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Vollständige Version anzeigen: Waldschlösschenbrücke
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ssxp
Was haben die Brückenbefürworter nicht alles geredet und überzeugt. Die Brücke würde sich harmonisch ins Elbtal einfügen (ja, klar, mit riesigen Brückenpfeilern) und sogar die obersten UNESCO-Weltkulturerbe-Hirten würden die Brücke gutheißen.

Tja, entweder haben sie gelogen oder sie waren naiv. Beides ist für Entscheidungsträger eigentlich nicht hinnehmbar.

Denn was liest man in der DNN?
Weltkulturerbe: Dresden droht Aberkennung
Zitat
Auch das Material, das mit der Dresden-Bewerbung eingereicht wurde, enthielt Abbildungen der Brücke. Was aber nach DNN-Informationen fehlte, ist die genaue Stelle am Flusslauf, wo sie gebaut werden soll. Im Antragstext steht, dass die Bemühungen der Denkmalpflege zu einer "schmaleren und tiefergelegten" Brückenkonstruktion geführt hätten. Trotzdem ist bereits im Bericht der Unesco zum Dresdner Welterbe eine mögliche Gefährdung des Welterbes durch die neue Elbquerung erwähnt.


Außerdem gibts auch momentan nen schönen Artikel in der ZEIT über die tollen Dresdner, die sich ihrer eigenen Schönheit berauben:
Artikel "Canaletto kaputt"
Zitat
Während die Verwaltungsmühlen mit bedrohlichem Knirschen mahlen, bleibt jedoch draußen am Waldschlösschenhang die Realisierung der Katastrophe unvorstellbar. Da erstreckt sich die Wiese endlos zum Strom hinab, da flanieren winzige Spaziergänger durch ein Panorama wie aus dem 19. Jahrhundert, da streuen alte Bäume goldenes Laub ins Blaue, und im Hintergrund, wenn man zu den Brühlschen Terrassen schaut, schwebt die Kuppel der Frauenkirche. Dresden vom rechten Elbufer oberhalb der Augustusbrücke: So hieß Canalettos erstes Ölgemälde, das er 1747 für August III. schuf, ein Waldschlösschen-Blick, nur etwas näher an die Stadt gerückt. Einerseits das sanfte Flussufer, andererseits die erhabene Frauenkirche: Dieser Zusammenklang aus landschaftlicher Weite und städtebaulicher Öffnung scheint den venezianischen Maler am meisten beeindruckt zu haben. Erst 1748 entstand das berühmte Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, jener postkartenbeliebte Canaletto-Blick, auf den die Stadt sich so viel einbildet, dass sie glaubt, das Idyll am Waldschlösschen ruinieren zu dürfen.
Chino
.. es besteht vieleicht doch noch Hoffnung, dass die Brücke nicht gebaut wird ..
.. aber vieleicht ist es den Dresdnern ja auch egal ob Weltkulturerbe oder nicht (aber da es ja wie immer ums Geld geht kann es eigentlich nicht egal sein)..

.. 2 mal am Tag, zu den Hauptverkehrszeit, nicht auf der Brücke stehen müssen (denn sonst ist da kein Stau) ist es doch Wert das Weltkulturerbe aufzugeben, oder etwa nicht? ..
Gizz
naja erstmal sehen.
in potsdam gabs die gleiche aussage beim bau des neuen bahnhofs.
man hättet dann aus dem und dem blickwinkel nicht mehr die gleiche sicht auf das stadbild.
(obwohl das durch die vielen ddr-bauten sowieso nicht sooo schön ist wacko.gif )
und was ist passiert? nichts....
Zaphod

Bei Spiegel ONLINE steht's auch:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,383306,00.html
Hanno
Wär die einzige logische Konsequenz, was hat so n Betonband auch im Weltkulturerbe verloren?? Ein hoch auf die Dresdner und ihre Karren ...
Schneeflocke
>>Der Stadt droht offenbar keine Aberkennung des Welterbetitels. Laut Sprecher Kai Schulz hat sich das Welterbe-Zentrum in Paris beim Auswärtigen Amt lediglich über den Bau der Waldschlößchenbrücke informiert. Dieser Vorgang sei normal. Außerdem landet vor einer möglichen Aberkennung des Titels erst einmal auf einer sogenannten "Roten Liste" und das sei nicht der Fall.
Nach einem Zeitungsbericht sollte der Titel wegen des geplanten Baus der Elbquerung in Gefahr sein.<< http://www.radiodresden.net/

Ich arbeite manchmal beim Radio und hab´s mal bei meinen KollegInnen nachgefragt, und das hier oben ist raus gekommen. Aber kann sich natürlich noch immer ändern.

Aber an dieser Stelle mal liebe Grüße an die Redaktion von Radio Dresden 103PUNKT5 und Hitradio RTL Sachsen. Vermisse euch!!! bye1.gif
Dresdenwiki
Bleibt mal ganz locker. Ohne die Brücke wäre das Tal wahrscheinlich nie Kulturerbe geworden.

Mal im Ernst, die ganze Aufregung gibt es doch nur, weil der Nobelpreisträger und Brückengegner Blobel sowie die Grüne Landtagsabgeordnete Hermenau bei der UNO und UNESCO sitzen.

Die Brückengegner sehen darin ihre letzte Chance und lassen nun die Maske falle, um jeden Preis wollen sie noch etwas Aufmerksamkeit, nachdem sie jede Klage klar verloren haben.

Der Titel ist genauso wenig gefährdert, wie er es in Köln war. Schaut Euch nur mal an, was sonst noch alles Weltkulturerbe ist, den Titel bekommt eigentlich jeder Statpark, wenn er sich lang genug bewirbt.

Also von mir aus soll der Blobel ja Narrenfreiheit haben, da er viel gespendet hat, aber was sich andere da jetzt ranhängen, ich finde das schädlich, da die Brücke definitiv gebaut wird und der Titel auch in keinster Weise bedroht ist.

Was mir immer wieder auffällt. Viele Journalisten denken, die Brücke kommt an das Käthe-Kollwitz-Ufer, sie wird aber Radeberger Vorstadt und Johannstadt (Fetscherstraße) verbinden.
Chino
.. hmm. Schade eigentlich.

.. na ja, was solls.
.. Eine Brücke mit den dazugehörigen Autos etc. ist ja eh viel schöner als Wiese (sieht man z.B. vor der Mensa, da hat die Wiese vorher ja auch nur gestört, oder etwa nicht? ...) und total wichtig und so, sonst gehts mit DD steil bergab, ist klar ..
wombat1st
Zitat(Dresdenwiki @ 05 Nov 2005, 13:02)
Bleibt mal ganz locker. Ohne die Brücke wäre das Tal wahrscheinlich nie Kulturerbe geworden.


CODE

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Chino
Zitat
[...]

Zitat
->

Zitat
!
sQeedy
Also es ist so: Der geplante Bau der Waldschlösschenbrücke wurde beim Antrag auf Weltkulturerbe mit eingereicht. Dem Antrag ist zugestimmt worden, sonst hätten wir das ja heut nicht. Nun wird erneut geprüft, ob sich die geplante Brücke harmonisch ins Tal und in die Landschaft einbindet. Es wird überhaupt noch nicht mit Aberkennung gedroht.
#npnk
du weißt doch wie das iss....

medien sind zur panikmache da...
allein die MÖGLICHKEIT dass weltkulturerbe abzuerkennen, macht es für die massenmedien bereits geschehen
Chino
.. in dem fall würde ich es mal nicht "panikmache" sondern "hoffnungsmache" nennen. Schade, dass an der meldung nicht viel daran ist ..
#npnk
unzureichende recherche

[denkblase]
da klingelt bei mir doch irgendwas...da muss vor kurzem was gewesen sein *grübel*
[/denkblase]
absalom
Die Situtation scheint sich jedoch etwas verschärft zu haben, nachdem man neuerlich Nachricht aus Paris erhielt

Zitat
Eindeutig fiel der Bürgerentscheid vom Februar vorigen Jahres aus: Über zwei Drittel der Teilnehmer stimmte für das Projekt Waldschlößchenbrücke. Eindeutig war die Brücke mit Länge, Breite und Höhe auch in dem Antrag enthalten, das Dresdner Elbtal zum Welterbe zu deklarieren. In keiner Dresdner Amtsstube wäre es zulässig, einen rechtsgültig erteilten Bescheid einfach zu kippen. Aber genau das tut gerade der Direktor einer Weltbehörde.


... ist dann heute in der SZ zu lesen:
Zitat
Waldschlößchenbrücke. Im neuen Streit mit der Unesco sucht das Rathaus jetzt nach einer diplomatischen Lösung. Wie eine Bombe ist die Nachricht der SZ im Rathaus eingeschlagen, dass das Welterbezentrum der Unesco den Bau der Waldschlößchenbrücke für „nicht akzeptabel“ halte. In nur 26 Zeilen hatten wir gestern dessen Direktor Francesco Bandarin entsprechend auf Seite 1 zitiert. „Das ist natürlich eine neue Lage“, erklärte Rathaussprecher Kai Schulz ..


Zu herrlich diese never ending Schildbürger-Story smile.gif traurig nur, dass dadurch so viele Gelder verschwendet werden, die andere wirklich dringender als eine Brücke brauchen könnten sad.gif

#abd
loqo
abd bringt es auf den punkt.. aber naja, wenn die dresdener diese schwule brücke wollen..
shocking.gif bin ja jetzt auch einer
hopi
hm, die diskussionen für oder wider die brücke gehen ja nun schon über viele jahre, in denen in anderen orten für weitaus weniger geld als die bisher verschlungenen planungsgelder brücken gebaut wurden, und werden wohl erst beendet sein, wenn an "irgeneiner" stelle in dresden überhaupt eine brücke gebaut worden ist.

Aber spätestens wenn das "Blaue Wunder" für jeglichen kfz-verkehr gesperrt wird, wäre eine zusätzliche elbquerung weiter östlich als die albertbrücke gar ni so schlecht...

