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post 22 Jul 2008, 00:59
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chaos.
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Punkte: 9601
seit: 22.10.2004

Und also.

Was soll man dazu noch sagen? Man kann doch eigentlich nur auf die Evolution hoffen und davon ausgehen, dass sich das schon von selbst regelt. Irgendwann wird es kaputtgehen. Der von Luzi verlinkte Bericht zeigt freilich nur einem Bruchteil technischer "Maßnahmen"*. Die systemische Veränderung (...)

Das Interessante für unsere Generation ist es aber doch, Nischen zu schaffen. Immer dort, wo Verbote erlassen werden, entsteht Nährboden für (gute!) Subversion.

So dann: Es ist an uns.

#a, katapuliert.

* vgl. hier auch Klemperer 'LTI' <<</>> oder schalte Kopf ein und bedenke Begriff "Maßnahme".


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..:: Wir sind gekommen Dunkelheit zu vertreiben, in unseren Händen Licht und Feuer ::..
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post 22 Jul 2008, 07:56
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Überwachung für alle! Wir dürfen dem ganzen nicht unaufgeschlossen gegenüberstehen sondern den
wahren Wert der Überwachung erkennen.

1. Wir werden vor der latenten Terrorgefahr geschützt (das ist eines der kleineren Argumente, aber es
stimmt nunmal).
2. Wir würden alle ehrlicher (wenn weder alles wissen kann, dann gibt es nur die Möglichkeit auch alles
zu sagen). Das schließt natürlich auch ausführliche Bewegungsprofile und Tonaufnahmen ein, mit wem
sich z.B. unsere Politiker getroffen haben, und was für Absprachen sie getroffen haben.
3. Wissen wird endlich frei. Es gibt keine Möglichkeit mehr Wissen zu schützen. Alles Wissen wird
somit der Menscheit zur Verfügung gestellt. Wir erleben einen Wissenschafts-, Gesundheits- und
Lebensstandardboom, wie wir ihn uns nicht vorstellen können.
4. Die Sicherheit, gerade bei den größten Unfallfallen wird deutlich gesteigert. 5000 Verkehrstote
könnten abgeschafft werden, weil frühzeitig erkannt wird, wer Verkehrsregeln zu seinem eigenen Vorteil
bricht.
5. Keine Tote mehr durch verpfuschte Produkte, wie z.B. Zigaretten, ungeprüfte Elektrogeräte etc. pp.
Es traut sich einfach keiner mehr in Produkte etwas beizumischen, das gesundheitsgefährlich ist, da er
sofort entdeckt wird und seine Firma deswegen eingeht. Außerdem kann jeder andere das Produkt
besser nachbauen.
6. Besiegung der großen Seuchen und Krankheiten. Pharmakonzerne können ihre Herstellungen nicht
mehr geheimhalten. Das bedeutet günstige Medikamente für alle.
7. Weltfrieden. Angriffskriege etc. pp. können sofort erkannt werden und die betreffenden Leute schnell
aus dem Verkehr gezogen werden (wir kennen ja den Aufenthaltsort). Keine Chance für Diktatoren.
8. Effektive Produktionssteuerung: Es wird nicht mehr produziert, was keiner braucht. Es kommt nicht
mehr zu Manipulationskäufen um die Charts hochzutreiben. Wir wissen, was die Leute wann brauchen
und können genau das produzieren. Keine Milchseen mehr und keine 100.000 Kameras, die wir wieder
einstampfen müssen.

Die Welt wäre soviel besser, wenn wir die Totalüberwachung direkt einführen und nutzen würden.


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bonum agere et bonum edere,
sol delectans et matrona delectans

(Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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post 22 Jul 2008, 08:14
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parse error
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seit: 27.05.2003

sehr schön, chris. wie wärs mit dem recht auf informationelle selbstbestimmung für den privatmann, transparenz der staatlichen institutionen und open access für wissenschaftliche erkenntnisse...?
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post 22 Jul 2008, 08:23
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Straight Esh
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seit: 01.10.2003

Gerade die letzte beiden Punkte werden durch Totalüberwachung erreicht, wie ich oben dargelegt habe
(siehe Argument 3 und 2). Und für den ersten Punkt gilt: Wer wird es wagen, deine Daten auszunutzen,
wenn du sofort sehen kannst, wer deine Daten für Spammails oder ähnliches mißbraucht hat?
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post 22 Jul 2008, 08:28
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seit: 27.05.2003

gut, ich hätte die aufzählung anders sortieren sollen. ich versuchs nochmal:

wie wärs mit transparenz der staatlichen institutionen und open access für wissenschaftliche erkenntnisse, ....und als komplement dazu dem recht auf informationelle selbstbestimmung für den privatmann?
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post 22 Jul 2008, 08:37
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Ich geh nochmal darauf ein:

1. Transparenz der staatlichen Institutionen:
Durch die Totalüberwachung wissen wir immer, wo sich die Politiker aufhalten, mit wem sie sich treffen
und was sie verabreden. Es werden alle erstellten Dokumente aufgezeichnet und zur Verfügung
gestellt. Besser kann Transparenz nicht sein. Jeder kann immer darauf zugreifen, was sein
Abgeordneter macht oder gemacht hat. Geheime Absprachen kann es nicht mehr geben, da alle
Absprachen überwacht sind.

