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Waldschlösschenbrücke

Aberkennung Weltkulturerbe droht...
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post 23 Oct 2007, 17:13
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Straight Esh
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Gemeint war wohl eher, wie weit man gehen muss. Es scheint relativ klar zu sein, dass nach dem Auslaufen des Bürgentscheides die Brücke auf jeden Fall welterbekonform sein muss, damit sie gebaut werden kann. Etwas anderes wäre in einem erneuten Bürgerentscheid oder Stadtratsentscheidung nicht mehrheitsfähig.


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post 23 Oct 2007, 17:43

4. Schein
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Zitat(yocheckit @ 23 Oct 2007, 17:33)
ich versteh deine aussage nicht.. der bürgerentscheid geht die elbe hinunter aber man schaut wie weit man gehen kann, damit sie doch kommt? blink.gif
*


also der bürgerentscheid hatte keine bindewirkung mehr, wenn das gericht nicht die sofortige bebauung anordnet. die umplanungen dauern zu lang. milbradt will sich nun absichern. er will die brücke und sucht sich verbündete. ob ein neuer bürgerentscheid noch mal durchgeht ist fraglich. also macht er ein bißchen auf kompromiss und holt sich zustimmung. aber so richtig auf kompromiss macht er ja gar nicht. er spricht eher davon kleinigkeiten zu verändern, aber nichts substanzielles.

also der typ will die brücke um jeden preis. die unesco ist ihm schnuppe, aber jetzt muss er sie mal ins feld führen, damit er ein bißchen abgesichert. und wenn es wie chris scrieb nur erbekonform geht, dann will er trotzdem so wenig wie möglich verändern.

die cdu will diese brücke, wahrscheinlich wissen sie selber nicht mehr warum, aber sie wollen gewinnen und die vormachtstellung halten.

entschuldigt mein konfuses schreiben.
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post 23 Oct 2007, 17:47

4. Schein
****

Punkte: 370
seit: 18.01.2004

hab ich doch glatt was vergessen: die wette steht noch.
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post 14 Nov 2007, 12:14
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3. Schein
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Waldschlösschenbrücke darf gebaut werden

Zitat
Der umstrittene Bau der geplanten Waldschlösschenbrücke im Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal kann unter Auflagen beginnen. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hat den verhängten Baustopp aufgehoben. Sachsens Kulturministerin fordert weiter eine "politische Lösung".

...


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post 14 Nov 2007, 15:01
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6. Schein
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seit: 12.08.2006

Allerdings erließen die Richter eine Geschwindigkeitsauflage. So darf der Verkehr auf der Brücke in den Nachtzeiten zwischen April und Oktober nur mit 30 Stundenkilometern über die Brücke rollen, um die Kollisionsgefahr zwischen Autos und Fledermaus zu minimieren.

Zur Einhaltung des Tempolimits sollen zwei Geschwindigkeitsmessstellen auf der Brücke installiert werden, legte das Gericht fest.


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post 14 Nov 2007, 17:35
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Vordiplom
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Da bin ich mal gespannt, ob die Gegner es schaffen, die Brücke bis Februar zu verhindern...ich denke mal die geforderten Planungen dauern schon seine Zeit und über Weihnachten wird auch keiner arbeiten wollen...und was die UNESCO zu den geplanten Änderungen sagt ist auch noch nicht klar...
FAZIT: Es bleibt spannend!

Gibts eigentlich gegen dieses Urteil noch ne Einspruchsmöglichkeit???


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post 15 Nov 2007, 09:12
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5. Schein
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Zitat(Niveau @ 14 Nov 2007, 15:01)
Zur Einhaltung des Tempolimits sollen zwei Geschwindigkeitsmessstellen auf der Brücke installiert werden, legte das Gericht fest.
*

Das spült wieder Geld in die Kasse yes.gif .


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post 15 Nov 2007, 20:18
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Herr Dachs
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lol die fledermäuse fliegen doch eh weiträumig um die brücke drumherum .oO

ich fang am wochenede jedenfalls an mit Gorefist das fundament zu gießen...

(und ringsherum ne fledermausflak aufzubauen)
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post 16 Nov 2007, 21:10
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6. Schein
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Das Sächsische Verwaltungsgericht hat den Baustopp aufgehoben, aber hohe Auflagen beschlossen, die erst jetzt nach und nach durchsickern.