...Und egal, an welcher stelle alternative varianten mit all ihren jeweiligen vor- und nachteilen in frage kommen, wird es immer irgendjemanden geben, der grundsätzlich dagegen ist, aus welchen beweggründen auch immer. Es wird immer leute geben, die von einer entscheidung profitieren und welche, die abschläge machen müssen.

ein weiteres beispiel war ja die a17, bei der sich der planungsprozess auch ewig hingezogen hat. bis jetzt kann man aber sicher sagen, dass dresden bezogen auf den verkehr deutlich entlastet und nicht zusätzlich belastet worden ist, was neben umweltbelangen ein hauptthema gewesen ist.

ok, soviel erstmal dazu.

ps.: ich oute mich jetzt auch mal als brückenbefürworter beim bürgerentscheid.
pps.: und ich bin weiterhin für die brücke
ppps.: und ich habe keine direkten vor- oder nachteile durch die brücke
pppps.: und schlussendlich bin ich weiterhin realist tongue3.gif
ck
Zitat(abadd0n @ 05 Jan 2006, 16:52)
traurig nur, dass dadurch so viele Gelder verschwendet werden, die andere wirklich dringender als eine Brücke brauchen könnten

Volle Zustimmung! Aber da die Brücke ein Politikum ist und sich der Großteil der Dresdner leider für den Bau entschieden hat (ich habe damals dagegen gestimmt und bin immernoch dagegen, weil es schade um die verkehrsarme [beinahe verkehrslose] Zone an der Elbe und doch quasi mitten in der Stadt), wird sich das mit der Geldverschwendung wohl auch noch ein Weilchen so hinziehen, ohne dass dabei in Kindergärten oder Straßenerneuerungen intensiver investiert wird...
Nebenbei: Das Geld, was die Planung bisher verschlungen hat (ohne, dass dabei auch nur eine Zufahrtstraße oder ein Brückenpfeiler angegangen wurde), hätte wohl auch schon beinahe(?) zur Komplettsanierung des Blauen Wunder gereicht.
qetap
Zitat(abadd0n @ 05 Jan 2006, 16:52)
Gelder verschwendet werden, die andere wirklich dringender als eine Brücke brauchen könnten sad.gif

#abd
*



Tja... Wie schon Februar war/ist das Extrageld zweckgebunden.

Meiner Meinung nach ist das wirklich nur Panikmache, die seit Köln (vor ein paar Monaten wurde dort auf ähnliche Weise ein Bau von der Unesco gekippt) betrieben wird.
komaa
Es scheint, als würden Roßberg & Co. ihre starrköpfigkeit endlich aufgeben. Das aber erst das Auswärtige Amt ein paar Worte dazu beitragen muss, damit ein Provinzpolitiker endlich über die Situation nachdenkt, finde ich schon sehr heftig.

DNN

Zitat
OB signalisiert Rückzug im Welterbe-Streit

Es geht nicht mehr nur um das Image Dresdens im Streit um das Weltkulturerbe, es geht auch um das Ansehen Deutschlands. Wie Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) gestern im Stadtrat berichtete, habe ein Vertreter des Auswärtigen Amtes der Stadt empfohlen, in Sachen Brücke keine "irreversiblen Entscheidungen" zu treffen, weil die sonst das Ansehen Deutschlands beeinträchtigen könnten.

[...]
yocheckit
das klingt für mich, als hätte einer im auswärtigen amt viel geld dafür bekommen, Roßberg mal in den arsch zu treten, damit die interessen von einem noch unbekannten 3. durchgesetzt werden können.. ich find's eine sauerei wie irgendwelche heinis über die köpfe der bürger der stadt hinwegentscheiden wollen.. entschieden ist entschieden und die leute vom weltkulturerbe sollen sich nicht einmachen, die wussten, dass da eine brücke hinkommt. nur weil jetzt z.b. nicht die laternen darauf von der ihnen zugetanen firma ausgeführt werden, ändert das doch nix an der situation.. so ein schwachsinn! klingt für mich alles wie gut bezahlte meinungen..
Chris
Hast du irgendwas anderes erwartet? Der Buergerentscheid haette auch schon 1995 gefaellt werden koenne. Damals war allerdings die Regierung einer Meinung. Den Buergerentscheid gabs nur, weil irgendwelche Koepfe oben ihre Meinung nicht auf politischer Ebene durchsetzen konnten. Dass jetzt wieder andere Koepfe kommen und ihre Meinung durchsetzen wollen, ist nicht weiter verwunderlich. In Deutschland wird halt von oben entschieden, das ist in anderen Staaten auch nicht anders, hier will man bloss das Gefuehl haben, dass man es selbst entschieden haette.

Es gewinnt, wer an der hoechsten Stelle sitzt. Und es sieht so aus, dass durch die UNESCO ein Brueckengegner in eine hoehere Stelle gekommen ist, als ein Brueckenbefuerworter. Habt euch nicht so, dass ist alles Politik, und hat nichts mit tatsaechlichen Notwendigkeiten, Demokratie oder Mehrheiten zu tun.
yocheckit
crying.gif das ist es ja..
Chris
War aber schon immer so, also heul net rum, sonder geh in die Politik, wenn du was entscheiden willst. Oder werde reich oder beruehmt.
yocheckit
ich hab was besseres: alles in einem - ich werde diktator, und zwar ein netter! sp_jesus.gif + hitler.gif = afro.gif
baren
Da sind wir ja schon zwei - ergo wird Deutschland wieder ein Staatenbund.
mr.orange
Die demokratische Entscheidung der Dresdner steht außer Frage. Wobei niemand leugnen kann, dass in dem ganzen Streit immer persönliche Interessen eine Rolle gespielt haben und weiter spielen werden.

Und nun heult mal nicht rum. Eure Prämissen gehen immer davon aus, das alles und jeder rechtzeitig über sämtliche Fakten informiert wurden. Dem ist aber nicht so. Die Unterlagen zum Antrag auf das Weltkulturerbe enthalten nachweislich falsche und unvollständige Angaben zur Brücke. Hier hat man wahrscheinlich gehofft, mal eben so durchrauschen zu können. So ala: ist doch nur ne Brücke. Die Härte ist, dass der Brückenstandort völlig falsch angegeben wurde.

Und das fällt jetzt halt auf die Füsse.

Ich find die Idee in der Umfrage in der SZ gut, die Dresdner nach dem Entscheid der UNESCO ggf. nochmal abstimmen zu lassen.

Was ich bisher auch nicht wusste: ein Tunnel scheint zu vergleichbaren Kosten möglich zu sein. Wenn ich sowas höre, dann fühle ich mich hinsichtlich Informationspolitik einfach nur verarscht.

Aber ich lass mal: Diskussionen dazu gabs sicher schon zur Genüge. Pro und Contra haben eh weniger mit Fakten, sondern mehr mir Glauben zu tun.
yocheckit
das stimmt so aber alles nicht so ganz. ich hab den artikel damals auch gelesen, die sachen die im antrag fehlten waren nicht so gravierend und der brückenstandort war glaub ich auch richtig ausgewiesen, es gab nur unstimmigkeiten bei der anbindung oder den brückenpfeilern.

und ja, es stimmt, dass der tunnel, DAMALS, ungefähr 10 millionen mehr gekostet hätte und das den stadträten zu teuer war, hätten sie aber gewusst was anschließend für ein hickhack entsteht, hätten sie sich wohl dafür entschieden. aber jetzt wäre ein tunnel nicht mehr billiger, weil das geld für die planung der brücke ja bereits augegeben worden ist und nun das geld für die planung des tunnels hinzukommen würde. also nicht allen quellen einfach mal so glauben - immer umseitig informieren! wink.gif
mr.orange
@yocheckit: 1.) sorry. Der eklatanteste Fehler stammt offenbar aus einem Gutachten der UNESCO selbst und war offenbar die Tatsache, dass beim Standort flussaufwärts mit flussabwärts vertauscht wurde. Viele Journalisten haben diese falsche Standortbeschreibung gar in Ihren Artikeln übernommen.

2.) Ich bitte Dich, Kostengründen können nicht die entscheidende Rolle gespielt haben. Bei der Größenordnung spielen lächerliche 10 Mille keine Rolle mehr. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass für das Geld die Sanierung sämtlicher Elbbrücken einschließlich Blauem Wunder drin wären. Wenn wenigstens ne Strassenbahnanbindung mit drin wär. Bei der Größenordnung hätte man dann auch wenigstens richtig klotzen können. Im übrigen: bei Projekten dieser Größenordnung habe ich es selten gesehen, dass die veranschlagten Kosten eingehalten wurden.

Zitat aus der SZ (http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1041289):

"Tatsächlich stellt der Antrag, ein dicker A4- und ein A3-Ordner, die Waldschlößchenbrücke nicht sehr umfassend dar: Ihr sind zwei kurze Textpassagen und eine vier Seiten umfassende Mappe gewidmet. Von „Optionen für fünf neue Brücken“ ist die Rede, davon sei allein die Waldschlößchenbrücke beschlossen. Ein konkreter Lageplan findet sich nicht, dafür aber einer, in dem alle fünf möglichen Brücken verzeichnet sind. Im Elbtal, so wird zudem behauptet, seien „keine das Orts- und Landschaftsbild beeinträchtigenden Hauptverkehrsstraßen“ geplant. Zwar gilt die Brücke „als Eingriff in das traditionelle Orts- und Landschaftsbild“, aber die Bildmontagen in der Extra-Mappe zeigen sie nur von weitem.

Zudem schreibt der von der Unesco beauftragte Icomos-Architekt im Gutachten, die Brücke liege „fünf Kilometer flussabwärts vom Zentrum“ – damit wäre sie außerhalb des Schutzgebiets. Tatsächlich aber liegt sie drei Kilometer flussaufwärts. Nur ein Übertragungsfehler?"
yocheckit
hm, seltsam.. aber wenn sie schon waldschlösschenbrücke heißt.. außerdem ist doch die lage durch die anbindung beschrieben. gut, die in paris kennen sich nicht in dresden aus, aber wenn sie mal nachgeschaut hätten, dann wäre es ihnen auch so aufgefallen wo die brücke hin soll - das sind doch alles ausreden.

was du nicht verwechseln solltest: die brücke kostet 37,5 millionen euro, der tunnel wäre wesentlich teurer gewesen, eben die 10 oder mehr millionen - das ist dann viel! dabei wäre keine straßenbahn möglich gewesen, die ursprünglich mit über die brücke sollte. was das ganze so teuer macht ist erstens die planung, die ja nun schon ewig dauert und geld verschlingt und zweitens die anbindung der brücke. diese wäre aber auch bei einem tunnel nicht billiger geworden. von daher war die entscheidung damals klar.

