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Aberkennung Weltkulturerbe droht...
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 26 Jun 2009, 16:33
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eXma Poltergeist         
Punkte: 6729
seit: 20.10.2004
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Das eigentlich provinzielle an der Sache ist doch, dass da ne Brücke hingebaut wird und daraus ein Sakraldelikt sondergleichen gemacht wird. Woanders hätte man das Ding einfach da hingesetzt, ohne irgendwen zu fragen. Deutschland und Dresden im Speziellen haben wahrlich größere Probleme, als die Aberkennung eines obskuren Welterbetitels wegen einer von dann 6 Brücken, die in wunderschöner Landschaft stehen. Was die UNESCO da versucht hat, war Erpressung und fertig. In der Demokratie geht es darum Mehrheiten zu organisieren. Wenn diese diffuse Mehrheit der Brückengegner ihren Arsch nicht hochkriegt, wenn sie schonmal gefragt wird, dann ist das eben ein klassischer fail. Von der geringen Wahlbeteiligung und dem Ausgang des Entscheids darauf zu schließen, dass die zuhausegebliebenen ja alle dagegen waren, ist doch absoluter Quatsch. Unvorstellbar, dass es Leute gibt, denen dieses Thema einfach total egal ist oder? Liegt vielleicht daran, dass es nur um eine blöde Brücke geht und nicht um die Mauer.
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 26 Jun 2009, 16:39
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Automatix         
Punkte: 5198
seit: 09.11.2005
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Zitat(Stormi @ 26 Jun 2009, 17:33) Unvorstellbar, dass es Leute gibt, denen dieses Thema einfach total egal ist oder? Liegt vielleicht daran, dass es nur um eine blöde Brücke geht und nicht um die Mauer.  Treffend formuliert! Was hier für nen Aufriss gemacht wird... man mag mal zweieinhalb Jahrzehnte zurückdenken, niemand hätte die Absicht gegen den Brückenbau etwas einzuwenden gehabt... die Carolabrücke (Bau Ende der 60er) fügt sich auch nicht in das harmonierende Bild der Albert- bzw.- Augustus- und Marienbrücke ein, obwohl damals die Möglichkeit bestand, die im WKII gesprengte Brücke auf den alten Strompfeilern wieder zu errichten. Dieser Beitrag wurde von Sigurd: 26 Jun 2009, 16:45 bearbeitet
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Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
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 26 Jun 2009, 18:11
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Frechdachs      
Punkte: 784
seit: 03.11.2004
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Ich kann's nur noch einmal betonen! ENDLICH ist die Scheiße vorbei - WAYNE³ !!! Titel ohne Mittel - ENDE!
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Randy: Are you sure you wanna get Grandpa's coo-coo clock back? That thing almost put my eye out. Earl: Well you shouldn't have been so close, you knew what time it was. Earl: How was your first day of school? Randy: Great! I really enjoyed science class. Did you know that before we were humans we were monkeys? Earl: Really? What were we before monkeys? Randy: I don't know. I can't even remember being a monkey. Randy: Hey, maybe if you call karma it'll come and save us. Call it. Earl: Randy, it doesn't work like that. It's karma, not Lassie. > My Name is Earl ©2006 <
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 26 Jun 2009, 18:58
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Zitat(Sigurd @ 26 Jun 2009, 17:39) Treffend formuliert! Was hier für nen Aufriss gemacht wird... man mag mal zweieinhalb Jahrzehnte zurückdenken, niemand hätte die Absicht gegen den Brückenbau etwas einzuwenden gehabt...  Treffend formuliert! Vor zweieinhalb Jahrzehnten hat man auch noch Giftmüll in die Elbe geschüttet und keinen hat es interessiert. Vor zweieinhalb Jahrzehnten wurde auch die komplette ostdeutsche Bevölkerung bespitzelt und alle fanden es toll. Vor zweieinhalb Jahrzehnten war eben alles besser und schöner und irgendwie demokratischer.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 26 Jun 2009, 19:56
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Froschologe       
Punkte: 1018
seit: 19.06.2006