Schwangere, die von einer Ultraschalluntersuchung kommen, dürfen die Brücke nicht befahren, um die Fledermäuse nicht zu brüskieren.

Das Bauwerk muss mit einer zusätzlichen Protestspur für die Fahrzeuge der Brückenbaugegner ausgestattet werden.

Außerdem soll am Fuß der Brücke ein Fledermausfriedhof geschaffen werden. Darüber hinaus verpflichtet sich die sächsische Regierung, ein Mahnmal mit einem acht Meter hohen Reiterstandbild von Wolfgang Thierse zu errichten.

Es trägt die Aufschrift: "Hier verprasste die Stadt Dresden ihr Weltkulturerbe".

Dieser Beitrag wurde von Niveau: 16 Nov 2007, 21:10 bearbeitet
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post 16 Nov 2007, 21:13
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lala
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seit: 23.06.2005

Zitat(Niveau @ 16 Nov 2007, 21:10)
Das Sächsische Verwaltungsgericht hat den Baustopp aufgehoben, aber hohe Auflagen beschlossen, die erst jetzt nach und nach durchsickern.

Schwangere, die von einer Ultraschalluntersuchung kommen, dürfen die Brücke nicht befahren, um die Fledermäuse nicht zu brüskieren.

Das Bauwerk muss mit einer zusätzlichen Protestspur für die Fahrzeuge der Brückenbaugegner ausgestattet werden.

Außerdem soll am Fuß der Brücke ein Fledermausfriedhof geschaffen werden. Darüber hinaus verpflichtet sich die sächsische Regierung, ein Mahnmal mit einem acht Meter hohen Reiterstandbild von Wolfgang Thierse zu errichten.

Es trägt die Aufschrift: "Hier verprasste die Stadt Dresden ihr Weltkulturerbe".
*

das können doch unmöglich alle Auflagen sein biggrin.gif


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Engel kotzen
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post 19 Nov 2007, 15:57
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6. Schein
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Es sieht genauso aus wie 2000, nur dass der Bagger diesmal auf der anderen Elbseite seine symbolischen Arbeiten durchführt. Foto geklaut bei SZ Online.

Dieser Beitrag wurde von Niveau: 19 Nov 2007, 15:58 bearbeitet
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post 19 Nov 2007, 17:31
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Vordiplom
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seit: 03.11.2005

Was für ein politischer Kindergarten!!!
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post 23 Nov 2007, 14:10
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Anti-Gegner
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seit: 25.11.2005

Komiker Olaf Schubert zum Thema,
ob Dresden als erste Stadt der Welt den Welterbe-Titel aufgeben soll:



Demo für Tunnel statt Welterbe-Verlust: So, 25. Nov, 16.30 Uhr @ Frauenkirche

Info hier


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post 23 Nov 2007, 18:22
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6. Schein
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Punkte: 1244
seit: 12.08.2006

Protest und gemeinsames Musizieren mit den Bauarbeitern. mehr bei der SZ
Du bist wider die Lehrerin Du Jaqueline.

Dieser Beitrag wurde von Niveau: 23 Nov 2007, 18:24 bearbeitet
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post 23 Nov 2007, 22:56
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6. Schein
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seit: 12.08.2006

"Dumm baut gut." http://www.zeit.de/2007/48/Dresden-Waldschloesschenbruecke

Dresdens Brückeneuphoriker lassen sich nicht aufhalten: Die Bürger werden weiter belogen und Tunnel-Alternativen werden weiter verschwiegen.

Im Land des Fortschritts, in der Stadt der Vergangenheit, auf der Wiese der Alternativlosigkeit steht ein kleiner gelber Bagger und schaufelt ein Loch.

Ein kleiner Bagger. Wie ein zorniges Tier aus Metall, das sich in eine friedliche Landschaft verbeißt. Wie das letzte Schlachtross des Technikzeitalters im aussichtslosen Kampf gegen Natur und Kultur.

Die Sachwalter des autogerechten Bauens, die seit Jahrzehnten unsere Verkehrsprobleme zu lösen vorgeben, indem sie immer mehr Verkehr erzeugen, haben einen großen symbolischen Triumph errungen.

Ausgerechnet in Dresden, der Hochburg des Denkmalschutzes, haben sie ein Monument der rücksichtslosen Modernisierung durchgesetzt.