/edit: hab meine zahlen noch mal korrigiert.
und noch eine kleine zugabe: >klick<
mr.orange
Nun, soweit ich weiß kostet die Gesamtmaßnahme 160 Mio.. Und so sind auch Brückenbaukosten zu betrachten. Ich will mir jetzt mit Dir aber keine Kostenscharmützel liefern. Das wird nur ein Ergehen in Statistiken, die wir uns beide hübsch zurechtsuchen werden, abh. von unseren Grundüberzeugungen. Quellen pro und contra dazu gibt es ja genug. (http://www.waldschloesschenbruecke.de/)

Edit: die Seite von Brückenbefürwortern (www.bb-waldschloesschenbruecke.de) ist leider bereits anders verlinkt und führt m.M. nach zu nem Virendownload.

Edit2: Andere Seite von Befürwortern: http://www.pro-waldschloesschenbruecke.de/

Die Sache mit der Strassenbahn ist so oder so passe. Und spielt beim Vergleich mit nem Tunnel daher keine Rolle mehr. Eine Strassenbahnanbindung hätte aber tatsächlich ein sinnvolles Argument pro Brücke sein können, da diese bei nem Tunnel offenbar ohne weiteres nicht möglich ist. (Oder nur zu wesentlich höheren Kosten ?)

Mich interessiert bzgl. eines Tunnels nur eines: wenn ein Tunnel zu vergleichbaren Gesamtkosten (einschließlich bereits angefallener Planungskosten) gebaut werden könnte, ist es dann nicht die Überlegung wert, diesen zu bauen, um die angeblichen bzw. ermittelten Verkehrsvorteile umzusetzen und gleichzeitig das Landschaftsbild nicht (wesentlich) zu beeinträchtigen ?? Wenn das möglich wäre, erscheint mir ein Tunnel sinnvoller.
komaa
Wenn man bedenkt, dass bereits seit über 100 Jahren über die Brücke nachgedacht, gestritten und hin
und wieder auch dazu geplant wird, hat die Tunnelidee doch durchaus ihre Reize. Verglichen mit der
Brücke ist sie noch unverbraucht, zudem dürfte sie optisch nur die wenigsten stören.

btw, könnte Dresden mit der Waldschlösschenbrücke nicht einen Eintrag ins Guinnesbuch verlangen:
Am längsten geplante, Unsummen verschlingende, aber nicht realisierte Flussquerung ...
mr.orange
Und der Witz ist ja: selbst für die Brücke sind Tunnelbaumaßnahmen notwendig!

siehe: http://www.pro-waldschloesschenbruecke.de/fragen/fragen.htm

yocheckit
@mr.orange: ich weiß nicht, aber es ist einfach sinnlos zu diskutieren, wenn man sich die beiträge nicht durchliest..

ich habe geschrieben was die brücke kostet, und was im vergleich dazu der tunnel gekostet hätte.. baumaßnahmen sind bei brücke und tunnel für die anbindungen immer von nöten, aber ungefähr gleich (wobei sie bei der tunnelvariante durch den größeren anlauf sicher aufwändiger wären). von daher versteh ich nicht, was es da zu streiten gibt. die gleichen zahlen wird man auf pro- und contra-seite finden. klar ist die anbindung wesentlich teurer als die brücke selbst, weil die brücke in der stadt und nicht irgendwo auf'm feld gebaut wird, das ist aber längst kein grund zu sagen, dass 20 millionen mehr egal sind bei 160 millionen gesamtbaukosten.. in pirna wurde für etwas mehr als 20 millionen die elbquerung für die bundestraße gebaut, aber eben auf der wiese, ohne straßenbahn oder schönheitsanspruch..

ich hab den entwurf der waldschlösschenbrücke mit straßenbahn gesehen und der war sinnlos. das haben damals die gutachten auch bestätigt, denn die straba hätte keinen anschluss zur 11 bekommen, sondern eine endhaltestelle über der 11 bekommen und die zahl der mitfahrenden personen hätte nur ganz knapp über der rechtfertigungsgrenze gelegen, d.h. diese kosten für die straba haben niemals eine rolle gespielt, auch in dem was ich oben geschrieben habe nicht. in dieser sache bin ich aber der meinung, dass man schon aus reiner zukunftsplanung dennoch platz für die bahngleise hätte lassen sollen, doch das hängt halt vom verfügbaren geld ab..

und die fragen zum tunnel hat das von mir gepostete pdf eigentlich beantwortet. ich frag mich nur wie du darauf kommst, dass er von den kosten her in gleicher höhe gelegen hätte..
mr.orange
@yocheckit: Danke für Deine Ausführungen zur Straba. Sie also nicht unbedingt notwendig. Einverstanden.

Bzgl. Tunnel: Dein Dokument erlaubt nicht den Schluss, dass der Tunnel teurer wäre. Die Tunnelvariante kostet (Gesamt) nach diesem 308 bis 314 Mio. DM sprich ~ 160 Mio. €. Das entspricht den Kosten für die Brückenbaumassnahme.
schnitzeljunge
man möge berücksichtigen das die betriebskosten eines tunnels wesentlich höher liegen als die einer brücke!
-energie für entlüftungseinrichtung,24h beleuchtung
-sicherheitseinrichtungen die ständig gewartet werden müssen feuerlöscher und son krams
-entwässerung sollte sich auch schwierig datrstellen
gibs bestimmt noch tausend andere sachen die bei nem tunnel extra kosten...
yocheckit
ja, und zwar gab es drei tunnelgutachten, wobei nur eins - anscheinend dieses, welches in dem von mir geposteten dokument geschrieben wird - annähernd gleiche baukosten versprach.

was bei schnitzels ausführung noch fehlt:
- fahrradwege sind für tunnel offensichtlich nicht zulässig und paradoxer weise wäre dafür eine brücke notwendig gewesen.. wink.gif
- der hochwasserschutz war nicht ausreichend untersucht und in der berechnung damit auch nicht in voller höher kalkuliert
- die elbe hätte müssen umgeleitet werden, was als "kritisch" eingestuft wurde
- die berechnung geht von den günstigsten "geotechnischen verhältnissen" des untergrunds aus, ohne dass diese jemals untersucht worden
- einige der vorgegebenen punkte sind in den entwurf nicht mit einbezogen worden
- das landschaftsbild an beiden uferseiten wäre durch die anschlusstunnel z.t. sehr stark verändert worden - also auch kein so großer vorteil der tunnelvariante.
mr.orange
@yochekit: Das von Dir gepostete Tunnelgutachten ist das im Nachhinein mehrfach kritisierte der EIBS, aufgrund dessen die Tunnelvariante von Anbeginn abgelehnt wurde.

Erste Kritik: Gutachten der ILF Innsbruck zum o.g. EIBS-Gutachten nebst Kostenvergleich:

http://www.brueckenfakten.de/pdf/040416tunnel.pdf


Zusammenfassende Kritik: Grüne Liga:

http://www.brueckenfakten.de/pdf/050504tunnel-gl.pdf


Die ILF geht bzgl. der Planungssicherheit für die Brückenvariante von -15% bis +15% aus. Bei derzeit aktuell veranschlagten 157 Mio. € laut OB Roßberg (im Gutachten der ILF wurde noch von 142 Mio. € ausgegangen), wären das schlimmstenfalls 180 Mio. € (157 mal 1,15 gleich 180) für die Brückenvariante.

Die Tunnelvarinate der ILF geht von 150 Mio. € aus bei Planungsunsicherheit von -20% bis +20%, das wären im schlimmsten Fall ebenfalls 180 Mio. €. Die ursprünglichen Kritikpunkte hinsichtlich Landschaft im EIBS Gutachten entfallen hier.

Beide ziehen kostenseitig daher gleich, mit Ausnahme einer Fussgänger- und Fahrradüberführung.
yocheckit
interessantes dokument. allerdings ging die planung für das gesamtprojekt nicht sehr weit in die tiefe und es wurde am ende durch die optimierungspotentiale auch ordentlich schön gerechnet. das kann man zwar machen, aber dann sollte man den entwurf schon auf das gesamtprojekt ausweiten und nicht nur einen tunnel ohne anschlüsse mit einer brücke ohne anschlüsse vergleichen. was mir noch aufgefallen ist: beim jahrhunderthochwasser hätte der tunnel aus sicherheitsgründen geschlossen werden müssen, wenn er nicht sogar starke schäden davon getragen hätte - in so einem fall auch nicht gerade hilfreich.

am ende bleiben nun immer noch die argumente:
- keine querung für fußgänger und radfahrer möglich
- hohe betriebskosten
- hohe wartungskosten

tunnel wäre wie gesagt möglich gewesen, aber ich finde die brückenvariante trotzdem praktischer.
moppedheini
Ein Befürworter - Danke!!! Eine vergleichbare Stadt wie Frankfurt hat wieviel Brücken??? Und wir haben eine Baufällige (Blaues Wunder) Carola, Albert, Augustus, Marien, Flügelweg und Autobahn. Auf wieviel Flußkm???????


Baut die Brücke und betoniert die Kritiker, die sich vehement gegen die demokratisch legitimierte Meinung des Volkes (70%) stemmen, gleich mit ein! angry.gif
wombat1st
Zitat(moppedheini @ 11 Jan 2006, 16:34)
Baut die Brücke und betoniert die Kritiker, die sich vehement gegen die demokratisch legitimierte Meinung des Volkes (70%) stemmen, gleich mit ein!  angry.gif
*


die zahl ist maßlos übertrieben und falsch! *rumblubber*
moppedheini
Na is doch wahr, oder, was soll der Mist. Ich habe damals auch nicht gesagt das Volk hat Schröder gewählt, mir passt er aber nicht, rufen wir halt die Unesco an oder wen auch immer und lassen andere entscheiden.