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Zitat(Chris @ 26 Jun 2009, 19:58) Treffend formuliert! Vor zweieinhalb Jahrzehnten hat man auch noch Giftmüll in die Elbe geschüttet und keinen hat es interessiert. Vor zweieinhalb Jahrzehnten wurde auch die komplette ostdeutsche Bevölkerung bespitzelt und alle fanden es toll. Vor zweieinhalb Jahrzehnten war eben alles besser und schöner und irgendwie demokratischer.  Zwischenwurf ähm hust, kann man mal die ostschublade zu machen? rhein und ruhr waren auch keine trinkwasserschutzgebiete. stasi 2.0 scheint ja auch in demokratischen hirnen zu stecken. von der geschichte des bnd alias gruppe gehlen möchte ich hier erst recht nicht anfangen. weiterhin gibt es genug beispiele, wo auch die ach so freie welt gründlich versagt hat. und sicherlich ist alles vergangene toll, weil sich der mensch insgesamt meist nur an die guten sachen erinnern kann. wäre dem nicht so, gäbe es wohl keinen freien baum, um sich mit aufzuhängen. [überspitzt] will hier keinen weg brechen, für irgendein system, man sollte halt nur mal drüber nachdenken, das nicht die menschen unterschiedlich waren, sondern die anfangsprämissen und die fortführend geltenden konstanten. Dieser Beitrag wurde von SHARK: 26 Jun 2009, 19:57 bearbeitet
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Everybody knows that the boat is leaking Everybody knows that the captain lied
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 26 Jun 2009, 20:33
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Froschologe       
Punkte: 1018
seit: 19.06.2006
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Zitat(Chris @ 26 Jun 2009, 21:20) Es ging eigentlich auch nicht um irgendeinen Vergleich zwischen Ost und West, sondern nur darum, deutlich zu machen, dass damals eben nicht alles auf der freien Entscheidung der Bürger basierte, oder unter ökologischen Gesichtspunkten erledigt wurde. Man kann nun mal nicht die Maßstäbe von vor 20 Jahren (zudem unter einem Regime, was viele als diktatorisch bezeichnen) heranziehen um damit aktuelle Handlungen zu rechtfertigen.  das war aber systemunabhängig  und noch angefügt, die ddr war kein eigenständig diktatorisch regiertes land, sie war ein satellitenstaat (mit einer "engagierten" vasallenregierung). genauso wie die brd. ohne die jeweilig großen brüder ging doch gar nichts. nur das die amerikaner mit ihren schützlingen liebevoller umgingen. das heute was anderes erzählt wird, dass ist doch nur der schiss vor den linken. insgesamt haben doch leider beide länder bis weit in die 80ziger das umgesetzt, was ihnen der jeweilige bruder gesagt hat. Edit: das hier beschriebene "engagement" ist stringent im negativen raum anzusiedeln Dieser Beitrag wurde von SHARK: 26 Jun 2009, 20:37 bearbeitet
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 26 Jun 2009, 21:03
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3. Schein   
Punkte: 306
seit: 01.10.2003
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Zitat(Stormi @ 26 Jun 2009, 17:33) Was die UNESCO da versucht hat, war Erpressung und fertig. In der Demokratie geht es darum Mehrheiten zu organisieren. Wenn diese diffuse Mehrheit der Brückengegner ihren Arsch nicht hochkriegt, wenn sie schonmal gefragt wird, dann ist das eben ein klassischer fail.  Genau hier kommen wir zum Punkt, an dem ich gerne anfange zu diskutieren (und nicht über Sinn oder Unsinn der Brücke): Wo siehst du die Erpressung der Unesco? Dresden hat sich für den Welterbetitel beworben und ihn auch zugesprochen bekommen. Damit ist der zum Welterbe erklärte Teil aber nicht länger allein unter der Einflußnahme der Dresdner. Indem sich Dresden für das Weltkulturerbe beworben hat, unterstellte es sich gleichzeitig der internationalen Beobachtung, dieses auch zu schützen. Wenn du Unesco nun feststellt, dass bauliche Veränderungen dem Weltkulturerbe widersprechen, ist es sowohl Recht als auch Pflicht der Organisation, ihre Stimme zu erheben. Und wenn die Einwände durch nichts außer minimalen kosmetischen Korrekturen beantwortet werden, ist steht es der Uneso genauso zu, den Titel wieder abzuerkennen. Es gibt kein Grundrecht auf den Titel Weltkulturerbe, an dessen Erhalt muss man aktiv arbeiten. Das ist nicht geschehen, also tschüss Titel. Aber bitte gibt dafür nicht die Schuld der Unesco.
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