein Unterschied zwischen Arbeit und Privatem oder Selbstbetroffensein. Von daher würde ich heute klar sagen: Lieber alles einstellen. Was mir allerdings bisschen Angst macht diesbezüglich: Was ist denn, wenn du in der Situation bist und weißt, du hast unterschrieben dass du lieber sterben willst, aber du änderst deine Meinung? Und kannst das nicht mitteilen. Das muss doch unendlich grausam sein?!
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post 26 Oct 2004, 11:27
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Hockeyprophi
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da gebe ich kramsky recht.
denn wie gesagt, eine "last" ist man der familie sicher nicht!
manch einer hat solche schmerzen und nimmt die realität noch mit vollen kräften wahr, so dass er sein leben evtl. vorzeitig beenden will. ein anderer wiederum hat solche tagträume und phantasien, dass er die evtl. schmerzen kaum wahrnimmt. wofür soll er dann sein leben beenden, wenn er das leben trotz krankheit noch genießt?

Dieser Beitrag wurde von der-prophet: 26 Oct 2004, 11:28 bearbeitet
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post 26 Oct 2004, 11:31
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about:away
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seit: 01.10.2003

*moderier*
Was zur Hölle hat Sterbehilfe mit Selbsttötung zu tun?
Nichtmehr zur Dialyse fahren leuchtet mir noch ein, aber "Patientenverfügungen" und so ein kram? ontopic bitte wink1.gif


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„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 1 Abs. 1



Selber denken statt fern sehen!
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post 26 Oct 2004, 11:40
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Klapperstrauß
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Indem du dich entscheidest nicht mehr zur Dialyse zu fahren entscheidest du dich dafür, eine für dich lebenserhaltende Maßnahme abzubrechen mit der Konsequenz dass diese Entscheidung unweigerlich zum Tod führt. Eine Patientenverfügung ist im Grunde nichts anderes, nur dass du dich schon im Vorfeld dafür entscheidest. Die Frage ist ja nicht, was von Sterbehilfe generell zu halten ist, sondern ob zB Wachkoma einen Selbsttötungswunsch rechtfertigen kann, denn nichts anderes ist es im Endeffekt, sofern eine Patientenverfügung vorliegt. (Wenn nicht ist das Thema Sterbehilfe, da geb ich dir Recht)
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