Irgendwelche Ortsfremden Bürokraten entscheiden über unsere (für die zugezogenen - ich bin Ureinwohner und als Dresdner lässt man sich nicht so einfach in die Suppe spucken) schöne Stadt. Ich steige mehrmals in der Woche an der Haltestelle Waldschlößschen aus und kann das Stadtbild kaum erkennen. Mit einem Teleobjektiv wird das ganze von den Gegnern natürlich rangezoomt und dramatisiert. Normal stört einen dort die Brücke dort überhaupt nicht. Das Stadtbild ist ewig weit weg (ich habe 120% Sehschärfe).

Ich pfeiff als Dresdner eh auf die Unesco, Touristen kommen in meine Stadt, da ist so ein Titel eigentlich sinnlos. Und vor weiteren Bauten braucht man sich nicht zu fürchten, Geld hat Dresden auf lange Sicht dann eh nicht mehr für neue straßenbautechnische Dinge.

Und was nützt mir der freie Blick auf die schwer erkennbare Silhouette wenn in 25 Jahren spätestens das Blaue Wunder für den Individualverkehr gesperrt wird.

Brücke her so schnell wie nur möglich. UNESCO fuck you, raus aus Dresden oder aktzeptier die Bedürfnisse der Dresdner.

angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif angry.gif
wombat1st
Zitat(moppedheini @ 11 Jan 2006, 16:34)
Baut die Brücke und betoniert die Kritiker, die sich vehement gegen die demokratisch legitimierte Meinung des Volkes (70%) stemmen, gleich mit ein!  angry.gif
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Zitat(moppedheini @ 11 Jan 2006, 18:17)
Na is doch wahr, oder, was soll der Mist. Ich habe damals auch nicht gesagt das Volk hat Schröder gewählt, mir passt er aber nicht, rufen wir halt die Unesco an oder wen auch immer und lassen andere entscheiden.
*



zeig mir nur eine einzige quelle wo du die falschen zahlen her hast!
moppedheini
hab grob gerundet, aber über 60% waren es doch. Jetzt mal hier keine Krümelkackerei. sleeping.gif

Wieso Zahlen? Eine einzige Zahl, mehr nicht. Bitte nicht übertreiben, Kamerad!
mr.orange
@yocheckit: Der Vergleich bezeiht sich auf die Gesamtmassnahme für 157 Mio. €. Das sind die Anschlüsse mit drin, es sei denn Roßberg hat sie uns verschwiegen.

Die Optimierungspotentiale ergeben sich vor allem daraus, dass eine andere technische Lösung gewählt wurde, insbesondere was die eigentliche Baumassnahme betrifft. Die Betriebskosten sind mit der der Brückenvariante vergleichbar ~600.000 € per anno.

Ich halte IFL schon für diesbezüglich fachlich geeignet, um eine vernünftige Einschätzung zu bekommen.

Bzgl. Fahrradfahrer: das wird sich mit Tunnel nicht lösen lassen, die Frage ist aber, ob das so notwendig ist. Der ADFC (Allg. Deutscher Fahrradclub) quasi der ADAC der Radfahrer hat sich gegen die Brücke ausgesprochen, ihm ist das Landschaftsbild (Elbauen) lieber. Und das war auch der Kern meines Anliegens, obwohl ich kein Radfahrer bin. Mir ist es auch lieber, daher präferiere ich den Tunnel. Auch wenn Du Recht hast: die Brücke ist praktisch. Das sagt meine Oma über Socken auch (sorry der Vergleich wink.gif ).

@mopedheini: Du hast Recht bzgl. der demokratischen Entscheidung. Der liegt aber vor allem die Prämisse zugrunde, dass die Dresdner dort primär eine Elbüberquerung wünschen. Ganz klar: die Entscheidung der Dresdner. Deswegen kann ich trotzdem anderer Meinung sein. Weil:

1.) Die Betriebskosten für die Waldschlößchenbrücke sind fast so hoch wie der Unterhalt für sämtliche Elbbrücken einschließlich Blauem Wunder insgesamt.

2.) Das Blaue Wunder ist für 1/3 der Summe sanierbar. Wozu die Waldschlößchenbrücke ?

3.) Was die Dresdner zum Bürgerentscheid So nicht wussten, ist die Tatsache, das Dresden u.a. wg. der Brücke die städtische WOBA (Wohnungsbaugesellschaft) verkauft. Wer sich mal ein bißchen mit dem Thema beschäftigt hat, kann jetzt schon absehen, das diese in die Hände von Firmenjägern (Münte nannte sie Heuschrecken) gelangt. Die sind derzeit ganz heiß auf solche Immobilien. Für Dresden fällt damit künftig die Möglichkeit weg, auf die Wohnentwicklung nebst Mieten überhaupt noch Einfluss zu nehmen. Roßberg hat sich im Interview diesbezüglich als absoluter Nicht-Wirtschaftler qualifiziert, wenn er auf Mietpreisdeckelung durch örtliche Vergleichsmieten spekuliert. Die sind amerikanischen Profitjägern scheiß egal. Die lassen die Hütten dann lieber leer stehen.

Aber: Dresden kann und darf natürlich machen, was es will. Und eine demokratische Entscheidung, ist eine demokratische Entscheidung, und damit in Ordnung. smile.gif
komaa
Zitat
moppedheini
Ich steige mehrmals in der Woche an der Haltestelle Waldschlößschen aus und kann das Stadtbild kaum erkennen.


Mag ja deine Meinung sein, aber als Ex-Anwohner, der an diesem schönen Fleckchen von Dresden drei Jahre lang sein Heim, stehe ich der Brücke deutlich kritischer gegenüber. Mag sein, dass man in der Silouette die einzelnen Dachfenster nicht mehr erkennt, ein wunderschöner Blick ist die Aussicht aber allemal. Und wenn ich mir davor eine Brücke vorstelle, sehe ich nur noch zwei blaue, geschwungene Balken - no way! Ganz zu schweigen von den riesigen Elbwiesen mit dem unvergleichlich hohen Grill- & Chillfaktor. Obwohl - mit Brücke würde ein Riesenvorteil hinzukommen: Schatten in der Mittagshitze am Pfeiler. Aber das war's dann auch schon.

Und eine demokratische Entscheidung zu dem Thema ist gut und schön, nur lagen damals noch nicht alle Fakten auf dem Tisch - Stichwort UNESCO. Wobei sich mir immer noch die Frage stellt, was ein Bewohner von Gompitz oder sonstigem Randbezirk über eine Brücke zu entscheiden hat, deren Existenz er praktisch nie erfahren oder vielmehr befahren wird. Außer, dass er eben in der gleichen Stadt lebt ... aber sei's drum.
moppedheini
Zitat(komaa @ 11 Jan 2006, 20:40)
Wobei sich mir immer noch die Frage stellt, was ein Bewohner von Gompitz oder sonstigem Randbezirk über eine Brücke zu entscheiden hat, deren Existenz er praktisch nie erfahren oder vielmehr befahren wird. Außer, dass er eben in der gleichen Stadt lebt ... aber sei's drum.
*



Also zu dem Bericht Randbezirk, ich war Anwohner des Zschonergrundes und als die Entscheidung zur A17 kam, war ich dafür. Auch wenn ich davon durch Lärm betroffen war. Aber man darf bei so einer Entscheidung nicht nur seinen eigenen Nachteil sehen, die positive Gesamtwirkung so eines Bauwerkes, egal ob Autobahn oder Brücke, muß vordergründig überlegt werden. Auch damals waren bei der A17 genug Menschen vorwiegend aus der grünen Ecke dagegen. Das dadurch die Stadt entlastet wurde und zwar merklich auch am Unigelände, dass haben viele ignoriert, es ging nur um die Kosten und die Verschandelung der Landschaft.

Und so wird es auch mit der Waldschlösschenbrücke sein. Das Verkehrschaos an der Bautzner Str, welches äußerst nervig und auch dreckproduzierend ist, würde dadurch entwirrt.

Und ist jemand von den Gegnern schon mal von Höhe Drachenschänke zum Fährgarten gelaufen??? Das sind 100m Luftlinie über die Elbe, etwa auf der Höhe Waldschlößschen. Fähren fahren nur bis 19:00 im Sommer bis 20:00, danach heißt es per Pedes über die Albertbrücke.
yocheckit
Zitat(mr.orange @ 11 Jan 2006, 19:39)
@yocheckit: Der Vergleich bezeiht sich auf die Gesamtmassnahme für 157 Mio. €. Das sind die Anschlüsse mit drin, es sei denn Roßberg hat sie uns verschwiegen.

Die Optimierungspotentiale ergeben sich vor allem daraus, dass eine andere technische Lösung gewählt wurde, insbesondere was die eigentliche Baumassnahme betrifft. Die Betriebskosten sind mit der der Brückenvariante vergleichbar ~600.000 € per anno.

