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Aberkennung Weltkulturerbe droht...
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 14 Jun 2009, 11:44
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Genau, stand auch z.B. in der SächsZ. Es war der Fördertopf von 150 Millionen Euro. Dresden hatte sich für Projekte im Wert von 10 Millionen Euro beworben (davon 6,3 Millionen Förderung). Das Geld sollte unter anderem in die Sanierung des Lignerschlosses und Bau der Bussmannkapelle fließen. Dresden steht nicht mehr auf der Liste, weil der Freistaat Sachsen sich kurz vor dem UNESCO Treffen immer noch nicht richtig für das Beibehalten des Titels einsetzt. „Ich bedaure es sehr, dass es dem Land Sachsen bisher nicht gelungen ist, die drohende Aberkennung des Titels durch die Unesco abzuwenden. Das ist ein erheblicher Imageschaden für die Kulturnation Deutschland und das Kulturland Sachsen“, sagt Tiefensee der SächsZ. Im Artikel ist es allerdings der Vorsitzende des Fördervereins Lignerschloss, der das Geld schon fest eingeplant hatte. Da frag ich mich allerdings ob der Mann damals vernünftig mitgedacht hatte. Ein solcher Ausgang war eigentlich vorher zu sehen. Das Thema war bei der Beantragung schon etwas publiziert worden. Das eigentliche Problem war: wenn Dresden die Fördergelder bekommt und dann den Titel verliert, müssten sie alles zurückzahlen. Wenn sie sich gar nicht bewerben, dann hätte man Dresden vorwerfen können, dass sie den Titel schon abgeschrieben hätten. In diesem Sinne ist die Ablehnung das Beste was Dresden passieren konnte. http://www.sz-online.de/special/wsb/artikel.asp?id=2181364
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 14 Jun 2009, 21:20
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Buchbindermeister    
Punkte: 464
seit: 03.12.2006
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Tiefensee. Ich kann mir schon vorstellen, dass der für einen Tunnel ist. Vielleicht wollen wir ja auch noch einen Tunnel von Leipzig nach Dresden bauen, um dort den Regionalexpress Saxonia durchfahren zu lassen.  Ich bin heut mal wieder am Waldschlösschen langgefahren. Ich freue mich immer mehr, wieviele Probleme man sich schaffen kann. Die Verkehrssituation dort ist unter aller Sau. Und dass auf beiden Seiten. Kommt man von der Fetscherstr., kommt man so gut wie garnicht auf das Käthe-Kollwitz-Ufer (ich musste mich am Freitag regelrecht reindrängeln), die andere Seite, die Bautzner Str. könnte man gut und gern als verkehrsberuhigter Bereich bezeichnen. Die Verbindung von unangebrachten Ampelschaltungen, den Ständigen Bustransfer des EV11 und diesen tausenden Autos ist ne ganz üble Mischung. Da fahr ich lieber Bahn. Ist ne Meisterleistung, diese Brücke, herzlichen Glückwunsch, Dresden.
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 15 Jun 2009, 17:29
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Vordiplom     
Punkte: 528
seit: 03.11.2005
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Zitat(Polygon @ 14 Jun 2009, 22:32) Heiße Neuigkeiten: Durch umfangreiche Straßenbauarbeiten folgen Einschränkungen des Verkehrs, aber natürlich nur in Dresden, anderswo ist das NIE und NIMMER so.  In Dresden hat man aber (im Gegensatz zu anderswo) bewußt denau die Stellen vernachlässigt, die einem Argumentationen für die WSB geben können. Der Bereich an der Fetscherstrasse hätte ohne größere Probleme schon vor Jahren verbessert werden können, als man das restliche Ufer erneuert hat. Um das Waldschlösschen rum wurde auch eher zaghaft saniert. Und auch die Albertbrücke hat man seit Jahren nicht angefaßt und verringert so künstlich die Kapazitat dieser Brücke. Auch die Baustellenkonzeption ist verbesserungswürdig.
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Wissen ist Macht - nichts wissen macht auch nix!
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 15 Jun 2009, 20:28
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4. Schein    
Punkte: 456
seit: 01.12.2003
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Naja, ich würd mir als Verkehrsminister auch nicht unsanft auf die Füße kacken lassen. Das hat Tiefensee schön von seinen Gremien erledigen lassen. Sauber.
Erst Beratungs-resitent sein, und dann rumjammern, wenn es so ausgeht, wie angekündigt. Die CDU sollte sich aber nicht beschweren, sie ist ebenso ein Meister in politischen Drecks-Spielen.
Ein gutes hat die ganze Sache aber: der im Allgemeinen wenig zu Revolutionen neigende Dresdner kann sich in den nächsten 50 bis 100 Jahren rühmen, dass er ganz revolutionär und anarchistisch auf den Welterbetitel geschissen hat.
Soviel Revolution reicht hier im Tal der Ahnungslosen für Generationen aus. Insofern hat das für die herrschende politische Masse auch sein Gutes.
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Dry your eyes mate, I know you want to make her see how much this pain hurts. But you've got to walk away now, it's over.
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 16 Jun 2009, 11:57
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4. Schein    
Punkte: 456
seit: 01.12.2003
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Zitat(Polygon @ 15 Jun 2009, 22:04) So inflationär wie das Wort "Revolution" in letzter Zeit gebraucht wird, ist es fast nur noch lächerlich. Wegen was soll man denn jetzt noch so alles den Umbruch anzetteln? Und auch wenn es dir und mir vielleicht nicht passt, aber vor einiger Zeit gab es einen Volksentscheid zu dem Thema und eine Mehrheit der Bürger war für den Brückenbau.  @Polygon: Der Volksentscheid ist völlig in Ordnung. Finde nur lächerlich, a) welches Theater jetzt abgezogen wird, weil man den Welterbetitel verliert, insbesondere von denen, die es verkackt haben. Jetzt wird halt rumgejammert. Ich finds einfach klasse, dass diese auserwählten Dresdner für ihre Dummheit&Ignoranz eins auf die Fresse kriegen. b) zum Thema direkte Demokratie sage ich mal wenig, nur soviel: Demokratie passt der sächsischen Staatsregierung immer dann, wenns den eigenen Interessen dient. Es gibt auch einen Bürgerentscheid gegen die Brücke, der wurde nur mit fadenscheinigsten Begründungen abgelehnt. c) Das die Dresdner so dämlich waren, sich politisch als Revoluzzer gegen das Welterbekommitee instrumentalisieren zu lassen, bei wesentlich wichtigeren Dingen, kriegen sie aber den Arsch nicht hoch. Die Dresdner sollen überhaupt gegen gar nichts revoltieren. Da kommt nämlich nix gutes bei raus.
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