2. Open Access:
Genauso wie es unmöglich wird, staatliche Verträge und Abmachungen geheimzuhalten, wird es
unmöglich wissenschaftliche Erkenntnisse zu schützen. Jeder kann einsehen, woran ein beliebiger
Forscher forscht. Jeder kann auf dessen Dokumente und Arbeitsergebnisse zugreifen. Das ist noch
besser als Open Access, denn bei Open Access müssen a) die Wissenschaftler mitmachen und b)
wird er hauptsächlich auf Hochschulen ohne Drittmittelprojekte beschränkt sein.

3. Informationelle Selbstbestimmung:
Der Begriff wird sich wandeln. Weg von dem utopischen "Ich kann bestimmen, wer meine Daten
bekommt" hin zu "Ich weiß, wer meine Daten bekommen hat und was er damit gemacht hat". Ersterer
Fall ist auch heute schon zu keinster Weise mehr garantierbar, häufig müssen wir der Datenweitergabe
zustimmen (Schufa, etc.) oder haben durch verdeckte Kanäle keine Ahnung, wer unsere Daten erhält.
Mit Totalüberwachung haben wir die Möglichkeit festzustellen, woher eine Person unsere Daten
bezogen hat, und was er noch alles damit gemacht hat.
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post 22 Jul 2008, 08:55
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chaos.
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Punkte: 9601
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Und wer überwacht die Überwacher? wink.gif

#a
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post 22 Jul 2008, 09:02
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Open Source Überwachung würde ich sagen. Jeder kann auf alle Daten zugreifen.
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post 22 Jul 2008, 13:45

Neuling


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seit: 22.07.2008

So ein Blödsinn. Ein wenig Überwachung würde nicht schaden. Dann könnte man mal mehr Verbrecher ertappen und verhaften. Halte das für nicht schlecht.
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post 22 Jul 2008, 13:48
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Straight Esh
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Punkte: 14030
seit: 01.10.2003

Eben, und wenn wir alle Verbrecher ertappen könnten, dann könnten wir uns auch so Scherze wie
vorausgreifendes Sicherheitsgewahrsam sparen.
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post 22 Jul 2008, 13:49

Neuling


Punkte: 8
seit: 22.07.2008

Zitat(Chris @ 22 Jul 2008, 14:48)
Eben, und wenn wir alle Verbrecher ertappen könnten, dann könnten wir uns auch so Scherze wie
vorausgreifendes Sicherheitsgewahrsam sparen.
*



Vollkommen richtig, nur werden wir es wohl nie schaffen alle Verbrecher zu erwischen. Aber generalpräventiv finde ich Kameras richtig.

Beispiel: Die Prügelattake auf den alten Mann in der U-Bahn.
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post 22 Jul 2008, 16:03
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eXma Poltergeist
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Punkte: 6729
seit: 20.10.2004

Vollkommen falsch, wir werden es nun wohl nie schaffen alle Verbrecher zu erwischen. Aber generalpräventiv finde ich Kameras falsch.

Beispiel: Die Prügelattake auf die Dönerläden in der Neustadt.


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post 22 Jul 2008, 17:05
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6. Schein
*******

Punkte: 1339
seit: 27.01.2005

wer sagt dir, dass die personen hinter den kameras nicht dazu gehören? jeder mensch ist bestechlich...


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„Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt!“
-B. Pascal-
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post 23 Jul 2008, 11:36

5. Schein
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Punkte: 842
seit: 15.07.2004

Zitat(Lenox @ 22 Jul 2008, 14:49)
Vollkommen richtig, nur werden wir es wohl nie schaffen alle Verbrecher zu erwischen. Aber generalpräventiv finde ich Kameras richtig.

Beispiel: Die Prügelattake auf den alten Mann in der U-Bahn.
*

Genau, bestes Beispiel, dass Kameras i.d.R. keine Präventionswirkung zeigen. Denn wenn sie präventiv gewirkt hätten, dann hätte diese Schlägerei nie bzw. woanders stattgefunden.

Übewachungskameras leisten also erst dann 100% Prävention, wenn sie keine einzige Straftat mehr aufzeichnen.
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post 23 Jul 2008, 11:41

5. Schein
******

Punkte: 842
seit: 15.07.2004

Zitat(Chris @ 22 Jul 2008, 10:02)
Open Source Überwachung würde ich sagen. Jeder kann auf alle Daten zugreifen.
*

Das gibt es in anderen Ländern schon, z.B. in Wohnhäusern, in denen die Überwachungskamera am Eingang ins Kabelfernsehen der Mieter eingespeist wird. Da darf dann jeder der Bewohner reinschauen, mit wem der Nachbar so alles nach Hause kommt oder ob er Abends nochmal einen Trinken war.
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