Ich halte IFL schon für diesbezüglich fachlich geeignet, um eine vernünftige Einschätzung zu bekommen.
*


natürlich sind die anschlüsse mit drin, aber eben die anschlüsse für die brückenvariante, die sich definitiv von denen der tunnelvariante unterscheiden würden und damit auch die kosten et cetera..

irgendwie konnte ich auch nicht herauslesen, dass ifl eine andere tunnelbaumaßnahme ergreifen wollte, sie haben lediglich eine zweite variante untersucht, die als ungünstig für dieses bauwerk befunden wurden ist. bei den betriebskosten kommt übrigens genau das zum tragen, was ich unter schönrechnen verstehe - da sind die kostenminderung beim verkauf von erdwärme bzw. bei der verbringung von wärme mit eingerechnet, sowie die co2 zertifikate für die einsparung an fossilen brennstoffen drin. das alles wäre theoretisch möglich, ist aber nicht einmal näher betrachtet worden, ob es überhaupt dazu gekommen wäre diese wärme wirklich zu nutzen.

ich hab ja mittlerweile verstanden, dass du für eine tunnellösung gewesen wärst. ich hab auch nix gegen einen tunnel, aber ich bin eben der meinung, dass eine brücke die bessere lösung ist, weil sie günstiger und ausfallsicherer ist. man kann über jeden einzelnen punkt streiten, damit man da noch was rausholen kann, aber ich hab hier nur versucht die vor- und nachteile aufzuzeigen und nicht den tunnel zu verteufeln. ich kenn mich auch aus was entwürfe angeht. das ding von der ifl ist ein vorentwurf, sowas wird pi mal daumen berechnet, die schwankungsbreite bei den genannten zahlen ist mit 20% da zwar typisch, aber kann locker auch weit überschritten werden.
NixsDa
@ Mr. Orange
sehr schöne Ausführungen bzgl. der Waldschlösschenbrücke.
Wie dies aber mit dem Woba-Verkauf in Verbindung steht entzieht sich meiner Kenntnis (Quelle???). Die Veränderung des Mietspiegels, Heuschrecken usw. sind sicherlich ein anderes Thema und sehr pauschalisiert von dir dargestellt.
Mir ist es prinzipiell vollkommen egal welche Art von Brücke bzw. Tunnel nun letztendlich umgesetzt wird. Mich freut nur, dass nun endlich was passieren muss und die Stadt durch den Bürgerentscheid gezwungen wird etwas Brauchbares auf die Beine zustellen
Dresdenwiki
Selbstzensur
yocheckit
das mit der woba ist doch quatsch.. außerdem überlegt die stadt, ob sie noch eine zweite woba für hartz IV veräußert.. pleite ist pleite - irgendwas verscheuert man dann immer.
mr.orange
@yocheckit: Ich denke, da gehen wir d'accord. Dir ist eine praktische Brücke wichtig, mir ein ausgezeichnetes Landschaftsbild. Beides ist unvereinbar.

Schön, Du verweist selbst darauf, dass Dresden pleite ist. Da macht natürlich ein 160 Mio. Bauwerk Sinn. Für ein Bruchteil des Geldes können sinnvollere Dinge gemacht werden. Aber lassen wir das, der Dresdner will es so. Seine Stadt, sein Bier.


Bzgl. WOBA: das Interview mit Herrn Roßberg:

http://www.elbwiesen-erhalten.de/zeitungen/060102sz.txt

Klar erkennbar, wie hier Prioritäten gesetzt werden. Und schön wie Roßberg bereits die nächsten Kürzungen im Bereich Kultur androht. Und schön zu sehen, wie wenig Roßberg vom Immobiliengeschäft versteht.

Eine andere Meinung aus der WELT von Sachsens Innenminister Buttolo:
http://www.elbwiesen-erhalten.de/zeitungen/060110welt.html


Und hier noch die ZEIT bzgl. Private_Equity im Immobilienbereich:
http://www.zeit.de/2005/14/Private_Equity

Schon die Namen der Investoren sollten zu denken geben.


Schlussendlich:
www.woba-erhalten.de


Aber mir ists wurscht. Ist ja nicht meine Stadt.
Gizz
Zitat(mr.orange @ 13 Jan 2006, 16:36)
@yocheckit: Ich denke, da gehen wir d'accord. Dir ist eine praktische Brücke wichtig, mir ein ausgezeichnetes Landschaftsbild. Beides ist unvereinbar.
*



in meinen augen kann man das schon unter einen hut bringen. (besonders in einer urbanen gegend wink.gif )
komaa
Zitat
in meinen augen kann man das schon unter einen hut bringen


Ich denke, an der fraglichen Stelle geht genau das nicht. Denn entweder schöne Landschaft, Aussicht und Elbwiesen oder Brücke mit all ihren Vorteilen für Verkehrsentlastung etc. Aber beides - mmmmh - vielleicht sollte mal jemand den Vorschlag einer Brücke aus Glas machen biggrin.gif
hopi
also ich frag mich immer wieder, welche super blickbeziehung durch die brücke denn verbaut wird?

vom waldschlößchen aus kann ich immer noch das stadtpanorama erblicken und vom stadtzentrum aus liegt in richtung waldschlößchen bestimmt nicht die hierbei oft erwähnte sächsische schweiz...

klar ist, wenn ich auf den elbwiesen genau vor der brücke stehe, sehe ich nicht unbedingt die city, aber man kann auch mal nen meter zur seite gehen, um die gewünschte aussicht zu haben... oder wählt einen der vorhandenen aussichtspunkte, die es in dresden doch genug gibt. und jetzt bitte nicht kommen von wegen "...aber von genau der stelle, wo die brücke hinkommen soll, hat man den einzigen einzigartigen blick, ohne den dresden nicht dresden wäre und ohne genau diesen blick werde ich mein psychisches gleichgewicht verlieren..."

wenn ich mich an der augustusbrücke direkt vor nen brückenpfeiler stelle, sehe ich die kuppel der frauenkirche schließlich auch nicht mehr. tongue3.gif
moppedheini
Erwähnte ich, dass man trotz 120% Sehschärfe vom Waldschlösschen nicht wirklich gut die Altstadt sieht????. Glaub schon. Also eine Blickversperrung ist nun mal nicht gegeben.

Außerdem sollten hier bitte nur Dresdner diskutieren, die die nächsten 20Jahre vorrausischtlich auch hier wohnen und im Straßenverkehr egal welcher Art unterwegs sein werden. Außenstehende haben bei dieser Diskussion wirklich nichts zu suchen. Nicht wahr, Mr. Orange
mr.orange
Nun moppedheini, so ganz Un-Dresdner bin ich auch nicht. Hab schließlich Jahre hier gelernt bzw. studiert. Und liebe diese Stadt. Als ständiger Gast in dieser Stadt bin ich damit noch lange nicht Außenstehender.

Aber wenn Du meinst, Außenstehende dürften keine Meinung haben, dann bitte ich Dich doch künftig zu allem Deine Klappe zu halten und ebenfalls keine Meinung zu haben, wo Du ebenfalls Außenstehender bist. Ich wünsche Dir bereits jetzt beschauliche buddhistische Schweigeminuten.

Sowas Bescheuertes habe ich echt noch nicht gehört.
wombat1st
Zitat(moppedheini @ 11 Jan 2006, 16:34)
Baut die Brücke und betoniert die Kritiker, die sich vehement gegen die demokratisch legitimierte Meinung des Volkes (70%) stemmen, gleich mit ein!  angry.gif
*


es waren 34,50%. nicht mehr und nicht weniger. Quelle

das quorum wurde erreicht, keinesfalls liegt jedoch eine breite zustimmung der bevölkerung zugrunde.
hopi
Zitat(wombat1st @ 13 Jan 2006, 22:13)
es waren 34,50%. nicht mehr und nicht weniger. Quelle

das quorum wurde erreicht, keinesfalls liegt jedoch eine breite zustimmung der bevölkerung zugrunde.
*



Wenn man alle gültigen Ja-Stimmen auf die Gesamtanzahl der Abstimmungsberechtigten bezieht, dann stimmen die ca. 34,5% wohl.

Dann muss man aber auch sagen, dass die Nein-Stimmen bezogen auf die Gesamtanzahl der Abstimmungsberechtigten lediglich ca. 16,3% betragen.

Und damit die 100% voll werden, haben weiterhin 49,2% aller Stimmberechtigten nicht an der Abstimmung teilgenommen, wobei man dieser großen Gruppe der Nichtwähler nicht nachweisen kann, ob sie für oder gegen die Brücke waren/sind.
Entweder war den Nichtwählern der Abstimmungsgrund egal oder sie waren aus wichtigerem Grund verhindert, wobei auch bei dieser Abstimmung Briefwahl möglich gewesen ist.
wombat1st
das ist mir vollkommen klar, aber moppedheini meinte, daß 70% des volkes dafür wären. ich denke mal er meinte damit dresdner und das waren nun mal weit weniger als 70%.
sQeedy
Gesetzt dem Fall, dass wer nicht dagegen und nicht abgestimmt, der sei dafür:
34,5 + 49,2 = 83,7 ... noexpression.gif
moppedheini
Zitat(mr.orange @ 13 Jan 2006, 19:47)
Aber wenn Du meinst, Außenstehende dürften keine Meinung haben, dann bitte ich Dich doch künftig zu allem Deine Klappe zu halten und ebenfalls keine Meinung zu haben, wo Du ebenfalls Außenstehender bist. Ich wünsche Dir bereits jetzt beschauliche buddhistische Schweigeminuten

*



Schön das MrOrange zwei Kehlen besitzt, zumal mein Post in die eindeutig falsche rutschte.

Wichtig war mir, dass dieses Thema doch bitte von Leuten diskutiert wird, die sowohl abwägen zwischen Schönheit und Ästhetik der Stadt und dem praktischem Nutzen einer Brücke (oder noch salomonischer: Elbquerung). Viele vor allem aus dem Rest von Deutschland denken, es wird eine Brücke gebaut, welche direkt durch die Altstadt schneidet, viele von denen waren höchstens nur mal kurz in Dresden und meinen, nun lebhaft mitzudiskutieren. Darauf bezog sich mein Standpunkt.