Wachstumswahn im schrumpfenden Ostdeutschland. Was Walter Ulbricht nicht geschafft hat, wurde per Volksentscheid für die Arnold Vaatz Gedächnisbrücke nun doch Realität. Die Frauenkirche wirkt banal.

Wo der Euro nicht mehr richtig rollt, wird künstlich Bewegung erzeugt. Denn das sind die großen Ängste der Brückeneuphoriker: vom Fortschritt abgehängt zu werden. Im Grünen Gewölbe hocken zu bleiben.

Es ist ja noch nicht annähernd publik geworden, wie Politiker in der Causa Waldschlösschenbrücke die öffentliche Meinung beeinflussten, Informationen zurückhielten, Alternativen unterschlugen und bei den Sachsen in der Stadt und im Umland den Eindruck erweckten, Dresden brauche unbedingt eine neunte Brücke.

Da kamen komplizierte Unterquerungsmethoden vor, die nur bei Meeresarmen oder enormen Flussbreiten wie etwa am Hamburger Hafen beim 100 Jahre alten Tunnel sinnvoll sind. Man schraubte die Betriebskostenprognose künstlich nach oben (von realistischen 300000 Euro jährlich auf irrwitzige zwei Millionen). Und 2005 beim Bürgerentscheid stellte man schließlich nur noch die Frage: Sind Sie für den Bau der unescogeprüften Brücke?

Norman Foster und Santiago Calatrava lehnten eine Einladung zur Dresdner Perspektivenwerkstatt ab, mit der Begründung, sie wollten sich nicht an der Zerstörung des Weltkulturerbes beteiligen.

Und was tun unterdessen die Dresdner? Sie baggern als Erstes ein Loch, das nur für eine Brücke nötig wäre. Tatsachen schaffen, Wahlmöglichkeiten ausschließen: So lautet noch immer die Devise. Denn es sind bereits über 20000 Unterschriften für einen neuen Bürgerentscheid gesammelt, und der alte läuft Ende Februar 2008 aus. Da wird es mal wieder Zeit, die mündigen Bürger in die Irre zu leiten. Die CDU überschwemmt momentan die Stadt mit Desinformationsflyern.

Weil er ein viel flacheres Gefälle habe, würden die Zufahrtswege extrem verlängert, wäre der Abriss von sechs frisch sanierten Villen erforderlich und das Ganze 100 Millionen Euro teurer als die Brücke. Das ist die einzige »Alternative«, die eine Regierungspartei in diesem Lande ihren Wählern zukommen lässt, damit sie »frei« entscheiden können. Der Infostand der Bürgerinitiativen im Waldschlösschenpavillon wurde schon vor Wochen amtlich untersagt, mit der Begründung, es bestünde kein öffentliches Interesse mehr an Information.

Nun durchschauen immer mehr Bürger den grandiosen Schwindel. 3000 Menschen marschierten vergangenen Sonntag wieder zur Welterbe-Demo, darunter viele einstige Brückenbefürworter. Aber wird das reichen? Am Montag des Baubeginns vermeldete die Morgenpost, der Freistaat halte eine ganze Hundertschaft Polizisten in Bereitschaft, »aus Angst vor militanten Brückengegnern«. Das klingt nach letzter Mobilmachung gegen alle Bürger .
Auf dem Gelände des denkmalgeschützten Olympiaparks in München soll ein 70 Meter hohes Hochhaus errichtet werden. Vielleicht wird Dresdens Frauenkirche deshalb so geliebt, weil sie den Gegensatz zwischen Bewahrenwollen und Hoch-in-den-Himmel-Bauen dialektisch aufhebt: Hier konnte sich der städtebauliche Schaffensfuror an der Geschichte abarbeiten. Leider genügt das den betonsüchtigen Modernisierern aus der klassischen Schule des 20. Jahrhunderts nicht. Es hat ihnen in den dreißiger Jahren nicht genügt und nicht im Sozialismus – warum dann jetzt ?

Denn wer in Deutschland unsterblich werden will, muss eine Schnellstraße bauen. Das Beispiel Hitler zeigt, dass die Dankbarkeit der Bürger für ordentliche Autobahnen ewig währt. Die Waldschlösschenbrücke wird in Zukunft im Volksmund Gedächnisbrücke heißen.

Dieser Beitrag wurde von Niveau: 23 Nov 2007, 22:58 bearbeitet
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