Das Zustandekommen der Prozentzahl von sQueedy hatte ich auch so in der Überlegung, wichtig ist mir nicht die Zahlenreiterei sondern der Fakt "Brücke angenommen".
carsten_ps
Ganz Kurz:- zu teuer (150 000 000€ !!)
- Verkehrsprobleme sehen anders aus als die Dresdener Problemchen
- Die gleiche Kohle in die TU investiert hätte einen zigfachen
volkswirtschaftlichen Nutzen ( Wir würden alle Genies!)
- Politiker sollten sich ,mit wirklich sinnvollen Dingen Profilieren
( wie wärs mit ner Bildungspolitik die weltweit Spitze ist?)
- Die Wiese dort gefällt mir auch
- Wer Strassen sät wird Verkehr ernten
yocheckit
ich kann's echt nicht mehr lesen.. mittel sind zweckgebunden, fördermittel die für die waldschlösschenbrücke geplant sind, können nicht in unis, kindergärten oder kultureinrichtungen fließen! das sind die grundsätzlichen strukturen unseres staates, darüber braucht man an dieser stelle nicht zu diskutieren, also lasst doch bitte mal diesen unsinn mit "geld was hätte für kindergärten ausgegeben werden können". die einzigen mittel die dafür eingesetzt werden können sind die des städtischen anteils an der brücke und der ist im vergleich zu den gesamten baumaßnahmenkosten sehr gering.

und die wiese.. yeahrite.gif ..wird zur zeit von riesigen baggern aufgerissen um dort den neuen abwasserkanal zu verlegen. anschließend wird sie wieder in den ursprünglichen zustand versetzt und in paar jahren sieht man davon nix mehr - regt sich darüber irgendwer auf? bei der brücke stehen dann dort noch zwei pfeiler auf der wiese, mehr nicht..
bikec
mal so ne frage, habt ihr euren iq testen lassen. wie kann man so vieles hohles geblabber rauslassen??? sagt mir mal einen vernünftigen grund, den ich dir nicht widerlegen kann, der gegen die brücke sprechen würde.

aber wahrscheinlich seit ihr geistige tiefflieger, die ein dynamo stadion für die 3. liga brauchen!
sQeedy
Willkommen im Forum, bikec. biggrin.gif Ich gratuliere dir zu deinem fabulösem Einstieg.
Erst einmal: Bevor du andere beschimpfst und verurteilst, ohne vermutlich nicht einmal den gesamten thread gelesen zu haben - fass dir bitte an deine eigene Nase und sag wie es sich anfühlt. Lern vernünftig zu schreiben und deine Gedanken in Worte zu fassen, die ein wenig besser klingen als die Gossensprache derer du dich hier gerade bedientest. Nimm dies als freundschaftlichen Rat für dein Leben.
Zum Anderen: Widerlege dies: Sollte die Brücke in ihrer ursprünglichen Art und Weise gebaut werden, so kommt es zur Aberkennung des Elbtales als Weltkulturerbe. Dies wird zwar meiner Meinung nach nicht eintreten und ich will mir auch kein Urteil über die Brücke erlauben, dennoch wäre es ein Grund, den Entwurf zu überdenken.
yocheckit
Zitat(bikec @ 22 Jan 2006, 22:04)
mal so ne frage, habt ihr  euren iq testen lassen. wie kann man so vieles hohles geblabber rauslassen??? sagt mir mal einen vernünftigen grund, den ich dir nicht widerlegen kann, der gegen die brücke sprechen würde.

aber wahrscheinlich seit ihr geistige tiefflieger, die ein dynamo stadion für die 3. liga brauchen!
*


man kann sich zwar auch wie ein gesitteter mensch ausdrücken, aber ich frag mich grad noch wen du eigentlich mit deinem post angesprochen hast oder ansprechen wolltest..

eines kann ich dir jedenfalls sagen: "seit" wird in diesem fall "seid" geschrieben - liegt mir echt am herzen! wink.gif
bea.floh
Zitat(yocheckit @ 23 Jan 2006, 00:17)
man kann sich zwar auch wie ein gesitteter mensch ausdrücken, aber ich frag mich grad noch wen du eigentlich mit deinem post angesprochen hast oder ansprechen wolltest..

eines kann ich dir jedenfalls sagen: "seit" wird in diesem fall "seid" geschrieben - liegt mir echt am herzen! wink.gif
*



ich glaub, er spricht von sich in der dritten person...ergo: mit "ihr" meinte er sich selbst...

klar oda? shifty.gif
stth
ich frag mich eigentlich nur zwei sachen:

1. warum gabs für son stück grüne wiese eigentlich weltkulturerbe. ist das angemessen für das stück, wo sie brücke hin soll? ich seh da nur wiese mit n paar sträuchern und n steiniges flussufer. ist rasenmähen jetzt bedeutende weltkultur? und wenn, warum in deutschland und nicht in england?

und

2. ist es nicht egal, ob diese wiese von mülldeponierneden grillparties oder einer brücker verschandelt wird? und sind die anderen brücken, abgesehen von der augustus und der albert nicht auch potthässlich?
wombat1st
weil es den canaletto-blick nunmal nur in dresden gibt doh.gif
mr.orange
Servus yocheckit,

sorry wenn ich Dir nocheinmal widerspreche. Bzgl. des Brückenbaus sind unsere Standpunkte wohl geklärt. Bzgl. des Geldes wohl kaum.

1.) Ich halte 40% Eigenbeteiligung der Stadt nicht gerade für nen geringen Anteil. Insbesondere bei 800 Mio. € Schulden.

2.) Die Tatsache, dass es für Sache x Fördermittel gibt, ist noch kein Anlass für die Vermutung, dass Sache x sinnvoll ist und diese Fördermittel auszugeben sind. Das ist die gleiche Argumentation, die bei den goldenen Wasserhähnen zieht, die mal eben schnell noch am Jahresende beschafft werden müssen.

3.) Die Fördermittel sind vom Freistaat Sachsen. Was spricht dagegen, für eine Politik zu sein, die auch den Freistaat zu einer anderen Ausgabe von Fördermitteln bringt ? Nichts. Außer man ist eben anderer Meinung bzw. der Meinung, dass Brücken wichtiger sind, als die Unterstützung von Kultur, Wirtschaftsförderung, Kitas, etc.. Das ist keine Kritik, sondern nur eine Feststellung.

@bikec: Ich verneige mich vor Dir oh ehrfürchtiger Diskussionsteilnehmer. Ich merk schon: mit meinen 120 IQ-Punkten habe ich gegen Dich keine Chance.
stth
Zitat(wombat1st @ 23 Jan 2006, 10:37)
weil es den canaletto-blick nunmal nur in dresden gibt doh.gif
*

was ist das? ne verniedlichung von kanal?
hopi
Zitat(stth @ 23 Jan 2006, 20:51)
was ist das? ne verniedlichung von kanal?
*



so, der berühmte Canalettoblick, den viele Menschen bewundern und der auch in der Diskussion um den Bau der Waldschlößchenbrücke als Argument der Brückengegner herhalten muss, ist dieser (live zu sehen in der Gemäldegalerie Alte Meister)

[attachmentid=4350]

nun frag ich mich, an welcher Stelle im Bild denn die Brücke hinkommen soll confused1.gif

PS.: Eine Anmerkung am Rande - auch Canaletto hat in seinen Bildern nicht immer die Realität gemalt. Der Turm der Hofkirche war während der Entstehung dieses Bildes noch gar nicht im Bau.
stth
die wäre in diesem bildausschnitt gar nicht zu sehen
wombat1st
Zitat(DIE ZEIT)
[...]Während die Verwaltungsmühlen mit bedrohlichem Knirschen mahlen, bleibt jedoch draußen am Waldschlösschenhang die Realisierung der Katastrophe unvorstellbar. Da erstreckt sich die Wiese endlos zum Strom hinab, da flanieren winzige Spaziergänger durch ein Panorama wie aus dem 19. Jahrhundert, da streuen alte Bäume goldenes Laub ins Blaue, und im Hintergrund, wenn man zu den Brühlschen Terrassen schaut, schwebt die Kuppel der Frauenkirche. Dresden vom rechten Elbufer oberhalb der Augustusbrücke: So hieß Canalettos erstes Ölgemälde, das er 1747 für August III. schuf, ein Waldschlösschen-Blick, nur etwas näher an die Stadt gerückt. Einerseits das sanfte Flussufer, andererseits die erhabene Frauenkirche: Dieser Zusammenklang aus landschaftlicher Weite und städtebaulicher Öffnung scheint den venezianischen Maler am meisten beeindruckt zu haben. Erst 1748 entstand das berühmte Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, jener postkartenbeliebte Canaletto-Blick, auf den die Stadt sich so viel einbildet, dass sie glaubt, das Idyll am Waldschlösschen ruinieren zu dürfen[...]


Quelle


sh_klar.gif
komaa
[quote=wombat1st,24 Jan 2006, 00:38]
[quote=DIE ZEIT][...]Während die Verwaltungsmühlen mit bedrohlichem Knirschen mahlen, bleibt jedoch
draußen am Waldschlösschenhang die Realisierung der Katastrophe unvorstellbar. Da erstreckt sich die
Wiese endlos zum Strom hinab, da flanieren winzige Spaziergänger durch ein Panorama wie aus dem 19.
Jahrhundert, da streuen alte Bäume goldenes Laub ins Blaue, und im Hintergrund, wenn man zu den
Brühlschen Terrassen schaut, schwebt die Kuppel der Frauenkirche. Dresden vom rechten Elbufer
oberhalb der Augustusbrücke: So hieß Canalettos erstes Ölgemälde, das er 1747 für August III. schuf, ein
Waldschlösschen-Blick, nur etwas näher an die Stadt gerückt. Einerseits das sanfte Flussufer, andererseits
die erhabene Frauenkirche: Dieser Zusammenklang aus landschaftlicher Weite und städtebaulicher
Öffnung scheint den venezianischen Maler am meisten beeindruckt zu haben. Erst 1748 entstand das
berühmte Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, jener postkartenbeliebte
Canaletto-Blick, auf den die Stadt sich so viel einbildet, dass sie glaubt, das Idyll am Waldschlösschen
ruinieren zu dürfen[...][/quote]

sh_sensation.gif
Endlich mal jemand, der um die wahren Werte Bescheid weiß
yocheckit
nee, leider auch nicht, denn dann wären bei dem blick vom standpunkt der waldschlösschenbrücke aus noch immer albert- und carolabrücke im weg.. keine ahnung ob es die albertbrücke damals schon gab, aber das spielt heute keine rolle mehr, weil dann auch dieser ursprüngliche Canaletto-Blick längst geschichte wäre. außerdem entwickelt sich eine stadt auch weiter, mittlerweile gibt es die brühlsche terasse, dort wo einstmals elbwiesen in saftigem grün erstrahlten.. wink.gif

Zitat(mr.orange @ 23 Jan 2006, 20:48)
Servus yocheckit,

sorry wenn ich Dir nocheinmal widerspreche. Bzgl. des Brückenbaus sind unsere Standpunkte wohl geklärt. Bzgl. des Geldes wohl kaum.

1.) Ich halte 40% Eigenbeteiligung der Stadt nicht gerade für nen geringen Anteil. Insbesondere bei 800 Mio. € Schulden.
*


naja, die zahlen sind ja wieder mal nicht sehr aussagekräftig. ich nehme an, dass die 40% eigenbeteiligung sich auf die reinen brückenbaukosten beziehen, was ungefähr 16 millionen euro entsprechen würde. insgesamt müsste die stadt ca. 42 millionen hinzuzahlen, wovon soweit ich es verstanden habe bereits 26 millionen für den verkehrszug stauffenbergallee ausgegeben wurden - und das so wie ich meine zurecht, denn dieser straßenzug bringt eine unglaubliche entlastung für die gesamte neustadt mit sich. somit quasi gelder die so oder so hätten investiert werden müssen. sowas sollte man nicht vergessen. auch andere straßenzüge, insbesondere in striesen sind mehr als sanierungsbedürftig - dieses geld müsste ebenfalls früher oder später ausgegeben werden. natürlich bleibt ein gewisser restanteil von mehr als 16 millionen euro, der für andere sachen hätte verwendet werden können, aber lass es 20 millionen sein, es wäre für die stadt immer noch eine schnäppchenbrücke, wenn man sich die komplette baumaßnahme mit 96 millionen förderung und 15 millionen von dritten für den bau vor augen führt.
mr.orange
@yocheckit:

Vergiss die Förderung von Dritten. Das sind Gelder von DVB, DrewaG und Co.. Alles Unternehmen die der Stadt gehören, am Ende bezahlt also die Stadt. Bleiben 96 Mio. macht 61% Fördermittel bei gesamtkosten von 157 Mio. €.

Zur Brückenbaumassnahme gehören offiziell 157 Mio. €, Punkt. So ist es veröffentlicht, so ist es definiert. Externe Effekte weiterer Strasenverschönerungen gehören da schlicht erstmal nicht rein. Im übrigen, würden Stauffenbergallee und Co. als so oder so Strassenbauprojekte gelten, die aufgrund städtebaulicher Belange unabhängig von der Brücke umgesetzt werden müssten, gäbe es keine Veranlassung der Brückenbefürworter diese Kosten in den Brückenbau miteinzukalkulieren. Hohe Kosten sind schließlich politisch schwerer durchzusetzen als niedrige Kosten. Kein Brückenbefürworter wäre so dumm. Das ist nämlich die berühmte Steilvorlage der Brückengegner. Sprich: es wären dann weniger als die offiziell ausgewiesenen 157 Mio. €.

Die Kosten der Baukosten der Stadt belaufen sich somit auf (157 Mio. € - 96 Mio. € =) 61 Mio. €. Kein Pappenstiel. Alles andere ist Schönrechnerei.

Aber sei's drum: die Brücke kommt so oder so, weil der Dresdner sie will. cool.gif
yocheckit
die stauffenbergallee gehört aber zum verkehrszug "waldschlösschenbrücke" und ist so weit ich weiß in den genannten 157 millionen euro enthalten. das geld von 3., auch wenn sie zu einem großen teil oder 100%-ige tochterunternehmen sind, bleibt das geld von dritten und nicht von der stadt, da dies zum operativen geschäft der einzelnen firmen gehört. etwas anderes wäre es, wenn du beispielsweise nachweisen könntest, dass für den dvb die neue verbindung 10 millionen euro kosten, die strecke aber in 25 jahren nur 2 millionen gewinn bringen würde und der dvb sich deshalb die strecke mit 8 millionen von der stadt fördern ließe..
mr.orange
Sorry yocheckit,

edit: Stauffenbergallee ist mit drin

Bzgl. der Gelder Dritter: ich habe wenig Lust hier die Grundzüge der BWL zu erklären.
Ich machs aber trotzdem.
Deine Aussage dazu ist absolut unlogisch. Der Stadt als Gesellschafter und Aufsichtsrat stehen sämtliche Gewinne der beteiligten Unternehmen zu. Unabhängig davon könnte die Stadt die Geschäfte auch selber führen. Sie bedient sich aber dazu einer von ihr eingesetzten Geschäftsführung bzw. eines Vorstandes. Es ist daher völlig wurscht, ob die beteiligten Unternehmen die Kostenbeteiligung am Brückenbau erst als Gewinn an die Stadt ausschütten und diese ihn dann zum Brückenbau verwendet, oder ob die Gelder direkt fließen. Kein Geschäftsführer oder Vorstand von DVB, DREWAG und Co. dürfte ungestraft soviel Geld spenden/ verschenken ohne den Aufsichtsrat sprich die Stadt zu informieren bzw. deren Zustimmung einzuholen. Dann würde er sich der Untreue strafbar machen. Unabhängig davon handelt es sich hier nicht um ein Geschäft im operativen Sinn. Die beteiligten Unternehmen investieren nämlich Geld ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Es sei denn die Gelder wären von der Stadt zu verzinsende Kredite. Das ist aber nicht der Fall.

Nein, diese Maßnahmen sind reine Verschleierungstaktik. Mehr nicht.
yocheckit
das sehe ich aber anders, weil es im falle der dvb eben der verbesserung des services und damit der nutzerzahlen, des auslastungsgrades und damit auch darum geht, wie wirtschaftlich die dvb arbeiten können. ob das in diesem speziellen fall jetzt so ausschlaggebend wäre ist eine andere frage, aber prinzipiell investieren die dvb selbständig und auch nur das, was sie zur verfügung haben. wenn sie 5 millionen euro investieren bekommen sie diese nicht vorher von der stadt, sondern besitzen diese schon oder nehmen dafür einen kredit auf, aber es ist sicher kein geld, was der stadt im zuge des baus der waldschlösschenbrücke abgeht.
mr.orange
@yocheckit: Sorry, man kann sich Realitäten auch zurechtbiegen, wie man will.

Aufgrund o.g. Zusammenhänge weiß ich nicht, wie man auf die Idee kommen kann, das Geld von DVB und DREWAG gehört nicht der Stadt und damit nicht den Bürgern. Das ist schlicht realitätsfremd und eine Verdrehung von Tatsachen. Als städtische Unternehmen gehören die Gewinne der Stadt, punktum, fertig. Darüber brauch man nicht diskutieren. Das ist simpelste BWL. Wie Du das siehst, spielt da überhaupt keine Rolle. Die Argumente der Brückenbefürworter, das Geld käme von der DVB oder DREWAG sind zwar richtig, verdecken aber, dass es sich dabei um schlussendlich Gelder der Stadt handelt.

Und mal angenommen, die DVB erlangt tatsächlich Vorteile, bisher ist allerdings das eher das Gegenteil der Fall (siehe http://www.waldschloesschenbruecke.de/fakten/dvb.htm), gibt es absolut keinen Grund, warum die DREWAG als Energieversorger einen Brückenbau finanzieren sollte. Bei der DVB kann man ja wenigstens noch direkt einen Zusammenhang zum operativen Geschäft herbeiführen, wie das bei der DREWAG gehen soll, muss mir ersteinmal jemand erklären. Darüber hinaus schaffen neue Busverbindungen keine neuen Gewinnmöglichkeiten, vielmehr sind damit maximal Busverbindungen möglich, die den öffentlichen Auftrag zur Versorgung mit ÖPNV gerade noch rechtfertigen.

Dazu Zitat: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Die Waldschlößchenbrücke ermöglicht einen durchgehenden Busverkehr zwischen Dresden Ost (Gruna - Johannstadt / Uniklinikum) über die Stauffenbergallee (Umstieg zur Straßen-bahn in Richtung Norden) nach Pieschen-/Trachenberge. Damit sind für die ÖPNV-Relationen aus den Stadtteilen Striesen, Blasewitz, in den Dresdner Norden und nach Pieschen, Trachenberge günstigere Bedingungen als vorher gegeben.

...

Im Mai 1996 schätzt die DVB nach einer von ihr beim Planerbüro PSV in Auftrag gegebenen Studie die Nachfrage mit » 14.000 Fahrgästen/Tag „an der untersten Rechtfertigungsgrenze“ ein."

siehe http://www.pro-waldschloesschenbruecke.de/...eckeninfo03.htm

Aber wenigstens steht dort auch, dass ne Strassenbahn sinnlos ist, wie Du bereits ausgeführt hast.
yocheckit
ich kenn mich in bwl zu wenig aus, denk aber dennoch, dass ich richtig liege. mich nervt auch das diskutieren hier seit geraumer zeit, aber mit dir ist es wenigstens möglich, nur hab ich ehrlich gesagt schon lange keine lust mehr drauf. es gibt immer verschiedene ansichten und nicht jeder ist befürworter, aber man sollte in die zukunft denken - die zukunft sieht für jeden anders aus, aber ich finde mit dieser brücke kann ich gut leben und es ist eine investition die für die zukunft getätigt wird. zum großen teil gehe ich dabei von meiner ansicht aus - ich kann damit falsch liegen, ohne frage, aber ich begrüße das und es ist damit für micht nicht weiter wichtig darüber noch ewig zu diskutieren.

war nett! und ich hoffe ich kann mir bis dahin endlich mal ein auto leisten! biggrin.gif
mr.orange
Zitat(yocheckit @ 25 Jan 2006, 00:30)
war nett! und ich hoffe ich kann mir bis dahin endlich mal ein auto leisten! biggrin.gif
*



Jep, das wünsche ich Dir. Denn mit Auto lebt's sich besser.

Danke für die spannende Diskussion. Vielleicht kann sogar ich mich irgendwann mit dem Projekt anfreunden.

Ich wünsch Dir für den Feierabend heute noch n kühles, gutes Bier ! smile.gif
moppelpoppel
Hallo,
was ich nicht verstehe: wieso brauchen wir an der Stelle eine Brücke mit einer Kapazität von 60.000 Autos pro Tag (mehr als auf der Petersburger im Moment fahren), wenn die DVB gleichzeitig feststellen, daß es gradmal so für ein schwaches Buslinchen reicht. Fahren die ganzen Pilzsammler da hoch? Unter der irrigen Annahme, daß alle Infineonler (1000?) und AMDler (3000?) da hoch fahren, haben wir 8000 Bewegungen pro Tag, diese wiederum nur unter der zusätlichen Annahme, daß die alle über keine andere Brücke fahren. Wo aber kommen die restlichen x-10.000 her? Ich versteh es nicht. Und daß wir uns den Supi-Aufschwung und die grandiosen blühenden Landschaften wünschen, schön und gut, aber so dumm sein und sie mit so einer Brücke angeflogen kommen sehen, muß man doch echt nicht sein. Nach 15 jahren Nachwendezeit sollte man doch langsam kapiert haben, daß es keine billigen Patentrezepte für "den Aufschwung" gibt. Außer vielleicht eine besser Bildung oder chinesische Löhne. Aber beides scheint in einiger Entfernung zu liegen. Das eine leider, das andere zum Glück.

Übrigens verweise ich noch auf einen spannenden Artikel in der Süddeutschen "Ewig lockt die Schnellstraße" http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/800/68732/
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Hallo!
Für mich gibt es 2 Punkte an denen man ganz deutlich sieht, daß die Brücke sinnlos ist:

Der PKW-Verkehr in Dresden ist in den letzten Jahren stagniert bzw. hat sogar leicht abgenommen und alle Prognosen sagen Ähnliches für die nähere Zukunft voraus.

Für den 2ten Punkt ziehe ich einen Vergleich zwischen München (1,2 Mio Einwohner) und Dresden (400.000 Einwohner). Im münchner Stadtgebiet gibt es 10 Auto-Brücken über die Isar, im Dresdner Stadtgebiet immerhin 7 + eine Autofähre. Es kann mir keiner erzählen, daß die Waldschlösschenbrücke notwendig ist, solange in München nicht mindestens 5 weitere Brücken geplant sind.
Spaß beiseite: In München ist es an den meisten Brücken gelungen durch "intellegente" Verkehrstechnik und Verkehrsführung die Staus zu verringern und die Kapazitäten zu erhöhen. Hier sehe ich noch großen Handlungsbedarf in Dresden, der eine weitere Brücke und ne Menge verschleuderte Kohle sparen könnte.

Es ist wie bei so vielen Problemen unserer Gesellschaft. Die Menschen verschlafen es Probleme im entstehen anzupacken und wenn sie merken, daß sie existieren wollen sie sie mit großen, radikalen "Lösungen" vom Tisch fegen und halsen sich dabei meist noch mehr Probleme auf. Die größten Erfolge sind aber meistens durch kleine Veränderungen an mehreren Stellen zu erreichen.


PS.: Dazu ein weiteres Beispiel aus München: Auf dem sog. Mittleren Ring in München wurden einige aufeinander folgende große Kreuzungen untertunnelt (Kostet mehrere Milliarden!) um den Verkehr flüssiger zu machen. Resultat: Im Tunnel gibt es andauernd Stau und weil zu viele Unfälle passierten wurde die Geschwindigkeit von 60 auf 50 reduziert.
Nebeneffekt: Während der Bauphase war an fast allen Ampeln das Linksabbiegen verboten, bei sonst großzügiger Behelfsfahrstreifen. Trotz 30 km/h und vieler Kurven in der Baustelle lief der Verkehr zügiger als davor (und leider auch, als jetzt im Tunnel in der Rushhour). Aber statt daraus zu lernen wird im Moment ein weiterer Tunnel fertiggestellt und bald ein dritter angefangen.

PROST!

edit: Guter Artikel moppelpoppel!
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Gibts eigentlich was neues über die Reaktion der UNESCO auf die Visualisierung der Brücke???
FrodoBaggins
Hoffentlich wird ads wieder aberkannt. Ich will endlich mal wieder normal an der elbe grillen und nicht dafür 30 ocken berappen. wen interessiert die auszeichnung. waldschlösschenbrücke? ich bin für eine maut wie in oslo london bzw. anderen großstädten. wer fährt den früh? das sind doch oft dresdner die 10 min mit dem auto fahren. dann hat die waldschlösschenbrücke nicht mal fahrradwege... ganz toll, ein riesenprojekt, auf das dresden verzichten kann, wie auf das dixieland und unsere "getötete" Neustadt.
yocheckit
ach weißte, zieh doch einfach auf's land!
Hanno
ach weeste back dir doch einfach n eis.
um mir die krone des tollsten spruches auszusetzen...
sQeedy
[klugscheisskorrektur]
aufzusetzen
[/klugscheisskorrektur]

Immer mit der Ruhe. Schließlich kann (muss aber nicht) hier jeder seine Meinung schreiben. Ich glaub eher, dass einige die Bezeichnung "Weltkulturerbe" noch nicht so ganz realisiert haben. Sehen nur den Namen und wissen nicht was auch dahinter steckt. Ebenso mit einigen anderen Dingen, die vor 3 Posts aufgezählt wurden. Eigentlich schade so etwas.
komaa
Nun liegt das Gutachten der TU Aachen zur Waldschlösschenbrücke und deren Auswirkungen auf Dresden vor. Die Ersteller können der Brücke wenig positives abgewinnen, soviel in Kurzform.

Die DNN hat ein paar Passagen daraus veröffentlicht - Link -
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Endlich mal ein Schritt vorwärts (die Befürworter werden sagen: rückwärts).

Genau das was jeder gewußt hat, der n bisserl Sinn für Ästhetik hat, mußte jetzt in einem Gutachten teuer festgestellt werden, nur um ein paar größenwahnsinnigen Provinzpolitikern ihr Selbsdarstellungsobjekt zu nehmen.
Naja, noch isses nicht so weit. Die UNESCO muß ja noch eine Entscheidung treffen und selbst dann bleibt die letzte Entscheidung bei der Stadt, was ihr wichtiger ist...noch mehr Verkehr anlocken, Weltkulturerbe aufgeben und dafür noch ordentlich Geld ausgeben oder ihre - sowieso schon recht geringen - Verkehrsprobleme an der Wurzel behandeln und damit noch attraktiver für Bürger und Touristen werden.

Edit: Der letzte Absatz in dem Artikel ist echt lustig. Wenn man schon den Entscheidungsträger angreift, bevor eine Entscheidung gefällt ist und als Argument die Platzängste eines verstorbenen anführt, kann es um die pro-Argumente nicht besonders gut bestellt sein. rofl.gif
Hanno
Is doch nix neues, deswegen haben die Leute die da inner Nähe wohnen ja auch dagegen gestimmt. Aber da die ganzen faulen Vorstadt-und Speckgürtelprolls sich übelst freuen wenn sie ne Kippenlänge eher inner Stadt sind wird das bekackte Ding eben gebaut. Hoffentlich wird das am Ende doch nix no.gif
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Zitat
1. März 2006 - Ministerium: Geld steht auch für anderen Standort oder Tunnel zur Verfügung

In einem Gespräch mit den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ stellt das Sächsische Wirtschaftsministerium klar, daß die Fördermittel des Freistaates für die Elbquerung weder zeitlich begrenzt noch an den Standort Waldschlößchen gebunden sind. Auch ein Tunnel könne damit finanziert werden.


Nur damit mal dem Argument: "Jetzt, hier und sofort ne Brücke, sonst kein Geld, weil Geld gibts nur für genau diese Brücke" der Wind aus den Segeln genommen wird.

Ich bin trotzdem weiterhin aus Stadt- und Verkehrsplanerischer Sicht gegen jegliche weitere Querung der Elbeim Stadtgebiet, ob obendrüber oder untendrunter, weil sie einfach nicht notwendig ist, sondern einfache Verbesserungen in Verkehrsführung und Straßenqualität die Verkehrssituation ausreichend verbessern könnten und dabei enorm Geld gespart würde.
sQeedy
* für die restaurierung des blauen wunders
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und weil ich grad so in Fahrt bin:

Aus der Sächsischen Zeitung:

Zitat
Verkehrszählung

Verkehrsentwicklung 1999 bis 2005: Pro Tag wurden 2005 auf der Augustusbrücke 4 900 Fahrzeuge weniger gezählt, auf der Carolabrücke 9 300 Autos weniger, auf der Albertbrücke minus 7 600 Autos, auf der Loschwitzer Brücke 4 300 Autos weniger als 1999. Insgesamt waren es 26 100 Fahrzeuge weniger...


Na bravo! Für 26.100 Autos/Tag weniger seit 6 Jahren bauen wir mal ne Brücke....das is schon über ein Drittel der Gesammtkapazität der Waldschlösschenbrücke (65.000). Noch 12 Jahre und wir können die Brücke wieder einreißen. Wir könnten dann aber auch versuchen durch einen konsequenten Ausbau der Zu-, Ab-, und Durchfahrtswege zur Brücke doch noch bisserl mehr Verkehr in die Stadt zu holen. Also ich freu mich ja über jedes Auto mehr, das durch Dresden fährt, statt außenrum!
Frei nach dem Motto: Mittenrein statt dran vorbei!

So, Zeit fürs Bett. Morgen wird für mehr Geld für Ärzte gestreikt!
absalom
Gefunden auf welterbe-erhalten.de:

Am 10. / 11. Juli wird der Kongreß des Internationalen Welterbe-Komitees in Vilnius darüber befinden, ob Waldschlößchenbrücke und Welterbetitel miteinander vereinbar sind. Wie der Beschluß auch lauten mag: Der Dresdner Stadtrat wird jetzt Entscheidungen treffen, z.B. über die Vergabe/ Nichtvergabe von Bauleistungen für die Brücke.

Damit wird der Stadtrat in den nächsten Wochen wieder zum Brennpunkt in der Auseinandersetzung um die Brücke.

Am 13. Juli tagt der Stadtrat turnusgemäß. Es werden erste Weichen werden gestellt, wie mit der Entscheidung von Vilnius umgegangen wird. Daher rufen wir zur Demonstration anläßlich der Stadtratssitzung auf.

Zeigen Sie Ihre Meinung zum Brückenbau! Zeigen Sie, wie wichtig Ihnen das Weltkulturerbe ist! Bitte kommen Sie zur Demonstration vor dem Rathaus!
Es ist unsere letzte Chance!


Zeit: Donnerstag, 13. Juli 2006, 15.30 Uhr
Ort: Dresdner Rathaus, Goldene Pforte


#aba
Sowjet
Total baba..
Die Dresdner Bürger haben sich klar dafür entschieden, also her mit der Brücke!